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Das traurige Ende


Dieaktuellesituation trifft viele Branchen, auch die Reisebranche und hier besonders die Kreuzfahrtbranche. Die ist sehr kostenintensiv. Schiffe im Allgemeinen sind teuer zu unterhalten. Versicherung des Schiffes selbst und natürlich gibt es auch eine Haftpflichtvesicherung. Durch Schiffe verursachte Schäden können riesige Summen verursachen.

In diesen schweren Zeiten trennen sich Reedereien von ihren älteren Schiffen. Für die sind die Versicherungsprämien höher als für neue Schiffe, ebenso wie die Betriebskosten. Auch der Treibstoffverbrauch für die Schiffsmaschinen ist bei modernen Schiffen wesentlich günstiger.

Eine riesige Anzahl von Passagierschiffen liegt weltweit ohne Beschäftigung. Wenn ein Schiff im Hafen liegt, werden Hafengebühren verlangt. Eine geringe Anzahl von Besatzungsmitgliedern muss an Bord sein um einen minimalen Schiffsbetrieb aufrechtzuerhalten.

Lange Rede kurzer Sinn – alte Schiffe sind nicht mehr wirtschaftlich und werden verschrottet. Das Kreuzfahrtschiff Marco Polo wurde 1965 in Dienst gestellt und ist 55 Jahre über die Weltmeere gefahren. Das Schiff hatte sein Publikum, welches dieses Schiff geliebt hat. Jetzt, wo das schöne Schiff auf dem Strand von Alang in Indien liegt, kommen die schönen Linien besonders zur Geltung. Die Marco Polo war wirklich ein schönes Schiff. Die ehemaligen Gäste, die der Marco Polo jahrelang die Treue gehalten haben, sind sicher traurig. Auch mich berührt der Anblick des zur Verschrottung bereiten Schiffes. Aber den Weg der Verschrottung wird jedes Schiff eines Tages gehen. Mit dem Schneidbrenner wird die Schönheit vernichtet.

Der Machtwechsel

In den Vereinigten Staaten von Amerika wurde gestern der Machtwechsel vollzogen. Mr. Trump hat das Weiße Haus verlassen. Seit 12 Uhr Amerikanischer Ostküstenzeit ist er nicht mehr der Präsident von Amerika. Dieser heißt jetzt Biden. Ein Alptraum ist vorbei.

Ich habe die Zeremonie live im TV angeschaut. Eingeschaltet hatte ich kurz bevor der Helikopter aus dem Hinterhof des Weißen Hauses abgehoben hat. Ich hatte Tränen in den Augen, Tränen der Freude.

Anfangs hatte ich NTV eingeschaltet. Das war ja eine Katastrofe. Die Moderatorin und die Journalisten vor Ort in Washington sabbelten und sabbelten, nervten mit Fakten, die bekannt waren und die niemand mehr hören wollte. Die Fanfaren, die beim Betreten der Ehrengäste auf der Terrasse des Capitol gespielt wurden, waren kaum zu hören. Auf die eintreffenden Gäste wurde fast gar nicht eingegangen, die Hauptsache war die Schalte zu den Moderatoren vor Ort, die sich sehr gern reden hörten, nur mich als Zuschauer interessierte das alles nicht.

Ich suchte dann einen anderen Sender auf der Tabelle und fand CNN. Das war wesentlich angnehmer, auch wenn ich nicht alles verstehen konne, was die Moderatoren sagten und auch nicht alles, was der neue Mr. President in seiner Rede den Amerikanern und der Welt zu erzählen hatte. So weit reichen meine englischen Sprachkenntnisse dann doch nicht. Das war mir zwar schon vorher klar, aber die gesamte Zeremonie, nur sehr dezent begleitet durch die Moderatoren, ohne Simultanübersetzung und sonstiges Gesabbel verfolgen zu können, war ein Genuss.

Was NTV da abgeliefert hat, war überladend und zum Teil nur Gestammel. Weniger wäre mehr gewesen.

Gänsehaut


Es ist verrückt – oder? Der Stapellauf eines Schiffes, was heute in der gezeigten Weise wohl nicht mehr vorkommt, verursacht beim Betrachten eines alten kleinen Videos eine Gänsehaut bei mir.

Früher, als ich sowas in Lübeck noch live erleben durfte, standen mir sogar die Tränen in den Augen wenn ein Schiff seinem Element übergeben wurde. Ich bin halt der Schifffahrt mit Leib und Seele verbunden, auch wenn ich nie zur See gefahren bin.

Da hängt jemand

Nein, da baumelnd niemand am Fensterkreuz, am Dachbalken oder am Geländer der Autobahnbrücke über dem Tal. Da hängt jemand fest, fest zwischen den Jahren. Ein sehr schöner Blogbeitrag von Mitzi Israj. Und ich muss gestehen, dass ich mich zurzeit auch so festhängend fühle, ohne es zu wissen, bis ich das gelesen hatte.

