Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

ESC 2022

Der Gewinner stand wohl schon lange fest: Ukraine. Es war eine politische Entscheidung. Bei aller Solidarität für das vom Krieg gebeutelte Land – ich habe nicht dafür abgestimmt. Das Lied war schwach, jedenfalls in meinen Augen. Ich habe auf der ESC-App 4 Stimmen abgegeben: 2 x England und jeweils 1 x für Schweden und Moldawien.

Mit England befand ich mich in guter Gesellschaft mit der Jury-Abstimmung, die England auf den 1. Platz hievte. Erst ganz am Ende wurde England von der Ukraine überholt – weil das Fernsehvolk das so wollte. Man kann darüber denken wie man will, ich fand das unangemessen.

Deutschland hat mal wieder die Schlusslaterne bekommen – unverdient wie ich finde. Mein absolutes schlechtestes Lied ist das von Serbien, die Frau, die breitbeining vor einer Waschschüssel sitzt, so dass man jeden Moment befürchten muss, sie wäscht gleich ihre Muschi. Ganz schlimm!

Im nächsten Jahr soll der ESC also in Kiew stattfinden. Man wird sehen.

Eintausendsechshundert Meter

Das erste Etappenziel habe ich heute erreicht, nein, sogar ein wenig überschritten. Vorgenommen hatte ich mir, heute 1.500 Meter = 30 Bahnen zu schwimmen. Aber als ich so vormichhinschwamm merkte ich, dass es ganz gut läuft. Zwei Bahnen schaffst du noch, dann bist du knapp über dem, was du dir vorgenommen hast.

Zischen dem, was ich mir vornehme, und der Realität klafft manchmal eine Lücke. Das merke ich meistens schon recht frühzeitig. Es läuft dann einfach nicht, besonders, wenn auch noch Treibholz im Weg ist und ich aufpassen muss, dass ich das nicht touchiere und ich deshalb Kopf und Hals nicht ganz so optimal halten kann, wie es eigentlich sein sollte. Zum Glück hat man die Bahn für die „Halbschnellschwimmer“ erweitert, so dass, bei gegenseitiger Rücksichtnahme, ein gefahrloses Überholen möglich ist.

Heute lief alles optimal. Ich habe das schon öfter festgestellt, dass ich es nach einem Tag Schwimmpause leichter habe. Jetzt werden es drei Tage. Morgen hat der Gatte frei, da schlafen wir aus, Sonntag sowieso und montags wird das Schwimmbad erst um 10 Uhr geöffnet.

Dienstag stehe ich wieder auf der Matte, sprich am Beckenrand, setze meine Schwimmbrille auf und los geht es. Das nächste Etappenziel ist 2.000 Meter. Das sind nur 8 Bahnen mehr, das muss doch nächste Woche zu schaffen sein.

Na, geht doch!

Mit einer neuen Schwimmbrille, die ich gestern noch in der Sportabteilung des örtlichen Kaufhauses gekauft hatte, stieg ich heute in die Fluten und legte los.

wolkig
Wasser: 24,1°
Luft : 15,4°
Leichter Dunst waberte über dem Schwimmbecken

Mein Ziel war es, heute 1.000 Meter zu erreichen. Aber während ich so schwamm lief es ganz gut und ich hatte ich den Ehrgeiz, diese Marke zu überschreiten. Also hängte ich noch 2 Bahnen dran und hatte dann 1.100 Meter geschafft. Nach zwei Jahren Schwimmpause finde ich, dass das ein gutes Ergebnis ist.

Morgen ist Schwimmpause weil ich dann zur Wirbelsäulengymnastik bei Claudia gehe. Schwimmen ist dann wieder Freitag.

Draussentag mit Katzen


Wenn das Wetter es zulässt, bin ich fast nur auf der Terrasse. Lesestoff habe ich reichlich auf dem E-Reader. Da die hohen Pappeln auch Schatten werfen, sitze ich nicht in der prallen Sonne. Trotzdem werde ich schnell braun, das ist erblich. Und trotz Schatten tankt man ja auch noch Vitamin D.

Die Katzen sind dann mit mir draussen. Sie verjagen die Krähen von der Vogeltränke, jagen Insekten hinterher, beobachten die Meisen, wie sie ein- und ausfliegen, oder sie dösen auch nur so rum, das würden sie drinnen ja auch machen.

