Vielen Dank an Oliver, er hat das von mir angerichtete Chaos beseitigt und ich konnte unter dem 18.12. über unsere Weihnachtsfeier berichten.
Chaos
Aus Unkenntnis und/oder fehlerhafter Bedienung ist in meinem Weblog einiges durcheinander geraten. Ich bitte meine Leser um etwas Geduld. Ich hoffe, dass mein Administrator die Sache heute Abend wieder in Ordnung bringen kann.
Tradition
Die diesjährige traditionelle Familienweihnachtsfeier wurde von meinen Eltern ausgerichtet. Wir trafen uns am Nachmittag zu Glögg und Gebäck. Die Männer begutachteten jeweils die neuesten technischen Spielzeuge der anderen, nämlich die Digicams. Leider hatte ich meine vergessen. Oliver hat die Bilder für diesen Eintrag zur Verfügung gestellt. Entgegen dem Trend, sich gegenseitig keine Weihnachtsgeschenke zu machen, steht dieses Thema bei uns gar nicht zur Diskussion. Es wird geschenkt auf Teufel komm raus, und wenn es nur Kleinigkeiten sind. Das Austauschen der Geschenke und das damit verbundene Auspacken, Berge von Papier, sich freuen, lachen, sich bedanken, umarmen – das ist ein grosser Teil dessen, was diese Familienfeier ausmacht. Und so drängelte Cousine Andrea schon recht schnell: Wann ist endlich Bescherung? Und schon beginnt in jedem Jahr die Diskussion aufs Neue: Vor oder nach dem Essen? Wir entschieden uns für vor dem Essen. In diesem Moment fiel Melli ein, dass sie zu Hause ein Geschenk vergessen hatte. Und schon machte sie sich auf den Weg. Kurzfristig wurde mit dem Essen umdisponiert: Wir essen wenn Melli wieder da ist und machen dann Bescherung. Meine Mutter hatte ein leckeres Hirschgulasch zubereitet. Dazu gab es Spätzle und zum Nachtisch Eis. Das Essen zog sich hin und Andrea wurde immer ungeduldiger: Wann ist endlich Bescherung? So spät haben wir das noch nie gemacht! Endlich ging es los. Taschen, Kartons und Körbe, die im Treppenhaus auf Warteposition deponiert waren,

wurden in die Stube gestellt und jeder verteilte an jeden Geschenke. Das Rascheln des Papiers erfüllte den Raum. Alle waren am auspacken und freuten sich über das, was sie bekommen hatten und darüber, wie die anderen sich freuten, dass man sich freute.

Teilweise waren Erklärungen notwendig: Was ist denn dies und wofür ist das? Wie macht man denn Nudeln selbst? Und dann der nächste Schock für Melli: Sie hatte noch ein Geschenk vergessen. Da unsere Tante Anstalten machte, bald nach Hause zu wollen (sie ist immerhin 92 Jahre alt), erklärten Oliver und Melli sich bereit, sie nach Hause zu fahren. Auf dem Rückweg würden sie das vergessene Geschenk mitbringen, das ausgerechnet für Andrea bestimmt war. Gegen Mitternacht war dieses schöne Fest zu Ende, nicht ohne vorher den Termin für das Familientreffen im nächsten Jahr festzulegen: Am 17. Dezember 2005 wird Andrea das Treffen ausrichten.
Was ist das?

Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein U-Boot. Ist es aber nicht. Es wird eine Megayacht, die bei der Hamburger Werft Blohm & Voss gebaut werden soll. Auftraggeber und technische Einzelheiten, wie gewohnt, unbekannt. Nur soviel ist durchgesickert: Länge 118 m, Ablieferung im Jahre 2007.
Ob man sowas schön finden muss? Jedenfalls sieht es interessant aus uns sehr futuristisch.
Werkstatterfahrungen
Jeder von uns hat seine Erfahrungen mit Autowerkstätten. Gunnar hat da letztens ganz besonders schlechte Erfahrungen gemacht. Ich hoffe, dass mit dem Löwen jetzt alles in Ordung ist.
Bernd holte mich heute Nachmittag mit dem Wagen von der Firma ab. Beim Einparken in der Garage – ich war vorher ausgestiegen – sah ich ein Kfz-Nummernschild auf dem Boden liegen, mit der bedruckten Seite nach unten. Als ich genauer hinschaute bemerkte ich, dass es unser Schild war. Huch, wie das? Ein Haltegnupsel der Halterung war abgebrochen und das Schild beim rangieren dann herausgerutscht.
Ich rief bei der Peugeot-Werkstatt an und fragte, ob wir noch kommen dürften, es war immerhin schon fast halb fünf Uhr nachmittags. Ja, wir durften, uns wurde aber in Aussicht gestellt, dass keiner mehr da sein würde, der die neue Halterung montieren kann. Montieren können wir selbst, also fuhren wir los. Der Meister selbst bediente uns und er trieb sogar noch Jemanden auf, der uns die Halterung anschraubte. Wir selbst hätten das gar nicht ohne weiteres machen können. Die alte Halterung war nämlich genietet und nicht geschraub. Die Nieten mussten erst aufgbohrt werden. Nun ja, es war insgesamt eine Sache von ca. 5 Minuten. Und die wollten nicht mal Geld dafür! Ich hab dann 5 Euro für die Kaffeekasse gespendet.
Soooo langweilig
Im Moment ist es sooooo langweilig im Büro. Ich habe wirklich alles gemacht, was irgendwie zu tun war. Es scheint, dass sich in der Schifffahrt europaweit langsam die Weihnachtsflaute breit macht. Aus lauter Verzweiflung habe ich mich heute Nachmittag bei ICQ eingeloggt. Eine gute Stunde habe ich mit Holger gechattet, na ja, nicht ununterbrochen. In der nächsten Woche kann es aber schon wieder ganz anders aussehen, Schifffahrt ist ein unvorhersehbares Geschäft.
Besuch beim Junior
Oliver absolviert zurzeit sein letztes Semester an der FH in Flensburg, ein Grund, ihn dort noch mal zu besuchen. Heute Mittag machten wir uns über die A7 auf gen Norden. Wie immer, wenn wir nach Flensburg fahren, im trüben nebeligen Wetter.
Zuerst gab es in seiner Studentenbude Kaffee und Gebäck. Die beiden Computerfreaks tauschten Erfahrungen aus.

Danach ging es zum Bummeln in die Stadt und natürlich gab es auch Glühwein bzw. heissen Kakao mit Schuss (auf die Sahne haben wie lieber verzichtet).



Glühwein macht hungrig und so suchten wir nach einem geigneten Restaurant, was sich als recht schwierig erwies. Überall war reserviert bzw. Geschlossene Gesellschaft. Etwas abseits vom Kaufrausch fanden wir in einem Hinterhof ein kleines gemütliches Restaurant, das Hinterhofrestaurant. Eine kleine Speisekarte deutete auf gute Qualität hin. Obwohl alle Plätze reserviert waren, bekamen wir einen Tisch zugewiesen, an dem erst später Gäste erwartet wurden. Bei sehr gutem Essen, netter Bedienung 😉 und netten Gesprächen beendeten wir unseren Ausflug nach Flensburg.

Queen Mary 2

„Dicke Amis ruinieren Stühle auf der Queen Mary 2“ – so lautet eine Meldung in den Lübecker Nachrichten. Knapp 1 Jahr nach der Jungfernreise müssen neue Stühle angeschafft werden weil sie regelmässig unter der Last übergewichtiger Amerikaner zuammenbrechen:
Amerikaner stellen einen großen Teil der exklusiven Kundschaft dar. Offenbar hatten die britischen Konstrukteure aber den pfundigen Platzbedarf der angelsächsischen Vettern unterschätzt. Immer wieder kam es deshalb in den zehn Restaurants oder den zahlreichen Bars zu peinlichen Unfällen. „Viele Passagiere kommen hier schon umfangreich an Bord“, erläutert ein ehemaliges Mitglied der Crew, „und nach dem Besuch unserer zehn Restaurants sind sie umfangreicher.“ USS
Dinnerzirkus

