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Es könnte ja was für mich abfallen


Glinda ist unser Fresssack. Sobald ich in der Küche hantiere, kommt sie hinterher, umschmust meine Beine und macht sich lang, hoch an der Küchenfront. Neu ist, dass sie sich auf die Arbeitsplatte legt und mir bei den Kochvorbereitungen zuschaut.

Über das Gericht, was ich heute zubereitet habe, möchte ich nichts weiter schreiben. Es hat geschmeckt, ja, aber nicht so, dass ich das nochmal kochen würde.

Die kleine Gabel, die da liegt, dient zur Aufteilung des Katzenfutters. So liegt die Gabel da eigentlich nicht. Glinda hat da schon mit rumgespielt.

Pizza Benedict


Nein, das hat nichts mit dem verstorbenen Papst aus Deutschland zu tun, der sich nach seiner Wahl den Nahmen Benedict gab. Ich finde ja alles das, was im Vatikan passiert, interessant und habe darüber schon diverse Romane gelesen. Aber anundfürsich sind mit die Päpste egal. Einzig möchte ich wissen, was sie unter ihrem langen Kleid tragen. Bei den Schotten fragt man sich auch auch, was sie unter ihrem Rock, äh Kilt tragen. Aber möchte ich überhaupt wissen, was ein Papst unter seinen Kleid träg? Ist das überhaupt ansehnlich? Möchte man das sehen?

Ich schweife ab, von der Pizza zum Papst. Heute war nämlich mal wieder Pizzatag. Kürzlich las ich in einem Blog, dass man Pizza mit einem Spiegelei zubereitet hätte. Hm, dachte ich, das wäre mal eine neue Alternative, warum nicht. Man müsste beim Einbringen in den Ofen und beim Schieben auf den Pizzastahl nur darauf achten, nicht zu viel Schwung zu nehmen, damit das Spiegelei nicht an der Rückwand vom Ofen landet. Man kann sich vorstellen, was das für eine Schweinerei sein würde.

Vorsichtshalber bereitete ich die Pizza auf Backpapier zu, was ich wegen der Autenzität sonst verabscheue. Ich hatte aber keine Lust, morgen halb in den Ofen zu kriechen und ein Spiegelei daraus zu entsorgen. Als ich das rohe Ei auf den Pizzakäse gleiten lies, sah ich schon, dass sich das Eiweiss zwischen den Käsekrümeln verkrümelte. Das sah ja schon mal nicht so schlecht aus.

Nach vier Minuten holten wir meine Pizza aus dem Ofen. Das Spiegelei sah so aus, als wäre das Eigelb hart geworden, was kein Beinbruch gewesen wäre. Erst als ich drumherum von der Pizza gegessen und das Ei angschnitten hatte, lief das Eigelb auf den Teller. Super, nächstes Mal wird das angschnitten sobald ich mit dem Speisen beginne und das Eigelb kann sich über die Pizza verteilen, wie bei Egg Benedict über den Toast, statt auf den Teller zu laufen.

Der Gatte hatte sich eine Calzone gebastelt, ohne Ei, aber mit diversen Zutaten, sehr üppig und sehr umfangreich. Hat er auch nicht geschafft.

Während wir unsere italienischen Teigwaren verzehrten, sass Elphie vor den Terrassenfensten und schaute uns zu.

Mein Küchenhelfer


Solbald ich mit den Vorbereitungen für unser Essen beginne, kommt Glinda in die Küche. Es könnte ja sein, dass ein Stückchen Fleisch abfällt. Sie schmust dann um meine Beine oder macht sich am Unterschrank lang. Es reicht schon, wenn ich die Schublade mit den Messern öffne – schon kommt Glinda um die Ecke.

Morgen gibt es Gyrospfanne, das Fleisch dafür, Schweinefilet, habe ich heute schon vorbereitet und mariniert. Schweinefleisch sollen Katzen eigentlich nicht fressen. Aber so ein kleines Stückchen, kleiner als ein halber Fingernagel, kann ja nicht schaden. So ein Stückchen wird erstmal ausgiebig beschnüffelt bevor es im Katzenmaul landet und genüsslich zerkaut wird.

Wenn wir Gerichte mit Hackfleisch essen, kaufe ich nur Rinderhack, kein gemischtes. Rindfleisch dürfen die Katzen. Und ich erinnere mich an die Katze meiner Oma, die gerne Beefhack verzehrte. Aber Rinderhack und selbst hochwertiges Rinderfilet für Fondue verschmähen unsere beiden Samtpfoten.

Was will man machen? Also gibt es ab und zu ein Fitzelchen Schweinefilet.

Spaghetti Carbonara


Dieses Gericht ist eins unserer liebsten Pastagerichte. Ein Rezept dazu werde ich hier nicht veröffentlichen, es gibt davon reichlich im weltweiten Netz.


Bisher haben wir den Pancetta immer durch Bacon und den Parmesan durch Grana Padano, vorgeschreddert und verpackt aus dem Kühlregal. Kürzlich entdeckte ich Pancetta auf der Fleischtheke, vukuumiert in handlichen 300-Gramm-Stücken. Und ich wusste, dass es echten Parmesankäse bei Torge in der Käsebude gibt. Pasta stellen wir fast ausschliesslich selbst her, immer mit einem Anteil von Hartweizengries, also fast autentisch italienisch.