Ich hoffe sehr, dass ich bald wieder loslassen und mit beiden Beinen auf der Erde stehen kann. Aber während ich diese Zeilen schreibe, muss ich daran denken, wie schwer es mir während meines langes Berufslebens fiel, im neuen Jahr anzukommen. Das war schon immer so.

Am ersten Arbeitstag im neuen Jahr beginnt alles wieder bei Null. Alles, was jetzt erarbeitet wird, oder auch nicht, macht sich auf das Geschäftsergebnis in 365 Tagen bemerkbar. Aber das allein ist es nicht mit dem Festhängen. Das Ankommen im neuen Jahr ist es, was wichtig ist, was einen locker werden lässt. Da hilft auch nicht, Kartoffeln zu schälen. Frau Iwanov hat es erkannt, was los ist.

Chaos allerorten

Mir scheint, als würde das neue Jahr ziemlich chaotisch beginnen. Chorona und die Impfung dagegen ist das beherrschende Thema.

Wobei die Impfung selbst scheinbar im Moment im Vordergrund steht. Alle möglichen und unmöglichen Fachleute, oder solche, die sich dafür halten, meinen, etwas zu dem Thema sagen zu müssen. Warum das so lange dauert, wie lange hält die Impfung, ist die auch für die neuentdeckte Variation des Virus gut? Warum gibt es nicht genug Impstoff? Wie geht es weiter? Wer ist wann dran? Leute, bleibt auf dem Teppich und wartet ab. Die Diskussion interessiert uns Bürger nicht. Wann wer dran ist, ist es früh genug sich zu registrieren.

Auch der Verlauf der Pandemie ist immer wieder ein Thema, wobei da wohl alle eher im Dunklen rumstochern. So wirklich genau weiß das niemand. Und deshalb wäre es besser, einfach mal die Klappe zu halten und abzuwarten.

Der aktuelle Lockdown ist bis zum 10. Januar vereinbart. Schon jetzt ist klar, dass der verlängert werden wird. Die Frage ist, ob es 2 oder 3 Wochen werden wird. Die einzelnen Bundesländer sind da wohl mal wieder kontroverser Meinung. Und so lange das bevorstehende Gespräch mit der Kanzlerin nicht stattgefunden hat, gilt auch hier: Klappe halten! Es hilft uns normalen Bürgern und Verbrauchern nicht weiter, wenn wir nicht wissen, was vereinbart wird.

Chaos auch in den Deutschen Schneegebieten. Ein paar Flocken sind gefallen und die Wintersportler, und solche, die sich dafür halten, flippen aus und wollen alle mal im Schnee auf die Schnauze fallen. Hoffentlich fallen sie nicht auf die Schnauze, weil sich sie angesteckt haben. Leute, bleibt doch einfach mal mit dem Arsch zu Hause!

Es gibt Nachrichten über Schauspieler, die sich mit Corona angesteckt haben. Wen interessiert das? Doch wohl nur ihn selbst und seine Angehörigen. Wir haben ihm nicht die Pfote geschüttelt und haben kein Bier mit ihm getrunken – also können wir uns bei ihm auch nicht angesteckt haben.

Gottesdienste werden aufgelöst weil der Mindestabstand und die Maskenpflicht nicht eingehalten wurde. Parties werden trotz der Pandemie gefeiert.

Friedrich Merz, einer der Bewerber auf den CDU-Vorsitz, outet sich als Hardliner. Er leht es ab, Menschen, die unter menschenunwürdigen Umständen in Flüchtlingslagern leben, aufzunehmen.

Ganz schlimm ist die Forderung von Merz und Röttgen – auch ein Bewerber auf den CDU-Vorsitz – dass gegen Corona geimpfte Personen mehr Rechte eingeräumt werden sollen. Das kommt einer Impfpflicht durch die Hintertür gleich und darf unter keinen Umständen geschehen.

Zwischen all den Coronoinfos poppt auch immer noch der Name dessen auf, den ich hier vorerst nicht nennen will. Es gibt immer noch verrückte Fans aus seinem politischen Lager, die versuchen, die Wahl in Amerika auf irgendeine Weise zu seinen Gunsten zu manipulieren. Die sollten auch mal die Klappe halten und endlich akzeptieren, wer die Wahl gewonnen hat.

Wie oben gesagt: Chaos allerorten.

2021 ist gerade erst 3 Tage alt. Wie soll das noch werden? Ich befürchte schlimmes!

