Archiv der Kategorie: persönlich

Ein zweifelnder Blick

Samstagabend, wir haben gegegessen, Lieblingsgericht des Gatten: Nudelauflauf mit Hack. Dazu gehörte eine Flasche Rotling, d.h. 1/2 Liter für jeden von uns. Später dann noch zwei (?) Schnäpse, das muss so, wegen dem Magen, jaja, keine Kommentare bitte.

Wir surfen jeder so vorsichhin. Auf einer Nachrichtenseite bietet mir die Werbung ein Ferienhaus in der Uckermark an, ab 41 Euro. Ich weiß nicht mal, wo die Uckermark ist. Polen? Oder nahe dran? Nienich würde ich einen Schritt nach Polen hineinsetzen. Man kennt das: Schwupps – und das Auto ist weg.

Ich sage zum Gatten, so ganz nebenbei: Wir könnten uns ja auch mal ein Ferienhaus in der Uckermark mieten, für 41 Euro. Über seinen und meinen Monitor erreichte mich ein etwas zweifelnder Blick mit einer hochgezogenen Augenbraue, das kann er gut. Sein schwuler Halbbruder kann das auch, liegt wohl in der Familie, also das mit den Augenbrauen. Wer weiß, vielleicht auch das Schwulsein.

Ich klärte die Sache dann auf, das mit der Werbung. Und ganz sicher kommt ein Ferienhaus für uns nicht in Frage. Wenn wir selbst das Frühstück zubereiten müssen, und alle anderen Mahlzeiten auch, nee, das geht nicht. Dann kann ich auch zuhause bleiben. Und einen Steward, der Cockails serviert, gibt es auch nicht. Also? Entweder Kreuzfahrt oder zuhausebleiben und Nudelauflauf essen, Rotling und „Birne“ trinken.

Passt gerade gut

Via Ralfaxel

Wir erleben zwar gerade keinen Sturm, es ist eher ein starker Wind. Wie ich schon erwähnte, ist Bernds Mutter seit Dienstag in einem Pflegeheim. Seit dem waren wir aus diversen Grünen jeden Tag in ihrer alten Wohnung, haben Versicherungen gekündigt, Anträge gestellt, Dinge besorgt, Kleidung gewaschen, mit der Krankenkasse telefoniert, die Dame kurz im Heim besucht. In der nächsten Woche geht es weiter: Ein Attest von ihrer ehemaligen Hausärztin wird benötigt, der Hauswart soll sich ihre Wohnung ansehen uns sagen, was gemacht werden muss, und ganz sicher kommen noch ein paar administrative Aufgaben auf uns zu. Das alles ist unser „Sturm“, der uns aus unserem ruhigen und behäbigen Leben reißt.

Aber dieser starke Wind macht uns den Weg frei. Er sorgt dafür, dass wir uns keine Sorgen mehr machen müssen, ob Bernds Mutter auch gut betreut wird. Der bisherige ambulante Pflegedienst hat nur das allernotwendigste gemacht, wir wissen alle, dass die Mitarbeiter unter Zeitdruck stehen. Dereimal am Tag kam jemand vorbei, schaute nach dem Rechten und sorgte für die notwendige Medikamentengabe. Einmal in der Woche wurde der Haushalt gemacht. Stellt euch lieber gar nicht erst vor, wie das aussah.

Jetzt ist meine Schwiegermutter gut versorgt und wird rund um die Uhr betreut. Wir atmen durch, unser Weg ist freigepustet.

Einwohnerzuwachs

Seit heute gibt es eine neue Einwohnerin in der kleinen Stadt an der Elbe, die Mutter von Bernd. Ihr allgemeiner Zustand machte es notwendig, dass sie zukünftig in einem Pflegeheim wohnen wird. Seit 2017 hat sie bereits die Voraussetzung für eine Heimunterbringung, wurde aber bisher ambulant von einem Pflegedienst zu Hause versorgt. Wir hatten aber schon länger den Verdacht, dass die Mitarbeiter nicht in der Lage sind, die Dame, sie wird demnächst 80, zu motivieren. Pflege bedeutet nicht nur Pflege, wie die Person zu versorgen. Dazu gehört auch, sich auf die Person einzulassen. Es nützt nichts, wenn einem beschieden wird: „Wir können sie nicht zwingen.“ Weiterlesen

Das Weihnachtsgeschenk


Die Frage, was ich zu Weihnachten bekommen habe, kann ich so beantworten: Einen Bauch. Nun ja, nicht unbedingt zu Weihnachten, der Bauch hat sich schon weit vor Weihnachten gebildet. Es ging wohl schon los im letzten Sommer. Ich möchte lieber nicht erwähnen, mit wieviel zusätzlichem Gewicht ich das Schiff verlassen hatte. Die Schwimmsaison war dann auch schon nahezu vorbei. Also warum sollte ich noch Rücksicht nehmen?! Man soll ja essen, was einem schmeckt. Weiterlesen

Kalenderblatt Dezember 2019


Der letzte Monat des Jahres 2019 hat heute begonnen, das Jahr neigt sich dem Ende entegen. Je weiter der Dezember fortschreitet, desto schneller wird die Zeit laufen.

Auf dem Kalenderbild für diesen Monat sind mein Schatz und ich auf der „Mein Schiff 5“ während unserer letztjährigen Norwegenreise zu sehen, ich finde, dass ist ein schöner Gruß zum Jahresende an alle meine Leserinnen und Leser.

In den nächsten Tagen werde ich mich dransetzen und einen neuen Kalender zusammenstellen, mit Erinnerungen an Momente im Jahr 2019.

Gegen Rechts!


Die örtlichen Medien hatten vor ein paar Tagen berichtet, dass in einem Begegnungszentrum in der kleinen Stadt an der Elbe Dr. Marc Jongen, ein Mitglied des Bundestages für die Partei AfD, einen Vortrag zum Thema „Entsiffung der Kultur“ halten sollte. „CDU, Grüne und SPD rufen zum stillen Protest auf“ war zu lesen. Ich wollte mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, am stillen Protest teilzunehmen. Weiterlesen