Und ja, sie gucken auch über die Kante. Manchmal lässt Elphie auch die Vorderpfoten runterhängen. Dann werden wir doch leicht nervös. Auf dem Zinkblech findet sie mit den Krallen der Hinterläufe wohl kaum halt.

Draussen sind unsere süssen Mäuse nur, wenn wir ein Auge auf sie haben können. Wenn eine runterfallen sollte, könnten wir nicht so schnell zupacken und das verhindern. Aber wir wissen dann, dass wir unten nach dem Rechten gucken müssen. Ich hatte kürzlich von einer Katze gelesen, die vom Dach in der 3. Etage gefallen und unten dann fröhlich davongelaufen ist.

Endlich Anschwimmen

Seit 2 Jahren war ich das erste Mal zum Schwimmen. Eigentlich wollte ich ja schon in der vorigen Woche ins Freizeitbad, aber die Schnellgrippe machte mir eine Barriere in die Schwimmbahn, will sagen, einen Strich durch die Rechnung.

Es war allerdings sehr verhalten heute. Hätte ich meine Ausrüstung man schon eher geprüft und nicht im letzten Moment bevor ich das Haus verliess. Als ich das Badehandtuch auseinanderrollte, in welchem ich die Utensilien aufbewahre, fiel mir als erstes meine Schwimmbrille in die Hände. Der Riemen, mit dem die Brille am Kopf befestigt wird, war total vergilbt. Die Reissfestigkeit habe ich gar nicht erst geprüft, das Ding sah ekelig aus. Mit sowas gehe ich doch nicht schwimmen, ein wenig Stil muss schon sein.

Die Badehose machte verdächtige Geräusche, das Gummit im Bündchen knisterte beim Auseinanderziehen. Wenn ich diese Hose angezogen hätte, wäre sie mir mit Sicherheit in die Kniekehlen gerutscht und man hätte mich des Schwimmbads verwwiesen. Der Trend geht natürlich zur Zweithose. Eine Badehose hatte ich noch im Schrank. Also war das Schwimmen gesichert, wenn auch ohne Brille.

Köpfchen übers Wasser beim Schwimmen ist ungesund (vom Schwänzchen soll hier nicht die Rede sein). Ich schwimme immer mit gestrecktem Hals, also unter Wasser. Natürlich hebe ich den Kopf zum Atmen kurz aus dem Wasser. Aber ohne Schwimmbrille ist das alles blöd. Ich entschied mich für eine Kombination: Ein paar Züge Köpfchen hoch, ein paar Züge Köpfchen unter Wasser. Das war nicht optimal, aber ich schaffte immerhin 800 Meter.

Jetzt gehe ich gleich ins Dorf und kaufe eine neue Schwimmbrille. Eine Zweitbadehose ist schon bestellt.

8. Mai

Der Tag der Befreiung hat in diesem Jahr eine doppelte Bedeutung, jedenfalls für Schleswig-Holstein:

Die Schleswig-Holsteiner, die Leute zwischen den Meeren, haben sich von der kackblauen AfD befreit. Sie ist nach der gestrigen Landtagswahl nicht mehr im Landtag vertreten.

Hoffen wir, dass das auch in anderen Bundesländern passieren wird.

Um 18 Uhr sah das mit 4,9 Prozent ja noch etwas unsicher aus. Zum Glück hat sich das dann im Laufe des abends nach unten stabilisiert.

Pizzasonntag


So ein Pizzastahl ist schon toll. Und eine selbstgemachte Pizza, oder neudeutsch DIY-Pizza, schmeckt phantastisch. Beim Belag sind der Fantasie und dem persönlichen Geschmack keine Grenzen gesetzt.

Meine heutige Zusammenstellung besteht, neben der üblichen Tomatenpampe und dem Käse, aus Mozzarella, Sardinen, Kalamataoliven und milden Chilischoten. Bei der nächsten Pizza werde ich den Mozzarellakäse weglassen.

1 Flasche Prosecco

Aus Gründen war unser Wagen eine Woche in Reparatur, ein Kaskoschaden. Die Hintergründe zu erklären, wäre zu umfangreich. Äüßerlich zu sehen war nicht viel. Hier eine Schramme, dort eine kleine Delle, links vorn war ein etwas größerer Spalt. Wird schon klappen mit drei Tagen Werftaufenthalt. Aber Mittwoch kam dann der Anruf: Das wird nichts, wohl erst in der nächsten Woche. Untenrum war doch einiges im Argen. Vorsorglich reservierten wir uns einen Leihwagen damit der Gatte in der nächsten Woche zur Arbeit kommt.

