Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Otte muss weg!

Es ist ein Skandal: Ein Mitglied der CDU. Vorsitzender der Werteunion, lässt sich von der AfD, wenn den Kackbraunen, die Kanditatur zur Wahl zum Bundespräsidenten antragen. Und Herr Otte stimmt auch noch zu, es sei schließlich eine Ehre – so sagt er. Herr Laschet hat recht wenn er sagt, dass das eine Schande ist. Wie ich oben schon sagte, es ist nicht nur eine Schande, es ist ein Skandal.

Ein Parteiauschlussverfahren wird jetzt eingeleitet. Und das ist gut so! Wer mit der AfD kungelt, hat in der CDU nichts zu suchen, auch nicht in den anderen Parteien. Ich bin jedenfalls auf das Ergebnis der Stimmenauszälung gespannt wenn die Bundesversammlung den Bundespräsidenten wählt. Man muss wohl davon ausgehen, dass die von der AfD für die Bundesversammlung nominierten Personen diesem Otte ihre Stimme geben. Man muss wohl auch damit rechnen, dass es Mitglieder der Bundesversammlung gibt, die auch diesem Otte ihre Stimme geben.

Zurzeit verfolge ich die Aktiviäten der Rechten sehr aufmerksam. So gab es z.B. am Wochenende eine Querdenker- und Impfgegnerdemonstration in Hamburg. Ein etwa 50 Personen starker Neo-Nazi-Block hat dort „mitdemonstriert“, ohne dass sich die Veranstalter davon distanziert haben. Auch das ist ein Skandal, dass diese Personen ungehindert mitlaufen konnten.

WIR sind zwar in der Überzahl gegenüber Nazis, Kackbraunen, Querdenkern, Schwurblern und Impfgegnern. Aber was, wenn sich diese MenschenLeute einen für sie günstigen Moment aussuchen und plötzlich versuchen, das Ruder in ihrem Sinn herumzureißen und mit Waffengewalt versuchen, die Staatsgewalt ansichzureißen? Ich kann nur hoffen, dass die Staatsgewalt dann auch mit aller ihr ausgestatteter Gewalt darauf reagiert.

Ich muss zugeben, dass ich zurzeit verunsichert bin über das, was um mich herum geschieht.

Das Oberhaupt

Ich bin ja vor fast 25 Jahren aus fianziellen Gründen aus der Kirche ausgetreten, einen Glauben, an was auch immer, habe ich mir bewahrt. Aber darauf möchte ich nicht näher eingehen. Das ist eine persönliche Sache.

Die katholische Kirche hat mir noch nie nahegestanden und tut es heute noch viel weniger. Andererseits bin ich vom Vatikan, also von den Strukturen, fasziniert. Vieles scheint sehr geheimnisvoll zu sein und es ranken sich ja viele Gerüchte um die Interna.

Das Oberhaupt der Katholiken weltweit ist der Papst, so wird gesagt. Es scheint so, dass der eremitierte Papst Benedikt XVI. in seiner Zeit als Erzbischof von München und Freising sexuelle Straftäter gedeckt hat, was er bisher abstreitet. Was er gesagt hat, dass er für die Missbrauchopfer beten will. Das wird den Opfern ganz sicher helfen: Ah, der Papst betet für mich, nun ist alles vergessen und vergeben, alles ist gut!

Bei diesen Überlegungen kam ich auf die Frage, ob ein Papst beichten kann. Als gemeiner Gläubiger, der beichten will, geht in eine Kirche, setzt sich in einen Beichtstuhl und redet sich seinen Kram, den er loswerden will, von der Seele. In welchen Beichtstuhl setzt sich ein Papst? Wer sitzt dann auf der anderen Seite der Wand und sagt dem Papst, was er nun zu tun hat um sich von seinen Sünden reinzuwaschen? Oder ist der Papst nur noch Gott verpflichtet, dem er sich im Gebet öffnet? Sicher wird das in den jahrhundertealten Statuten des Vatikans geregelt sein, zum Vorteil des Papstes. Denn wer überwacht das Oberhaupt wenn es beichtet? Betet der Papst wirklich? Kontrolliert ihn jemand?

Ich erwarte von meinen Leserinnen und Lesern keine Antwort auf diese Fragen. Wer weiß denn schon, was im Vatikan hinter verschlossenen Türen vor sich geht? Aber vielleicht gibt ja einige Ideen zu dem Thema.

