Es geht hier nicht um Börsenkurse oder um Öl- und Goldpreise, es geht um mich, um meine Gesundheit. Nämlich seit Mitte letzter Woche macht mir mein Bewegungsapparat arg zu schaffen. Novalgin, begleitet von Ibu 600, gehört wieder zu meinem Alltag. Tagsüber ist es auszuhalten, aber nachts gibt es Situationen, in denen ich schreien könnte.
Mein Neurochirurg, der im Juni schon angedeutet hatte, dass eine neuerliche MRT-Untersuchung vielleicht ins Auge zu fassen sei, hatte seinen wohlverdienten Urlaub. Ich hoffte, bis in diese Woche über die Runden zu kommen. Leider waren die Schmerzen am Freitag so stark, dass ich meinen Hausarzt aufsuchte weil ich befürchtete, des könnte sich um ein organisches Problem im Unterbauch handeln. Brav beantwortete ich seine Fragen, ob es jetzt hier oder dort wehtut, wenn er da drück. Nein, tat es nicht. Viel mehr konnte er auch nicht machen, ausser mir eine Überweisung zum Neurochirurgen zu geben.
Gestern, Montag, kam dann etwas Bewegung in die Sache. Der Neurochirurg war aus dem Urlaub zurück. Telefonisch bekam ich den Rat für ein MRT. Bernd fuhr nach Hamburg und holte die Überweisung ab. Noch aus der S-Bahn übermittelte er mir ein Foto der Überweisung. Ich rief dann sofort beim Institut an und bekam, wer hätte das gedacht, noch für nachmittags einen Termin.
Das MRT sollte ohne und mit Kontrastmittel durchgeführt werden. Dazu war es notwendig, mir einen Zugang zu legen. Meine Venen hatten aber keine Lust auf Kontrastmittel, zwei Mitarbeiterinnen versuchten sich vergeblich daran. Ein Arzt musste kommen, der es dann schaffte, mir den benötigen Zugang zu legen.
Nach der Untersuchung musste ich ja vom Tisch wieder runter, was sich wegen der Schmerzen als äusserst schwierig gestaltete. Was ich auch versuchte, es war schmerzhaft, sehr schmerzhaft. Aber ich musste ja nun runter von dem Ding. Die Mitarbeiterin zog mich an der Hand hoch – und damit hatte ich mir den Rest des Tages, und auch die Nacht versaut. Jede Bewegung schoss mir Schmerzhaft in den linken Oberschenkel. Ich weiss nicht, ob Novalgin und Ibu überhaupt geholfen haben. Wenn ja, möchte ich lieber nicht wissen, wie sich die Schmerzen ohne die Medis angefühlt hätten.
Zurück zu Hause scannte ich gleich die Zugangsdaten für die vielen Foto ein und schickte die per Mail an die Praxis. Der Doc wird sich das angucken und dann entscheiden, was notwendig ist. Ich warte jetzt auf eine Nachricht. Mit viel Glück reichen Spritzen, um mich wieder schmerzfrei zu machen.
Die vergangene Nacht war sehr unangenehm. Ich schlafe zurzeit eh nur auf der linken Seite weil ein Drehen im Bett auf die rechte Seite mit Schmerzen verbunden ist und wenn ich das geschafft habe, kann ich auf der rechten Seite auch nicht schmerzfrei liegen. Nun ist es ja so, dass der alte Mann des nachts mal zur Toilette muss. Aufstehen muss ich nach rechts, wofür ich mehrere Anläufe brauchte, und die waren sehr sehr schmerzhaft. Bernd brachte mir Novalgin ans Bett. Ja, das hat die Sache dann erleichtert. Aber puh, sowas brauch ich wirklich nicht. Ein weiterer Gang im Lauf der Nacht ging dann recht glimpflich vonstatten.
Beim Duschen heute Morgen musste ich mich auf der Duscharmatur abstützen, nach dem Abtrocknen sass ich erstmal eine Weile auf dem Badewannenrand. Leider musste mein Schatz heute morgen einen wichtigen Termin allein wahrnehmen. Ich wäre gern mitgekommen und ich bin auch traurig, dass das nicht möglich war. Inzwischen, nach der 2. Novalgindosis, geht es mir wieder besser und ich kann mich ganz gut bewegen.
Ich hoffe sehr, dass ich der Doc bald meldet, damit ich weiss, wie es weitergehen wird. Spritzen in den Rücken sind nicht der Hit, aber besser, als sich zu quälen.










