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Novembergrau

15 Uhr am 29. November – und man könnte das Licht einschalten. Ich hatte es befürchtet, dass es so kommen würde, als ich am 16. November auf unserer Terrasse auf „Mein Schiff Herz“ die Sonne genoss und Vitamin D getankt habe.

Ich sitze jetzt hier im Arbeitszimmer am PC und schreibe diesen kleinen Beitrag. Ab und zu wende ich den Kopf und schaue aus dem Fenster – alles grau, was sonst. Und es ist diesig. Diesig? Ich schaue über den Rahmen der PC-Brille hinweg und werde gewahr, dass es doch ziemlich klar ist draussen, untenrum, nicht der Himmel. Ich schau meine Sehhilfe etwas genauer an: Ich sollte sie wohl mal putzen.

Zurück im Novembergrau


Gestern Abend um 21:10 Uhr sind wir auf dem Flughafen Helmut Schmidt in Hamburg gelandet. 30 Minuten Später hatten wir unser Priority Gepäck und um 22:20 Uhr waren wir wieder zu Hause, mit einer Temperaturdifferenz von 20 Grad (22 Grad auf Teneriffa und 2 Grad in Hamburg).

Ich bin leicht angeschlagen – mechanisch, nicht organisch. Dazu demnächst mehr im Reisebericht, auf den einige von euch schon sehr gespannt sind. Aber bis der fertig ist, dauert es noch ein paar Tage. Bleibt entspannt, so wie wir es nach der Reise auch sind.

Bis demnächst!


So, wir sind unterwegs zum Airport Helmut Schmidt. Der Test gestern am späten Nachmittag war natürlich negativ. Wir sind online eingecheckt. Unser Limousinenservice stand pünktlich vor der Tür. Wir werden gleich versuchen, unsere Koffer am Automaten aufzugeben und bemühen uns dabei, nicht selbst auf das Band zu geraten. Und dann werden wir die Business Lounge aufsuchen und dort ein Frühstück einnehmen.

Wir freuen uns am meisten auf 2 x 2 Seetage am Stück, denn: Eine Kreuzfahrt ohne Seetage ist möglich aber sinnlos.

Im November mit einem Schiff mitten auf den Nordatlantik hinauszufahren, kann spassig sein, jedenfalls für mich. Bernd ist da etwas empfindlicher. Es kommt auf die Tagesform drauf an und darauf, aus welcher Richtung die Wellen angerauscht kommen. Wenn der Atlantik so ruhig wie ein Ententeich ist, wäre es auch toll. Wir warten ab, wie es ist, ändern können wir es sowieso nicht.

Bleibt mir gewogen und bleibt gesund.

Schwesterntreffen


Wir Schwule bezeichnen uns gegenseitig ja oft scherzhaft als Schwestern, z.B. wenn wir auf Kreuzfahrt sind: Hast du die Schwestern da drüben gesehen? Von schwulen Schwestern ist hier jetzt aber nicht die Rede, ich spreche von Schwesterschiffen.

Durch Zufall habe ich heute herausgefunden, dass sich heute zwei Schwesterschiffe im Hafen von Arrecife treffen: „Mein Schiff Herz“ (hier fest vertäut im Hafen) und „Marella Explorer“ ex Mein Schiff 1 (hier kurz vor der Hafeneinfahrt von Arrecife.

Morgen beginnt ja unsere Reise mit der „Mein Schiff Herz“, deren Positionen ich schon seit ein paar Tagen bei Marine Traffic verfolge. Mir war also bekannt, dass das Schiff heute in Arrecife sein sollte. Aber besser, man schaut noch mal nach. Und da sah ich auf der Grafik ein weiteres Passagierschiff kurz vor der Hafeneinfahrt. Ein Klick auf das Symbol – und es erschien die „Marella Explorer“, das Schiff, auf dem 2013 unsere Kreuzfahrtsucht begann, damals noch als „Mein Schiff 1“ in Fahrt.

Mir wurde doch ein wenig plümerant als mir bewusst wurde, dass sich die beiden Schiffe heute im Hafen von Arrecife begegnen und ich über Marine Traffic fast live dabei war, aber eben nur fast. Gern hätte ich das Treffen live miterlebt.

Nachtrag:
Wie mir gerade ein aufmerksamer Instagramer erzählt hat, ist es nicht die „Marella Explorer“ sondern die „Marella Explorer 2“. Es ist zwar auch eine Schwester, aber nicht das Schiff, auf dem alles begann.

negativ!


Gibt es einen Grund für den heutigen Selbsttest? Ja, den gibt es. Wir haben zwar keine Erkältungserscheinungen, aber unser Reiseveranstalter verlangt 48 Stunden vor dem Reisebeginn einen Selbsttest zu machen. Gut, kann ja jeder behaupten, dass er den Test gemacht hat. Es kann nicht kontrolliert werden.

