Ein Film-Klassiker auf der Bühne


Gestern wurde der erste Teil meines Geburtstagsgeschenkes eingelöst: Eine Vorstellung im Stage Operettenhaus des Musicals „Zurück in die Zukunft“. Der Titel des Films war mir bekannt, ich habe ihn aber nie gesehen und wusste deshalb auch nicht, um was es da eigentlich wirklich geht. Für mich war das sozusagen ein Blind Date. Ganz unbeleckt und nicht wissend, was auf mich zukommt, freute ich mich doch, mal wieder ins Theater zu gehen.

Wie seit vielen Jahren üblich, hatte mein Schatz für die Vorstellung „open bar“ zusätzlich gebucht. Für diese Nutzer gibt es einen separaten Eingang, der zuerst geöffnet wird bevor der Einlass für die anderen Gäste gewährt wird. Am Servicepoint bekommt man ein Bändchen für das Handgelenk, mit dem man jetzt an jeder Bar in den Foyers Getränke bekommen kann.

Kurz vor dem Beginn der Vorstellung nahmen wir unsere Plätze ein, Platz 1 links und Platz 1 rechts, exakt die Mitte von Reihe 4. Das Parkett war schon gut gefüllt. Unsere Reihe war bereits voll besetzt, bis auf die beiden Mittelplätze, wir mussten da also jetzt durch.

Eine kurze Inhaltsangabe, die für Kenner des Films wohl überflüssig ist:
Der Jungedliche Marty McFly wird mit der Zeitmaschine DeLorean des Doc Brown aus dem Jahr 1985 in das Jahr 1955 katapultiert. Marty trifft dort auf seine zukünftigen Eltern. Seine Mutter verliebt sich in Marty. Dadurch verändern sich die Zeitlinien. Marty muss versuchen, dass sich seine Eltern ineinander verlieben, was auch gelingt. Nun muss Marty zurück in das Jahr 1985, jedoch hat die Zeitmaschine, die in einem Auto, DeLorean, steckt, nicht mehr genügend Energie. Durch einen Blitzschlag in die Rahthausuhr soll die Maschine wieder aufgeladen werden, was dann auch klappt. Soweit eine minimalistische Kurzfassung des Inhalts.

Mehr zu erzählen, würde diesen Rahmen sprengen. Die ganze Geschichte ist natürlich begleiten von allerlei Irrungen und Wirrungen. Es gibt viele grossartige Tanzszenen. Das opening des 2. Aktes ist besonders erwähnenswert.

Es kommt keine Langeweile auf. Ehe man sich versieht ist Pause, fast 90 Minuten waren vergangen, ohne dass man das merkte. Eine rasante Story, fetzige Musik, ein tolles Bühnbild, was sich immer wieder schnell verwandelt – toll. Anfangs hatte ich ein wenig Mühe, mich hineinzufinden, aber sehr schnell war ich mitgerissen.

Ein besinnlicher Song darf aber auch nicht fehlen: Doc Brown besingt die Genies vergangener Zeiten, die Ideen hatten und nie aufgegeben haben, diese zu verfolgen, auch wenn es Rückschläge gab.

Raphael Groß spielte den Jugendlichen Marty McFly mit jungenhaftem Charme, da wo es angemessen war, mit glaubhaftem Zeifel als es so aus so, als könnte er im Jahr 1955 gefangen bleiben, mit gerade noch pubertärer Angst als er von seiner zukünftigen Mutter bedrängt wurde, in deren Bett er, nur noch mit T-Shirt und Slip bekleidet aufwachte.

Jan Kersjes begeisterte als verschrobener und exzentrischer Wissenschaftler Doc Brown. Jan war in der Lage, die Figur des Doc Brown stark zu überzeichnen, ohne dass es Klamauk wurde. Jan und Raphael bzw. Marty und Doc Brown sind zusammen das Herzstück dieser verdrehten Kommödie.

Als George McFly, der Vater von Marty, stand Terence van der Loo auf der Bühne. Mit seiner schüchternen, steifen und verklemmten Persönlichkeit konnte man fast Mitleid mit George haben.

Es ist unmöglich für mich, hier jeden einzelnen Charakter zu würdigen. Alle Darsteller waren mit Herzblut und Freude bei der Sache und gaben der Inszenierung ein positives Gesamtbild.

Die Szenerie wurde unterschützt durch diverse Videoprojektionen. Herausragend ist die Kletterszene, in der Doc Brown zur Rathausuhr hinaufklettert. Erwähnenswert ist auch die Illusion des über die Bühne rasenden DeLorean. Keine Illusion ist, als sich Marty und Doc Brown sich mit DeLorean auf den Weg zurück in die Zukunft machen und das Auto sich über den Bühnenboden erhebt und sich über die ersten beiden Zuschauerreihen schiebt.

