Archiv der Kategorie: Rezepte

Gemüsepfanne mit Hähnchen


Man könnte auch sagen: Hähnchenpfanne mit grünem Spargel. Denn grüner Spargel ist das Gemüse, welches in diese Pfanne kommt. Wegen dem Spargel ist es ja eigentlich ein saisonales Essen, denn grünen Spargel bekommt man nicht immer. Vielleicht kann man auch Zuckerschoten oder anderes Gemüse dazu nehmen. Egal, wir nehmen grünen Spargel – so es denn welchen zu kaufen gibt. Und den gab es in der vergangenen Woche bei Lidl. Dieses Rezept wäre vielleicht eine Alternative für die Damen, die ein Problem mit der Fischsauce haben, die ja ein Bestandteil der Hähnchenpfanne mit Zuckerschoten ist. zum Rezept: Weiterlesen

Hähnchenbrust und Balela-Salat


Wir haben einige Gerichte, die nicht gerade unter den Betriff „Hausmannskost“ fallen, die bei uns aber mehr oder weniger regelmäßig auf den Tisch des Hauses kommen, sozusagen unsere ganz persönliche Hausmannskost. Man könnte auch sagen Männerhaushaltkost. Neuem Gegenüber sind wir immer sehr aufgeschlossen. Allein an den Zutaten kann ich einschätzen, ob wir das mögen oder nicht. Den Libanon-Reis lassen wir aber zukünftig weg. Mein Mann meint, der schmeckt nach Popcorn. Und das Italian Beef Stew, zu dem wir den Popcornreis gegessen hatten, war in unseren Augen eher ein Gulasch, nichts besonderes also. Deshalb habe ich beide Gerichte hier auch nicht veröffentlicht. Was gestern auf unseren Tisch kam, kommt aber auch in mein persönliches Kochbuch. Weiterlesen

Gebackene Zauberei


Hokuspokus Fidibus, dreimal schwarzer Kater! Bei diesem Spruch bedarf es noch ein paar magischer Bewegungen mit dem Gewand einer Jungfrau bei Vollmond – und fertig ist der Zauberkuchen. Aber wo krieg ich eine Jungfrau her? Irgendeinen Fummel könnte ich mir vielleicht zurechtschneiden und mir überwerfen, aber damit mutiere ich nicht wieder zu einer Jungfrau. Außerdem haben wir nicht nur bei Vollmond Appetit auf Kuchen. Kuchen geht immer, denn: Kein Kuchen ist auch keine Lösung! Weiterlesen

Familienrezept ohne Namen

Und ohne Bild auch.

Ich war ja kürzlich bei unserer kleinen Familie in MG (NRW) und unsere süße Schwiegertochter servierte an einem Abend ein Gericht, welches ihre Mutter schon gekocht hat. Und wer weiß, auf welchen Weg das Gericht zur ihr gefunden hat. Ich werde sie danach befragen müssen. Der Hauptbestandteil, um den es hier geht, ist Fleisch, Schweinefleisch, z.B. Schweinerückensteak. Die NRWler oder MGler sagen auch Lummer dazu. Weiterlesen

Geflügelleber in Sherrysauce


Innereien – für viele Menschen ein absolutes no go. Bei uns gehört dieses Rezept seit vielen Jahren zum Standardessen. Die Datei, in meinem privaten Kochbuch auf der Festplatte, trägt die Jahresangabe 1999. Diese Fotos aus dem Jahr 2012 hätten sich gut für das gestrige Halloween geeignet. Stattdessen gab es ein kurzes Video von meiner Wenigkeit. Damit hätte ich mich für die Rolle des Koukol im Musical „Tanz der Vampire“ bewerben können. Hier geht es aber um das o.g. Rezept. Weiterlesen

Hackbällchen


Zum Abendessen gibt es bei uns in der Woche immer Brot, gebacken im Brotbackautomaten. Ein Brot reicht für 3 Tage. Nun war es so, dass mein Liebster vor ein paar Tagen Geburtstag hatte, so mitten in der Woche. Und dann einfach nur Brot essen? Nee, das geht nicht. Ich überraschte ihn zum Abendessen mit Hackbällchen in einer Sherrysauce. Eigentlich gehört Rotwein an die Sauce, aber den trinken wir lieber pur als ihn mit Sauce zu versauen. Sherry geht auch.
Das Gericht kann man gut fertig vorbereiten und später aufwärmen.

