Archiv der Kategorie: Allgemein

Praktisch wenn man Katzen hat


Katzen lieben Tastaturen. Gerne lassen sie sich darauf nieder oder tapern darauf herum. Mir sind dadurch schon einige Emails gelöscht worden. Und wenn ich gern in der Pause von meinem Liebsten mit ihm chatten möchte, werden da schon mal irgenwelche Zeichenfolgen gesendet.

Abhilfe schaffte die Anschaffung einer kabellosen Tastatur. Wenn die Katze Nähe zu mir sucht, meistens ist es Glinda, legt sie sich auf die Tastatur und erwartet, dass ich sie knuddel. Die Tastatur hat einen kleinen Schalter, mit dem sie sich schnell ausschalten lässt. Wenn ich nur so das Internet leerlese, brauch ich die Tastatur ja nicht. Dafür reicht die Maus.

Wenn der Schatz aber online kommt, will ich mit ihm ja die neuesten Neuigkeiten austauschen. Dann ziehe ich die Tastatur vorsichtig unter der Katze heraus und lege sie auf meine Oberschenkel, die Tastatur, nicht die Katze. Die Katze kann dann weiter da rumliegen und schnurren und ich kann derweil mit meinem Schatz chatten. Und während er gerade was schreibt, kann ich die Katze knuddeln. Sehr praktisch.

Eintausendsechshundert Meter

Das erste Etappenziel habe ich heute erreicht, nein, sogar ein wenig überschritten. Vorgenommen hatte ich mir, heute 1.500 Meter = 30 Bahnen zu schwimmen. Aber als ich so vormichhinschwamm merkte ich, dass es ganz gut läuft. Zwei Bahnen schaffst du noch, dann bist du knapp über dem, was du dir vorgenommen hast.

Zischen dem, was ich mir vornehme, und der Realität klafft manchmal eine Lücke. Das merke ich meistens schon recht frühzeitig. Es läuft dann einfach nicht, besonders, wenn auch noch Treibholz im Weg ist und ich aufpassen muss, dass ich das nicht touchiere und ich deshalb Kopf und Hals nicht ganz so optimal halten kann, wie es eigentlich sein sollte. Zum Glück hat man die Bahn für die „Halbschnellschwimmer“ erweitert, so dass, bei gegenseitiger Rücksichtnahme, ein gefahrloses Überholen möglich ist.

Heute lief alles optimal. Ich habe das schon öfter festgestellt, dass ich es nach einem Tag Schwimmpause leichter habe. Jetzt werden es drei Tage. Morgen hat der Gatte frei, da schlafen wir aus, Sonntag sowieso und montags wird das Schwimmbad erst um 10 Uhr geöffnet.

Dienstag stehe ich wieder auf der Matte, sprich am Beckenrand, setze meine Schwimmbrille auf und los geht es. Das nächste Etappenziel ist 2.000 Meter. Das sind nur 8 Bahnen mehr, das muss doch nächste Woche zu schaffen sein.

Na, geht doch!

Mit einer neuen Schwimmbrille, die ich gestern noch in der Sportabteilung des örtlichen Kaufhauses gekauft hatte, stieg ich heute in die Fluten und legte los.

wolkig
Wasser: 24,1°
Luft : 15,4°
Leichter Dunst waberte über dem Schwimmbecken

Mein Ziel war es, heute 1.000 Meter zu erreichen. Aber während ich so schwamm lief es ganz gut und ich hatte ich den Ehrgeiz, diese Marke zu überschreiten. Also hängte ich noch 2 Bahnen dran und hatte dann 1.100 Meter geschafft. Nach zwei Jahren Schwimmpause finde ich, dass das ein gutes Ergebnis ist.

Morgen ist Schwimmpause weil ich dann zur Wirbelsäulengymnastik bei Claudia gehe. Schwimmen ist dann wieder Freitag.

Endlich Anschwimmen

Seit 2 Jahren war ich das erste Mal zum Schwimmen. Eigentlich wollte ich ja schon in der vorigen Woche ins Freizeitbad, aber die Schnellgrippe machte mir eine Barriere in die Schwimmbahn, will sagen, einen Strich durch die Rechnung.

Es war allerdings sehr verhalten heute. Hätte ich meine Ausrüstung man schon eher geprüft und nicht im letzten Moment bevor ich das Haus verliess. Als ich das Badehandtuch auseinanderrollte, in welchem ich die Utensilien aufbewahre, fiel mir als erstes meine Schwimmbrille in die Hände. Der Riemen, mit dem die Brille am Kopf befestigt wird, war total vergilbt. Die Reissfestigkeit habe ich gar nicht erst geprüft, das Ding sah ekelig aus. Mit sowas gehe ich doch nicht schwimmen, ein wenig Stil muss schon sein.

Die Badehose machte verdächtige Geräusche, das Gummit im Bündchen knisterte beim Auseinanderziehen. Wenn ich diese Hose angezogen hätte, wäre sie mir mit Sicherheit in die Kniekehlen gerutscht und man hätte mich des Schwimmbads verwwiesen. Der Trend geht natürlich zur Zweithose. Eine Badehose hatte ich noch im Schrank. Also war das Schwimmen gesichert, wenn auch ohne Brille.

