Die erste Hälfte haben wir geschafft


1. Juli 2026, es beginnt die zweite Jahreshälfte.

Die erste Hälfte habe ich mehr schlecht als recht überstanden, teils mit Ansage, teils überraschend.

Ende Februar wurde endlich die OP an der Lendenwirbelsäule durchgeführt und die Spinalkanalstynose beseitigt. Grosses aufatmenen Momente danach: Ich bin wieder mobil, ich kann wieder uneingschränkt gehen, fast schmerzfrei. Die Nachwehen waren jedoch stärker als erwartet: Es muss sich erstmal alles wieder zusammenfügen und hinbiegen, das dauert eben. Geduld ist gefragt und das Alter nicht zu vergessen. Inzwischen hatte ich drei Verodnungen für Krankengymnastik. Eine vierte liegt hier bereit und wartet auf Einlösung. Wenn ich es recht überlege, werde ich sie wohl nicht in Anspruch nehmen. Es scheint Frotschritte nach der letzten KG gegeben zu haben, bzw. ohne KG. Ausserdem nervt es mich, ständig Termine einhalten zu müssen.

Während ich noch im Krankenhaus lag, machte unser Wagen Probleme. Länger als eine Woche war das Auto in der Werkstatt. Ersatzteile mussten aus Schweden herangeschafft werden. Als wir den Wagen abholten, waren wir eine vierstellige Summe ärmer. Wir machten einen Kassensturz und ich bat meinen Schatz, sich im Rahmen unser finanziellen Möglichkeiten nach einen neuem Fahrzeug umzuschauen.

Im März machte ein Zahn Probleme. Der Zahnarzt meines Vertrauens konnte auf dem Röntgenbild nichts feststellen. Die Kaufläche wurde etwas abgeschliffen, dann ging es wieder. Ich merkte aber, dass da nicht alles so ist, wie es sein sollte. Ein Besuch beim Kieferchirurgen würde unvermeidlich sein.

Die für März geplante Kreuzfahrt haben wir auf Empfehlung des Neurochirurgen storniert. Ich wollte die OP ja bis nach der Kreuzfahrt hinauszögern. War gut, dass das vorher erledigt wurde, die Kreuzfahrt hätten wir nicht geniessen können.

Im Mai, kurz vor Pfingsten, dann der Hammer: Der Schlaganfall! Sowas kommt natürlich völlig unvorbereitet. Zum Glück haben wir beide schnell reagiert. Als ich merkte, was mit mir los war, war mir bewusst, dass es nur ein Schlaganfall sein konnte. Bernd sprang sofort aus dem Bett nachdem ich geweckt habe und hat 112 angerufen. Diverse Ärzte im Krankenhaus haben mir mehrmals versichert, dass ich ganz grosses Glück gehabt habe. Ich bin sehr glücklich, dass ich das ohne Nachwirkungen überstanden habe.

Kurz vor der Hitzewelle hatte ich dann einen Termin beim Kieferchirurgen. Tja, nun habe ich einen freien Platz im Esszimmer. Vorgestern wurde der Faden entfernt. Jetzt steht die Frage im Raum, was ich mit dem freien Platz machen lassen soll, eventuell unbesetzt lassen. Falls ich mich für eine Brückenlösung oder für ein Implantat entscheide – in den ersten 6 Monaten diesen Jahres hatte ich genug Arzttermine. Ich will meine Ruhe und hoffe, dass ich in der zweiten Jahreshälfte davon verschont bleibe.

Die Katzen machen uns nach wie vor viel Freude und zeigen uns auf die eine oder andere Weise ihre Zuneigung. Glinda schleppt nachts Spielzeug als ihre Darbierung durch die Wohnung und mauzt dabei laut. Manchmal höre ich das, manchmal nicht. In der letzten Nacht war es nach 1 Uhr als ich sie hörte. Der Plüschfisch lag dann heute Morgen im Arbeitszimmer. Im Moment haaren beide sehr stark. Wir vermuten, dass das eine Folge der Hitze ist.

Zurzeit geniessen wir die Abkühlung. 30 Grad war der Höhepunkt in der Wohnung, jetzt sind es nur noch 24,2 Grad. Nachts kann man wieder eine Decke vertragen und auch ein dezentes Kuscheln ist möglich.

So, dann wollen wir mal sehen, ob die zweite Jahreshälfte besser wird, persönlich. Auf politische Befindlichkeiten will ich hier und heute nicht eingehen.