Der Instagramrückblick


Es sollte inzwischen allgemein bekannt sein, dass ich einen Account bei Instagram besitze. Nun ja, die Fotos, die ich dort veröffentliche, 120 in 2020, sind für mich eine Mischung aus unserem täglichen Leben, nichts spezielles also, so ähnlich, wie die Themen in diesem Blog. Auf der Collage sieht man die 9 Fotos aus diesem Jahr, die die meisten Likes bekommen haben.

Es gibt Menschen, die Interesse an dem haben, was ich dort mehr oder weniger öffentlich zeige. Die Anzahl meiner Fans sind in diesem Jahr auf 702 angewachsen, was aber nichts bedeutet. Viele User folgen anderen nur, um auf sich selbst aufmerksam zu machen damit sie mehr Follower bekommen. Morgen können es schon wieder unter 700 sein.

10691 likes habe ich in diesem Jahr für meine Fotos bekommen. Andere Instagramer bekommen das für ein Foto. 1145 Kommentare haben die User unter meine Fotos geschrieben. Vermutlich sind meine Antworten auf andere Kommentare da mitgezählt.

Über Instagram haben sich, ähnlich wie bei den Blogs, ein paar nette Kontakte ergeben, besonders im Bereich Kreuzfahrten, ohne dass da jetzt richtige Freundschaften entstanden sind.

Wer Interesse hat, kann sich in meinem Instagramaccount gern mal umsehen, man muss sich dafür nicht anmelden, einfach diesem Link folgen:
https://www.instagram.com/hansgeorg3003/

Und das war dann mein letzter Blogeintrag für 2020. Wir lesen uns hoffentlich gesund und munter im nächsten Jahr wieder – vielleicht schon morgen.

Ein Jahresrückblick – Teil 2

Als ich mich entschloss, einen Jahresrückblick zu schreiben, dachte ich, dass ja gar nicht viel passiert ist in diesem Jahr, was erwähnenswert ist. Aber als ich mein Blog durchforstete, kam dann doch einiges zusammen. Für einen Teil wäre es zu viel gewesen. Hier kommt als der 2. Teil mit der zweiten Jahreshälfte 2020:

Juli 2020
Der Sommer plätschert so dahin. Wir genießen das Leben auf der Terrasse und planen tatsächlich einen Urlaub: 2 kurze Kreuzfahrten hintereinander. Das war aber „unter den aktuellen Umständen“ nicht möglich. Für nur 3 Tage wollten wir nicht unsere Reisetasche packen.
Dann hatten wir die Idee überhaupt: Wir fliegen für 1 Woche nach Santorini. Und es war toll, wenn auch nicht perfekt. Aber wir haben den Urlaub mit allen Sinnen genossen. 7 Tage nur Sonne und blauer Himmel, ein eigener kleiner Pool an der Terrasse unserer Suite – noch heute sind wir glücklich, uns diese Woche gegönnt zu haben.

August 2020
Wir haben Zuwachs: 2 süße Katzen sind bei uns eingezogen, Geschwister aus einem Wurf. Eigentlich wollten wir ja nur eine Katze. Aber wir haben ein großes Herz und wollten die beiden nicht trennen.
Eher nur nebenbei erwähnenswert: Unser Kaffeevollautomat gab seinen Geist auf, ein neuer musste her.

September 2020
Glinda und Elphie, die 2 Katzen, bestimmen unser Leben. Nein, so ist es nicht. Natürlich mussten wir unsere Abläufe zum Teil ändern, aufpassen, was wir wo stehenlassen können. Es ist aber alles recht einfach. Die 2 sind anhänglich und zutraulich, nicht agressiv. Sie leben bei uns und mit uns.

Oktober 2020
Schatz hat einen neuen Job, einen Saisonjob, mit der Aussicht, übernommen zu werden.
Die Katzen sind nach wie vor das Hauptthema bei uns. Corona ist das Thema außerhalb unserer Mauern. Die Infektionszahlen steigen wieder, in der Einkaufsstraße muss jetzt auch der Gesichts-BH getragen werden.
Es gibt immer noch Momente, in denen ich denke, dies oder jenes meiner Mutter zu erzählen bzw. sie nach Dingen zu fragen. Tja …

November 2020
Unsere 2 Süßen wurden in der Tierklinik Lüneburg kastriert. Wir waren etwas nervös. Aber sie haben die OP gut überstanden.
In den USA waren Präsidentschaftswahlen. Der, den ich hier nicht mehr nennen möchte, jedenfalls so lange er noch Präsident ist, gesteht seine Niederlage nicht ein. Mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln versuchte er, die Wahlergebnisse in den einzelnen Bundesstaaten zu beeinflussen – bislang erfolglos.