Köpfchen übers Wasser beim Schwimmen ist ungesund (vom Schwänzchen soll hier nicht die Rede sein). Ich schwimme immer mit gestrecktem Hals, also unter Wasser. Natürlich hebe ich den Kopf zum Atmen kurz aus dem Wasser. Aber ohne Schwimmbrille ist das alles blöd. Ich entschied mich für eine Kombination: Ein paar Züge Köpfchen hoch, ein paar Züge Köpfchen unter Wasser. Das war nicht optimal, aber ich schaffte immerhin 800 Meter.

Jetzt gehe ich gleich ins Dorf und kaufe eine neue Schwimmbrille. Eine Zweitbadehose ist schon bestellt.

1 Flasche Prosecco

Aus Gründen war unser Wagen eine Woche in Reparatur, ein Kaskoschaden. Die Hintergründe zu erklären, wäre zu umfangreich. Äüßerlich zu sehen war nicht viel. Hier eine Schramme, dort eine kleine Delle, links vorn war ein etwas größerer Spalt. Wird schon klappen mit drei Tagen Werftaufenthalt. Aber Mittwoch kam dann der Anruf: Das wird nichts, wohl erst in der nächsten Woche. Untenrum war doch einiges im Argen. Vorsorglich reservierten wir uns einen Leihwagen damit der Gatte in der nächsten Woche zur Arbeit kommt.

Gestern dann der Anruf: Der Wagen ist doch noch fertiggeworden. Heute haben wir ihn abgeholt. 300 Euro Selbstbeteiligung musste ich bezahlen. Eine Garantiekarte über die Reparatur wurde mir ausgehändigt und eine Flasche Prosecco. Mit großen Augen schaute ich den Mitarbeiter fragend an. Mir wurde erklärt, dass das in dieser Firma ab einem gewissen Betrag üblich sei. Ich fragte dann nach, was die Reparatur gekostet hat – und kam aus dem Staunen nicht heraus: 5.800 Euro! Vor etwa einem Jahr wurde uns dieser Betrag von einem Volvohändler für die Inzahlungnahme beim Kauf eines Neuwagens angeboten. Demnach also ein wirtschaftlicher Totalschaden.

Ich unterhielt mich darüber mit dem netten Mitarbeiter der Reparaturwerkstatt. Er erklärte mir, dass die Preise für Gebrauchtwagen um ca. 70 – 80 % angezogen hätten – der Gebrauchtwagenmarkt sei ziemlich leergefegt. OK, unter diesen Umständen könnten wir vielleicht doch ….

Egal, der Wagen sieht jetzt innen und außen, besonders außen, aus wie neu und untenrum vermutlich auch. Und mein Schatz ist froh, mit dem eigenen Fahrzeug zur Arbeit fahren zu können.

Wir müssen los!

Wie ich eben erfahren haben, werden jetzt auch Dosentomaten knapp. Auch diese Konserven werden gehamstert. Ich koche sehr gern mit Dosentomaten, das Aroma ist viel intensiver als bei den wässerigen frischen Tomaten, die angeboten werden.

Ich frage mich, was die Leute mit all den gehamsterten Lebensmitteln im Krieg, den es bei uns hoffentlich nicht geben wird, anfangen wollen. Wenn ein Cyber- oder konventioneller Angriff die Stromversorgung lahmlegt, sind wir aufgworfen. Hier im Haus erfolgt die Versorgung mit Wasser mittels Pumpen im Keller, die das Wasser bis in die dritte Etage pumpen. Wenn die Pumpe nicht funktioniert, haben wir kein Wasser, nichtmal um die Toilette zu spülen. Was nützt da das ganze Klopapier welches schon seit Monaten in den Haushalten schlummert? Gummihandschuhe anziehen und die menschlichen Hinterlassenschaften mit dem Arm durch den Abfluss stopfen? Das funktioniert auch nur so lange, wenn überhaupt, bis das Abflussrohr verstopft ist. OK, wir könnten ein paar Eimer kaufen und Wasser aus der Elbe schöpfen und damit spülen.

Ohne Strom können wir auch nicht kochen und backen. Alle diese Vorräte, wie Reis, Nudeln, Mehl und Hefe, wären also nutzlos. Wir fahren jetzt also nicht los und hamstern Dosentomaten. Ein Essen kann man auch mit frischen Tomaten zubereiten. Außerdem steht unser Wagen aus Gründen in der Werkstatt, wohl noch bis Freitag. Vielleicht gibt es dann noch Dosentomaten.

Einer von 5

Welch ein Glück, ich bin Begünstigter von 10 Mio Dollar. Mr. Mike Weirsky hat mit ausgewählt, eine von 5 Personen zu sein, denen er jeweils 10 Mio Dollar zugedacht hat. Wie selbstlos. Ich bin sehr dankbar, Mr. Weirsky. Aber glauben Sie bitte nicht, dass ich unter der von ihnen angegebenen Adresse meinen Anspruch geltend mache. Diese Masche ist ein uralter Trick, den es schon seit über 50 Jahren gibt, zwar nicht mit Emails, damals noch mit einer manuellen Schreibmaschine geschrieben und mit der Post verschickt.