Das Deutsche Drama

Tja, Deutschland ist raus aus der Fussballweltmeisterschaft, nicht zum ersten Mal. Mir ist das im Grunde egal, ich freue mich sogar, dazu am Ende mehr.

Warum mir das Ende egal ist:
Fussball interessiert mich nicht, hat mich noch nie interessiert. Während meiner Schulzeit wurde gelegentlich im Sportunterricht Fussball gespielt. Während meine Mitschüler die Regeln kannten, stand ich ratlos auf dem Spielfeld und hab nur versucht, den Ball irgendwo hinzuschiessn. Ich fand damals schon, dass Fussball total überhöht wird. Und das ist es immer noch, vermutlich sogar noch mehr als vor 60/70 Jahren.

Die Spieler verdienen ein Schweinegeld und die Fans bezahlen das mit hohen Ticketpreisen. Und auch damit, weil sie die Einschaltquoten im Fernsehen erhöhen, dadurch werden horrende Werbeinnahmen generiert, die die Sender in die Lage versetzt, horrende Gebühren für die Übertragung der Spiele zu zahlen, aus denen vermutlich wieder die „Gagen“ der Fussballer bezahlt werden.

Aus meiner laienhaften Sicht ist Fussball nur noch eine Gelddruckmaschine, es geht nicht mehr um Sport, es geht nicht mehr um Fussball selbst, Hauptsache, der Rubel bzw. der Euro und/oder der Dollar rollt. Die Fussballer und deren Manager, die Funktionäre der Verbände – alle stopfen sich die Taschen voll. Und der Pöbel bezahlt. Brot und Spiele. Und wer zuviele Spiele schaut, hat bald kein Brot mehr während Spieler und Funkionäre nicht mehr wissen, was sie mit ihrem Geld anfangen sollen.

Und warum freu ich über das Ausscheiden?: Weil jetzt Ruhe herrscht auf den Strassen. Es gibt keine Hupkonzerte mehr. Wer morgens um 3 Uhr aufstehen muss, will nicht in den späten Abend- bzw. Nachtstunden von sinnlos und lautstark durch die Gegend fahrenden Autos gestört werden. Selbst ich als Rentner, der morgens ausschlafen kann, finde dieses Gegurke und Gehupe sinnlos und störend.

Für viele Fans ist es ein Drama, dass die Deutsche Fussballmannschaft schon wieder ausgeschieden ist. Alle wissen, warum das passiert ist und was man hätte besser machen können. Deutschland hat 83,5 Millionen Einwohner. Davon sind ca. 14 Millionen unter 18 Jahre alt, bleiben noch rund 70 Millionen. Ziehen wir noch mal 10 % ab, die kein Interesse an Fussball haben, bleiben noch 63 Millionen Menschen, die sich jetzt als Fussballtrainer aufspielen. Na ja, es sind wohl eher weniger. Irgendwo in den Weiten des WWW wird sich dazu was finden lassen.

Eine Anmerkung zum Schluss: Warum muss Deutschland immer gewinnen?

Wir haben einen Zuwarmi

In den letzten Tagen war die Wettervorhersage sich nicht einig über die heute zu erreichende Tageshöchsttemperatur. Es schwankte tageweise, manchmal sogar stundenweise, zwischen 34 und 40 Grad für den Bereich Hamburg. Was will man machen? Wir müssen es im Moment so hinnehmen und uns darauf einstellen.

Was heisst es, sich darauf einzustellen?
Notwendige Einkäufe erledige ich gegen 8 Uhr morgens. Ich musste heute nochmal los weil ich 2 Zutaten für den Vietnamesischen Grilldipp brauche, hatte gestern nach den Vorräten zu schauen. Herrscht sonst morgens noch gähnende Leere im fussläufig zu erreichenden Verbrauchermarkt, wuselten da heute doch schon viele Leute rum. Na ja, ist ja auch Wochenmarkt heute, da ist eh meistens mehr los. Und der Wochenmarkt schliesst heute schon um 11 Uhr statt um 13 Uhr. Diese Entscheidung hat wohl dazu geführt, dass sich die einkaufenden Bürger schon früh auf den Weg gemacht haben.

Im Gegensatz zu gestern ist es heute windstill. Gestern konnte ich eine Weile draussen sitzen und mich vom Wind ein wenig kühlen lassen. Heute habe ich mich nach drinnen verzogen. Die Sonne kommt jetzt weiter rum und das ist unmöglich auszuhalten, selbst im Schatten. Also sitze ich jetzt am PC und schreibe shirtless über den Zuwarmi.

