Ich muss mal wieder politisch werden, man mach sich ja doch seine Gedanken wenn der Tag lang ist. Es geht um die DU – das „C“ kann man ja inzwischen weglassen. Da ist nichts mehr christlich.
Und es geht um den sogenannten Bundeskanzler. Friedrich Merz ist zwar offiziell und demokratisch zum Bundeskanzler gewählt worden. Aber füllt diesen Posten nicht ansatzweise aus. Ich weigere mich deshalb, diesen Titel im Zusammenhang mit Herrn Merz überhaupt noch zu erwähnen.
Das, was die DU mit ihren Ideen derzeit betreibt, ist soziale Demontage. Es ist die Rede davon, dass wir uns das nicht mehr leisten können, dass alles zu teuer ist, wir mehr arbeiten müssen. Dabei ist Deutschland eins der reichsten Länder der Erde! Es ist natürlich leicht, nach unten zu treten und „die da oben“, nämlich die reichen Deutschen, zu schonen. Wenn es eine gerechte Erbschaftssteuer und eine Vermögenssteuer geben würde, wäre genug Geld vorhanden, um Rentner und Arbeitnehmer leben zu lassen, ihnen nicht die Butter vom Brot nehmen zu müssen.
Mit diesen Ideen, mit dieser Politik, biedert sich die DU, biedert sich Herr Merz, der AfD an. Statt die AfD zu halbieren, wozu Herr Merz ja mal angetreten war, ist sie in der Gunst der Naziwähler gestiegen. Die AfD reibt sich die Hände.
Ich frage mich, was treibt die DU, was treibt Herr Merz mit dieser Politik? Was wird da in den Hinterzimmern ausgeklüngelt? Eine soziale Demontage kann die SPD eigentlich nicht mittragen. Wenn sie das täte, wäre das ihr Untergang. Tut sie es nicht, käme es womöglich zum Bruch der Koalition. Ist es das, was die DU, was Herr Merz will?
Bei einer Neuwahl würde es womöglich keine regierungsfähige Mehrheit der demokratischen Parteien geben. Die DU und Herr Merz spekulieren darauf, dann die AfD mit ins Boot zu holen. Herr Merz würde dann mit den Stimmen der AfD zum Kanzler gewählt werden. Oder andersrum: Die AfD müsste mit der DU koalieren. Die Brandmauer läge in Trümmern, tut sie eigentlich jetzt schon. Und Deutschland läge auch in Trümmern.
Noch schlimmer: Die DU betreibt eine Fusion mit der AfD zur einer Einheitspartei. Nicht auszudenken.
Einen positiven Aspekt gibt es zurzeit noch: Merz kann den Sozialabbau nicht mit einem Federstrich betreiben. Er braucht dazu Entscheidungen des Bundestages. Aber am liebsten würde er es machen wie Trump: Zahnarztbesuche von der Krankenkasse bezahlt – weg damit. Renteineintritt – 70 Jahre, usw usw.
Bei dieser Gelegenheit muss ich mal erwähnen, dass ich die wichtigtuerische Visage des Herrn Merz in den Medien nicht mehr sehen kann.