Sehr geehrter Begünstigter,

Sie haben eine Wohltätigkeitsspende in Höhe von (10.000.000,00 USD) von Mr. Mike Weirsky, einem Powerball-Jackpot-Lotteriegewinner von 273 Millionen USD. Ich spende an 5 zufällig ausgewählte Personen. Wenn Sie diese E-Mail erhalten, wurde Ihre E-Mail-Adresse nach einem Drehball ausgewählt. Ich habe mich freiwillig entschieden, Ihnen als einem der ausgewählten 5 die Summe von 10 Millionen USD zu spenden, um meine Gewinne zu bestätigen

Bitte antworten Sie an: mike.weirsky.foundation003@gmail.com
Für Ihren Anspruch

Mr. Weirsky, sie können sich ihre 10 Mio Dollar dahin schieben, wo es ganz ganz dunkel ist.

Tag der offenen Tür


Das Freizeitbad Geesthacht wurde am 14. Mai 1961 eröffnet. 3.000 Menschen erschienen zur Eröffnung, in Hut und Mantel wie historische Aufnahmen belegen. Damals war das Wasser noch nicht beheizt. Ein Anlage zur Beheizung des Badewassers wurde erst später eingebaut, Dank einer großzügigen Spende.

In den letzten 2 Jahren wurde das Bad umfassend saniert und ergänzt. Der 60. Geburtstag im vorigen Jahr musste coronabedingt ausfallen. Heute präsentierte sich das Freitzeitbad der Öffentlichkeit im neuen Glanz – im wahrsten Sinn des Wortes: Die Sonne schien vom blauen Himmel auf die diversen Becken und Rutschen. Bis auf das alte Sportbecken sind alle Becken jetzt in Edelstahl erstellt.

Seit 7 Jahren bin ich eigentlich ständiger Gast im Schwimmbad gewesen und habe dort meine Bahnen gezogen. Ich werde in der nächsten Woche wieder beginnen, egal ob es regnet oder stürmt. Das Wasser ist angenehm beheizt, was kümmert mich da die Lufttemperatur.

Morgen, am 1. Mai, ist wie in jedem Jahr freies Anbaden. Montag beginnt dann der Regelbetrieb.

Überlastet

Aktuell dauern die Gespräche länger als üblich … und dann wird die Verbindung unterbrochen nachdem ich etwa 5 Minuten in der Warteschleife gehangen habe.

Aus Gründen muss ich Kontakt zu eimen Kreditkartenanbieter aufnehmen, ich versuche es seit Freitag. Man kennt das: Man wählt die Telefonnummer, dann kommt eine Ansage drücken sie die 1 wenn sie X wollen, drücken sie die 2 …. Danach kommt die Abfrage nach der Postleitzahl und anschließend muss ich noch mein Geburtsdatum eingeben. Das Handgerät des Telefons schalte ich auf laut und lege es hier hin. Bla bla bla, unterbrochen von einem schrecklichen Jingle. Und dann kommt die anfangs erwähnte Ansage.

Am Freitag schickte ich eine Email – und bekam eine automatisch generierte Email: Es kommt leider zu längeren Bearbeitungszeiten …

Nun ist es nicht so, dass mein Anliegen äußerst dringend ist, ich habe aber ein paar Punkte, die ich gern geklärt hätte. Im Juni letzten Jahres war das anders, da war es wirklich dringend und ich konnte das Problem tatsächlich am Telefon klären. Aktuell wäre es unmöglich gewesen.

Ich werde als weiter anrufen, die entsprechenden Tasten drücken und hoffen, dass ich mich tatsächlich mal einer biologischen Stimme unterhalten kann.

Ohne Maske

Ich musste heute noch ein paar wenige Dinge besorgen wozu ich den örtlichen Supermarkt in der Stadt aufsuchen musste. Auf dem Weg dorthin fiel mir auf, dass ich den Gesichts-BH gar nicht dabei hatte. Das ist nun nicht weiter schlimm, denn die Maskenpflicht im Einzelhandel ist in Schleswig-Holstein aufgehoben. Es gibt hier aber ein paar kleine Geschäfte, die von ihrem Hausrecht gebrauch machen und auf der Maske bestehen. Nicht so besagter Supermarkt. Also brauchte ich nicht umkehren und mir eine Maske von zu Hause holen.

Wie fühlte sich das nun an? Es war merkwürdig und ich versuchte, allen Kunden irgendwie aus dem Weg zu gehen. Und ich fühlte mich als Verräter denen gegenüber, die weiterhin brav ihre Maske tragen, wie Kunden, das Personal an der Fleischtheke oder die Kassierinnen. Ohne Maske fühlte es sich falsch an.

Es ist wirklich auffällig, das nur wenige Menschen die Maske weglassen. Und das ist gut so!