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Alles anders


Katzenbedingt wird unsere diesjähre Advent- und Weihnachtsdeko sehr sparsam ausfallen, ja, fast gar nicht vorhanden sein. Unsere Dekoausstattung ist zum Teil recht fragil und dementsprechend anfällig für Beschädigungen. Katzen sind von Natur aus neugierig. Gern wird mal mit den Pfoten dran rumgetatscht, vom baumelnden Glasschmuck am Weihnachtsbaum wollen wir lieber gar nicht erst reden.


Der sogenannte bunte Teller wäre mit Sicherheit auch recht anziehend für feine Katzennasen. Am Gebäck schnüffeln, ok, das ginge gerade noch. Es könnte aber auch sein, dass mal dran geleckt wird. Und das muss nun wirklich nicht sein. Gern werden auch kleine Stückchen, und dazu zählt eben auch Weihnachtsgebäck, mit der Pfote auf den Fußboden befördert. Dort kann man dann ganz wunderbar die Kekse durch die Wohnung schieben oder damit fangen spielen. Ich habe den bunten Teller sicherheitshalber mit einer schweren Glashaube abgedeckt. Ich glaube nicht, dass unsere beiden Samtpfoten das Ding vom Tisch wischen können.

Unser künstlicher Weihnachtsbaum wird demnächst aufgestellt werden, versehen mit einer Lichterkette, mehr kommt nicht dran. Ich bin gespannt, wie oft ich den Baum wieder aufstelllen muss.

Unsere Außenbeleuchtung haben wir schon vor 2 Wochen angebracht, an einem schönen und sonnigen Sonntag. So ein Wetter nutzen wir immer für diese Arbeit aus. Pünktlich um 16 Uhr wird sie jetzt täglich mit der Zeitschaltuhr entflammt. Vor die Wohnungstür wird noch was aufgestellt. Das steht dann ja im Treppenhaus, sicher vor den Katzen. Aber das war es dann in diesem Jahr. Alles andere bleibt in diesem Jahr schön in Kartons verpackt im Keller.


Wie sagte Pam in ihrer Instastory so schön?:
Wir brauchen keine Weihnachtsdeko, wir haben Dekokatzen!

Ich weiß ja nicht

Der Teillockdown hat wohl nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Die Ansteckungsraten gehen nicht wirklich runter. Unser Kreis ist heute orange und mit Inzidenz 50 „just at the edge“, gestern waren wir bei 47. Schaut man sich die Karte an, gibt es ganz offensichtlich ein Nord-Süd-Gefälle. Während wir hier im Norden nur vereinzelt dunkelrote Bereiche hatten, z.B. das benachbarte Hamburg, ist fast die gesamte Südhälfte Deutschlands noch dunkelrot.

Kultureinrichtungen, wie z.B. Theaterbetriebe und Kinos, sowie die Restaurants sind seit fast 2 Wochen geschlossen. Die 2. Welle kann dadurch also nicht verursacht worden sein, hatte man doch durchdachte Konzepte erarbeitet, um den Betrieb aufrechterhalten zu können.

Ich bin ja mit allen Vorschlägen und Regelungen einverstanden, um die Pandemie einzudämmen. Aber wenn die bisherigen Maßnahmen nichts gebracht haben, kann man ja die Restaurants und Kulturbetriebe wieder öffnen, natürlich mit notwendigen Hygienekonzepten.

Aber wo stecken sich die Menschen mit Corona an?

Da sind zum einen die irrsinnigen Demonstrationen. Menschen marschieren dichtgedrängt und ohne Masken durch die Straßen. Berlin hat einzig richtig gehandelt und die Demonstration mit Wasserwerfen aufgelöst. Heute wird in Leipzig demonstriert. Ich hoffe, dass Leipzig ggf. dem Beispiel von Berlin folgt.

Nicht zu vergessen sind private Zusammenkünfte. So habe ich eben rein zufällig beobachtet, wie unten auf dem Platz 2 Fahrzeuge vorfuhren. Man begrüßte sich mit Küsschen und Umarmung und ging dann gemeinsam zu einem der Häuser hier um jemanden zu besuchen. Also sind schon mal 3 Haushalte involviert… Noch Fragen?