Kein Interesse

Ich beabsichtige, 2 Konten bei einer Bank zu kündigen. Die Bank bietet hier im Ort keinen persönlichen Service mehr an, nur auf Termin. Trotzdem muss ich über 4 Euro/Monat Kontoführungsgebühr bezahlen. Um die Sache zu beschleunigen, wollte ich vor Ort in der Filiale die Kündigung durchführen und bat telefonisch um einen Termin.

Der Filialleiter rief dann auch zurück, nachdem ich auf dem AB darum gebeten hatte. Er bat mich, die Kündigung schriftlich zu machen und den Brief „durch den Schlitz zwischen den Glastüren zu werfen“. Ich sollte also eine Kündigung schreiben, zur Filiale gehen und den Brief dort „einwerfen“. Daraufhin sagte ich ihm, dass ich das ja auch in der Filiale im persönlichen Gespräch machen könne. „Daran habe ich kein Interesse“, so der Filialleiter wörtlich.

Da bin ich zum HB-Männchen geworden, und glaubt mir, ich kann laut werden. Natürlich hat er kein Interesse daran, für einen abspringenden Kunden noch Service zu leisten. Und so groß ist der Umsatz auf dem Mietekonto auch nicht (das Sparkonto habe ich schon geplündert).

Nach dem Login auf der Homepage der HVB steht ganz groß in fetten Buchstaben „Wir sind immer für Sie da“ – allerdings wohl nur für Kunden, die bei der Stange bleiben. Eine Nachricht über das unangemessene Verhalten des Herrn G. habe ich direkt an die Bank geschickt.

Der Fall Novak Djokovic

Die Nummer 1 der Tenniswelt, Novak Djokovic, wird derzeit an der Einreise nach Australien gehindert, wo in der nächsten Woche die Australian Open ausgetragen werden. Novak Djokovic hat sich mit falschen Angaben die Einreise nach Australien erschlichen. Er schiebt das auf sein Management, er hätte gar nichts gesagt/gemacht, wie auch immer. Heute Nacht (europäischer Zeit) soll eine finale Anhörung vor einem Gericht stattfinden. Die Enscheidung des Gerichts ist dann bindend. Entweder muss Novak Djokovic das Land wieder verlassen oder er darf am Tennistunier teilnehmen. Ich hoffe auf einen negativen Bescheid für Novak Djokovic.

Australien hat sie von Anfang an ziemlich strenge Auflagen bezüglich Corona auferlegt. Personen, die in Quarantäne waren und erwischt wurden, wie sie ihr Hotelzimmer verlassen haben, wurden „eingefangen“ und bestraft.

Unsere Freunde, die im März 2020 eine Kreuzfahrt mit der Artania machen wollten, haben die Strenge der Australier am eigenen Leib erfahren müssen. Das Ehepaar wurde getrennt. Der Mann (angeblich negativ) wurde unter Polizeischutz im Bus mit anderen Passagieren zum Flughafen gebracht. Die Frau (positiv) kam erst in ein Krankenhaus und später in Quarantäne in ein Hotel, alles unter strengsten Sicherheitsauflagen.

Wenn jetzt einem Tennisspieler, der sich unter falschen Angaben die Einreise erschlichen hat, die endgültige Einreise gestattet und die Teilnahme am Turnier ermöglicht werden sollte, ist das ein Schlag ins Gesicht der Australischen Einwohner. Zurzeit sitzt er ja wieder im Abschiebehotel „unter menschenunwürdigen Bedingungen“. Ich kann nur hoffen, dass er sein derzeitiges Domizil nur verlassen darf, um die Heimreise anzutreten. Wenn er am Tennistunier teilnehmen darf, kann man wieder mal nur noch sagen: Geld regiert die Welt!

Grinsekatze


Dieses Grinsen sagt alles: Ich habs geschafft und liege auf der Lieblingsjeans, auch wenn sie noch etwas feucht ist.

Natürlich grinst eine Katze nicht wirklich. Es ist die Form des Mauls, von der Seite betrachtet sieht es aus, als würde die Katze grinsen.

Es geht wieder los


Nach dreiwöchiger Feiertagspause hat Claudia ihr kleines Fitnessstudio wieder geöffnet. Das Studio ist für mich in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen. Es befindet sich in der Hafencity in der kleinen Stadt an der Elbe, direkt am Wasser. 1 Mal in der Woche gehe ich dort Donnerstags zur Rückenfitness, morgens um 9 Uhr.

