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Reduzierte Draussenzeit

Der Sommer ist vorbei, das lässt sich nicht verleugnen. Der September ist der erste meteorologische Herbstmonat. Die Sonne steht bereits tiefer, geht abends früher unter und geht morgens später auf.

Auf unserer Terrasse ist die Sonnenzeit nur noch kurz, vielleicht 2 Stunden, ich habe nicht genau darauf geachtet. Wenn die hohen Pappeln nicht wären, hätten wir längere Sonnenstunden. Aber im Hochsommer spenden sie uns Schatten. Wir können uns also nicht beklagen. Alles hat zwei Seiten.

Zur Zeit haben wir eine Wetterperiode mit kräftigem Ostwind, der sehr frisch daherkommt. Wenn die Sonne dann hinter den Pappeln verschwindet und nur noch wenige Lücken durch das Laub findet, kann man dort nicht mehr sitzen. Na ja, ich könnte mir vielleicht etwas langärmeliges Überwerfen. Aber das ist für mich nicht das Gefühl für draussen.

Ich habe jetzt aber die Zeit, mich mal um die Steuererklärung zu kümmern und auch um die Grundsteuererklärung. Dabei werde ich auch den Stapel des Grauens mal wieder durchforsten und die Ablage machen bzw. Belege der Vernichtung zuführen, die überflüssig sind.

Viel lieber würde ich natürlich draussen sitzen, lesen, dabei einen Cappuccino trinken und die Katzen beobachten, die sich zum Dösen in meine Nähe gelegt haben.

25 und 15


Heute begehen wir ein Doppeljubiläum:

Vor 25 Jahren habe ich einen hübschen Mann auf dem Strassenfest des Alstervergnügens angesprochen. Nach ein paar Tagen hatte er den Schlüssel zu ms
einer Wohnung. Seit dem 31. August 1997 sind wir ein Paar. Man könnte sagen, dass wir uns auf der Strasse kennengelernt haben. Vermutlich ist das heute sehr sehr selten. Wenn man Paare danach fragt, wie sich sich kennengelernt haben, bekommt man in den meisten Fällen die Antwort „im Internet“. Auch bei unserem Sohn und seiner süssen Frau ist das so gewesen.

Ich bin sehr dankbar und glücklich über 25 tolle Jahre, in denen wir viel erlebt haben. Tolle Theateraufführungen haben wir gesehen, meistens Musicals, und unvergessene Reisen haben wir gemacht. In den ersten Jahren war das alles aus finanziellen Gründen nicht möglich. Trotzdem waren wir mit unserem Leben zufrieden – und sind es immer noch.

In diesen 25 Jahren haben wir zweimal geheiratet: 2014 haben wir uns „verpartnert“ (ein schreckliches Wort). 2017 haben wir dann „richtig geheiratet“. Mein Schatz, ich hab dich ganz doll lieb!

Ende Oktober planen wir mit unserer Familie und mit unseren Freunden, eine kleine Feier aus diesem Anlass. Wir hoffen sehr, dass unser Sohn mit seiner kleinen Familie daran teilnehmen kann. Mit schulpflichtigen Kindern ist es nicht einfach, für ein Wochenende aus einem anderen Bundesland anzureisen. Nicht alle Bundesländer haben die selben Feiertage. Wir hoffen, dass die Schule für den 31.10. einen beweglichen Ferientag verkündet.

Ein Highlight in den 25 Jahren unseres gemeinsamen Lebens war der Kauf unserer Wohnung, das Elbepenthouse. Und nun kommen wir zur 15 im Titel: Heute vor 15 Jahren haben wir die Wohnung übernommen, nämlich am 31. August 2007,

Die Entscheidung, von der grossen in die kleine Stadt an der Elbe zu ziehen, haben wir nicht bereut. Die Lage der Wohnung ist ideal: In wenigen Minuten können wir am grossen Strom stehen. Aber in wenigen Minuten sind wir auch „im Dorf“ mit allen Einkaufsmöglichkeiten und Ärzten. Als wir uns damals das zukünftige Bauareal angeschaut haben, dachte ich bereits daran, dass man „später“ Ärzte gut zu fuss erreichen kann.

Ich schrieb „damals“. Zum Glück gibt es das Baublog elbe-penthouse.de. Da lässt sich alles nachlesen, auch dies: Am 19. März 2005 haben wir das erste Mal das Gelände besichtigt. Zu sehen waren da nur Bäume und Buschwerk. Es sollte noch als 2-1/2 Jahre bis zum Einzug dauern. Wir waren die ersten Bewohner ein einem Stadthaus mit 10 Wohnungen.

In diesen 15 Jahren haben wir neue Freunde gewonnen, Nachbarn wurden zu Freunden. Sie alle werden an unserer kleinen Feier Ende Oktober teilnehmen. Heute haben wir mit Champagner und Wein auf unserer Terrasse bei einem kleinen intimen Dinner zu zweit ein wenig gefeiert.

