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Rosmarin statt Blumen


In diesen Zeiten Geburtstag zu haben, ist schon was besonderes. So wurde mir heute ein Topf Rosmarin überreicht statt eines Strauß Tulpen. Die Blumengeschäfte sind ja auch geschlossen. Tulpen vom Samstagsmarkt wären heute am Montag schon sehr aufgegangen. So ein Kräutertopf hält sich ja tapfer.

Eigentlich wären wir ja heute auf der Seereise von Singapore nach Dubai gewesen. Bereits 2018 hatten wir die Reise gebucht, ich wollte ja auch mal auf einer Kreuzfahrt meinen Geburtstag feiern. Heute wären wir irgendwo zwischen Mumbai und Muscat gewesen, hätten gut gegessen, Champagner getrunken und vom Kavier genascht, sowie den einen oder anderen Cocktail geschlürft. Nun, wir wissen alle, dass es anders gekommen ist.

Aber den Champagner haben wir uns nicht nehmen lassen. Ich wusste, dass im Keller noch eine Flasche davon liegt. Bisher hatte ich noch nicht die richtige Gelegenheit gefunden, diese zu öffnen. Bereits als die Reise abgesagt wurde, war mir klar: Das ist die Gelegenheit. Und so machten wir es.

Die Flasche wurde gestern bereits in den Kühlschrank gelegt und heute Morgen stießen wir damit an. Man muss die Gelegenheit beim Schopfe packen. Man wird schließlich nur einmal 70!

Umsonst gesammelt


Gestern Abend noch wurde auch die von uns gebuchte Ersatzreise abgesagt. Wir hatten eh schon nicht mehr damit gerechnet, dass wir die Kreuzfahrt von New York nach Hamburg antreten würden, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

100 Euro Trinkgeld, gesammelt für das Housekeeping sowie Bar- und Restaurantstewards werden jetzt wieder der Haushaltskasse zugeführt. Es macht keinen Sinn, im Moment auf eine andere Reise umzubuchen, auch wenn es dafür einen Rabatt geben würde. Wir warten jetzt mal ab, wie sich die Situation entwickelt.

Ein Gespräch, gehört von Maximilian Buddenbohm:
“Na, es ist nun so, wie es ist.”
“Und so ist es dann eben.”
“Genau. So ist das.”

Und dem ist nichts hinzuzufügen.

Ein Platz bleibt leer


Ein Monat vor ihrem 80. Geburtstag ist heute meine Schwiegermutter nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt aufgrund eines Schlaganfalls verstorben. Mein lieber Mann hat sie heute Nachmittag noch besucht. Kurz nachdem er wieder zu Hause war, kam der erlösende Anruf von der Klinik.

Liebe Margret, in unseren Herzen lebst du weiter. Mach’s gut!

Vernichtungsaktion


Wir waren heute im Reisebüro unseres Vertrauens und haben die Reisebestätigung für die neue Reise abgeholt. Inzwischen wurde auch die Differenz des Reisepreises zwischen der alten und der neuen Reise gutgeschrieben. Viel Papier hatte sich angesammelt. Nachdem die finanzielle Seite geprüft und erledigt ist, konnten wir all den alten Kram vernichten, leider auch die erst kürzlich erhaltenen Reiseunterlagen.

Ein wenig traurig war ich denn jetzt ja doch. Auf der ursprünglichen Reise hätten wir einen neuen Teil der Erde für uns entdeckt, was ganz sicher sehr spannend gewesen wäre. Aber mehr noch berührte mich, dass wir jetzt nicht in den Genuss der Business Class von Emirates kommen und auch nicht mit einem Airbus A380 fliegen würden. Zwar würden wir zum Big Apple auch in der Business Class fliegen, aber eben „nur“ mit Brussels Airlines – wobei wir sowieso davon ausgehen, dass auch diese Reise seitens des Veranstalters storniert werden wird.

Princes Cruises hat heute angekündigt, das Kreuzfahrtprogramm für 60 Tage zu unterbrechen. Die aktuellen Reisen werden noch durchgeführt. Danach werden deren 16 Schiffe irgendwo aufgelegt. Offiziell geht es um die Ansteckungsgefahr mit Corona. Aber richtig ist wohl, dass man gar nicht mehr weiß, wo man mit den Schiffen noch hinfahren kann.

Falls unsere neue Reise nicht in Kürze auch wieder storniert wird, werden wir demnächst neue Reiseunterlagen bekommen, die wir wohl dann auch wieder zerreißen können. Das hat nichts mit Pessimusmus zu tun, das ist einfach logisch in der gegenwärtigen Situation. Und wenn wir die Reise doch antreten können, würden wir uns freuen.

Die Alternative


Bereits vor der endgültigen Absage unserer ursprünglich geplanten Reise hatte ich mich vorsichtshalber damit beschäftigt, welche Alternativen es denn gäbe. Man muss ja schließlich vorbereitet sein. Zwei Reisen waren in Frage gekommen. Die eine Möglichkeit wäre eine Reise „Mittelamerika“, Beginn am 20.3. Da war ich aber ein wenig coronaskeptisch weil auf dieser Tour wieder mehrere Länder involviert sind.

Die zweite Möglichkeit ist eine sogenannte Transreise von New York nach Hamburg ende April. Auf dieser Reise war noch eine einzige unser bevorzugten Juniorsuiten frei. Als gestern Nachmittag klar war, dass wir nicht nach Singapore fliegen würden, buchte ich sofort online diese Reise. Der Reiseveranstalter hat aufgrund der Stornierung einen großzügigen Rabatt für Transreisen eingeräumt. Da liegt es doch nahe, ein paar tausend Euro zu sparen.

Heute Morgen waren wir gleich im Reisebüro. Unser Reisebüro sollte die Buchung übertragen bekommen und dafür sorgen, dass uns auch der Rabatt gewährt wird. Bei der Onlinebuchung gab es dafür keine Möglichkeit.

Jetzt ist alles klar, vorausgesetzt Corona macht uns diese Reise nicht auch wieder kaputt. Man muss ja mit allem rechnen.

Das war’s dann


Vor Monaten schon war ich besorgt, dass unsere Kreuzfahrt eventuell nicht stattfinden würde. Der Grund für meine Sorge war die politische Situation. Dass unser Urlaub dem Coronavirus zum Opfer fallen könnte, war da noch gar nicht abzusehen. Corona war da noch gar nicht aktuell.

Seit ein paar Wochen beobachteten wir die Situation in Asien bezüglich Corona. In den Medien waren Kreuzfahrtschiffe ja auch des öfteren präsent. Quarantäne hier, Quarantäne da, Tests von Passagieren und Besatzung bevor die Einlaufgenehmigung erteilt wurde.

Seit gestern hatten wir begründete Sorge, dass unsere Reise tatsächlich nicht stattfinden würde: Malaysia hatte die Häfen für Kreuzfahrtschiffe geschlossen. Drei Häfen liegen auf der Route, die wir hätten fahren sollen. Heute stellte sich heraus, dass sich Sri Lanka und Indien angeschlossen haben. 5 Häfen wären also rausgefallen. In der Gegend gibt es nun auch nicht gerade viele Alternativen für eine Umroutung. Also hat sich die Reederei entschlossen, die Reise zu annullieren.

Wir sind nicht wirklich enttäuscht, ärgerlich schon gar nicht. Wir hatten uns mit dem Thema ja schon reichlich beschäftigt und so kam das dann nicht so überraschend. Außerdem haben wir jetzt eine Alternative ins Auge gefasst. Dazu gibt es hier in den nächsten Tagen weitere Neugigkeiten.