Archiv der Kategorie: Kultur

Reise zu den Sternen


Was für ein grandioses Konzert, welch grandiose Musik – und alles life gespielt von einem großen Orchester. Und der Raum, in dem dieses Konzert stattfand, ist wie geschaffen dafür. Man kann sich vorstellen, wie in dem weiten Rund des Großen Saals der Elbphilharmonie Planeten und Sterne kreisen. Weiterlesen

ESC 2018 – 2. Semi

Nun stehen alle Teilnehmer des morgen Abend in Lissabon stattfindenden Finales des ESC 2018 fest. Gestern Abend fand das 2. Semi statt. Von 18 vorgestellten Liedern kamen 10 ins Finale.

Langweilig war’s gestern Abend. 10 Länder durften weiterkommen. Mit Mühe und Not brachte ich gerade mal 5 Songs unter, Bernd sogar nur 4. Ein Lied, welches mir gefällt, muss mich entweder berühren oder es muss mir in die Füße schießen, sodass ich mit selbigen ganz automatisch beginne, mitzuwippen. Weiterlesen

Musicals, mein Mann und ich

Vor mehr als 20 Jahren lernte ich meinen lieben Mann kennen. Ausser der Liebe verbindet uns natürlich noch einiges mehr, besonders aber die Musik – wenn auch die Stilrichtungen ein wenig auseinandergehen. Was wir aber gemein haben, bzw. was ich durch Bernd eigentlich erst so richtig kennengelernt habe, sind Musicals. In diesen 20 Jahren habe ich mit Bernd viele Vorstellungen diverser Musicals gesehen, in London, Berlin, Stuttgart, Oberhausen, Magdeburg, Tecklenburg und natürlich in Deutschlands Musicalhauptstadt Hamburg. Einige dieser Vorstellungen waren etwas Besonderes. Und so fing alles an: Weiterlesen

Das Geburtstagsgeschenk


Während unsere Gäste am Samstagmorgen noch schliefen, hatte ich schon Frühstücksbrötchen geholt. Auf der Terrasse lag der Zitrusbaum auf der Seite, den ich von ein paar Tagen in einem Anfall von Frühlingswahn schon hinausgestellt hatte. Aufgrund der Wettervorhersage hatte ich ihn dick eingepackt. Deshalb bot er dem eisgen Wind eine große Angriffsfläche. Wir ließen das Bäumchen erstmal so liegen. Da der Wind immer noch sehr stark war, bestand die Gefahr, dass er sich nochmal auf die Seite legen würde.

Mittags machen wir uns zu viert wieder auf die Reise mit Bus und Bahn in die große Nachbarstadt. Wir waren dick eingepackt wegen des eisigen Windes. Ich kann mich nicht daran erinnern, sowas Mitte März schon mal erlebt zu haben. Weiterlesen

Hamburg ist Kinky


Nach dem schnellen Abendessen am Freitag im Maredo gingen wir die paar Schritte hinüber zum Operettenhaus am Spielbudenplatz. Ein eisiger Ostwind fegte durch die Reeperbahn, es war saukalt. Wir wollten eigentlich bereits um 18:30 Uhr unseren ersten Drink im separierten Barbereich für „open Bar“ zu uns nehmen. Durch die vorherige Verzögerung wurde das ein paar Minuten später, aber immer noch rechtzeitig für 2 – 3 Getränke vor der Vorstellung von „Kinky Boots“. Um in den Genuss dieses Musicals zukommen, hatten wir Frank und Thomas nicht lange überreden müssen.

Nur wenige Minuten vor dem Beginn der Vorstellung nahmen wir unsere Plätze in der Mitte von Reihe 2 ein. Natürlich saßen die anderen Leute dieser Reihe schon auf ihren Plätzen und alle mussten für uns aufstehen (Danke! Vielen Dank! Dankeschön! Man weiß ja, was sich gehört).

