Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Unter Senioren


Vater würde am kommenden Montag Geburtstag haben. Meine Mutter ist zum Glück nicht so verbissen, dass sie genau an seinem Geburstag zum Friedhof muss und nimmt Rücksicht auf uns, nämlich wann wir Zeit und Lust haben, mit ihr zum Friedhof zu fahren. Zeitnah sollte es natürlich schon sein, dass ist auch unser Anliegen. Zwei Tage vor dem Tag – das ist schon in Ordnung. Also ging es heute nach Lübeck.

Mutter lässt es sich nicht nehmen, uns anlässlich dieser Besuche zum Essen einzuladen. Für heute Mittag hatte sie sich das Restaurant Rathaushof ausgesucht und dort einen Tisch reserviert. Als wir dort eintrafen, so kurz nach 12.00 Uhr, war es voll, sehr voll. Und fast überall sassen nur Seniorinnen und Senioren am Tisch. Graugelockte, dauergewellte Damen, graukopfbehaarte Herren – Bernd und ich senkten beim Betreten des Restaurants das Durschnittsalter erheblich.

Da wir spät erschienen waren, waren wir dementsprechend auch später mit dem Essen fertig und konnten viele Gäste beim Verlassen des Lokals beobachten. Fast jeder benötigte dazu eine Gehhilfe.

Das Essen selbst ist übrigens sehr gut, also in Richtung Hausmannskost/gutbürgerliche Küche. Ich habe seit vielen Jahren keinen Karpfen mehr gegessen und nutzte die Gelegenheit, mir Karpfen, 2 x gereicht, zu bestellen. Leider war der Meerrettich (für mitlesende Österreicher: Kren) recht milde, obwohl ich auf die separat gereichte Sahne verzichtete.

Bis auf die Tatsache, dass wir uns vorkamen, wie im Speisesaal einer Altenresidenz, war es ein gutes Mittagessen. Selbst meiner Mutter -sie wird immerhin im Mai 87! – war aufgefallen, dass überwiegend „alte Leute“ das Restaurant aufsuchen.

Ausnahmezustand

In Tunesien ist der Ausnahmezustand ausgerufen worden. Der Präsident ist geflüchtet, der Luftraum von Tunesien wurde gesperrt, es gibt eine Ausganssperre. Und wir haben ein Schiff in der Hafenstadt Sousse. Wir hoffen, dass das Schiff dort ohne Probleme die Ladung löschen und dann möglichst schnell den Hafen verlassen kann.

Kinoabend

Musik, Tanz, Show, Revue – und auch etwas Handlung, so lässt sich wohl der Film Burlesque am besten beschreiben. Kein Tiefsinn, keine Dramatik und keine Knalleffekte – einfach nur leichte Unterhaltung. Und warum nicht?! Probleme gibt es in der Welt genug. Wir brauchen nur die Zeitung aufzuschlagen oder die Tagesschau zu sehen.

Wir fanden den Film nett. Ich sagte nach der Vorstellung zu Bernd: Ich fand den Film süss. Wir würden ihn sogar noch ein zweites Mal anschauen. Auf jeden Fall werden wir uns die DVD kaufen. Tja, so sind wir eben, schwul und manchmal etwas schlicht.

Die weiblichen Hauptrollen werden gespielt von Christina Aguilera (Ali) und Cher (Tess). Ich muss sagen, dass Cher eigentlich ganz gut schauspielern kann, was ich gar nicht erwartet hatte. Die männlichen Hauprollen spielen Cam Gigandet (Jack), ein echter Hingucker, der sicher kein Podouble benötigt und Stanley Tucci (Sean). Sean ist der schwule Bühnenmanager des Revuetheaters Burlesque. Der Name Tucci passt da ja irgendwie.

Bemerkenswert war, dass vor dem Film keine Werbung gezeigt wurde und das allenfalls etwa 20 Personen – überwiegend Frauen – sich den Film angeschaut haben im fast 300 Plätze umfassenden Theater- bzw. Kinosaal.

Schnee von gestern


Schnee, der langsam verschwindet, ist guter Schnee. Noch lieber ist mir aber Schnee, der gar nicht da ist.