In der Wohnung wird heute fast gar nichts gemacht, lass es aussehen wie es will. Nur gebrauchtes Geschirr wird in die Spülmaschine verräumt. Und gleich, nachdem ich diesen Post beendet habe, werde ich den Dilldipp ansetzen damit er bis heute Abend schön durchzieht. Scharf soll ja gut bei Hitze sein.

Man soll ja viel trinken, nicht nur bei Hitze. Ich muss gestehen, dass ich das unter normalen Umständen meistens vernachlässige. Aber jetzt steht immer ein Glas agua mineral con gas bereit, ich muss nur daran denken, auch mal davon den eine oder anderen Schluck zu nehmen.

Und was machen die Katzen? Die dösen so vor sich hin, mal hier mal da. Im Internet werden ja massenhaft Tips veröffentlicht, was man den Katzen gutes antun soll. Unser Trinkbrunnen animiert sie zur Flüssigkeitsaufnahme. Meistens liegen sie dösend auf den Fliesen. Wir haben Bodenfliesen in der gesamten Wohnung und die Terrasse ist natürlich ich mit Platten belegt. Auch die Futteraufnahme haben sie eingeschränkt. Sie bekommen Trockenfutter welches für jede Mahlzeit abgewogen wird. Sonst futtern sie immer alles auf aber jetzt bleiben schon mal ein paar Stückchen liegen. Ist bei uns ja nicht viel anders, wir haben ja auch nicht so einen grossen Appetit in diesen Zeiten.

Bisher hatten wir in der Wohnung noch keine 30 Grad, aktuell haben wir im Arbeitszimmer 29,5°, das ist noch steigerungsfähig, mal abwarten, wo das heute endet.

Der Gatte hat heute eine neue Aufgabe in der Firma, er wird schon gegen 18:30 Uhr zu Hause sein statt gegen 20 Uhr. Das ist noch eine angenehme Zeit, um den Grill anzuheizen. Die Animation des Regenradars zeigt, dass wir gegen 2 Uhr in der Nacht mit Regen und Gewitter rechnen müssen. Montag gibt es dann einen Temperatursturz, dann sind nur noch 26 Grad zu erwarten, die sich im Lauf der Woche auf um die 20 Grad einpendeln sollen. Es ist also Entspannung in Sicht.

Es ist viel zu heiss


Glinda ist ja etwas mehr bepackt mit Fett und Pelz. Es ist schon auffallend, dass sie sich jetzt Schattenplätze sucht. Elphie allerdings auch, wo sie doch sonst eher die Sonnenkatze ist.

Das obige Foto von Glinda ist natürlich ein Zufallstreffer, aber es ist bezeichnend für die aktuelle Situation. Ich sollte mal Vanilleeis kaufen, das mag sie nämlich. Auch kalten Naturjoghurt liebt sie. Kürzlich klaute sie mir eine Erdbeere aus der Schale.

Vanilleeis und Joghurt bekommt sie natürlich nur in homöopatischen Mengen.

Von Fledermäusen und Gewitter


Über unserer Terrasse ist ein Loch. Begrenzt wird dieses Loch auf drei Seiten von den hohen Pappeln, auf einer Seite von der ca. 8 Meter breiten Front mit grossen Scheiben von unserer Wohnung. Gestern Abend sassen wir lange auf unserer Terrasse unter diesem Loch, durch das wir in den sommerlichen Abendhimmel schauten. An solchen Abenden stelle ich die Rückenlehne meines Stuhls in eine halbliegende Position, so dass ich bequem das Geschehen über mir beobachten kann.

Mit zunehmender Dämmerung verstummten nach und nach die Vögel. Und dann kamen sie, die Fledermäuse. Sie kreisten über uns in diesem Loch und jagten nach Insekten. Das Flugverhalten der Fledermäuse ist unverkennbar. Sie sind schnell unterwegs, ihre Flugbahn verläuft eher eckig als Rund. Man kenn das von Mauerseglern und Schwalben.

Mein Blick schweifte ab zu einem der Fenster in der Glasfront, in dem ich die Spiegelung einer Wolke entdeckte. Einen Moment hielt mich der Blick auf die Wolke gefangen weil eigentlich keine Wolken angekündigt waren. Und dann geschah es: In dieser Wolke blitzte es mehrmals. Manchmal war nur das kurze Aufflackern eines Scheins zu sehen, aber auch die Blitze selbst waren zu erkennen.