Ein alter Bekannter stand an diesem Abend am Pult, Sebastian de Domenico. Als wir uns zaghaft bemerkbar machten (die 1. Reihe ist dort, wo der Dirigent seinen Platz hat, unterbrochen und die 2. Reihe, in der wir unsere Plätze hatten, ist dann direkt dahinter), gab es erstmal eine kurze aber herzliche Begrüßung.

Über das Musical hatte ich ja schon mal ausführlich berichtet. Und genau so verlief diese tolle Show. Es gab ein paar Umbesetzungen gegenüber der Aufführung im Dezember. Die Darsteller müssen ja auch mal Urlaub machen. Aber der Leistung des Ensembles tat das keinen Abruch. Es war total genial. Wir können wirklich nur jedem empfehlen, sich das Stück anzuschauen. Wer meint, dass es sich um ein „Transenstück“ handelt, wird eines besseren belehrt werden. Es gibt Szenen, in denen es total still ist im Publikum, man könnte die berühmte Stecknadel fallen hören. Und dann brandet wieder Szenenapplaus auf (davon gibt es reichlich) weil die Leistung der Künstler und Künstlerinnen, zusammen mit der Musik von Cyndi Lauper, das Publikum mitreißt.

Gino Emnes agierte wieder berührend und frech als Lola. Als Charlie Price spielte sang und tanzte an diesem Abend Marlon Wehmeier. Ebenso begeisterte mit überschäumender Spielfreude Jana Stelley als Lauren, eine Arbeiterin in der Schuhfabrik. Auch unsere Freunde hielt es beim Schlussbild nicht mehr auf den Plätzen und sprangen mit uns auf, um das Ensemble mit Klatschen bei Tanz und Gesang zu begleiten. Sie sind ebenso begeistert von Kinky Boots wie wir es sind. Am Ende der Vorstellung wurde das Publikum aufgefordert, Fotos zu machen um diese in den sozialen Medien zu veröffentlichen. Man braucht Werbung. Mundpropaganda reicht scheinbar nicht aus, um Kinky Boots über den Spätsommer in Hamburg halten zu können. Ich hatte diesen Hinweis gar nicht gehört weil ich von der bunten Vielfalt auf der Bühne und der Musik noch so eingenommen war. Deshalb habe ich nur eine leere Bühne aufgenommen.

Ratet mal, was wir am nächsten Samstag machen?

Die „open Bar“ versorgte uns in der Pause wieder mit Getränken (deshalb waren wir ohne Wagen unterwegs). Und dann ging es mit U-, S-Bahn und Bus in die kleine Stadt an der Elbe. Dort fegte immer der eisige Sturm durch die Straßen und wir waren froh, als wir unser wärmendes Zuhause. Es gab noch einen Absacker und dann fielen wir alle müde ins Bett – nicht in das selbe, wir sind schließlich anständig.

Ein deutsches Requiem


Ein Requiem ist üblicherweise eine Art Totenmesse. Johannes Brahms, aus dessen Feder „Ein deutsches Requiem“ stammt, sieht sein gewaltiges Werk für Chor und Orchester als ein Musikwerk, welches den Lebenden Trost spenden soll. „deutsch“, wohlgemerkt mit dem kleinen „d“, ist Teil des Namens des Werkes deshalb, weil die Texte ausnahmslos auf deutsch gesungen werden. Brahms wollte damit seine Komposition gegenüber den Werken mit lateinischem Text klar herausstellen. Weiterlesen

Mary Poppins – die Premiere


Nun haben mein Mann und ich wohl alles mal erlebt, was im Musicalbereich möglich ist. Eine Premiere fehlte uns noch, und die haben wir gestern Abend sehr genossen.

Mit der ersten Shuttlefähre fuhren wir von den Landungsbrücken über den großen Strom zum Theater an der Elbe. In kaltem Wind und leichtem Schneetreiben mussten wir noch eine Weile ausharren, bis wir eingelassen wurden. Nachdem wir unsere Jacken an der Garderobe abgegeben hatten, am heutigen Abend kostenfrei, wurde uns schon gleich ein Willkommensgetränk aufgedrängt. Weiterlesen