Fakt oder Fiktion?

Die Netflixserie The Crown vereinigt beides, Fakten und Fiktion. Viele Fakten sind in der langjährigen Regentschaft der Queen nicht vom Tisch zu wischen, wie gescheiterte Ehen, Affären, der tragische Tod der Königin der Herzen, der Falklandkrieg.

Fakt ist auch die Tatsache, dass Cousinen der Queen Jahrzehnte in der Psychiartrie weggesperrt waren, totgeschwiegen. Ich hatte bist gestern davon nichts gewusst, wo doch wirklich sehr viel aus dem Palast an die Öffentlichkeit gelangt ist.

Und damit komme ich zur Fiktion: Vieles, was hinter den Türen des Palastes entschieden wurde, mit der Queen als Staats- und Familienoberhaupt, wurde in der Serie wohl so aufbereitet, dass es schlüssig zu den Fakten passt. Man denkt: Ja, so könnte es gewesen sein. Vielleicht sind einige Puzzelteile Indeskretionen von ehemaligen Sekretären, Kammerdienern und sonstigem Personal bei Hofe zu verdanken.
Die königliche Familie ist jedenfalls „not amused“ über The Crown.

The Crown IV

Seit gestern läuft bei Netflix die 4. Staffel der Serie The Crown, eine Serie über Queen Elizabeth II, ihr Leben, ihre Familie, über ihre „Firma“. Bereits die ersten drei Staffeln haben wir jeweils verschlungen. Diverse historische und politische Ereignisse während der Regentschaft der Queen werden nicht ausgenommen, ebenso wie Gerüchte aus den Klatschspalten der Regenbogenpresse. Es gibt tatsächliche Ereignisse und Entscheidungen, aber vieles von dem, was hinter verschlossenen Palasttüren geschehen ist, kann man nur vermuten, fließt aber, spannend aufbereitet, in die einzelnen Folgen ein.

Am späten Sonntagnachmittag haben wir mit Staffel 4 begonnen und uns gleich 3 Folgen angeschaut. Charles lernt Lady Diana kennen und wird gedrängt, sie zu heiraten. Diana erkennt, dass er eine andere liebt, nämlich Camilla Parker Bowles. Diana will unter allen Umständen die Hochzeit nicht stattfinden lassen. Wie wir alle wissen, kam es anders.

Als Lady Diany steht Emma Corrin vor der Kamera. Sie ist ein sehr guter Griff, die Ähnlichkeit mit der auf tragische Weise ums Leben gekommen Princess of Wales ist frappierend.

Neu in dieser Staffel ist auch die Eiserne Lady, die ehemalige Premierministerin Margaret Thatcher. Bei den wöchentlichen Treffen mit der Queen macht sie zum Teil einen recht „schmierigen“ Eindruck, den man ihr eigentlich gar nicht zutraut. Gillian Anderson spielt die Rolle perfekt. Auch ihr Aussehen lässt einen denken, the real Margaret Thatcher agiert vor der Kamera.

Nach drei Folgen haben wir gestern schweren Herzens den Fernseher ausgeschaltet. The Crown ist so spannend, man könnte sich alle Folgen hintereinader anschauen.

Mit Glück …


… gewinnen wir eine von 3 Kreuzfahrten – so sie denn stattfinden können. Man weiß das ja nie.

Im Mein-Schiff-Adventskalender kann man nämlich eine goldene Praline finden. Und dann hat man eine von den 3 Reisen gewonnen. Wenn das nicht klappt, legen wir uns am 24. Dezember mit 6 Flaschen Mein-Schiff-Rotwein und 1 Flasche Saltwater’s Crew Only Gin in die Wanne und lassen die Mein-Schiff-Weihnachtsbadeenten schwimmen.

Es geht los

Womit? Mit Weihnachtsliedern in der Radiowerbung. Wer macht denn sowas Anfang November?: Thalia wirbt mit einer App, über die man online Weihnachtsgeschenke bestellen kann. Ein alberner Kinderchor singt dazu „Fröheliche Weihnacht …“. Wer will das hören? Mit hängen die Weihnachslieder jetzt schon zum Hals raus. Wie soll das noch werden?

