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Ein ganz anderer


Es wurde nicht dieser oder jener KVA (Kaffeevollautomat), es wurde ein ganz anderes Fabrikat und Modell. Ein Fabrikat legte ich schnell zu den Akten. Wenn man die Brüheinheit regelmäßig fetten muss, weiß ich, dass das dann doch nachbleibt. Blieb noch ein Modell übrig.

Da tauchte ein anderer KVA auf, den ich zwar schon mal entdeckt, aber aufgrund des Preises ganz weit weggeschoben hatte. Auf die Entscheidung für dieses Fabrikat hatte sich dann ausgewirkt, dass wir bereits ein anderes Modell dieser Firma in Betrieb hatten und damit sehr zufrieden waren – bis es knallte und das Ding die Produktion von Milchschaum einstellte. Zwei mir bekannte Personen haben auch einen KVA von dieser Firma in Betrieb und sind zufrieden. Also warum nicht einen neuen Versuch wagen?

Der Preis dieses Spitzengerätes ist nun nicht ganz ohne. Dafür könnte ich auch 3 Matratzen mit Gelschaum beim Discounter kaufen. Dafür könnten wir jetzt aber auch Tee, heiße Schokolade, Eiskaffee – und natürlich diverse Kaffeegetränke zubereiten, mit und ohne Milchschaum.

Ausschlaggebend für die Entscheidung war der Eiskaffee, ich liebe Eiskaffee. Für den spontanen Genuss müsste man immer gekühlten Kaffee vorrätig haben. Wir sind ja sehr spontan, und wenn ich Appetit auf Eiskaffee habe, muss der auch gleich verfügbar sein.

Wir werden die PrimaDonna Elite Experience in den nächsten Tagen testen und unsere persönlichen Einstellungen vornehmen. Gestern habe ich meinen persönlichen Espresso konfiguriert und abgespeichert. Hört sich höscht kompliziert an, aber mit dem Tatschskrien oder der Ebb geht das toll. Also Espresso kann ich. Die Einstellungen für den Cappu muss ich noch verfeinern.

Gestern haben wir heiße Schokolade zubereitet, passend zum aktuellen Sommerwetter. Suuuuuper!

Risiko!

Es war uns schon länger klar, dass eine neue Matratze fällig ist. Die, die wir bis gestern beschlafen haben, hat schon viele Jahre ihren Dienst getan. 14 Jahre wohnen wir im Elbepenthouse und die Matratze hatten wir schon in Hamburg. Ganz frei von Rückenproblemen sind wir beide nicht. Meine Probleme hatten sich seit zwei Wochen verstärkt. Ich wurde also äußerst aktiv und suchte nach einer Matratze.

Im Idealfall fährt man in ein Geschäft seines Vertrauens und probiert diverse Matratzen aus. „Wir schlafen nämlich im Liegen“ (Loriot). Aber selbst wenn man in der Matratzenausstellung für kurze Momente auf einer Matratze rumliegt, kann die Auswahl schiefgehen. Ich informierte mich also im Internet über Matratzen. In die engere Wahl kam eine Matratze mit einer Gelschaumauflage. Ui, der Preis der Preis. Dann gab ich in die Suchmaschine meines Vertauens (nicht die mit 2 oo) „Gelschaummatratze“ ein und landete im Onlineshop eines Discounters (nicht der der Gebrüder Albrecht). Dort ist eine Matratze mit Gelschaum zum Drittel des Preises zu bekommen, den ich bei einem Matratzenhändler gesehen hatte.

Soll ich oder soll ich nicht, das war die Frage. Meine Entscheidung fiel zu Gunsten des Discounters aus. Die Begründung: Wenn ich eine teure Matratze online kaufe und sie gefällt nicht, ärger ich mich, dass ich so viel Geld dafür ausgegeben habe. Gut, man hat ja die Möglichkeit des Probeschlafens zu Hause und kann sie zurücksenden. Aber irgendwie war da eine Matratzenpreisbremse, die eine Bestellung verhinderte.

Vorgestern wurde die neue Matratze geliefert. Die Folie hatte ich aufgeschnitten um das gute Stück ein Wenig zu belüften. Gestern schaffte ich die alte Liegestatt aus dem Bett und die neue hinein – klappte alles wunderbar ohne Hilfe. Ein neuer Matratzenschoner wurde aufgespannt, neue Bettwäsche hatten wir auch, sah alles gut aus.