Das Theater war fast ausverkauft, auf einem Donnerstagabend! Im Gedränge in den Foyers in der Pause und am Ende hörte man ja so einige Stimmen. Unter den Zuschauern waren einige Fans des Kultfilms, die im Grossen und Ganzen auch sehr angetan von der Bühnenversion waren. OK, wer den Film kennt und ihn womöglich mehrere Male gesehen hat, vermisst vielleicht ein paar Szenen. Nicht alles lässt sich auf einer Bühne umsetzen. Aber reine Kritik war nicht zu hören. Ich war jedenfalls begeistert, und mein Schatz war es auch.

Osterfeuer


Wir haben uns mal aufgerafft, die wenigen Meter zur Elbe zu überwinden, um uns das Osterfeuer anzuschauen.

Irgendwie was das deprimierend: Da lagen aufeinandergestapelte Paletten, welche die Nahrung für das Feuer waren. Unter Osterfeuer verstehe ich hochaufgetürmte Zweige, Reisig, was auch immer, aber keine Paletten. Ein paar lagen noch an der Seite, um das Feuer am feuern zu halten.

Wir hatten uns nicht zu vielen anderen Menschen in die Nähe des Feuers gestellt. Die Szenerie aus der Entfernung zu betrachten, ist doch viel interessanter, als auf die lodernden Flammen zu starren. Unser Standort, mit dem Rücken zum Anleger, bot mir eine gute Stütze an einer Mauer, das war perfekt.

Von dort konnten wir auch die Menschen beobachten, was ich ja immer gern mache. Nun ja, es lohnte sich nicht. Auf unseren Kreuzfahrten haben wir den Begriff „Holzklasse“ für eine gewisse Klientel gebildet. Heute, am Osterfeuer, gab es viel Holzklasse. Der Eindruck wurde verstärkt durch billiges Toilettenwasser, sorry, Eau de Toilette.

Auf dem Heimweg waren wir, wie immer, einer Meinung: Wir müssen nächstes Jahr da nicht wieder hin.

Stumme Kommunikation


Katzen! Es vergeht kaum ein Tag, an dem wir uns nicht über unsere beiden Fellnasen wundern oder amüsieren. Heute morgen entstand dieses Foto.

Nach dem Frühstück räumten wir die Küche auf. Hinter uns sassen die beiden Katzen vor der Terrassentür und schauten uns an, d.h. sie schauten eher Bernd an, der neben mir stand. „Gesagt“ hat keine von beiden was. Aber es war ganz eindeutig, was sie wollten. Ganz still sassen sie da und warteten darauf, dass die Tür geöffnet wird.

Zum Glück lag mein Handy griffbereit und ich konnte dieses Foto machen.

Die böse Hexe und ein grosses Ding

Die Hexe hat geschossen, nicht bei mir, das fehlte mir gerade noch. Den Gatten hat sie getroffen, als er sich bückte, den Zengarten für die Katzen neu zu arrangieren.

Erst dachte er noch, dass es nicht so schlimm sei. Doch dann fiel ihm ein, er könne ja den Nichtmeinkanzler Merz ärgern und einen Arzt aufsuchen. Dadurch liessen sich vielleicht ein paar Urlaubstage sparen, denn wie man weiss, zählen Krankentage im Urlaub nicht als Urlaubstage.

Leider hat das nicht funktioniert. Unser Hausarztzentrum hatte wegen eines Softwareupdates geschlossen. Die Hausärztin ein paar Häuser weiter hatte auch geschlossen, was bei ihr generell mittwochs der Fall ist. Beim neuen Orthopäden standen die Patienten schlange auf dem Hof.

Als mein Schatz nach Hause kam, war ich hocherfreut darüber, wie schnell das gegangen war. Na ja, die Freude hielt nicht lange an als ich hörte, was alles nicht möglich war. Er sich dann mit einem Kirschkernkissen und einem heissen Wannenbad beholfen. Wir sind immer noch sehr glücklich darüber, dass wir bei der Planung der Wohnung eine Badewanne berücksichtigt haben.

Der nachfolgende Text dient zur späteren Erinnerung was wann war:
Heute morgen waren wir in der grossen Stadt an der Elbe und haben dort ein neues Projekt eingetütet. Mehr will für die Blogöffentlichkeit heute nicht sagen. Zu gegebener Zeit, was wohl erst in einigen Monaten sein wird, werde ich über das Projekt berichten. Farben spielen eine Rolle. Heute ist zwar Gründonnerstag, aber grün gefiel uns nicht. Es wird Bleistift. Möge sich meine kleine Bloggerwelt in den Kommentaren darüber ergehen, es wird meinerseits aber nicht Stellung dazu bezogen werden.

