Freiluftsaison eröffnet


Mit einem Tässchen Espresso habe ich heute, am 24. Februar Anno 2021, die Sommersaison eröffnet, neudeutsch sagt man ja wohl Outdoor Season.

Eigentlich gehört bei mir ja ein Glas Cardenal Mendoza dazu. Da unsere Dachterrasse bei dem heute herrschenden Wind etwas ungeschützt liegt, verzichtete ich auf den Brandy und schlürfte nur den Espresso. Bei nächster Gelegenheit hole ich das mit dem Cardenal nach.

Es fehlte ein Eimer


Aus irgendwelchen Gründen bekam der im Haushalt vorhandene Eimer einen Riss im Boden. Seitdem dient er nur noch als Aufbewahrungstonne für diverse Reinigungsgeräte. Der ursprüngliche Sinn eines Eimers ist schon lange verloren.

Ich brauche eher selten einen Eimer für die Reinungung. Wenn, dann habe ich ihn für die Frühlingsreinigung auf der Terrasse vermisst. Ein triefnasses Wischgerät in die Küche zu tragen und unter der Küchenamatur auszuspülen sorgt für diverse Tropfen auf dem Fliesenboden. Hach, wie gern hätte ich wieder einen Eimer, 5 Liter würden ja reichen.

Und dann fand ich ihn, online beim Kaffeeladen, einen Falteimer. Der wird auseinandergezogen bzw. wieder zusammengegdrückt wenn er nicht mehr gebraucht wird und ist dann sehr platzsparend unterzubringen.

Heute begann ich mit den Frühlingsarbeiten auf unserer Dachterrasse, equivalent zu den Gartenarbeiten der Häuschenbesitzer. Der Eimer leistete mir gute Dienste beim Reinigen der Plane, mit der der Terrassentisch im Winter geschützt wird. Mit dem Reinigungshandschuh blaue Faser von Jemako ging das ziemlich flott. Ein paar Mal wurde der im Wasser des Eimers ausgedrückt. Als das Plane sauber war, konnte ich im Eimer problemlos und tropffrei Wasser aus der Küche holen und sie mit einenm Schwall sauberen Wassers „klarspülen“.

So ein Eimer ist schon eine tolle Sache – wenn kein Loch drin ist (oder ein Riss).

Ziemlich tot

Gestern war ich in der großen Stadt an der Elbe. Mein Zahnarzt hatte zur Vorsorge gerufen. Wie komme ich dahin? Viele Wege führen nach RomHamburg. Ich könnte mit dem Wagen fahren. Das würde aber bedeuten, dass ich meinen Schatz zu nachtschlafender Zeit zur Arbeit fahren und ihn am Nachmittag wieder abholen müsste. Dazu hatte ich keine Lust.

Die 2. Option ist der ÖPNV. Innerhalb dieser Option gibt es wieder 2 Möglichkeiten: Entweder mit dem Schnellbus direkt von der kleinen Stadt an der Elbe in das Herz von Hamburg, oder mit dem Halbschnellbus bis Bergedorf fahren und dort umsteigen in die S-Bahn.

Inderaktuellensituation mit dem ÖPNV zu fahren, ist nicht unbedingt prickelnd, schon gar nicht mit umsteigen und 2 verschiedene Verkehrsmitteln benutzen. Ich entschied mich für den Schnellbus.

An der Haltestelle waren nur wenige Menschen. Das war schon mal ein gutes Zeichen. Im Bus waren auch nur wenige Passagiere. Puh, Glück gehabt. Auch unterwegs stiegen nur wenige Menschen zu, an einigen Haltestellen fuhr der Bus sogar durch.

Und dann war ich in Hamburg mitten in der Stadt, Mönckebergstraße. Galeria Kaufhof – geschlossen, Karstadt Sport – geschlossen. Diese beiden Traditionshäuser werden auch nicht wieder geöffnet. Alle anderen Geschäfte des Einzelhandels sind inderkatuellensituation eh zu. Die Straße war dementsprechend menschenleer. Nicht anders sah es in der um die Ecke gelegenen Spitaler Straße aus. Kaum Leute, die da unterwegs waren. Normalerweise tummeln sich da um 11 uhr die Passanten.

