Immer mehr – immer heller

Unsere alte Lichterkette mit 40 kleinen Lämpchen, verteilt auf ca. 6 m Balkongeländer, sah mir in diesem Jahr etwas zu mickrig aus. Ich wollte mehr. Also kaufte ich in der vergangenen Woche eine neue Lichterkette mit 80 Diodenlämpchen. Leider war das Kabel weiss und das sieht auf einer grünen Tannengirlande gar nicht gut aus. Ausserdem war das Teil zu kurz, die Lichterkette wurde umgetauscht. Ich hatte mich auf eine Lichterkette mit Diodenlämpchen eingestellt, leider war so was entweder nur mit weissem Kabel oder mit blauen Lämpchen zu haben. Nun, meine Lieblingsfarbe ist zwar blau, aber blaue Lämpchen auf dem Balkon finde ich dann doch nicht so toll, ein blauer Weihnachtsbaum im Zimmer reicht völlig aus.

Heute Vormittag fuhren wir zu OBI, in der Hoffnung, dort eine Diodenlichterkette zu bekommen. Hatten die auch, aber nur die, die ich umgetauscht hatte. Kurzerhand entschloss ich mich, eine „normale“ mit 200 Lämpchen zu kaufen. Zurück im Haus schaute ich mir die Verpackung etwas genauer an. Ich hatte keine Lichterkette sondern einen Lichtervorhang gekauft. Grrrrr – wieder nicht das Richtige, also fuhr ich noch mal zu OBI nach Harburg, gab den Lichtervorhang zurück und fand tatsächlich eine Lichterkette mit 200 Lämpchen. Sie muss jetzt nur noch am Balkon befestigt werden.

Dazu muss ich erst mal ausrechnen, wie oft ich das Ding hin- und herlegen kann und wo ich dann anfangen muss, damit der Anschluss an der richtigen Seite ist. Oder kann ich sowieso auf der Seite beginnen, wo der Anschluss liegt, oder wie oder was? Also ich seh schon, Weihnachtsbeleuchtung hat was mit höherer Mathematik zu tun. Vielleicht hätte ich es doch bei mickrigen 40 Lämpchen belassen sollen.

Musicalbesuch in der Hauptstadt


Oder auch: Weihnachten vorweg!
Eigentlich schenkt man ja nichts vorab. Aus terminlichen Gründen, weil nämlich das Musical „Les Misérables“ nur noch bis Ende Dezember läuft, bekam Bernd sein Weihnachtsgeschenk schon jetzt. Ich hatte mich vor 3 Wochen ganz spontan auf Grund einer Fernsehwerbung dazu entschlossen. Weiterlesen →

Glögifest

Am Samstag vor dem 1. Advent, wenn Menschenmassen in Kaufhäuser, Einkaufspassagen und Läden einfallen, um ihr Weihnachtsgeld – so sie denn welches erhalten haben – für Weihnachtsgeschenke auszugeben, wird bei Gitta und Jimmy das traditionelle Glögifest gefeiert. Bernd und ich hatten in diesem Jahr die Ehre, an dieser Veranstaltung teilnehmen zu dürfen. In Anbetracht des zu erwartenden Konsums von Glögi (eine Punschart) durften wir bei Holger und Gunnar übernachten.

Am Beginn des Abends sevierte Gitta uns ein opulentes Menue, dessen Gänge aus Kartoffeln zubereitet waren. Einzig im Nachtisch waren Äpfel enthalten, die ja auch im weitesten Sinn an Kartoffeln erinnern. Holger hatte zwar in seiner Einladug von einem Snack gesprochen, der gereicht werden würde. Die Vorspeise – selbtsgemachte Kartoffelchips – gingen ja auch in diese Richtung. Als zum Chipsnack aber bereits Rotwein gereicht wurde, hatte ich dann doch meine Bedenken, ob das auch eine ausreichende Grundlage für den weiteren Verlauf des Abends sein würde und ich sah mich bereits in einem jämmerlichen Zustand aufgrund von übermässigem Alkoholgenuss den nächsten Tag erleben. Die folgenden Gänge beruhigten mich dann und ich griff auch beherzt zu.

