Cabaret im Hansa-Theater


Als ich vor ca. einem Jahr entdeckte, dass das Musical Cabaret in Hamburg im Hansa-Theater aufgeführt werden würde, war mit sofort klar: Da muss ich hin. Erstens ist das altehrwürdige Haus wie gemacht für Cabaret und zweitens: Ich liebe dieses kleine Verzehrtheater, in welchem ich vor vielleicht 50 Jahren mehrmals mit Mama und Oma gewesen bin. Seinerzeit war es ein Varietetheater für Kleinkunst wie Jongleure, Bodenakropatik, Einradakrobatik, Zauberer, Clowns usw. Auch die legendäre Josephine Baker hat dort im Bananenröckchen getanzt, aber wohl eher abends. Man sitzt zu viert nebeinander an Tischen, an denen nachmittags Kaffee und Torten serviert wird. Weiterlesen

Geburtstag verpasst

Gerade eben fiel es mir ein: Mein Blog hatte ende Januar Geburtstag, genauer gesagt am 30. Januar. Und es war auch noch ein besonderer Geburtstag, nämlich der 18. Queergedacht ist jetzt also volljährig!

18 Jahre ununterbrochen bloggen, das ist wohl eher selten. Ich bin stolz darauf.

Wir werden sehen


Das Coronavirus ist in aller Munde, also hoffentlich nicht wirklich, das wäre fatal. Die Medien berichten täglich über neue Zahlen, wie viele infizierte Menschen es geben soll und wie viele bereits daran gestorben sind. Fluggesellschaften fliegen nicht mehr nach China, Kreuzfahrtschiffen wird das Anlegen in Häfen verboten obwohl an Bord alle gesund und die Schiffe in den letzten Wochen gar nicht in China gewesen sind. Weiterlesen

Nockemann muss einstecken

In Hamburg ist demnächst Bürgerschaftswahl, der Wahlkampf ist in vollem Gange.
Dirk Nockemann, seineszeichens Landeschef der AfD in Hamburg, muss im Straßenwahlkampf einiges einstecken. Man sollte viel öfter den Mut haben, sich an den Wahlkampfständen auf Straßen und Plätzen zu äußern.

Dr. Schiwago als Musical


Gestern Nachmittag haben wir uns das Musical Dr. Schiwago im Theater Lüneburg angeschaut, ein Weihnachtswunsch, den mein Schatz mir erfüllt hat. Im Publikum saßen überwiegend ältere Leute. Mit „älter“ will ich ausdrücken, dass die noch älter waren als ich mit meinen fast 70 Lenzen.

Wer Dr. Schiwago hört, denkt wohl zuerst an das Filmepos aus dem Jahr 1965. Der Film, wie auch das Musical, basiert auf dem Roman von Boris Leonidowitsch Pasternak, eine tragische Geschichte. Sie spielt in Russland zur Zeit des 1. Weltkrieges, der Oktoberrevolution und des bürgerkrieges danach. Wie bringt man das auf die Bühne, dramaturgisch und technisch? Weiterlesen

Ein zweifelnder Blick

Samstagabend, wir haben gegegessen, Lieblingsgericht des Gatten: Nudelauflauf mit Hack. Dazu gehörte eine Flasche Rotling, d.h. 1/2 Liter für jeden von uns. Später dann noch zwei (?) Schnäpse, das muss so, wegen dem Magen, jaja, keine Kommentare bitte.

Wir surfen jeder so vorsichhin. Auf einer Nachrichtenseite bietet mir die Werbung ein Ferienhaus in der Uckermark an, ab 41 Euro. Ich weiß nicht mal, wo die Uckermark ist. Polen? Oder nahe dran? Nienich würde ich einen Schritt nach Polen hineinsetzen. Man kennt das: Schwupps – und das Auto ist weg.

Ich sage zum Gatten, so ganz nebenbei: Wir könnten uns ja auch mal ein Ferienhaus in der Uckermark mieten, für 41 Euro. Über seinen und meinen Monitor erreichte mich ein etwas zweifelnder Blick mit einer hochgezogenen Augenbraue, das kann er gut. Sein schwuler Halbbruder kann das auch, liegt wohl in der Familie, also das mit den Augenbrauen. Wer weiß, vielleicht auch das Schwulsein.

Ich klärte die Sache dann auf, das mit der Werbung. Und ganz sicher kommt ein Ferienhaus für uns nicht in Frage. Wenn wir selbst das Frühstück zubereiten müssen, und alle anderen Mahlzeiten auch, nee, das geht nicht. Dann kann ich auch zuhause bleiben. Und einen Steward, der Cockails serviert, gibt es auch nicht. Also? Entweder Kreuzfahrt oder zuhausebleiben und Nudelauflauf essen, Rotling und „Birne“ trinken.

Passt gerade gut

Via Ralfaxel

Wir erleben zwar gerade keinen Sturm, es ist eher ein starker Wind. Wie ich schon erwähnte, ist Bernds Mutter seit Dienstag in einem Pflegeheim. Seit dem waren wir aus diversen Grünen jeden Tag in ihrer alten Wohnung, haben Versicherungen gekündigt, Anträge gestellt, Dinge besorgt, Kleidung gewaschen, mit der Krankenkasse telefoniert, die Dame kurz im Heim besucht. In der nächsten Woche geht es weiter: Ein Attest von ihrer ehemaligen Hausärztin wird benötigt, der Hauswart soll sich ihre Wohnung ansehen uns sagen, was gemacht werden muss, und ganz sicher kommen noch ein paar administrative Aufgaben auf uns zu. Das alles ist unser „Sturm“, der uns aus unserem ruhigen und behäbigen Leben reißt.

Aber dieser starke Wind macht uns den Weg frei. Er sorgt dafür, dass wir uns keine Sorgen mehr machen müssen, ob Bernds Mutter auch gut betreut wird. Der bisherige ambulante Pflegedienst hat nur das allernotwendigste gemacht, wir wissen alle, dass die Mitarbeiter unter Zeitdruck stehen. Dereimal am Tag kam jemand vorbei, schaute nach dem Rechten und sorgte für die notwendige Medikamentengabe. Einmal in der Woche wurde der Haushalt gemacht. Stellt euch lieber gar nicht erst vor, wie das aussah.

Jetzt ist meine Schwiegermutter gut versorgt und wird rund um die Uhr betreut. Wir atmen durch, unser Weg ist freigepustet.