Angeheizt


Vor 5 Tagen haben wir bei warmen Wetter noch gegrillt und Wein getrunken. Wie es aussieht, war das das Abgrillen für diese Saison. Vor 4 Tagen haben wir auf der Terrasse noch unsere Pizza genossen. Na ja, wenn man sich warm anzieht könnte man ja vielleicht nochmal den Grill anheizen oder draußen sitzen und was essen. Aber im Pullover mag ich nicht draußen sitzen und in eine Decke gehüllt schon gar nicht.

Heute haben wir die Heizung aktiviert. Das ließ sich leider nicht mehr vermeiden. Man könnte sich natürlich auch warm anziehen, lange Hose und Pullover z.B. Wir haben es aber gern luftig und bequem. Da unsere Wohnung mit einer Fußbodenheizung ausgestattet ist, dauert es etwas länger bis die Wärme zu spüren ist. Aber das wird schon. Es gibt erst mal einen Cappu zum Aufwärmen.

Das warme Wetter der letzten Woche hat die Engelstrompete doch noch animiert, ihre Blüten zu öffnen, sehr spät in diesem Jahr. OK, der Standort ist eh nicht optimal. Volle Sonne würde ihr besser gefallen, aber das ist bei uns leider nicht möglich. Sie kommt demnächst in den Keller zum überwintern. Bevor sie zum Austreiben wieder hervorgeholt wird, braucht sie wohl mal einen kräftigen Wurzelrückschnitt. Vielleicht klappt das mit der Blüte im nächsten Sommer dann früher.

Pfötchenknoten


Wenn Elphi und Glinda auf dem Kratzbaum im Wintergarten ihre Auszeit nehmen, lassen sie sich von uns überhaupt nicht stören. Wenn man in der Küche was zu tun hat, heben sie manchmal kurz das Köpfchen, blinzeln einen an und schlafen weiter. Es kann auch passieren, dass sie überhaupt nicht reagieren, wenn wir in die Küche kommen.

Gelegentlich stehen die beiden kurz auf, wechseln die Positon und fallen wieder in tiefen Schlaf. Manchmal kommen die abstraktesten Positionen zutage. Da muss man erstmal gucken, welches Pfötchen zu welcher Katze gehört. Bislang haben sie ihre Gliedmaßen immer noch sortieren können.

Maritimer Mittwoch


Nicht immer Fahren Schiffe, Fracht- wie auch Kreuzfahrtschiffe, mit voller Fahrt. Ein Grund dafür ist, Treibstoff zu sparen, denn 1 Tonne Gasöl ist teuer und ein Schiff braucht pro Tag um die 100 Tonnen, mal mehr – mal weniger. Wenn ein Schiff von A nach B unterwegs ist und und B erst morgens eintreffen soll da dann erst mit den Lade-/Löscharbeiten begonnen wird, gibt es keinen Grund das Geld durch den Schonrstein zu jagen um mit voller Fahrt nach B zu fahren.

Es gibt aber auch Reviere, auf denen Schiffe nur mit reduzierter Fahrt unterwegs sein dürfen, z.B. im Hafen oder auf Flüssen. Der Wellenschlag bei voller Fahrt könnte auf vertäuten Schiffen die Leinen brechen lassen oder die Ufer beschädigen.

Im Geirangerfjord wurde das obige Foto bei langsamer Fahrt aufgenommen.

Kein Vorbild

Feist und bremsig sitzen sie da, die Granden des FC Bayern, und folgen einem Fußballspiel, an dem ihr Verein beteiligt ist. Abstand zueinander? Nein! Masken? Nein! Man ist ja so cool, man ist ja der FC Bayern! Man kann sich ja alles erlauben.

Es ist verantwortungslos, wie sich die Führungsriede da präsentiert, auch wenn man mehr oder weniger unter freiem Himmel sitzt. Es kann nicht sein, dass Menschen, die einen Verein präsentieren, dem normalerweise tausende Fans zujubeln, sich so verantwortungslos präsentieren.

Na ja, Bayern eben. Die sind ja eher der BRD eingemeindet worden. Man nennt sich ja auch „Freistaat“. Wenn sie könnten, würden sie auch noch einen König aus dem Hut zaubern.

Knuddelstunde

Können Katzen sprechen? Ja, auf ihre Weise schon. Jedenfalls machen sie mit Lauten auf sich aufmerksam. Nehmen wir als Beispiel Elphi. Wenn sie ein paar Knuddeleinheiten haben möchte, schaut sie mich an und mauzt. Natürlich spreche ich dann mit Elphi und frage, was sie möchte: „Möchtest knuddeln?“ – „Mauz!“, und dann geht sie ins Schlafzimmer, springt auf das Bett und legt sich auf die Seite oder auf den Rücken. Ich lege mich daneben und knuddel sie. Dabei schnurrt sie kräftig. Höre ich auf, stupst sie mit ihrem Köpfchen gegen meine Hand, ein Zeichen, dass ich fortfahren soll. Hat sie genug Knuddeleinheiten bekommen, steht sie auf und springt vom Bett.