Geburtstagsnachlese


Eigentlich war ja geplant, den gestrigen Tag auf See zu verbringen, in den Gewässern rund um die kanarischen Inseln. Es war der zweite Versuch, meinen Geburtstag auf einer Kreuzfahrt zu feiern, der in die Hose ging. 2020 viel die Reise Corona zum Opfer, in diesem Jahr meinem Rücken. Vielleicht gelingt es mir ja doch mal.

Den Tag verbrachte ich damit, telefonische Glückwünsche entgegenzunehmen sowie auf WhatsApp und Instagram zu beantworten. Für abends hatte ich Freunde eingeladen, keine grosse Party, ein kleiner intimer Kreis. Die grosse Feier fand ja im vorigen Jahr statt.

Ich hatte für ein paar griechische Snacks gesorgt, die grossen Anklang fanden. Vorsorglich hatte ich für zwei Personen mehr bestellt damit wir heute auch noch davon satt werden würden. Es wird gerade so reichen. Nicole hatte eine grosse und dekorative Vorspeisenplatte gezaubert. Es gab eine Platte mit Fleischspiessen und Bifteki, eine Schale Gigantes und natürlich durfte Tzaziki nicht fehlen. Für die Brotbeilage hatte ich Focaccia gebacken.

Mein Schatz hatte sich im Vorfeld des Geburtstages gar nicht nach meinen Wünschen erkundigt. Ich bekam ein sehr konträres Kulturprogramm geschenkt. Es geht in der nächsten Woche los mit dem Musical „Zurück in die Zukunft“. Im Juli folgt ein klassisches Konzert in der Elbphilharmonie: Das Violinkonzert Nr. 1 von Max Bruch und die Sinfonie Nr. 9 von Antonín Dvořák. Gerade vor ein paar Tagen hatte ich noch gedacht, dass wir lange nicht in der Elbphilharmonie waren. So kann es gehen.

Sehr gefreut habe ich mich auch über ein kleines Buch „Die Halbinsel Priwall 1900 – 1990“. Auf dem Priwall habe ich in meiner Jugend die Sommer verbracht. Dort lag die Yacht meiner Eltern, unser kleines schwimmendes Ferienhaus. Die Jahre auf dem Wasser haben diesen Menschen geprägt, der heute dieses Blog betreibt. Mein Beruf des Schifffahrtskaufmanns habe ich von der Ausbildung bis zur Rente ausgeübt. Und die Kreuzfahrerei ist vermutlich auch eine Folge dieser Zeit. In diesem Jahr fällt das ja leider aus. Es ist aber noch weniger als ein Jahr bis zur nächsten Kreuzfahrt, nämlich noch 334 Tage.

Am Tag danach

Wie ich gestern schon befürchtet hatte, fühle ich mich heute schlapp. Um die Einkaufsrunde ganz gut zu überstehen, brauchte es mal wieder Schmerztropfen.

Die Krankengymnastik gestern, zweimal „ins Dorf“ gehen und gestern Abend noch auf einer Geburtstagsfeier länger sitzen, das war alles etwas zuviel, auch wenn ich es in den Momenten nicht gespürt habe.

Am Mittwoch nächster Woche steht die nächste Runde Krankengymnastik an, ich habe also genügend Zeit, mich zu regenerieren. Nachher werde ich mich ganz entspannt in die Wanne legen, mehr gibt das Wetter heute eh nicht her.

Trotz der heutigen Nachwehen bin ich stolz und froh, dass ich gestern einiges geschafft habe, was lange nicht möglich gewesen ist.

Es geht bergauf

Und das kann man sogar wörtlich nehmen.

Bisher war es so, dass ich nach einen Stadtgang ziemlich fertig war und ich mit dem Lift in die 3. Etage fuhr statt die Treppe zu nehmen.

Heute morgen hatte ich in der Stadt zu tun, ohne Termin, ich konnte mir also Zeit lassen, ich konnte flanieren ohne Druck. Der Heimweg gestaltete sich nicht anders. In dem Strassenbereich, an dem ich sonst immer dachte „Na ja, wird jetzt auch Zeit, dass du dich mal wieder ausruhen kannst“, passierte nichts dergleichen. Gemütlich schlenderte ich weiter gen unserem schönen Zuhause. Ich überlegte schon, ob ich es heute wohl schaffen würden, den Lift links liegen zu lassen und die Treppe nehmen zu können. Taraaa! Tusch! Es hat funktioniert! Ich bin soooooo happy.