Ich drehte mich dann dahin um, wo die Gewitterwolke mit ihren Blitzen in einer Lücke zwischen den Bäumen zu sehen war. Donnern war nicht zu hören, das Gewitter musste also ziemlich weit weg sein obwohl es optisch gleich nebenan zu sein schien. Auf der App WarnWetter des Deutschen Wetterdienstes entdeckte ich die Gewitterzelle, und zwar über der Lübecker Bucht.

Wie war es nun möglich, dass wir am südlichen Rand von Schleswig-Holstein ein Gewitter über der Lübecker Bucht beobachten konnten?: Gewitterwolken können die beachtliche Höhe von über 10 km erreichen. Wenn man einen ungehinderten Blick auf die Gewitterfront hat, kann man das Gewitter also aus grosser Entfernung sehen da es sich in grosser Höhe abspielt. Das war gestern Abend der Fall.

Die rote Färbung der Wolke ist durch die Reflektion der bereits untergegangenen Sonne entstanden. Gegen 23 Uhr spielte sich das Naturereignis ab, da war die Sonne, für uns unsichtbar, bereits weit unter dem Horizont. Aber in grosser Höhe, so wie es bei der Wolke der Fall war, strahlt die Sonne noch länger.

Heute Morgen habe ich bei GoogleMaps mal nachgemessen, wie weit entfernt sich das Schauspiel abgespielt hat. Es waren ca. 77 km!

Kreislauf!

Nach dem morgendlichen Schokodrink und dem Einwerfen von zwei Pillen erledigten wir unseren Wochenendeinkauf. Wir waren etwa eine Stunde später dran als gewöhnlich an einem Samstag, dementsprechend war es recht wuselig bei Famila. Unsere Einkaufsliste war schnell erledigt, es macht wirklich Spass, mit meinem Schatz zusammen einzukaufen. Es wanderten noch ein paar Teile mehr im Einkaufswagen als auf der Liste standen. Trotzdem war es mit unter 50 Euro ein preiswerter Einkauf. Sonst ist es meistens doppelt so viel.

Zurück zu Hause musste ich mich erstmal setzen. Zum erstem Mal war mir bewusst was es heisst, dass man sich bei Hitze nicht anstrengen soll – hatte ich auch nicht – und man soll viel trinken. Ich trank ein Glas agua con gas und alles war wieder gut. Während der Gatte sich der anstehenden Reinigung der Katzenklos widmete, verräumte ich die Einkäufe.

Viel trinken ist heute natürlich angesagt. In der Wohnung haben wir 74 % Luftfeuchtigkeit. Es ist hier drinnen etwas angenehmer als draussen, also setzen wir uns erstmal nicht raus. Noch ist es bewölkt bzw. hochnebelig, es soll aber noch aufklaren. Auf der Terrasse wird es erst gegen 15 Uhr schattig, dann spenden die hohen Pappeln genügend Schatten, dass wir auch wieder draussen sitzen können.

Es ist der zweite Tag mir einem frühmorgendlichen Gewitter. Zum Glück haben wir gestern Abend die Sitzpolster der Terrassenmöbel reingenommen. Früher, als ganz viel früher, sagten wir, dass ein Gewitter nachmittags zurückkäme wenn es vor dem Mittag schon gewitterte. Das war gestern nicht der Fall und heute sieht es auch nicht danach aus.

Laut Anordnung meines Kieferchirurgen darf ich heute noch nur weiche Kost essen. Es gibt Kartoffelpü und Sempfeier, das Püree machen wir natürlich selbst. An Wochenenden gibt es ja immer Wein bei uns zum Essen, passt aber nicht, Bier auch nicht. Also gibt es mal Saftschorle.

Mein Schatz betätigt sich heute als Erinnerer, er fragt laufend, ob ich schon ausgetrunken hätte. Er holt mir jetzt gerade ein Glas Wasser damit ich nicht wieder unter Kreislauf zu leiden habe.

Jetzt auch das noch


Kurz nach meiner Rücken-OP hatte ich ja Probleme mit meinem Esszimmer. Mein Lieblingszahnarzt schleifte (oder schliff?) den Problemzahn ab und ich konnte wieder kraftvoll zubeissen. In den letzten Wochen merkte ich aber, dass der Zahn nicht in Ordnung ist. Ich hatte zwar keine Schmerzen, aber da war was. Mein Lieblingskieferchirurg war bereits informiert worden.