Auf den Vorplätzen beiderseis des Hauptbahnhofs sah ähnlich tot aus. Normalerweise stehen Menschentrauben an den Fußgängerüberwegen und warten, dass die Ampel grünes Licht gibt. Auch hier also kaum Leute, die dort warteten um die Straßen zu queren.

Bei uns in der kleinen Stadt an der Elbe ist in der Einkaufsstraße mehr Betrieb trotz geschlossenen Einzelhandes.

Zum Glück war ich beim Zahnarzt rechtzeitig fertig. Ich erwischte gerade noch den nächsten Schnellbus zurück nach Hause. Sonst hätte ich mir eine Stunde die Zeit vertreiben oder mit S-Bahn und Bus fahren müssen. Auch in diesem Bus waren wenig Fahrgäste, sodass man auf reichlich Abstand sitzen konnte. Ich war also ganz entspannt und doch froh, als ich wieder aussteigen konnte.

Wieder verschoben

Zu meinem Geburtstag voriges Jahr Ende März überreichte mir mein Schatz ein Geburtstagsgeschenk, welches schon gar nicht mehr gültig war: Karten für eine Doppelvorstellung des Theaterstücks Harry Potter am 30 Mai. *Aufgrundderaktuellensituation* war der Termin bereits annuliert. Der Gatte hatte aber vorgesorgt und einen Ersatztermin für Ende November 2020 gebucht. Nun ja, wie wir alle wissen, waren die Theater *aufgrundderaktuellensituation* noch immer geschlossen. Wir wurden darüber rechtzeitig informiert und auch darüber, dass man umbuchen könnte, was der Gatte auch tat. Er besorgte neue Karten für diesen Sommer.

Seit gestern ist bekannt, dass auch dieser Termin nicht zu halten ist. Die Premiere ist jetzt für den 5. Dezember diesen Jahres vorgesehen. Ab Übermorgen können wir den 4. Termin buchen. Es bleibt spannend.

Hier liegen auch noch 2 Tickets für eine Vorstellung für „Wicked – Das Musical“ am 21. Juni. Ich habe meine Zweifel, ob das zu halten ist.

Nur ein paar Minuten


Wir sind ja eher die Couchpotatoes. „Möchtest du auch mal raus?“ – „Ich weiß nicht. – Und du?“ „Ich weiß nicht.“ Und dabei bleibt es dann in den meisten Fällen. Und dabei könnten wir in wenigen Minuten am Ufer des großen Stroms stehen.

Gestern haben wir uns tatsächlich zu einem Familienbesuch nach Lübeck aufgerafft. Ich bin ja kein Friedhofsgänger, und schon gar nicht an den entpsrechenden Tagen im November oder an Geburts- oder Sterbetagen. Ein Besuch der Familie auf dem Friedhof muss kein Zwang sein, dass muss vom Herzen kommen. Und der Zeitpunkt war jetzt. Und wir nutzten das tolle Wetter zu einem Spaziergang. Leider konnten wir nicht nach Travemünde weiterfahren. Das Kurbad ist für Nichteinheimische gesperrt, aufgrunderaktuellesituation. Aber ich weiche ab, ich wollte vom großen Strom schreiben und nicht über die Altvorderen.

Heute war das Wetter ja auch noch winterlich-sonnig-kalt-windig. Man könnte ja mal … Und wenn ich nicht bei Instagram das kleine Video einer jungen Dame gesehen hätte, wären wir wohl auch nicht rausgegangen. Auf der Elbe ist nämlich Eisgang. Und das ist selten, also wollten wir uns das Naturschauspiel mal selbst anschauen.


Auf dem Weg zu Elbe trafen wir die junge Dame mit ihrer Familie und ich gestand ihr, dass ihr Video uns animiert hätte, mal höchstselbstpersönlich die Eislage auf der Elbe zu sondieren.