Die gemeinsame Weihnachtsfeier mit den Kollegen aus Holland fand heute in Hamburg statt, und zwar in der Dressurhalle im Tierpark Hagenbeck. Die Dressurhalle soll der älteste Zirkusbau der Welt sein.
Das Ambiente ist sehr schön. In der Mitte der Halle gibt es eine kleine Manege, drumherum sind Tische angeordnet, ein 2 Kreis mit Tischen ist etwas erhöht am Rand der Halle. Vor der Vorstellung werden die Gäste von einigen Spassmachern belästigt, ja, es ist wirklich nicht spassig, was die Herren da treiben und ich habe es als Belästigung empfunden. Ungeschickt sind sie auch noch: Unser Spassmacher stiess während seiner Session einen auf dem Tisch stehenden Glasleuchter um, der natürlich zerbrach und die Scherben über den Tisch verstreute. Es war einfach nur peinlich. Und so sehen die Typen aus:

Die Vorstellung begann mit einer gemischten Raubtierdressur mit Löwen und Tigern. Der Dompteur war nett anzuschauen – die Tiere natürlich auch. Es folgten 6 verschiedene andere Darbietungen – alles nichts besonderes und nichts, was man nicht schon mal irgendwo gesehen hätte.
Ein Highlight gab es aber doch: Der mit seinem Alter von 95 Jahren wohl älteste Artist der Welt, Konrad Thur, trat mit seinem Sohn zuammen auf. Mit erfrischendem Humor begleitete Konrad Thur seinen Sohn. Am Ende schaffte er es, an 2 Fingern hängend, ein paar Klimmzüge zu machen.

Während der Vorstellung, die fast 4 Stunden dauerte, wurde ein mehrgängiges Menü serviert. Es wurde jeweils eine Auswahl von verschiedenen Vorspeisen und Hauptgerichten gereicht, zwischendurch eine Suppe und zum Abschluss ein Dessert. Die Menükarte sah zwar recht vielversprechend aus, doch in der Praxis erwiesen sich die Gerichte als eher durchschnittlich.
Wir hatten trotz allem einen netten Abend, jedoch hätte ich mich geärgert, wenn ich privat 100 Euro (plus Getränke) pro Person ausgegeben hätte. Für das Geld würde ich lieber in ein Musical gehen.
2. Adventssonntag
Wären Andrea und Manfred heute nicht zum Bummeln nach Hamburg gekommen – frewillig wären wir nicht in die Stadt gegangen.
Andrea meldete sich kurz vor 15.00 Uhr, dass wir uns jetzt treffen können. Mit der U-Bahn fuhren wir bis zum Jungfernstieg, von dort sind es nur noch wenige Gehminuten bis zum vereinbarten Treffpunkt in einem kleinen Bisto in der Einkaufspassage Kaufmannshaus. Der Weg dorhin war durch flanierende, bummelende, Einkaufstüten tragende Menschenmassen nicht so einfach. Besonders störend sind junge Mütter mit Kind oder 5 – 6 Frauen, die mitten auf dem Gehweg stehen bleiben und den Menschenstrom teilen wie Moses das Wasser. Ich habe nichts gegen junge Mütter oder gegen Frauen im allgemeinen, aber können die nicht an die Seite gehen?
Trotz aller Widrigkeiten erreichten wir unser Ziel. Die Wiedersehensfreude auf beiden Seiten war gross – sehen wir uns doch so oft nicht. Bei Wein und Bier wurde es ein netter Nachmittag. Mit zunehmendem Alkoholgenuss wurden unsere Zungen lockerer und es liess sich wunderbar über die Passanten draussen in der Halle und die Kunden im gegenüberliegenden Geschäft lästern. Andrea und ich schafften es tatsächlich, der Wirtin eine Sorte Wein wegzutrinken.

Irgendwann wurde es Zeit für die Beiden, den Heimweg anzutreten. Wir begleiteten sie zum Bahnhof durch die weihnachtlich beleuchtete und geschmückte Hamburger Innenstadt.



Wir freuen uns auf einer Wiederholung im nächsten Jahr. Doch vorher treffen wir uns noch auf unserer tradionellen Familienweihnachtsfeier in 2 Wochen.