Aber ein Bett und seine Matratze sind nicht zum Angucken, in erster Linie dient beides zur Erholung und Entspannung. Es gibt noch andere Dinge, aber darauf will ich hier nicht eingehen. Gestern Abend begaben wir uns dann zur Ruhe und testeten die erste Nacht das neue Teil. Geschlafen haben wir gut, also wie immer. Heute Morgen hatten wir beide erheblich weniger Rückenprobleme. Es sieht so aus, hätte sich das Risiko gelohnt, eine Matratze online zu kaufen.

Diese oder jene?

Immer diese Entscheidungen, die man treffen muss. Müssen müssen wir eigentlich nicht. Der aktuelle Kaffeevollautomat funktioniert nämlich einwandfrei, aber er nervt. Nach dem Bezug von 5 Tassen Espresso oder Café Crema signalisiert die Maschine, dass der Wasserauffangbehälter entleert werden soll. Dabei stellen wir immer einen Becher unter den Kaffeeauslauf und fangen damit das Spülwasser auf. Der Milchschaum ist auch nicht wirklich toll.

Wie so oft hatten wir beide die gleiche Idee, ohne dass wir uns vorher schon darüber verbal ausgetauscht hatten: Das Ding ist mist. Am liebsten würden wir einen neuen Kaffeevollautomat kaufen. Wer sich schon mal mit dem Thema befasst hat weiß, dass das Angebot sehr sehr umfangreich ist. Und wenn man die Bewertungen ließt, gibt es kein Gerät, das nicht irgendwelche Macken hat. Andere sind nach 2 Wochen defekt. Die perfekte Kaffeemaschine gibt es wohl nicht, jedenfalls nicht in einer Preisklasse, die schon nicht ganz ohne ist. Ich bin aber nicht bereit, 2000 Euro auszugeben. Und man weiß ja gar nicht, ob das dann wirklich das Gerät ist, was wirklich perfekt ist.

Ein guter Anhaltspunkt sind die Tests von Arne. Er kauft die Maschinen selbst und ist deshal unabhängig. Er sagt auch klipp und klar „Finger weg“ wenn ein Produkt total daneben ist. Wir haben 2 Vollautomaten in der ganz engen Wahl. Beide sind von Arne getestet worden, beide haben Vor- und Nachteile. Eigentlich habe ich mich für ein Modell entschieden, aber da sagt Arne in seinem Test “ Nur die Abtropfschale wird etwas schneller voll“ – und das ist ja ein Punkt, der uns dazu gebracht hat, uns nach einer anderen Maschine umzusehen. Gut, wenn ich 10 Tassen Kaffeegetränke gezapft habe, wäre das akzeptabel. Ich habe mich unter dem Test in der Kommentarfunktion danach erkundigt. Ich bin gespannt, ob und wann Arne sich dazu meldet.

Wieder komplett


Meine geliebte Servierpfanne von Olav hat wieder einen Deckel. Im Februar hatten die Katzen es ja geschafft, den Deckel von der Pfanne zu schubsen, der dann auf dem Fliesenboden landete. Ein Glasdeckel veträgt so einen Sturz nicht.

Ich hatte beim Olavteam angefragt, ob ich einen neuen Deckel bestellen kann. Man war so großzügig, mir einen neuen Deckel kostenlos zuschicken zu wollen, ein ganz toller Service. Nach fast 6 Monaten ist der neue Deckel endlich da. Ich habe auch nur 1 oder 2 Mal nachgefragt. Wenn man etwas umsonst bekommen soll, drängelt man ja nicht. Die Lieferung der Pfanne mit Deckel hatte sich auch schon ziemlich lange hingezogen. Also blieb ich geduldig.

Jetzt ist der Deckel eingetroffen, zusammen mit einem Kochbuch und einer handgeschriebenen Karte mit einem Dank für meine Geduld. Ganz toll!

Leider sind alle anderen Pfannen, Töpfe und Messer noch in einem guten Zustand. Wenn sich das mal ändern sollte, werde ich wohl bei Olav für Ersatz sorgen.

Nur 1 Beinchen

Das kleine „n“ hat 2 Beinchen, das kleine „m“ hat 3 Beinchen. Und das macht einen großen Unterschied und ich muss mal sehen, wie ich das aus der Welt schaffen kann und wer wo den Fehler gemacht hat:

Heute war ich im Dorf unterwegs und hatte endlich mal meinen Impfass dabei um meine Coronaimpfungen digitalisieren zu lassen. In der Apotheke war gerade nichts los. Der freundlichen Mitarbeiterin drücke ich meinen Impfass in die Hand. Außerdem wollte sie noch meinen Personalausweis haben. Ich wurde gebeten, Platz zu nehmen.