Wir wünschen uns noch viele gemeisame Jahre in dieser schönen Umgebung.

Erinnern möchte ich auch daran, was heute vor 25 Jahren auch geschehen ist: Nach einen schweren Verkehrsunfall starb in Paris die Königin der Herzen, Lady Diany Spencer.

Finger verbrannt

Es gibt ja so eine Redewendung mit obigem Wortlaut. Gemeint ist damit, dass man irgendwas dummes gesagt oder getan hat. Ich meine das aber wortwörtlich. Was ist geschehen?:

Gestern gab es bei uns Paella nach einem Rezept von Emmi kocht einfach. Zubereitet wurde das Spanische Gericht in der neuen Servierpfanne von Olav, die auch ofenfest ist. Vorsorglich legte der Gatte Topflappen mit auf den Tisch. Manchmal ist es ja so, dass sich Inhalte besser aus einem Gefäß entnehmen lassen, wenn man es mit der anderen Hand festhält. Das Dummerchen von Koch fasst natürlich mit der linken Pfote an den Griff der Pfanne und verbrennt sich 4 Fingerkuppen. Der Topflappen liegt ganz nah dabei.

Im Gefrierschrank liegt immer ein Kühlkissen, welches ich mir sogleich unter den Nagel riss und mit den Fingern umfasste. Etwas Aloe Vera Gel verteilte ich noch auf den Fingerkuppen und ich konnte endlich damit beginnen, leckere Paella zu verspeisen.

Richtige Brandblasen sind das nicht geworden. Die Haut am Daumen fühlt sich heute etwas taub an. Die wird sich mit Sicherheit in den nächsten Tagen ablösen. Der kleine Zwischenfall hat den Appetit aber nicht geschmälert.

Es war nicht das erste Mal, dass wir diese Paella gegessen haben. Wir sind übereingekommen, dass wir öfter Paella essen sollten. Dann hoffentlich ohne Zwischenfälle.

Da mein Schatz kein Fan von Meeresfrüchten ist, haben wir nur Hähnchenbrust und Muscheln aus der Dose auf die Paella gelegt. Wir wollten noch Garneelen rauflegen. Da ich aber strikt nach Einkaufsapp einkaufe und ich vergessen hatte, diese kleinen Viecher zu notieren, hatten wir die nun nicht. Es war auch so ein tolles Gericht.

Erblich vorbelastet

Es ist Sommer. Und wir haben eine schöne Terrasse. Und sobald die Temperaturen es zulassen, sitze ich auf eben dieser Terrasse, umgeben von Blumen, Pflanzen und Bäumen – und von Katzen. Mein E-Reader ist immer dabei, und ein Glas Wasser. Man soll ja viel trinken, besonders wenn es warm ist.

Lesen in anderen Blogs? OK, das könnte ich am Tablet machen, mach ich aber eher selten, wie auch das Schreiben in meinem eigenen Blogs. Einfach draußen sitzen und die Sonne genießen, lesen, den Vögeln zuhören, die Katzen beobachen – chillen heißt das wohl auf neudeutsch.

Da ich vormittags ja auch noch haushalte und ab und zu ein paar Einkäufe zu erledigen habe, wird alles, was mit Blogs zu tun hat, runtergefahren. Ich bin draußen anzutreffen.

So war meine Mutter auch. Sie hat zwar nichts mit Blogs zu tun gehabt, sie wusste nicht mal, was das ist. Aber sobald die Temperaturen es zuließen, manöverierte sie ihren Rollstuhl zum Lift und fuhr dann auf die Sonnenterrasse des Seniorenheims, auch wenn sie eine dicke Jacke brauchte um dort sitzen zu können. Sonnnenschutzcreme? Wozu das? Brauchen wir nicht. Meine Mutter ist immerhin 96 Jahre alt geworden – ohne Hautkrebs. Wenn die Sonne im Frühling langsam höher kommt, creme ich schon meine Geheimratsecken ein. Mutter mit ihrem vollen Haarwuchs hatte die nicht. Aber nach ein paar Mal in der Sonne brauch ich das nicht mehr.

Wir haben das Glück, dunkle Typen zu sein, also Typen mit unempfindlicher Haut, die nie ganz weiß ist. Vielleicht ist die auch in den vielen Jahren schon angebräunt. Denn damals, in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts, als wir unsere erste kleine Motoryacht hatten und die Sommer auf der Ostsee verbrachten, war von Sonnenschutzcreme keine Reede. OK, am Anfang der Saison holten wir uns einen Sonnenbrand, die Haut pellte dann ab, und gut war es.