Trügerisch frühlingshaft ist es heute. Ich befürchte, es kommt noch mehr. Aber meinetwegen kann er bleiben wo er ist, der Schnee – irgendwo da oben. Oder bei Frau Holle in den Kissen.

Schiss gehabt

Heute Morgen im Radio: Glatteis überall, Schulausfälle, Ausfall des ÖPN – und ich muss mit dem Wagen nach Hamburg rein.

Ich fahr extra ein paar Minuten früher los, ich fahr durch die Stadt hier in der kleinen Stadt an der Elbe weil ich vermute, dass da eher gestreut wird als unten an der Elbe und auf der B404. Und was ist? Nichts ist! Ich war superfrüh im Büro.

Gefährlich war es nur auf dem Hinterhof vom Ibis Alster. Den muss ich passieren wenn ich auf unseren Firmenparkplatz will. Mit dem Wagen ist das kein Problem. Aber wenn ich dann den gleichen Weg zu Fuss machen muss weil wir von Firmenparkplatz keinen Zugang zum Bürohaus haben, ist es eine Zumutung. Da wurde weder Schnee geräumt, d.h. der Schnee fährt sich fest und wird zu Eis. Und natürlich wird da jetzt auch nicht gestreut, weder mit Salz noch mit Granulat. Dass ich da noch nicht auf die Schnauze oder auf den Arsch gefallen bin grenzt an ein Wunder.

Hoffentlich halten das milde Wetter und der Regen noch ein paar Tage an. Dann hat sich das Problem nämlich von allein erledigt – bis zum nächsten Schnee. Denn ich rechne nicht damit, dass das nun alles war für diesen Winter.

Die 3 Weisen


Heute ist der 6. Januar, der Tag der heiligen 3 Könige oder auch der 3 Weisen aus dem Morgenland. Im Grunde ist mir dieser Tag völlig egal, togal egal. Da wir aber kürzlich aus Norwegen Tre vise menn bekommen haben, möchte ich sie euch an diesem Tag auch zeigen.

Morgen geht’s los

Das neue Jahr ist nun schon 5 Tage alt. Für mich beginnt es aber erst morgen. Ich hatte nämlich von Montag bis einschliesslich heute Urlaub – was man halt so Urlaub nennt: Der Wagen musste zur HU, AU und Inspektion. Ausserdem waren ein paar andere Dinge zu reparieren. Heute haben wir den ganzen Weihnachtsklimbim wieder eingepackt. Der Weihnachtsbaum steht jetzt nackt wie Gott in schuf im Wohnzimmer und wartet darauf, dass er Freitagabend fliegen lernt, nämlich von der Terrasse. Ein paar Dinge mehr waren zu erledigen.

Urlaub? Na ja, nicht so ganz. Man kennt das ja.

Tja, und morgen geht’s dann wieder an den Schreibtisch. Zum Glück sind es nur 2 Tage zum eingewöhnen, dann ist wieder Wochenende.

24 – die letzte Staffel

„24“ – die beste Serie, die ich je gesehen habe. Jetzt ist es vorbei. Die letzte Folge wurde zwar schon vor ein paar Tagen im Fernsehen gezeigt. Da die Folgen aber aus Gründen des Jugendschutzes sehr spät gesendet wurden und mich die Serie aufgrund der Spannung nervlich ziemlich mitnimmt, konnten wir uns die Folgen nur ansehen, wenn ich am nächsten Tag frei hatte damit ich entspannter schlafen konnte.

Für uns lief die letzte Folge der letzten Staffel heute Abend. Und ich muss sagen, dass ich wohl kaum etwas spannenderes je gesehen habe als diese letzte Staffel. Und spannend war es bis zur letzten Minute.

Der Haupthandlungsstrang war schon lange beendet. Aber „24“ lebt von den diversen Nebenhandlungen, die doch alle irgendwie miteinander zu tun haben. Persönliches der diversen Rollen, grosse Politik mit all ihren Schmutzigkeiten, Folter und Mord – es gibt wohl kaum ein Thema, das bei „24“ nicht vorkommt.

Nun ist es vorbei. Aus Kostengründen wurde Twentyfour eingestellt. Es heisst aber, dass es wohl noch einen Kinofilm geben wird. Und dann sitzen wir garantiert in einem Kinosaal – aber nur an einem Freitag- oder Samstagabend!