Nach ein paar Minuten bekam ich den Impfpass und die beiden Zertifikate mit dem QR-Code. Wurde mir erklärt, dass ich die Codes entweder mit der Corona Warn-App oder mit der CovPass-App scannen könnte. Froh, das endlich erledigt zu haben, strebte ich unserem Zuhause zu um dort in aller Ruhe die Codes zu scannen.

Zuerst sannte ich den QR-Code für die 1. Impfung, dann den 2. Code. Und da gab es eine Fehlermeldung, sinngemäß „der 2. Code ist für einen andere Person generiert“. Huch, wie das?! Der zweite Versuch ergab das gleiche Ergebnis. Daraufhin schaute ich mir die beiden Zertifikate etwas genauer an. Im ersten Zertifikat ist mein Vorname richtig geschrieben, nämlich „Hans“. Im zweiten Zertifikat steht „Hams“. Da ist also ein Beinchen zu viel.

Jetzt frage ich mich, wer den Fehler gemacht hat. Musste die Apothekerin meinen Namen manuell eingeben? Wurde der Name bereits bei der Impfung falsch eingegeben? Ich werde erstmal die Apotheke wieder aufsuchen und versuchen, das Dilemma dort zu klären. Wenn der Fehler nicht in der Apotheke gemacht wurde, wo dann? Und wie krieg ich das dritte Beinchen wieder weg? Geht das überhaupt zu berichtigen? Wenn nicht, dann muss ich jetzt wohl immer den Impfpass bei mir haben.

Beklaut

Ich nicht, aber ein Moderator eines Hamburger Senders. Er hat diverse Wertgegenstände in seinem Wagen spazierengefahren, von der wertigen Sonnenbrille und den Kopfhörern mal abgesehen. Aber wer bitteschön, braucht 3.000 Euro Bargeld? Wer fährt seinen Laptop und eine Festplatte spazieren? Das ist doch hahnebüchen!

Der Wagen wurde mittels einer Software geöffnet, so sagt man. Das mag ja sein. Aber, siehe oben. Da bleiben ein paar Fragezeichen.

Selbst wenn ich 3.000 Euro Bargeld für irgendwas benötigen würde, würde ich die nie und nimmer in meinem Wagen zurücklassen, nicht für 3 Minuten. Auch der andere Kram, der jetzt weg ist, und für den ein Finderlohn ausgeschrieben wurde, würde ich nie und nimmer unbeaufsichtigt in meinem Auto lassen.

Mal den Mund aufmachen

Gestern haben wir uns ausgiebig mit dem Projekt Büro I beschäftigt. Eins kann ich euch sagen: Beim Projekt Büro II werden wir nicht selbst handanlegen, ich bin heute noch kaputt. Deshalb haben wir uns kurzfristig entschieden, bei unserem Lieblingsgriechen zu essen statt selbst zu kochen. Da wir keinen Covid19-Test hatten, nahmen wir auf der Terrasse platz.

Am Nebentisch saßen 2 Ehepaare „älteren Semesters“. Ab und zu bekam man ein paar Wortfetzen mit, was mich eigentlich nicht näher interessierte. Als es aber um die Gewalttat in Würzburg ging, hörte ich etwas genauer hin. Einer der Männer meinte nämlich, dass die Polizei nicht richtig gezielt hätte, das kostet nun doch alles unser Geld. Die Franzosen und Engländer hätten das besser hinbekommen. Die drei Begleiter nahmen das kommentarlos zur Kenntnis.

Mein erster Impuls war, zum Nebentisch zu gehen und ein paar Worte an den Herrn zu richten. Aber da ich mich kenne, wären diese Worte wohl sehr heftig ausgefallen. Ich entschied deshalb zu warten, bis wir beim Verlassen des Restaurants den besagten Tisch passieren mussten.

Ich blieb dann dort stehen, entschuldigte mich, dass ich kurz stören würde und sprach den Mann, der noch beim Essen war, direkt an, sinngemäß: Wenn Sie meinen, unsere Polizei wäre nicht in der Lage, so eine Situation entsprechend zu handhaben und es nun unser Geld kostet, und wenn Sie meinen, Franzosen und Engländer würden das besser hinbekommen haben, dann müssen Sie auswandern.

Seine Antwort war die Frage, ob ich ein Problem hätte. Worauf ich entgegnete: Ich nicht, Sie haben ein Problem. Ich wünsche Ihnen noch guten Appetit. Dann folgte ich meinem Mann.

Ich sehe nicht ein, in gewissen Situationen wegzuhören und zu schweigen. Es war mir ein dringendes Bedürfnis, dem Herrn mal meine Meinung zu sagen.