Dezember 2020
Die Infektionszahlen von Corona steigen und steigen. Ich fragte mich Anfang Dezember, warum es nicht wieder einen kompletten Lockdwon gibt. Eine Woche später wurde das dann beschlossen. Hätte viel früher kommen müssen.
Die Katzen werfen den Weihnachtsbaum um, was für uns keine Überraschung war.
Fast vor unserer Haustür gab es im Abstand von einer Woche 2 Bombenentschärfungen. Wir wohnen ganz knapp außerhalb des Sicherheitskreises und blieben von einer Evakuierung verschont.
Schatzi hat seinen Arbeitsvertrag bis mitte nächsten Jahres verlängert bekommen.

Und jetzt warten wir mal ab, wie 2021 wird. Ich wünsche allen, die hier lesen, dass sie gesund bleiben mögen. Alles andere sind nur Floskeln, die in diesen Zeiten kein Mensch braucht.

Es gibt was umsonst

Nee, im Moment nicht, aber letztens wurden an Risikopersonen in den Apotheken 3 FFP2-Masken ausgegeben. Da ich, meinem Alter entsprechend, zu den Risikopersonen gehöre, könnte ich mir also 3 Masken abholen. Am ersten Ausgabetag wollte ich nicht zu den Menschenmassen gehören, die sich eine Maske abholen. Am nächsten Tag war ich nicht „im Dorf“, die Tage darauf wohl auch nicht. Dann kam ich an einer Apotheke vorbei, wo schon vor der Tür ein Aufsteller stand, dass es zurzeit keine Masken gibt, eine weitere Lieferung aber erwartet wird. Bei der nächsten Apotheke auf meinem Weg schaute ich gar nicht erst nach.

Heute begab es sich, dass ich an einer Apotheke vorbeikam, in der sich kein einziger Kunde befand. Ich querte die Straße und betrat die Apotheke. An der Tür befand sich kein Hinweis bezüglich der Masken. Aber am Verkaufsthresen war ein Hinweis angebracht, dass zurzeit keine Masken vorhanden sind.

Die Apothekerin wollte gerade nach meinem Begehr fragen als ich mit Hinweis auf das Schild sagte „Hat sich gerade erledigt.“ Da sich kein weiterer Kunde im Geschäft befand, hatten wir Zeit für einen kurzen Plausch. Als ich sagte, dass ich am ersten Tag keine Lust hatte, mich um die Masken zu bemühen, erzählte mir die Dame, dass an jenem Tag bereits bei der Öffnung 15 Personen vor der Tür standen um sich die Masken abzuholen. Zwei Mitarbeiterinnen waren dann nur damit beschäftigt, die Masken auszugeben, so lange der Vorrat reichte. 500 Masken hatte man der Apotheke geliefert. 2000 weitere sollten noch eintreffen. Die Logistik hat also eiwandfrei versagt – oder man hat nicht mit der Habgier der Berechtigten Personen gerechnet, denn:

Ab demnächst müsste ich 2 Euro bezahlen, und dafür würde ich sogar 6 Masken erhalten. Davon mal abgesehen, es handelt sich um Einmalmasken. Die Apothekerin trägt eine Maske 9 Stunden und dann landet sie im Müll, die Maske. Die Dame sagte allerdings, wenn ich zum Einkaufen ginge, könnte ich sie nochmal tragen. Also theoretisch kann ich bei einer einstündigen Einkaufsrunde mit einer Maske 9 Mal einkaufen gehen.

Meine Stoffmasken trage ich auch mehrmals, aber dann werden sie gewaschen und sind dann wie neu.

Aber nun frage ich mich: 2 Euro müsste ich für 6 Masken zuzahlen. Dafür stelle ich mich doch nicht in aller Frühe vor der Apotheke an um 3 Masken für umsonst zu erhalten, zumal das ja auch keine Dauermasken sind, die man waschen kann. Aber wer das macht, der wäscht vermutlich auch seine FFP2-Maske oder steck die in den Backofen.

Saublöd

Wie kann man nur so blöd sein?! Als Gastgeber wie auch als Gast. Österreich hat die Skilifte geöffnet! Haben sie die noch alle beisammen? Ich zitiere „„Wir sind ein Land des Skifahrens“ – so die Tourismsministerin. Und alle kommen, aus dem Inland und Tagesgäste aus dem Ausland.

Deutschland ist ein Land des Konsums. Trotzdem bleiben bei uns die Einzelhandelsgeschäfte und Restaurants geschlossen, ob es dem Wirtschaftsminister nun passt oder nicht. Es ist eben so!

Aber Skifahren in Österreich geht ja wohl. Und er auch noch so dumm ist, sich an den Skikliften anzustellen, erntet bei mir nur Kopfschütteln. Sind die alle mit dem Klammersack gepudert, allen voran die Tourismusministerin?

Grenzen zu – dann lass doch die Ösis, die unbedingt skifahren müssen, an Corona verrecken!