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Griechische Pizza


Gestern gab es Griechische Pizza – oder Restepizza. Pizza ist ja eigentlich ein Resteessen. Man kann alles draufhauen, was einem schmeckt. Und es ergab sich vor ein paar Tagen, dass wir Reste von der Griechischsen Hackfleischpfanne übrighatten, zu schade, um es wegzutun. Der Gatte hatte die Idee: Einfrieren und bei der nächsten Pizza kommt das darauf. Das war heute der Fall.

In dem Gericht sind auch Griechische Nudeln, diese kleinen, die aussehen wir Reiskörner. Pizza mit Pasta? Es war perfekt!

Wie üblich hatten wir die Pizzafladen erst mit Tomatenpampe beschmiert und dann etwas Käse darübergestreut. Dann pappten wir die Reste drauf. Ein Becher mit Resten von Creme Fraiche stant auch noch im Kühlschrank, die wir obendraufklecksten. Die Pizza wurde auf dem Pizzastahl 4 Minuten gebacken – und dann wurde damit, und mit einer Flasche Wein, das lange Pfingswochenende eröffnet. Mein Schatz hat nämlich morgen seinen wöchentlichen freien Tag und Samstag hat er sich einen Tag Urlaub gegönnt.

Spargelzeit


Mai und Juni sind Spargelmonate. Der April – ok, geht. Aber wenn die Spargelsaison bis zum 24. Juni begrenzt ist und man ständig Spargel isst, kann es auch zuviel werden. Und ob es im April Spargel aus regionalem Anbauz gibt, jedenfalls hier im Norden, wage ich zu bewzeifeln. Wir essen Spargel frühesten ab dem 1. Mai.

Wer uns schon länger kennt weiß, dass wir den Spargel schon seit vielen Jahren im Bratschlauch im Ofen garen. Jeder macht sich seine Spargelbombe selbst zurecht, mit mehr oder weniger Salz und mehr oder weniger Zucker, ein paar Butterflöckchen obendrauf – den Bratschlauch zubinden und ab in den Ofen. 180 Grad Umluft, Bernd schiebt seine Bombe gleich mit der Aufheizphase rein, er mag es gern etwas labberig. Meine Bombe braucht nur 30 Minuten, dann ist der Spargel knapp über bissfest. Das kommt natürlich auf das Kaliber drauf an. Wir nehmen gern den Spargel der Klasse I, dann passt das. Der Spargel behält so sein Aroma, von dem, wenn man den Spargel althergebracht im Topf mit Wasser gart, einiges verlorengeht.

Die ordentliche Hausfrau bereitet aus den Spargelschalen und aus dem Spargelwasser ja noch eine Spargelsuppe. Aber wie ich kürzlich gelesen habe, soll man die Spargelschalen nicht verwenden. In der Schale lagern sich Reste von Dünger und Dinge ab, die nicht gesund sein sollen. Wir haben schon lange keinen Spargel mehr geschält, wir lassen schälen, mit einer Spargelschälmaschine, die der Landhandel, wo wir unseren Spargel kaufen, vor Jahren mal angeschafft hat.

Bisher hatten wir immer Sauce Hollandaise aus dem Supermarktregal, Tetrapak. Ich sage euch: NIE WIEDER! Denn bei Emmi fand ich ein Rezept, was ich mal ausprobieren wollte. Und das war heute der Fall. OK, ich hab ein wenig zu tief in den Senftopf getunkt, was aber nicht schlimm war. Aber das Rezept ist der Hammer, was auch die Kalorien betrifft. 200 g gute Butter, das ist schon Hüftgold, und so sah die Sauce auch aus, also wie Gold.

Ich kann nur jedem Empfehlen, das Rezept mal zu testen. Es ist so einfach, nichts mit Wasserbad. Ich hab auch noch nie auf die Kalorienangabe auf dem Tetrapak geschaut. Ich bezweifel, dass das weniger Kalorien hat, was man im Topf erhitzt, es sei denn, man greift zur Lightversion. Aber das schmeckt eh nicht, Fett ist ein Geschmacksträger. Und wenn man die Sauce selbst zusammenqurilt, weiß man auch, was drin ist, nämlich keine Konservierungsstoffe und keine Geschmacksverstärker.