Ich werde also weiterhin nur sporadisch in euren Blogs lesen, noch weniger kommentieren als auch schon – ich bin draußen und genieße den Sommer.

Ich jetzt auch

Es stand zu befürchten, dass Bernd mich anstecken würde. Gestern Nachmittag begann es mit dem berüchtigten Kratzen im Hals. Gurgelzeugs haben wir immer im Haus, hilft nicht wirklich, aber es lindert. An strategisch wichtigen Stellen habe ich Taschentücher deponiert, von denen auch schon einige gebraucht wurden.

Zur Nacht nahm ich eine Ibu, vielleicht wird es dann nicht so schlimm. Nun, wir alle wissen, dass eine Erkältung kaum zu heilen ist, sie heilt sich nach einer Zeit X selbst.

Vorsorglich habe ich heute einen Selbsttest gemacht, negativ. Ein anderes Ergebnis hätte mich auch sehr gewundert.

Im Hals kratzt es weiter vor sich hin, die Nase ist zu. Ich fühle mich leicht unwohl. Tja, da muss ich nun durch.

Unter 50


Ab heute sind es nur noch 49 Tage bis zum Beginn unserer nächsten Kreuzfahrt. Die Versogung der Katzen ist gesichert, der Shuttel für den Transfer zum Airport Helmut Schmidt ist gebucht, wie auch der später notwendige Heimtransport. Alle bisher online zur Verfügung stehenden Formalitäten sind erledigt. Die Plätze für den Hin- und Rückflug sind auch reserviert.

Wir haben nur einen Ausflug gebucht. Von Piräus geht es zur Akropolis. In den anderen Häfen werden wir selbst „ins Dorf gehen“ und uns durch die Gassen treiben lassen. Auf jeden Fall werde ich noch eine Wellnessanwendung buchen. Langsam kristallisiert sich heraus, was ich für welchen Tag buchen werde.

Ab dem 26.6. ist der Online Checkin möglich, was wir dann natürlich auch sofort erledigen werden. Eine Woche vor dem Reisebeginn muss der Gesundheitsfragebogen ausgefüllt werden. Auch das kriegen wir hin.

Leider werden wir auch in diesem Jahr nicht durch die Altstadt von Valletta spazieren können. Die planmäßige Ankunftszeit ist 19:05 Uhr, d.h. vor 20 Uhr werden wir nicht an Bord sein. Dann werden wir erstmal einen Happen essen und um 22 Uhr wird die Mein Schiff 5 von ihrem Heimathafen abfahren und in See stechen.

Leicht unpässlich

Ich hatte mir vorgenommen, heute das nächste Etappenziel zu erreichen: 2.000 Meter. Nun ja! Erstmal hatte ich zu lange geschlafen. Wenn ich dann noch zum Schwimmen gegangen wäre, hätten mir die Schulklassen die Freude am Bahnenziehen vergällt. Außerdem habe ich leichte Kopfschmerzen, warum auch immer. Meistens hilft dagegen viel trinken, also Wasser. Hab damit schon angefangen. Mal gucken ob es hilft.

Vielleicht war ich in den letzten Tagen auch einfach zu viel draußen. Bei dem frühsommerlichen Wetter der vergangenen Tage sitze ich nicht drinnen und lese das Internet leer. Da gehe mit den Katzen auf die Terrasse. Ich lese den Kindle leer, was nie passieren wird. Derweil spitzen die Katzen die Ohren und nehmen jede noch so kleine Bewegung wahr. Die Meisen sind zum Glück unerreichbar und werden langsam uninteressant und die Meisen haben sich an die Katzen gewöhnt und Wege gefunden, unbesorgt in den Nistkasten zu kommen.

Unsere beiden Mitbewohner haben während der Draußenzeit wenig Zuwendung erhalten. Gut, sie haben es auch nicht eingefordert. Aber heute merke ich schon, dass sie Nähe suchen, mich mit ihren großen Augen angucken und mauzen: Wann knuddelst du mich endlich?!

Die Blogrunde habe ich auch vernachlässigt. Gestern Abend, am Tag als der Regen kam, habe ich begonnen nachzulesen. Aber es dauert noch, bis ich mit allem durch bin. Also nicht wundern, wenn ich noch weniger kommentiert habe als auch schon.

Nach dem Pausenchat mit meinem Schatz werde ich ein paar Sommerblumen pflanzen, die ich gestern gekauft habe. Dann ist die Terrasse sommerfertig. Der Mai ist in vielen Jahren der schönste und wärmste Monat der Sommersaison gewesen und der Rest war dann nur noch Kacke. Hoffen wir mal, dass wir in diesem Jahr einen ausgegeglichenen Sommer bekommen. In meinem Alter mag ich ich die Hitze nicht so gern mehr. Da ist wohnen in dee Endetage unter dem Flachdach nicht wirklich ein Vergnügen.