November


Das obige Foto zeigt das Kalenderblatt unseres Kalenders für den Monat November. Dieser Monat erscheint den meisten Menschen als grau und traurig, als Übergang vom Herbst zum Winter, so kurz vor der Weihnachtszeit, wenn die Tage so ganz ganz langsam wieder ein wenig länger werden.

Der November, der Monat der sogenannten stillen Tage, mit denen ich nun gar nichts anzufangen weiß. In unserer Familie haben wir in diesem Jahr 3 Personen verloren: Bernds Mutter, meine Mutter und jetzt kürzlich einen Großcousin von mir, im Alter von 35 Jahren, Krebs. Trotz alledem ist das Gedenken an unsere Familienmitglieder im Kopf und im Herzen, nicht auf dem Friedhof in dunkler Erde, und zwar nicht nur im November, sondern bei kleinen Gedanken, die ab und zu in Sekundenbruchteilen die Erinnerungen lebendig werden lassen.

Der November ist doch eigentlich ein Monat des Aufbruchs, auch wenn die Sonne täglich ein paar Minuten früher untergeht. Wir haben den Blick nach vorn gewandt, auf das Ende eines Jahres, welches nicht gerade ein tolles Jahr gewesen ist. Wir
blicken trotzdem nach vorn, auf ein hoffentlich besseres Jahr als 2020.

Rot


Unser Kreis ist jetzt auch rot. Gestern lagen wir noch bei 48, heute sind es über 50. Ob an der erhöhten Ansteckungsrate die Gastronomie, die Sportstudios oder sonstwas die Schuld hat, weiß man nicht. Gerade in der Gastronomie ist man zum Teil ja sehr erfinderisch gewesen.

Natürlich melden sich jetzt die diversen Interessenvertreter und fragen: Warum gerade in ihrem Bereich? Aber wo soll man die Grenze ziehen? Wo soll man Ausnahmen machen? Es tut mir wirklich sehr sehr leid um all jene, die sich gerade wieder berappelt hatten und nun wieder schließen müssen.

Zwei Beispiele aus unserem Umfeld:
Unser Stammgrieche hatte gerade 3 Tage wegen Renovierungsarbeiten geschlossen, heute ist der erste Tag, an dem wieder geöffnet wird – für 4 Tage. Montag ist wieder Schluss. Wir hatten bereits eine Reservierung für 6 Personen für Mitte November. Ganz kurzfristig haben wir gestern beschlossen, vor dem Lockdown morgen Abend nochmal essen zu gehen. Wir hoffen, dass wir den Termin im Dezember wahrnehmen können.

Eine Freundin hat sich mit einem kleinen Gymnastikstudio selbstständig gemacht. Seit Anfang September hat sie neue Räume, das alte Studio musste wegen Eigenbedarf der Vermieter aufgegeben werden. Gerade mal zwei Monate fanden die diversen Kurse statt, von denen ich auch einen gebucht habe. Heute Morgen fand die vorerst letzte Stunde statt. Auch hier hoffen wir auf eine Fortsetzung im Dezember.

Der jetzt mit den Ländern vereinbarte Lockdown für die diversen Bereiche ist für die Betroffenen ganz bestimmt hart. Ob das vermeidbar war – darüber lässt sich trefflich streiten. Die Hauptsache ist aber erstmal, dass es hilft, die Ansteckungsraten zu reduzieren, dass es hilft, all jene aufzuwecken, die meinten, sich nicht an die Masken- und Hygieneregeln halten zu müssen.

Das ginge zu weit!

Ich habe ja für vieles Verständnis, was wir in Zeiten von Corona machen sollen und was nicht. Aber wir sind hier nicht in der DDR oder in Russland, Belarus, Türkei oder sonstigen autoritär regierten Ländern. Eine Kontrolle von Privaträumen, die vom SPD-Politiker Karl Lauterbach angeregt wird, ist abzulehnen. Ich hoffe, dass das nicht passieren wird, und wenn doch, dass das Bundesverfassungsgericht solch eine Anordnung außer Kraft setzen wird.