Jetzt war mir die Sache zu unsicher. Ich vermied das Kauen auf der rechten Seite weil ich befürchtete, dass ich den Zahn plötzlich in mehreren Teilen im Mund hätte. Ein Termin bei Dr. Preusse war schnell gemacht. Er sah sich das Röntgenbild an, was ihm mein Zahnarzt geschickt hatte, auf dem aber nichts zu sehen ist. Und jetzt wurde es unangenehm: Mit irgendwelchen Gerätschaften wurde unter dem Zahnfleisch „getastet“, und es wurde festgestellt, dass der Zahn lose ist. „Soll ich den gleich rausnehmen?“ – „Wenn du jetzt Zeit hast, mach ihn wech!“. Ich bekam zwei Betäubungsspritzen und zog dann in den OP-Raum um.

Das OP-Besteck lag schon zugedeckt bereit. Zugedeckt vermutlich deshalb, damit es steril bleibt und der Patient bekommt nicht gleich einen Schock wenn er die Folterinstrumente sieht. Mein Gesicht wurde steril abgedeckt. „Bitte die Zange!“ Tja, und dann war das Übel draussen. Mit ein paar Stichen wurde das Loch vernäht und ich bekam Anweisungen, was ich die nächsten Tage darf, welche Medikamente ich nehmen soll usw.

Jetzt heisst es wieder zwei Tage nur Flüssignahrung, also Suppe. Freitag und Samstag weiche Kost, wie Brei oder Pasta. Sonntag darf ich wieder normal essen. Zähneputzen rund um die Wunde bis zum Fadenziehen ist untersagt. Und ihr könnt mir glauben, ich höre auf das, was Dr. Preusse mir sagt! Zum Schluss bekam ich wieder ein Lob mit auf den Weg: Ich hätte mich, wie sonst auch, total entspannt verhalten.

Irgendwann wird die Frage auftauchen: Was mach ich mit der Lücke? So lassen? Eine Brücke? Ein Implantat?
Auf Lücke ist eine kosmetische Frage, sieht man sie wenn ich lächel? Wenn ja, stört mich das? Für eine Brücke werden die beiden benachbarten Zähne abgeschliffen und überkront. Zähne, die in Ordnung sind, kaputtmachen? Ein Implantat ist aufwendig und die Nachwehen sind nicht nicht zu verachten. Mal gucken, wozu ich mich entscheiden werde.

Stark bewölkt

War für ein Wetter! Gestern hatte ich ja Glück. Gleich nach dem Aufstehen ging ich zum Wochenmarkt, wir brauchten grünen Spargel, wir hatten uns nämlich in den Kopf gesetzt, dieses Gericht zu essen. Und da die Spargelsaison sich dem Ende nähert, war es Zeit, sich die grünen Stangen zu besorgen. So lange ich unterwegs war, war es jedenfallst trocken.

Das Wetter wurde dann auch nicht wirklich gut. Regenschauer, Sturmboen, sekundenlange Sonnenstrahlen, nee, das ist nicht mein Wetter. Sehnsüchtig schaute ich von drinnen auf die nasse Sitzgarnitur auf der Terrasse.

Heute sieht es nicht besser aus, ausser, dass es nicht so stürmisch ist. Der Gatte sagte gerade, dass es heller würde. Kaum hatte er es ausgesprochen, fielen wieder Regentropfen.

Vom letzten Wochenende stand noch der schwere gusseiserne Schmortopf in der Küche. Er wird sonst im Keller geparkt. Der Anblick lud dazu ein, heute mal wieder Rouladen zu machen. Der Sommer ist ja eigentlich keine Rouladenzeit, jedenfalls nicht bei uns. Die gehören im Herbst und Winter gegessen. Aber gut, das Wetter passt ja gerade.

Morgen muss ich den schweren Topf dann von den Rückständen befreien, ist eine doofe Arbeit, denn in die Spülmaschine darf der nicht. Das nächste Wochenende verspricht ein heisses zu werden. Der Topf darf dann jetzt, hoffentlich bis zum Herbst, in den Keller.

Gerade jetzt haben wir Sekundensonne, der Gatte äussert sich: Es wird wieder heller. Währenddessen sehe ich durch das Fenster in seinem Rücken die nächsten Regenwolken auf uns zutreiben. So wird das wohl den ganzen Tag bleiben, ein idealer Tag für ein wenig Wellness und ein Wannenbad während die Rouladen im Ofen garen.