Pizzasonntag


Pizza gibt es bei uns derzeit öfter als Pasta. Aber es kommen auch wieder andere Zeiten. Vom letzten Pizzaabend war noch Tomatenpampe übrig. Und bevor die schlecht wurde, entschieden wir uns für Pizza statt sonst irgendwas – wobei wie nie einfach nur irgendwas essen um den Hunger zu stillen. Wir suchen uns bewusst Rezpete aus unserem Fundus aus oder was neues, was ich im großen Netz entdeckt habe. Heute also Pizza – für jeden eine, so belgegt, wie er sie mag, und natürlich gebacken auf dem Pizzastahl. Auf dem Ding kann man übrigens auch Brot backen und andere Dinge zubereiten, haben wir aber noch nicht.

Ich entschied mich heute für eine Pizza Internacionale:
Mozzarella aus Deutschland
Sardellen und Kapern aus Spanien
Oliven aus Griechenland
Wein (nicht auf der Pizza) aus Italien

Eine so belegte Pizza esse ich sehr gern im Restaurant Osteria auf der Mein-Schiff-Flotte.

Mit den Sardellen habe ich es wohl etwas übertrieben. Sie dominierten den Geschmack des Italienischen Flachgebäcks, also eher eine Pizza Dominante.

Der Pizzateig wird übrigens nicht in Form gewalzt sondern mit den Fingern auseinandeindergezogen. Das habe ich mir in der Osteria, das Italienische Restaurant auf der Mein-Schiff-Flotte, abgeguckt. Dort werden die Pizzen nämlich unter den Augen der Gäste zubereitet. Ach, hatte ich es schon erwähnt: Noch 56 Tage bis wir wieder an Bord eines Schiffes der Wohlfühlflotte gehen!

Pizzasonntag


So ein Pizzastahl ist schon toll. Und eine selbstgemachte Pizza, oder neudeutsch DIY-Pizza, schmeckt phantastisch. Beim Belag sind der Fantasie und dem persönlichen Geschmack keine Grenzen gesetzt.

Meine heutige Zusammenstellung besteht, neben der üblichen Tomatenpampe und dem Käse, aus Mozzarella, Sardinen, Kalamataoliven und milden Chilischoten. Bei der nächsten Pizza werde ich den Mozzarellakäse weglassen.

Frutti di Mare


Der beste Schatz der Welt hat heute seinen freien Tag. Dafür muss er aber morgen arbeiten. Was essen wir heute? Wie so oft waren wir uns unabgesprochen einig. Pizza? – Daran habe ich auch gedacht. Seit wir den Pizzastahl im Haus haben, essen wir öfter Pizza. Das ist also nicht so ein Teil, den man sich angeschafft hat und dann fristet er jahrelang ein ungenutztes Dasein in den Tiefen des Küchenschranks.

Ich hatte mich für Pizza mit Meeresfrüchten entschieden, die der beste Schatz der Welt möglichst verschmäht. Die Pizza selbst war mit dem Pizzamehl viel besser gelungen als mit dem Nullachtfuffzehnmehl Typ 405. Von dem Belag mit Meeresfrüchten hatte ich mir aber mehr versprochen. Es war etwas fade.

Geschmeckt hat es trotzdem. Für das nächste Mal such ich mir einen anderen Belag aus, vielleicht mal wieder Quattro Formaggio. die hat ordentlich Wumms – macht aber auch durstig.

Man nehme


Mit diesen Worten begannen früher alle Koch- und Backrezepte. In Dänemark beginnen Rezepte mit den Worten „Tag en skål“. Anfangs dachte ich, man müsse einen Schnaps trinken bevor man zu kochen oder backen beginnt. Biolek trank ja immer Wein, warum also nicht einen Schnaps trinken bevor man beginnt. Mit Schnaps oder anderen alkoholischen Getränken hat das aber nichts zu tun. Man wird nur aufgefordert, erstmal eine Schale zu nehmen, ist ja auch logisch.