Wenige Schritte später standen wir am Ufer der Elbe. Das Eis strömte Flussabwärts, die Reibung der kleinen Eisschollen aneinander verursachten ein leises Geräusch. Der Eisstrom teilte sich kurz hinter dem Anleger. Ein Teil floss in den Schleusenkanal und ein Teil strömte in Richtung Staustufe. Ich vermute, dass die Schleusungen eingestellt wurden. Das Eis würde die Funktion der Schleusentore behindern.

Nur ein paar Minuten standen wir da also und guckten das Eis an. „Willst du noch ein wenig gehen?“ – „Nee, und du?“ – „Nee, ich auch nicht.“ Es war nämlich ziemlich unangenehm windig. Also machten wir uns auf den Heimweg.

Tja, so sind wir, nämlich eher faul. Und dabei wären es nur ein paar Minuten bis hinunter an die Elbe.

Gendergerecht

OK, bin es anders gewohnt, habe es anders gelernt. Für mich ist z.B. ein Kunde als männlich und weiblich zu vertehen. Und ich finde es total bescheuert, wenn sich Frauen darüber aufregen, dass sie sich dadurch benachteiligt fühlen.

Es gab vor Jahren mal einen Flachwitz: „2 Frauen sitzen am Frühstückstisch. Sagt die eine zur anderen: Reich mir bitte mal die Salzstreuerin.“ Das war noch viele Jahre bevor die Diskussion über das Sternchen oder die Endung mit dem „/“ üblich geworden ist.

Auf unserer Norwegenkreuzfahrt 2018 hatten wir während eines Ausflugs eine Reiseleiterin aus Deutschland, die in Norwegen verheiratet ist. Sie plauderte unterwegs auch aus dem privaten Bereich und ezählte „Meine Tochter lernt Koch, ja, Sie haben richtig gehört, Koch. Wir haben es hier in Norwegen nicht mit den Sternchen und ähnlichen Dingen.“

Hier in Deutschland treibt die gendergerechte Sprache Blüten, die ich, wie weiter oben gesagt, bescheuert finde. Heue las ich z.B. auf einer lokalen Nachrichtenseite den Begriff „Radfahrende“. OK, das geht bei mir gerade noch so durch. Aber wie schreibt bzw. spricht man über Fußgänger? Fußgehende? Ich sag ja: Bescheuert.

Ein Schneemann ist jetzt eine Schneeperson mit Kristallisationshintergrund – oder?

Ich mag mit meiner Meinung der einen oder anderen Dame auf den Fuß getreten sein. Aber dazu stehe ich. Oder müsste ich gendergerecht schreiben “ auf die Füßin“?

Leckermäulchen


Frau Nachbarin hat gebacken. Und ab und zu versorgt sie uns mit selbstgebackenem Kuchen, gestern mit lecker Quarktorte. Katzen haben ja eine feine Nase, besonders Glinda. Wenn es irgendwas zu essen gibt, ist sie die erste, die das registriert. Alles Essbare, was nicht gleich verzehrt wird, wird entweder im Kühlschrank, in der Mikrowelle oder im Backofen sichergestellt.

Gestern also Quarktorte, für jeden von uns, als für uns Männer, ein Stück. Schon als ich die Stücke auf die Teller aufteilte, schlich Glinda um mich herum. Sobald ich mich im Arbeitszimmer setzte, sprang sie auf meinen Schoß und machte einen langen Hals. Trotz des weitangehobenen Tellers gelang es Glinda, mit der Pfote ein winziges Stückchen aus dem Tortenstück zu friemeln, welches sie dann genüsslich verspeiste.

Ich muss die Nachbarin wohl bitten, uns nächstes Mal 4 Stücken Kuchen zu bringen.

Mehr Streifen!

Ständig ist im Moment vom Wintereinbruch die Rede. Der Müsste sich doch vermeiden lassen wenn mehr Polizeistreifen unterwegs wären. Man kann dem Einbruch doch dadurch vorbeugen und vielleicht kann man dem Winter auch habhaft werden. Und wenn alle Mensche Fenster und Türen geschlossen halten, gibt es keine Chance für den Einbruch.