Zutaten
für die Bällchen:
700 g Rinderhack
1 Ei
nach Gefühl:
Semmelbrösel
gehackter Rosmarin
Thymian
scharfer Senf
Knoblauch – wg. Arbeit am nächsten Tag 1 Zwiebel
geschredderte getrocknete Chilischoten
Harissa
Pfeffer, Salz

Für die Sauce:
1 Zwiebel
1 ordentlicher Schuss Sherry, so ca. 150 ml, oder auch mehr
200 – 300 ml Gemüse- oder andere Brühe
Tomatenmark
entkernte Oliven

Für obendrauf:
1 Fetakäse
Schnittlauchröllchen
1 frische Chilischote, in Ringe geschnitten

Die Zutaten für die Bällchen zu einem Teig verarbeiten, nach eigenem Geschmack und Gefühl würzen.
Den Teig zu Bällchen knödeln, diese in einer Pfanne mit Butterschmalz oder Olivenöl braten, aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

Im Bratenfett die Zwiebel und Oliven schmoren und einen ordentlichen Strang Tomatenmark reinquetschen, mit dem Sherry ablöschen und mit der Brühe auffüllen, ca. 10 Minuten einköcheln.

Die Hackbällchen in die Sauce geben und alles zusammen erhitzen. Oder einen Deckel auf die Pfanne und so stehenlassen und später alles zusammen erhitzen, nämlich dann, wenn man essen möchte.

Vor dem Servieren die Bällchen mit zerbröseltem Feta, Schnittlauchröllchen und Chiliringen bestreuen, dazu Baguette oder anderes Brot reichen. Und natürlich den Rotwein nicht vergessen.

Shakshuka


Ich musste feststellen, dass die sozialen Medien durchaus in der Lage sind, den Horizont zu erweitern. Hier geht es gerade ums Essen und dementsprechende Rezepte.

Seit einiger Zeit bin ich ja auch bei Instagram und da geht es ähnlich zu wie bei den Blogs: Man klickt hier und da und findet dieses und jenes und wenn es gefällt, folgt man meinem Account. Und auf diesem Weg fand ich themediterraneandish, dahinter steckt Suzy, sie wurde in Port Said geboren. Suzy führt auch ein Kochblog, in welchem sie ansprechende und appitmachende Fotos ihrer Gerichte zeigt, natürlich mit den dazugehörigen Rezepten und weiteren Informationen über das betreffende Gericht.

Die mediterrane Küche reizt mich sehr, allein schon wegen der tollen Gewürze, die rund um das Mittelmeer zu finden sind – und nicht nur Pfeffer und Salz. Deshalb stöberte ich interessiert in Suzys Kochblog und fand in Shakshuka ein schnelles und einfaches, dennoch aber recht schmackhaftes Gericht, welches ursprünglich aus Tunesien stammen soll.

Das Rezept bei Suzy reicht uns aber nicht für eine komplette Mahlzeit, gestandene Männer benötigen ordentlich was hinter die Kiemen. Deshalb hier meine Version von Shakshuka:

Zutaten:
1 grüne Paprika
1 Dose gestückelte Tomaten
1 Dose Mais
1 Dose rote Bohnen oder Chilibohnen
1 Zwiebel und Knoblauch
Olivenöl
4 Eier
Salz und Pfeffer
Rosenpaprika
Koriander in Pulverform
Kreuzkümmel
Harissa
Chilischotenringe oder getrocknete Chilischotenbrösel
viel Petersilie
etwas frische Minze
frischer Koriander

Zubereitung:
Zwiebel und Knoblauch klein schneiden und in etwas Olivenöl anschmoren, geschnittene Paprikaschote und Gewürze zugeben, alles zusammen ein paar Minuten dünsten, schmoren, oder wie auch immer man das nennt.
Gestückelte Tomaten, Mais und Bohnen und Koriander zugeben, ggf. nochmal abschmecken und mit den Gewürzen ergänzen, die Masse einkochen damit sie breiig wird und weniger Flüssigkeit hat.
Wenn man meint, die Konsistenz sei ok, mit einem Kochlöffel 4 Vertiefungen in die Masse drücken und je ein Ei hineingleiten lassen. Deckel auf die Pfanne drauf und warten, bis das Eiweiß genügend gestockt ist. Vor dem Servieren mit Petersilie und Minze bestreuen.