Wenn Glinda geknuddelt werden möchte, schubbert sie um meine Beine und sie legt sich dann auf die Seite auf den Boden. Tja, das ist für mich nicht ganz so bequem. Ich habe nämlich keine Lust, mich auf die Fliesen zu legen. Ich beuge mich also runter zu ihr und komme meiner Knuddelpflicht nach. Leider hat Glinda die Angewohnheit, die Krallen in meine Füße zu graben. Das ist mitunter sehr unangenehm. Und den Socken ist das auch nicht zuträglich. Ich achte jetzt immer darauf, dass ich meine Füße so positioniere, dass sie außer Reichweite der Krallen sind.

Ein Fuß wurde schon arg in Mitleidenschaft gezogen. Musste die Stellen sogar mit Schwedenbitter betupfen. Die Katzen haben herausgefunden, dass sie Schwedenbitter mögen und lecken dann gerne meine Wunden. Also kommt da dann ein Pflaster drauf.

Maritimer Mittwoch


Anlässlich des Maritimen Mittwochs gibt es heute kein Foto mit Wasser und Schiffen. Es gibt einen kleinen Rückblick in die Geschichte einer Reederei, nämlich des Lloyd Triestino. Wir konnten den prunkvollen ehemaligen Reedereisitz im vorigen Jahr in Triest bewundern.

Der Vorläufer des Lloyd Triestino war der Österreichische Lloyd. Seinerzeit gehörte Triest zu Österreich. Als Triest 1919 Teil Italiens wurde, wurde die Reederei in Lloyd Triestino di Navigazione umbenannt, kurz Lloyd Triestino. Im Jahr 2006 gab es eine Namensänderung in Italia Marittima di Navigazione, Kurzform Italia Marittima.

Die Reederei residiert heute an anderer Stelle in Triest. In dem ehemaligen Reedereigebäude an der Piazza Unità d’Italia, mit Brunnen an der Fassade, ist heute die regionale Regierung untergebracht.

Mein ehemaliger Arbeitgeber hatte viele Jahre geschäftliche Verbindungen zum Österreichischen Lloyd. Die Schiffe hatten als Heimathafen, man glaubt es kaum, Wien am Heck stehen.

Morgenroutine


Als erstes nach dem Aufstehen wird die Tür zur Terrasse geöffnet. Glinda und Elphi folgen mir ins Wohnzimmer. Sie setzen sich vor die geöffnete Tür, schnuppern Frischluft und gucken interessiert durch das vertikale Insektenschutzrollo.

Gestern hat es doch eine der beiden tatsächlich geschafft, das Rollo zu lösen. Durch Federkraft öffnet es sich dann automatisch zur Seite. Tja, so schnell kann man gar nicht gucken wie die beiden Mädels auf der Terrasse waren und dort rumschnüffelten. Da es ein wenig regnete, waren sie auch schnell wieder in der Wohnung.

Einfach nur gucken

Ich brauche keine Action. Ich muss nicht jeden Tag Leute treffen oder irgendwo hinfahren. Ich kann stundenlang auf der Terrasse sitzen – so das Wetter es den zulässt – und lesen, den Vögeln lauschen oder in den Himmel gucken.

Ich brauche keine Onlinespiele, keine langen Telefonate, keine täglichen Joggingrunden. Einfach nur sitzen und gucken, das reicht mir völlig und ist auch nicht langweilig. Vielleicht liebe ich es deshalb, auf dem Meer mit Kreuzfahrtschiffen unterwegs zu sein, den E-Reader in der einen, ein Glas Champagner in der anderen Hand.

Letztens, im Urlaub auf Santorini, gab es keinen Champagner und den E-Reader habe ich nur kurz vor dem Schlafengehen benutzt um das noch zu Hause angefangene Buch zu beenden. Sonst habe ich dort den lieben langen Tag auf der Terrasse gesessen und auf das Meer geschaut, wo überhaupt nichts los war. Und das war so beruhigend und entspannend.

Wir sind nun nicht am Meer und schon gar nicht auf dem Meer. Aber wir haben Elphi und Glinda, unsere beiden Katzenkinder. Stundenlang kann ich denen zugucken, wie sie miteinander ringen, wie sie durch die Wohnung wetzen, wie sie sich mit dem Katzenspielzeug beschäftigen – oder einfach nur schlafen. Auch das ist beruhigend und entspannend anzusehen.

Für viele Menschen mag es ja langweilig sein, was ich mache, bzw. eher nicht mache. Aber ich kann damit gut leben, sehr gut leben – mit Meer und mit Katzen.

Maritimer Mittwoch


Der Maritime Mittwoch ist in den letzten Wochen etwas zu kurz gekommen. Der Urlaub, die neuen Mittbewohner, und, ich muss gestehen, einfach vergessen. Ich will versuchen, jetzt wieder daran zu denken.

Das Foto wurde aufgenommen zwischen Rijeka und Triest am letzten Abend auf unserer letztjährigen Kreuzfahrt. Deck 5 der Mein-Schiff-Flotte bietet immer dankbare Motive.

Ganz wichtig für die Sicherheit von Passagieren und Besatzung sind die Rettungsinseln, hier am rechten Rand des Bildes zu erkennen. Kein Passagier und kein Matrose muss die Dinger aufblasen wie eine Luftmatratze, die Rettungsinseln entfalten sich, sobald die Kapsel geöffnet ist und ist dann bereit, in Not geratene Menschen aufzunehmen.

Ich wünsche jedem Schiff, welches auf den Weltmeeren unterwegs ist, dass niemals eine Rettungsinsel eingesetzt werden muss.