Gestern dann der Anruf: Der Wagen ist doch noch fertiggeworden. Heute haben wir ihn abgeholt. 300 Euro Selbstbeteiligung musste ich bezahlen. Eine Garantiekarte über die Reparatur wurde mir ausgehändigt und eine Flasche Prosecco. Mit großen Augen schaute ich den Mitarbeiter fragend an. Mir wurde erklärt, dass das in dieser Firma ab einem gewissen Betrag üblich sei. Ich fragte dann nach, was die Reparatur gekostet hat – und kam aus dem Staunen nicht heraus: 5.800 Euro! Vor etwa einem Jahr wurde uns dieser Betrag von einem Volvohändler für die Inzahlungnahme beim Kauf eines Neuwagens angeboten. Demnach also ein wirtschaftlicher Totalschaden.

Ich unterhielt mich darüber mit dem netten Mitarbeiter der Reparaturwerkstatt. Er erklärte mir, dass die Preise für Gebrauchtwagen um ca. 70 – 80 % angezogen hätten – der Gebrauchtwagenmarkt sei ziemlich leergefegt. OK, unter diesen Umständen könnten wir vielleicht doch ….

Egal, der Wagen sieht jetzt innen und außen, besonders außen, aus wie neu und untenrum vermutlich auch. Und mein Schatz ist froh, mit dem eigenen Fahrzeug zur Arbeit fahren zu können.

Wir müssen los!

Wie ich eben erfahren haben, werden jetzt auch Dosentomaten knapp. Auch diese Konserven werden gehamstert. Ich koche sehr gern mit Dosentomaten, das Aroma ist viel intensiver als bei den wässerigen frischen Tomaten, die angeboten werden.

Ich frage mich, was die Leute mit all den gehamsterten Lebensmitteln im Krieg, den es bei uns hoffentlich nicht geben wird, anfangen wollen. Wenn ein Cyber- oder konventioneller Angriff die Stromversorgung lahmlegt, sind wir aufgworfen. Hier im Haus erfolgt die Versorgung mit Wasser mittels Pumpen im Keller, die das Wasser bis in die dritte Etage pumpen. Wenn die Pumpe nicht funktioniert, haben wir kein Wasser, nichtmal um die Toilette zu spülen. Was nützt da das ganze Klopapier welches schon seit Monaten in den Haushalten schlummert? Gummihandschuhe anziehen und die menschlichen Hinterlassenschaften mit dem Arm durch den Abfluss stopfen? Das funktioniert auch nur so lange, wenn überhaupt, bis das Abflussrohr verstopft ist. OK, wir könnten ein paar Eimer kaufen und Wasser aus der Elbe schöpfen und damit spülen.

Ohne Strom können wir auch nicht kochen und backen. Alle diese Vorräte, wie Reis, Nudeln, Mehl und Hefe, wären also nutzlos. Wir fahren jetzt also nicht los und hamstern Dosentomaten. Ein Essen kann man auch mit frischen Tomaten zubereiten. Außerdem steht unser Wagen aus Gründen in der Werkstatt, wohl noch bis Freitag. Vielleicht gibt es dann noch Dosentomaten.

Grippe oder Corona?

Es begann gestern Nachmittag: Leichte Kopfschmerzen und Schüttelfrost. „Mach mal einen Test“ sagt der Gatte. Und da ich folgsam bin, tat ich das. Ergebnis: Negativ!

In der Nacht schüttelte es mich immer wieder, die Kopfschmerzen verschwanden auch nicht. Also nahm ich eine Ibu. Ich wachte öfter auf mit dem Gefühl, dass ich überhaupt nicht geschlaften hatte. Man kennt das. In der Früh bemerkte ich, dass meine Seite des Bettes total feucht war, Kopfkissen, Laken und Bettdecke. Ich weiß, dass ich manchmal mit Bett schwitze, aber nicht so stark, dass alles feucht, fast nass ist.

Heute bin ich ein wenig schlapp und müde, aber ohne Kopfschmerzen. Eigentlich wollte ich heute mit der Schwimmsaison starten, aber dass lass ich lieber