Für die Gewürze und Kräuter habe ich keine Mengenangaben gemacht, ich würze „nach Gefühl“ und probiere, ob es mir so gefällt oder nicht. Wenn nicht, wird eben noch etwas Gefühl investiert. Ein Spritzer Zitronen- oder Limettensaft könnte auch nicht verkehrt sein.

Mit dem Ei habe ich noch ein Problem: Ich kriege es nicht hin, dass das Eigelb noch halbwegs flüssig und das Eiweiß gestockt ist. Daran muss ich noch üben. Lieber lass ich das Shakshuka etwas länger in der Pfanne – denn glibberiges Eiweiß mögen wir nämlich nicht. Bernd meinte gestern, dass man das Ei eigentlich auch weglassen könnte. Aber gerade das gesamte Gericht mit den Eiern drin sieht doch sehr appetitlich und ansprechend aus – wenn man das denn so hinbekommt wie bei Suzy.

Damit wir auch wirklich satt werden, gibt es noch Fladenbrot oder Baguette dazu.

Focaccia


Die Nachbarn hatten zum Klönabend gebeten. Gereicht wurden eine internationale Käseauswahl und Scampi Aioli. Als die Einladung erfolgte, bot ich spontan an, ein Focaccia zu backen.

Das Focaccia ist ganz einfach zuzubereiten. Es eignet sich gut als Beilage zu vielen Gerichten, u.a. auch als Beilage zum Grillen.

Man nehme für den Teig:
400 g Mehl aus einer undichten Mehltüte
1 TL Salz
1 Tütchen Trockenhefe
1/4 Liter Wasser
2 EL Olivenöl

Mehl, Salz und Hefe miteinander vermischen, Wasser und Olivenöl zugeben und mit den Knethaken des Handmixers oder mit der Küchenmaschine zu einem Teig kneten.

Eine Spring- oder Pizzaform mit Olivenöl einpinseln, den Teig hineingeben und zurechtdrücken, 1 Stunde an einem warmen gehen lassen.

Mit einem Teelöffel Vertiefungen in den Teig drücken und die Oberfläche mit Olivenöl einpinseln, im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca. 30 Minuten backen.

Der Teig lässt sich nach eigenem Geschmack mit Gewürzen und/oder Kräutern, Körnern/Kernen, Oliven usw. variieren, die Zutaten einfach mit einkneten. Das obige Focaccia habe ich vor dem Backen mit groben Meersalz bestreut.

Vietnamesischer Grilldip


Es ist Sommer, jedenfalls wenn es nach dem Kalender geht. Das Wetter ist leider anderer Meinung. Wenn man der Wettervorhersage von wetteronline.de für seine Region folgt, kann man Glück haben, dass man tatsächlich ein Sommerloch erwischt und man kann sich mit Grillgut eindecken. Wenn die Vorhersage danebenliegt, lässt sich das Fleisch immer noch einfrieren.

Gestern war so ein Loch mit viel Sonne und angenehmen Temperaturen, so wie es vorhergesagt war. Wir hatten uns mit Hähnchenbrust, Rinderhüfte und Cevapcici versorgt. Einzig die Cevapcici waren gewürzt. Fleischscheiben kaufen wir immer „naturel“, nämlich nicht mariniert, weil man davon in den meisten Fällen nämlich nichts mehr schmeckt. Wir würzen das Fleisch nach eigenem Geschmack sobald es gar auf dem Teller liegt.

Eine Würzsauce gehört seit ein paar Jahren zum Standardprogramm bei uns, der Vietnamesische Grilldip. Er ist schnell angerührt und lässt sich dem persönlichen Geschmacksempfinden anpassen:

Zutaten für die Basis:
2 EL Asiatische Fischsauce
2 EL Wasser
1 EL brauner Rohrzucker

Schön durchrühren bis der Zucker aufgelöst ist.

Dann kommen dazu (nach eigenem Geschmack und Empfindlichkeit):
kleingehackte Koreanderblätter
in Ringe geschnittene Chilischoten

Ringe von Chilischoten haben wir immer eingefroren, Koreander jetzt gerade auch, weil man von einem Bund nicht so viel benötigt.

Der Dip kann gern schon am Tag vorher zubereitet werden und ordentlich durchziehen, wenn man denn sicher ist, dass am nächsten Tag auch Grillwetter ist. Aber auch spontan lässt sich der Dip gut verwenden, dann nimmt man eben ein paar Blätter und Ringe mehr.

Guten Appetit!