Heute beginnen viele Rezepte damit, dass man erstmal den Backofen auf 200 Grad vorheizen soll. Dann wird erklärt, wie mit den Zutaten des Gerichts zu verfahren ist, z.B. Gemüse schnibbeln, Fleisch in Würfel schneiden, Kartoffeln schälen, solche Dinge halt. Würde ich mich danach richten, dass ich zuallererst den Ofen vorheize, wobei das eigentlich eh nicht notwendig ist, würde ich unnütz viel Energie verschwenden. Der Ofen braucht maximal 5 Minuten um 200 Grad zu erreichen. Während dieser Minuten kann man keine Kartoffeln schälen, Gemüse schnibbeln und auch kein Fleisch würfeln (gibt es überhaupt Fleisch mit Punkten drauf?).

Wer Back- oder Kochanfänger ist und sich genau nach den Vorgaben eines Rezeptes richtet, wird erstmal die Küche beheizen bevor das Gericht soweit zubereitet ist, dass es in den Ofen geschoben werden kann.

Heute gab es übrigens bei uns „Einfache Paella“ von Emmi. Die wird auch im Ofen zubereitet,die Paella – nicht Emmi. Deshalb kam ich darauf, dass diesen Artikel zu schreiben. Ich mach das übrigens in vielen Fällen so, dass ich im Lauf des Tages alle Zutaten soweit vorbereite, dass ich sie nur noch nach dem Rezept zusammenwerfen muss wenn abzusehen ist, wann wir Hunger haben. Hähnchen, Paprika, Zwiebeln und Knoblauch gewürfelt, Reis und Erbsen abgewogen, und dann alles erstmal katzensicher weggestellt. Na ja, Zwiebeln, Knoblauch und Paprika würden sie wohl verschmähen. Aber ganz sicher würden sie ihre Pfoten in das Hähnchenfleisch stecken.

Willkommen


Vor ein paar Tagen erhielt ich eine Benachrichtigung, dass mein Willkommenspaket unterwegs sei, und zwar vom Hersteller unseres neuen Kaffeevollautomaten. Huch, was wird da schon drin sein? Wasserfilter, Reinigungstabletten, Entkalker, so’n Zeug halt, Werbung damit man das zukünftig dort auch kaufen bzw. bestellen soll.

Ich war dann doch dezent überrascht, dass das Paket, außer einem Wasserfilter, 1 kg Kaffeebohnen enthielt, nämlich 4 Pakete unterschiedlicher Röstungen à 250 g, u.a. auch 250 g Decaffeinato. Na ja, den schlucken wir wohl auch weg. Außerdem waren in dem Paket 2 Cappuccinogläser, und zwar Thermogläser, d.h., sie haben einen luftgefüllten Hohlraum, der dazu dient, dass man sich nicht die Finger verbrennt beim Trinken.

Das musste ich natürlich alsbald ausprobieren. Also machte ich mir heute einen Cappuccino im Glas. Sehr interessant. Als ich nämlich den ersten Schluck nahm, war das Getränk wirklich heiß während meine Finger das Glas problemlos halten konnten.

Eine tolle Idee, uns mit solchen Gimmicks zu überraschen.

Gruß vom Grill


In hochwertigen Restaurants, oder in solchen, die sich dafür halten, gibt es vor dem eigentlichen Menü einen Gruß aus der Küche, oft auch Amuse-Gueule genannt. Auf Deutsch übersetzt heißt das Freude des Mauls, na ja. Es sind „kleine Ferkeleien“, die das Maul mit einem Biss verschlungen hat, es sei denn, man kratzt vornehm mit dem entsprechenden Besteckteil auf dem kleinen Tellerchen oder der kleinen Schale herum. Wenn wir grillen, gibt es bei uns den Gruß vom Grill: Schafskäse, Olivenöl, Kräuter und Gewürze nach eigenem Gusto.

Der gestrige Tag eignete sich hervorragend zum Grillen. Das Internet war leer bzw. gar nicht vorhanden. Es war warm, wenn auch nicht strahlend-sonnig, das ideale Terrassenwetter. Das leere Internet hatten wir zwar nicht bestellt, grillen war aber geplant.