So, ich hole mir wieder ein Glas lautes Wasser in der Hoffnung, dass der leichte Kopfschmerz dann bald verschwindet.

Eintausendsechshundert Meter

Das erste Etappenziel habe ich heute erreicht, nein, sogar ein wenig überschritten. Vorgenommen hatte ich mir, heute 1.500 Meter = 30 Bahnen zu schwimmen. Aber als ich so vormichhinschwamm merkte ich, dass es ganz gut läuft. Zwei Bahnen schaffst du noch, dann bist du knapp über dem, was du dir vorgenommen hast.

Zischen dem, was ich mir vornehme, und der Realität klafft manchmal eine Lücke. Das merke ich meistens schon recht frühzeitig. Es läuft dann einfach nicht, besonders, wenn auch noch Treibholz im Weg ist und ich aufpassen muss, dass ich das nicht touchiere und ich deshalb Kopf und Hals nicht ganz so optimal halten kann, wie es eigentlich sein sollte. Zum Glück hat man die Bahn für die „Halbschnellschwimmer“ erweitert, so dass, bei gegenseitiger Rücksichtnahme, ein gefahrloses Überholen möglich ist.

Heute lief alles optimal. Ich habe das schon öfter festgestellt, dass ich es nach einem Tag Schwimmpause leichter habe. Jetzt werden es drei Tage. Morgen hat der Gatte frei, da schlafen wir aus, Sonntag sowieso und montags wird das Schwimmbad erst um 10 Uhr geöffnet.

Dienstag stehe ich wieder auf der Matte, sprich am Beckenrand, setze meine Schwimmbrille auf und los geht es. Das nächste Etappenziel ist 2.000 Meter. Das sind nur 8 Bahnen mehr, das muss doch nächste Woche zu schaffen sein.

Na, geht doch!

Mit einer neuen Schwimmbrille, die ich gestern noch in der Sportabteilung des örtlichen Kaufhauses gekauft hatte, stieg ich heute in die Fluten und legte los.

wolkig
Wasser: 24,1°
Luft : 15,4°
Leichter Dunst waberte über dem Schwimmbecken

Mein Ziel war es, heute 1.000 Meter zu erreichen. Aber während ich so schwamm lief es ganz gut und ich hatte ich den Ehrgeiz, diese Marke zu überschreiten. Also hängte ich noch 2 Bahnen dran und hatte dann 1.100 Meter geschafft. Nach zwei Jahren Schwimmpause finde ich, dass das ein gutes Ergebnis ist.

Morgen ist Schwimmpause weil ich dann zur Wirbelsäulengymnastik bei Claudia gehe. Schwimmen ist dann wieder Freitag.

Endlich Anschwimmen

Seit 2 Jahren war ich das erste Mal zum Schwimmen. Eigentlich wollte ich ja schon in der vorigen Woche ins Freizeitbad, aber die Schnellgrippe machte mir eine Barriere in die Schwimmbahn, will sagen, einen Strich durch die Rechnung.

Es war allerdings sehr verhalten heute. Hätte ich meine Ausrüstung man schon eher geprüft und nicht im letzten Moment bevor ich das Haus verliess. Als ich das Badehandtuch auseinanderrollte, in welchem ich die Utensilien aufbewahre, fiel mir als erstes meine Schwimmbrille in die Hände. Der Riemen, mit dem die Brille am Kopf befestigt wird, war total vergilbt. Die Reissfestigkeit habe ich gar nicht erst geprüft, das Ding sah ekelig aus. Mit sowas gehe ich doch nicht schwimmen, ein wenig Stil muss schon sein.

Die Badehose machte verdächtige Geräusche, das Gummit im Bündchen knisterte beim Auseinanderziehen. Wenn ich diese Hose angezogen hätte, wäre sie mir mit Sicherheit in die Kniekehlen gerutscht und man hätte mich des Schwimmbads verwwiesen. Der Trend geht natürlich zur Zweithose. Eine Badehose hatte ich noch im Schrank. Also war das Schwimmen gesichert, wenn auch ohne Brille.

Köpfchen übers Wasser beim Schwimmen ist ungesund (vom Schwänzchen soll hier nicht die Rede sein). Ich schwimme immer mit gestrecktem Hals, also unter Wasser. Natürlich hebe ich den Kopf zum Atmen kurz aus dem Wasser. Aber ohne Schwimmbrille ist das alles blöd. Ich entschied mich für eine Kombination: Ein paar Züge Köpfchen hoch, ein paar Züge Köpfchen unter Wasser. Das war nicht optimal, aber ich schaffte immerhin 800 Meter.

Jetzt gehe ich gleich ins Dorf und kaufe eine neue Schwimmbrille. Eine Zweitbadehose ist schon bestellt.