Aus den großen Fenstern schaut man auf den ehemaligen Hafen. Abhängig von der Jahreszeit sieht man die Fische springen, Kormorane nach Futter tauchen, Enten und Möwen ziehen ihre Kreise auf dem Wasser. Und am Ufer gegenüber steht oft ein Reiher im Schilf.

Es ist schwer, sich bei dem Anblick auf die Übungen zu konzentrieren. Wenn wir dort eine Wohnung hätten, würde ich mir einen schönen Platz am Fenster einrichten und eine gemütliche Ecke auf dem Balkon, um das Treiben auf dem Wasser beobachten zu können.

Die wöchentliche Übungsstunde bekommt mir und meinem Rücken sehr gut. Bei Claudia hat die Stunde wirklich 60 Minuten und nicht nur 45 wie es sonst üblich ist. Ich hätte auch die Möglichkeit, zu zusätzliche Übungsstunden zu gehen. Aber mir passt es gut, gleich morgens um 9 Uhr dort den Tag zu beginnen.

Ich hoffe sehr, dass es nicht wieder zu Einschränkungen kommt und das Studio wieder geschlossen werden muss. Im Moment ist ja alles wieder sehr unsicher.

10 Minuten

Ich freue mich ja um jede Minute später eines Sonnenuntergangs im Winter. Seit dem 24. Dezember bis heute geht die Sonne schon 10 Minuten später unter. Ich merke es daran, weil unsere Lichtinstallation in der Wohnung und auf der Terrasse so eingestellt ist, dass 15 Minuten vor dem Sonnenuntergang das Licht angeht. Wenn ich dann auf die Uhr schaue, wissend, dass die Tage langsam wieder länger werden, kann ich das also nachvollziehen.

Natürlich geht die Sonne auch morgens früher auf. Da habe ich aber nicht die direkte Vergleichsmöglichkeit. Morgens interessiert mich das auch weniger. Aber abends, bzw. jetzt ist es mit 15:56 ja noch nachmittags, erfreue ich mich an jeder Minute längeren Tageslichts.

Neujahrskonzert

So, da bin ich wieder, heute am Neujahrstag das erste Mal in 2022.

Das Neujahrskonzert in Wien im alterwürdigen Musikvereinsaal in Wien ist ja allgemein bekannt. Es gibt die Tradition in vielen Familien, sich die Übertragung des Konzerts am Neujahrstag live im Fernsehen anzuschauen bzw. anzuhören.

Neujahrtskonzerte gibt es aber nicht nur in Wien. Durch Zufall entdeckte ich, dass es auch ein solches in Venedig gibt, und zwar im Gran Teatro La Fenice. Durch eine Brandstiftung brannte das Theater 1996 bis auf die Grundmauern nieder. Im Jahr 2004 konnte der Opernbetrieb wieder aufgenommen werden. Das Gran Teatro La Fenice gehört zu den Häusern, in dem ich mir gern mal eine Operninszentierung anschauen würde.

Aber zurück zum Neujarskonzert, welches leider nicht live übertragen wurde. Der Chor trat mit Masken auf und trug diese auch während der Chorstücke. Ausgenommen Blech- und Holzbläser, trug auch das Orchester Masken. Die Solisten kamen mit der Maske auf die Bühne, nahmen sie aber für ihre Darbietungen ab.

Präsentiert wurde Arien von Verdi, Puccini und Rossini. Der berühmte Gefangenenchor aus Verdis Oper Nabucco durfte natürlich auch nicht fehlen.

Als Sopranistin brillierte Pretty Yende aus Südafrika, die auch bereits an der Met in New York gesungen hat. Ihr zurseite stand der Tenor Brian Jagde aus Amerika. Er sang unter anderem die Arie Nessun Dorma aus der Oper Turandot von Puccini. Noch während er die letzten Töne dieser Arie ins Parkett schmetterte, hub das Publikum zum Beifallsstürmen an.

Am Schluss des Konzerts wurde das Brindisi aus der Oper La Traviata gesungen, ein fetziges Trinklied, zu welchem das Publikum im Takt klatschte. Man kennt das aus dem Neujahrskonzert in Wien wenn der Radetzkymarsch gespielt wird.

Ich war angemessen beeindruckt von diesem Konzertausschnitt. Ich werde mal gucken, ob ich davon einen gesamten Livemitschnitt finde.