Während wir darauf warten, dass die Kohle grillfertig durchglüht, legen wir schon mal die Päckchen mit der kleinen Vorspeise auf den Grillrost. Jeder von uns trägt sein Päckchen, äh, macht sein Päckchen selbst. Und das geht so:

Auf Stückchen Alufolie kommen ein paar Spritzer Olivenöl, darauf das Stück Schafskäse, welches großzügig mit Olivenöl benetzt wird, dann halten sich die Gewürze und Kräuter besser. Harissa und Fetagewürz nehmen wir beide. Doch dann gehen wir getrenne Wege: Ich nehme Kapern, die Schatz zwar nicht verschmäht, aber lieber nicht auf dem Käse haben möchte. Eine Knoblauchzwiebel wurde klein geschnitten, von der ich auch etwas nahm. Die Rispentomaten hatten wir noch, die passten auch. Oliven könnte man nehmen, klein geschnitte Zwiebeln – dem eigenen Geschmack und der eigenen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Zum Schluss kommt noch mal Olivenöl darüber. Ich ziere meinen Gruß vom Grill immer noch mit einem kleinen Zweig Rosmarin.

Dann wird das Päckchen zugefaltet und auf den Grill gelegt. Während der Gruß vom Grill sich langsam erwärmt und die Kohle munter vorsichinquamlt, nippen wir schon mal am Lieblingswein, dem Heinrich Hansjakob Rotling.

Kretanisch oder kretisch?


Heute probierten wie ein neues Rezept aus, kretanische Kartoffeln. Als ich den Namen des Gerichts las, stutzte ich etwas: Heißt das wirklich „kretanisch“, müsste es nicht „kretisch“ heißen? Es heißt ja auch Kretisches Meer. Auch der Duden sagt „kretisch“. Wenn man allerdings den Begriff „kretanisch“ in die Suchmaschine seines Vertrauens eingibt, spuckt diese Kochrezepte aus. Letztendlich ist es keine Frage des Namens, die Hauptsache ist doch, dass das Gericht schmeckt.

Und das hat wirklich geschmeckt, ein ganz neues Geschmackserlebnis. Das Gericht kommt auf die White List.

Gab es gestern zur Pizza stilecht Wein aus Italien und als Digestif eine Grappa, tranken wir heute stilecht Wein aus Griechenland und als Digestif einen Ouzo. Und was trinkst du so?

32 Zentimeter

Keine Angst, ich begebe mich in diesem Blog nicht unter die Gürtellinie. Obwohl das vielleicht ein paar neue Leserinnen und Leser anziehen würde. Und 32 cm wären ja schon arg viel, wenn wir mal unter der Gürtellinie bleiben. Es geht hier um Pizzateller und nicht um irgendwelche Fantasien. Na ja, nee, lassen wir das lieber.

Also: Seit wir den Pizzastahl haben, sind unsere Pizzen ziemlich groß. Auf einen normalen flachen Teller passen sie gerade eben, aber dann ist der Teller, inklusive dem Rand, voll belegt. Will man die Pizza dann anschneiden, wird sie auf dem Teller hin- und hergeschoben. Hinten liegt sie dann über dem Tellerrand während man vorn bequem die Pizza zerteilen kann, sieht irgendwie doof aus. Wir brauchen Pizzateller, und zwar möglichst große.

Es gibt ja nichts, was es nicht gibt, also suchte ich im www nach großen Pizzatellern. Und ich wurde fündig. Gestern trafen die neuen Pizzateller rechtzeitig zum Wochenendessenplan ein. Es gab also die Premiere, nicht nur, was sie Teller betrifft. Heute gab es nämlich eine PP, eine Pestopizza, dazu gleich mehr. Die Pizza passt also perfekt auf den neuen Teller. Das Geschiebe gehört der Vergangenheit an. Auf dem Teller ist reichlich Platz um eine Pizza ordentlich zu zerteilen.

Und nun zur Pizza selbst: Statt mit Tomatenpampe haben wir die Pizza mit Pesto bestrichen. Darauf wurde üblicher Pizzakäse verteilt und darauf kamen ein paar Kalamataoliven und Tomatenscheiben und als Topping Feta. Das war mal ein ganz anderes Geschmackserlebnis. Das Pesto ist natürlich sehr geschmacksintensiv, ja, kann man essen, fanden wir auch toll. Nur wird eine PP nicht unsere Standardpizza werden. Es ist ja eh so: In der Abwechslung liegt die Würze. Aber von den neuen Tellern sind wir total begeistert.