Aber morgen am späten Nachmittag haben wir einen Termin im Testzentrum. Und den Test müssen wir mit einer schriftlichen Bestätigung nachweisen, die wir beim Checkin im Hafen von Santa Cruz de Tenerife vorweisen müssen. Ist der Test morgen positiv, brauchen wir uns Donnerstagmorgen gar nicht erst auf den Weg zum Flughafen machen.

Mir kommen ja jedes Mal die Tränen wenn ich mit dem Stäbchen da in meinem Gehirn rumpopel. Wer reisen will muss leiden.

Unpünktlich

Mein „Gehalt, welches von all denen finanziert wird, denen die Sozialabgaben vom Gehalt abgezogen werden, auch die Rentenbeiträge, ist immer pünktlich am letzten Arbeitstag des Monats auf dem Konto. Das wäre am Freitag letzter Woche gewesen. Da war aber nichts. Eigentlich interessiert mich das nicht sonderlich, das „Gehalt“ kommt regelmässig pünktlich, bisher. Aber in diesem Fall brauchte ich Deckung auf meinem Konto, irgendwie müssen die 151 Ouzo ja bezahlt werden. Ich wollte deshalb nicht extra Geld von einem Konto auf ein anderes umschaufeln.

Nun weiss man inzwischen, dass der 31. Oktober nicht in jedem Bundesland ein Feiertag ist. Aber was interessieren mich die Renter in den katholischen Landesteilen, wo heute kein Feiertag war. Ich will mein Geld pünktlich auf dem Konto haben *heftigmitdemkrückstockfuchtel*. So geht das doch nicht!

Mein „Gehalt“ war dann heute auch auf meinem Konto gutgeschrieben. Aber des entspricht nicht der gängigen Praxis. Die Rentenkasse sollte mal differenzieren, wer wo wann einen Feiertag hat. Punkt!

Zu früh

Seit gestern gilt in Europa wieder die MEZ, die Normalzeit, einige sagen dazu auch Winterzeit. Meiner inneren Uhr passt diese Zeit überhaupt nicht, sie ist der Sommerzeit näher als die Normalzeit.

Gestern Nachmittag wunderte ich mich, dass die Dämmerung schon einsetzte. Ach ja, es wird ja jetzt wieder früher dunkel. Mist, ich mag es, wenn es abends lange hell ist. Wobei es ja so ist, dass sich die länge des Tageslichts noch ca 7 Wochen verkürzt.

Bis zum Beginn der Sommerzeit Ende März wird es jetzt so sein, dass ich täglich eine Stunde zu früh wach und ausgeschlafen bin. Bin ich üblicherweise so rum umd 7 Uhr herum wach, wird es jetzt 5 lange Monate sein, dass ich bereits um ca. 6 Uhr wach bin. Meine innere Uhr ist und bleibt auf Sommerzeit gestellt, da führt kein Weg dran vorbei.

Vielleicht liegt das da dran, dass ich ein Sommermensch bin. Ich blühe ab ca. Mitte Januar auf, wenn ich bemerke, dass die Tage langsam wieder länger werden. Jede Minute hellt mein Gemüt auf. Frühling und Sommer sind meine Jahreszeiten. Herbst und Winter, die von vielen Menschen als die gemütlichen Jahreszeiten gern gesehen werden, mit Kerzenlicht und heissem Tee, vielleicht noch ein Plaid über die Beine gelegt – nein nein nein, das sind nicht meine Monate. Nicht umsonst haben wir auf meinen Wunsch sonnige Farben für unsere Wohnung ausgesucht.

Erstmal ist nun aber alles zu früh: Es wird zu früh dunkel und ich werde zu früh wach – 5 dunkle Monate lang.

Die Entscheidung


Das Hemdenrennen ist entschieden. Gewonnen haben die Ösis!

Das Hemd ist total witzig, dezent bedruckt mit Marienkäfern. Dazu eine schwarze Jeans, die ich natürlich besitze – perfekt. Anprobiert – passt!

Das Verliererhemd ist dieses. Es ist ein Tacken eleganter, auch bedeutend preiswerter, aber nun ja. Ich habe auch immer noch keine Antwort auf meine letzte Nachfrage bekommen. Also wird das jetzt storniert bevor es hier doch noch eintrifft und ich das als Retoure zur Post schleppen muss. Der Händler wird aus meinem Gedächtnis gestrichen.

Hemd Nr. 1 ist für meine Zwecke super geeignet, damit kann ich auch ins Musical gehen. Das wäre morgen Abend der Fall. Aber das neue Hemd spare ich mir für Samstagabend auf. Vielleicht gibt es dann ja auch ein Foto von mir in dem neuen Hemd.

Eine Einladung

Ich bin jetzt scheinbar in einem Alter, in dem man keine Einladung zu einer Party bekommt sondern altersgerecht zum kostenlosen Hörtest.