Nachdem der letzte Grappa getrunken war machten wir uns winterfest und bevölkerten den Garten, in dem wir im Sommer noch die Hasenhochzeit gefeiert hatten. Hoch am Himmel stand der Mond und tauchte alles in ein fahles Licht. Der Glögi wurde ausgeschenkt – und dann erstrahlte der Garten im weihnachtlichen Glanz.





Das Glögifest entwickelte sich zu einer winterlichen Gartenparty. Eine Feuerstelle sorgte dafür, dass wir uns auch äusserlich wärmen konnten. Natürlich gab es auch wieder was zu essen, nämlich von Muffinkönig Holger dem 1. selbstgebackene pikante Muffins.

Im Verlauf der Nacht wurden wir darüber aufgeklärt, dass die ganze Dekoration von Jimmy selbst hergestellt worden ist. In jedem Jahr gibt es ein neues Teil. In diesem Jahr ist es ein Schneemann, der spontan Klaus-Bärbel getauft wurde.

Ich weiss nicht wie spät es war, bzw. wie früh – es war jedenfalls lange nach Mitternacht – als wir mit Holger und Gunnar den Heimweg antraten. Wäre es Sommer gewesen, wäre es bereits hell geworden. Bernd und ich nächtigten im Wohnzimmer auf einer Doppelbettluftmatratze, die dafür sorgte, dass wir in einen tiefen Schlaf fielen.

Unsere Gastgeber bereiteten uns heute morgen ein schönes Frühstück. Nachdem wir uns gestärkt hatten, machten wir uns auf den Weg nach Hamburg. Daheim liessen wir den Sonntag faul ausklingen, waren wir doch ein wenig müde und unpässlich. Wir danken den Gastgebern, Köchen, Helfern und Handwerkern für diese schöne Nacht.

Lecker!

Gestern Abend waren Steffi und ich von Geschäftsfreunden zum Essen eingeladen. Die Gastgeber hatten sich für das „Cox“ in der Langen Reihe entschieden. Praktisch für Andreas, er wohnt seit kurzem beinahe gegenüber des Restaurants und praktisch auch für mich – ich habe von dort einen Heimweg von ca. 15 Minuten.

Die Menuekarte ist nicht sehr gross. Das lässt darauf schliessen, dass die Zutaten nicht zu alt sind und die Gerichte frisch zubereitet werden. Die Qualität war dann auch recht überzeugend und die Portionsgrössen machten satt ohne Völlegfühl – so wie es sein soll.

Interessant war die Vorspeise, die ich gewählt hatte: Marinierte Brust vom Weiderind mit Pilzen und Olivensorbet. Gespannt war ich auf das Olivensorbet. Eis von Oliven, das konnte ich mir nicht so recht vorstellen. Aber probieren wollte ich es, ich bin ja experimentierfreudig. Und da ich Oliven mag, würde mir das Sorbet sicher auch schmecken. Ich wurde nicht enttäuscht. Olivensorbet kann ich sehr empfehlen.

Verwöhntag

Ab und zu muss man seine Eltern mal verwöhnen. Es ist nun nicht so, dass ein „Muss“ dahintersteht. Es ergab sich halt so.

So waren denn heute Bernds Mutter und meine Eltern bei uns zu Gast. Erst gab es Kaffee und Gebäck und später dann den leckeren Grünkohlauflauf – dazu ein leichter Weisswein. Es ist schön zu beobachten, wie sie die Eltern wohlfühlen, wie es ihnen schmeckt, wie sie es geniessen, verwöhnt zu werden.

Den nächsten Verwöhntag gibt es am 24. Dezember.