Gegen Mittag musste ich dann nochmal los zur Krankengymnistik. Der Rücken plagte auf dem Hinweg. Erstmal durfte ich wieder 20 Minuten auf dem Wärmekissen entspannen. Aber dann ging es ans Eingemachte. Hab das aber alles super hinbekommen. Danach musste ich nochmal in die Einkaufsstrasse für ein paar Besorgungen. Ging auch alles wunderbar, nur jetzt musste ich den Lift nehmen zu Hause. Und dann musste ich mich erstmal ne Weile hinlegen. Aber ich bin stolz darauf, heute viel geschafft zu haben.

Heute wäre es gewesen


Heute wären wir auf die Reise gegangen zu einer weiteren Kreuzfahrt. Aus Gründen haben wir die stornieren müssen. Mein Operateur war der Meinung, es wäre dem Heilungsprozess nicht zuträglich wenn wir die Reise angetreten hätten.

Heute vor 4 Wochen wurde ich operiert, ein paar Nachwehen sind immer noch vorhanden. Der Flug nach Teneriffa hätte ca. 5 Stunden gedauert. Langes sitzen ist immer noch nicht ratsam. Ausserdem sitzen im Flugzeug – man kennt das. Wir hatten zwar ein upgrade für einen grösseren Sitzabstand gebucht, aber na ja. Besser ist es jedenfalls, zu Hause geblieben zu sein.

Ursprünglich war der OP-Termin für nach der Reise geplant. Ich bin inzwischen froh, dass ich das hinter mir habe und ich mich nicht mehr quälen muss. Die Reise durchzuführen, wäre eine Tortur für mich gewesen.

Der Rücken braucht das

Wie es aussieht, habe ich die OP an der LWS unterschätzt. War ich nach der OP, bei der es sich um die Beseitigung eines Bandscheibenvorfalls handelte, komplett Beschwerde- und Schmerzfrei, ist es dieses Mal nicht ganz so einfach. Die Probleme, welche die OP notwendig machten, sind zwar weg, aber hin und wieder meldet sich der Rücken und signalisiert mir mit leichten Schmerzen: Achtung! An manchen Tagen merke ich gar nicht, an anderen Tagen geht es ohne Schmerzmittel, aber nach Tagen mit wenig Bewegung und viel Sitzen greife ich doch zu den Schmerztropfen.

Zur Entlastung des Rückens lege ich mich zwischendurch mal auf das Bett und lese den E-Reader leer – was niemals passieren wird. Gestern bekam ich Gesellschaft, Elphie legte sich zu mir. Zuerst lag sie an meinen Beinen, später kam sie weiter rauf und schmiegte sich an meinen Arm. Es ist so praktisch, dass ich den Kindle einhändig halten und bedienen kann, dann störe ich die Katzen nicht, wenn die mir im Bett mal gesellschaft leisten.

Ich geniesse es sehr, wenn eine der beiden Samtpfoten sich an mich kuschelt. Wenn die Blase sich meldet, vesuche ich, die Erleichterung so lange wie möglich hinauszuzögern. Als ich das gestern erledigt hatte und zurück ins Schlafzimmer kam, war Elphie vom Bett runter. Das hatte ich ja befürchtet, aber so sind sie, da kann man nichts machen.

Morgendliche Kuschelstunde


Wie fast jeden Morgen kam auch heute Glinda zu mir auf den Arbeitstisch und liess sich verwöhnen. Erst brauchte sie eine wohltuende Kopfmassage. Wenn ich das mal unterbreche weil ich die Maus betätigen muss, streckt sie eine Pfote aus und holt sich meine Hand wieder zurück. Sie geht dabei äusserst vorsichtig vor, aber mein Handrücken ist schon ganz rau. Denn ab und zu passiert es dabei, dass sie mal ihre Krallen etwas ausfährt. Das ist nicht weiter schlimm, es piekt nur ein wenig und ich weiss ja auch, dass das keine Kampf- oder Abwehrreaktion ist.

Heute Morgen nach der Massage Kuschelstunde angesagt. Der kabellosen Tastatur sei dank kann ich immer reichlich Platz schaffen damit es meine Herzkatze bequem hat. Heute kuschelte Glinda sich mit dem Köpfchen an meinen Bauch, ist ja reichlich davon vorhanden. Eine Pfote legte sie auf die andere Seite, es sah aus, als wollte sie mich umarmen.

Ich geniesse diese morgendliche halbe Stunde sehr, ist Glinda doch sonst eher zurückhaltend was Körperkontakt betriff.