Im ersten Moment sieht das Schreiben sehr offiziell aus, Absender ist die „Bundesweite Initiative Hörgesundheit 2022“. Ganz klein dadrunter steht, welcher Hörgeräteanbieter sich dahinter verbirgt.

Noch kann ich gut hören. Aber das sagen ja alle. Es ist ein schleichender Prozess, dass Hörvermögen zu verlieren. Meine Mutter sagte immer „Sprich mal deutlicher“. Soso. Erst im vorigen Jahr war ich bei einem HNO aufgrund einer ungewöhnlichen Gehörsache. Ein Hörtest wurde gemacht und mein Hörvermögen als ok diagnostiziert. Einzig Töne einer bestimmten Frequenz nehme ich verspätet oder gar nicht wahr. Der Grund ist mein Tinitus, der mich schon Jahrzehnte begleitet, mich aber nicht in meiner Lebens- bzw. Hörqualität beeinträchtigt.

Es besteht also kein Grund, der Einladung zu folgen. Ich hoffe, dass mein Mann mich rechtzeitig darauf aufmerksam macht, dass ich es wohl doch besser sei, mal einen Test machen zu lassen.

Es gibt heute ja nahezu unsichtbare Hörhilfen. Ich erinnere mich an meine Jugendzeit, in der Menschen mit Hörproblemen Stöpsel in den Ohren hatten, aus denen Kabel herauskamen, die in einem etwa zigarettenschachtelgrossen kleinen Kasten endeten, den man in einer kleinen Tasche um den Hals hängen hatte. OK, vielleicht gab es auch andere Geräte und es war eine Frage der eigenen finanziellen Möglichkeiten, was man sich die Ohren stopfen konnte.

Meine Mutter hat übrigens nie eine Hörhilfe getragen. Wenn man mir ihr sprach, musste man sie dabei anschauen und sie las dann vieles von den Lippen ab. Sie hätte sich eine gute Hörhilfe leisten können. Aber vermutlich ist der Zeitraum auch irgendwann verpasst, um sich damit auseinanderzusetzen.

Das Hemdenrennen

Mann braucht ja ab und zu, nein, Mann möchte ab und zu auch mal ein neues Hemd haben. Ich habe überwiegend Kurzarmhemden. Aber es gibt auch Gelegenheiten, bei denen es angebracht ist, ein Langarmhemd zu tragen. Ich mag es nun gar nicht langweilig hellblau, weiss oder in andere Farben. Gern trage ich Hemden, die in wenig Pep haben. Da am kommenden Wochenende eine kleine, von uns inszenierte Feier ansteht, würde ich dann also gern ein sportlich-elegantes neues Hemd tragen.

Vor ein paar Wochen fand ich ein Hemd, welches mir sehr gut gefällt, zu einem angemessen Preis, bei Babista, wo ich es am 27. September (!) bestellte. In der Bestelleingangsbestätigung wurde mir mitgeteilt „sofort lieferbar – in 3 – 5 Tagen bei Ihnen“. Ok, man soll ja nicht alles glauben, was einem erzählt wird und geduldig bin ich auch und bis zu der kleinen Feier war es ja noch 1 Monat zeit, sollte klappen.

Am 3. Oktober erhielt ich von DHL die Mitteilung „Ihre DHL Sendung kommt bald – voraussichtliche Lieferfung 2 – 3 Werktage“, Status „Die Sendung wurde elektronisch angekündigt“. Am 6. Oktober hatte sich der Status bei DHL noch nicht verändert, auch hatte ich die Ware noch nicht bekommen und auch keine Nachricht von Babista. Ich bat den Händler per Email, doch mal nachzuforschen. Bis zum 10. Oktober hatte ich immer noch keine Antowort, ich rief dort an. Die Auskunft einer Dame mit osteuropäischem Akzent: Das Hemd sei am 7.10. zum Versand bereit gemacht worden.

Am 13. Oktober erhielt ich eine Mail mit dem Inhalt einer Entschuldigung für die Verspätung, bla bla bla usw., und: Ihre Bestellung wird für den Versand zusammengestellt und wird in kürzester Zeit geliefert. Am 21.10. fragte ich schriftlich nochmal nach, was denn nun sei. Eine Antwort habe ich darauf bis heute nicht bekommen, das Hemd auch nicht.

Die Wartezeit habe ich genutzt, um mich nach einer Alternative umzuschauen. Und die habe ich gefunden. Das Hemd ist etwas „frech“ gemustert, aber dezent, und fast 3 x so teuer was das, was ich mir bei Babista ausgesucht habe, und der Preis ist schon erheblich herabgesetzt. Dieses Hemd habe ich gestern bestellt und wurde heute zum Versand gebracht. Es kommt aus Österreich. Spätestens Samstag müsste eins von beiden Hemden eintreffen. Ein spannendes Rennen.