Den Pancetta schnitt ich in dünne Streifen und halbierte diese. Dann kamen sie in die Pfanne um die Bauchspeckstückchen auszubraten damit sie schön knusprig werden.


Den Parmesankäse schredderte ich währenddesen mit dem Schnitzelwerkaufsatz der Küchenmaschine, und zwar mit der kleinsten Lochscheibe. Das war in ganz kurzer Zeit erledigt. Der Pancetta brauche etwas länger.

Als die Arbeitsfläche frei war, ging mein Nudelmeister ans Werk und machte mit dem Pastamaker Spaghetti. Das Gerät benutzen wir nunmehr seit über 7 Jahren und gehört nicht zu denen, die im Küchenschrank vergessen werden. Nebenbei wurde im Pastatopf das Wasser zum Kochen gebracht.

Sobald alles zubereitet war, wurde es in der grossen Schüssel zusammengemixt. Natürlich gab es eine Flasche italienischen Rotwein zum Essen.

Fazit: Pancetta ist weniger salzig als Bacon. Nächstes Mal muss mehr Salz an die Eiermischung. Ca. 200 g Parmesan ist ok. Damit die die Eiermischung nicht zu dick wird, haben wir den Rest Parmesan, der schon geschreddert war, auf die Spaghetti gestreut. Durch die anderen Zutaten schmeckte das Gericht etwas anders als wir es bisher gewohnt waren, aber nicht schlechter. Ein Paket Pancetta liegt noch im Kühlschrank, 200 g Parmesan habe ich schon vakuumiert und eingefroren. Es wird auf jeden Fall eine Wiederholung geben. Wein haben wir sowieso immer im Haus.

Zum Schluss eine Frage an die mitlesenden Hausfrauen: Was mach ich jetzt mit dem ausgelassenen Schweinefett? Da kam nämlich ganz schön was zusammen.

Morgens um 11 in Geesthacht


Eigentlich trinke ich vormittags 2 Espressi. Das winterliche Wetter liess mich aber umsteigen auf Latte Macchiato. Davon reicht mir dann auch ein Glas. Madame Elite bekommt den perfekt zubereitet.

Die Mengen von Milchschaum und Espresso sind auf die Grösse des Glases und auf meinen persönlichen Geschmack eingestellt.

Und der Milchschaum ist perfekt, feinporig und fest. Der Zucker verschwindet nicht gleich, er bleibt noch eine Weile obenauf liegen bis er ganz langsam im Milchschaum versinkt. Ein Espresso ist dagegen eher langweilig. Aber alles zu seiner Zeit.

Lizzy’s scones


Auf unserer Reise rund um Grossbritannien haben wir ja scones mit clotted cream und strawberry jam kennengelernt – und für gut befunden. Kürzlich hatte ich gefrorene scones und clotted cream, sowie strawberry jam, im Britischen Versandhandel bestellt und im Lager selbst abgeholt. Aber ich wollte ja auch gern mal versuchen, scones selbst zu backen.

Im Internet findet man ja viele verschiedene Rezepte, die sich aber alle ähneln. Ich habe mich für das Originalrezpet aus dem Buckinghampalast entschieden. Diese scones werden u.a. auf den sommerlichen Gartenpaties gereicht.

Da wir die scones zum Frühstück geniessen wollten, habe ich den Teig schon am Vortag zubereitet und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt (die Mengen der Zutagen sind etwas schräg, sind aber wohl an englische Masseinheiten angelehnt):

500 g Mehl
28 g Backpulver
86 g Zucker
94 g Butter
2 Eier
140 ml Buttermilch

Mehl, Backpulver, Zucker und kalte Butter in kleinen Stückchen zusammenrühren.
Eier und Buttermilch verrühren und der Mehlmischung zugeben.
Ich habe den Teig mit dem Rührwerk (nicht mit dem Knethaken) meiner Küchenmaschine gemacht. Statt 28 g Backpulver genau abzuwiegen habe ich 2 ganze Päckchen genommen (2 x 15 g).

Teig aus der Rührschüssel nehmen, flackdrücken und ca. 30 Minuten ruhen lassen.
Danach den Teig auf einer bemehlten Unterlage ca. 2 cm dick ausrollen und in gewünschter Grösse ausstechen, ggf. mehrfach ausrollen und neu ausstechen, den Rest mit der Hand formen.

Backofen auf 200 Grad Unter-/Oberhitze vorheizen.
Die Rohlinge auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und ca. 12 – 15 Minuten backen bis die scones goldbraun sind. Bei uns waren 15 Minuten notwendig bis sie leicht braun wurden. Länger wollte ich sie nicht backen da sie nicht so trocken werden sollten. Das Ergebnis waren fluffige scones.

Ich hatte viel über die Zubereitung von scones gelesen, u.a. wurde geschrieben, dass man den Teig nicht am Vortag machen sollte, da das Backpulver seine Treibkraft verliert und die scones nicht gut aufgehen. OK, wenn unser Backwerk etwas mehr aufgegangen wäre, wäre es wohl noch etwas fluffiger geworden. Beim nächsten Mal werde ich die scones am Vortag fertigbacken und zum Verzehr ggf. kurz aufbacken.

Versuch macht kluch, es ist sicher noch kein Sconeskonditor vom Himmel gefallen und im königlichen Palast gelandet.

Die clotted cream, wir wir heute benutzt haben, habe ich tatsächlich zufällig im Supermarkt entdeckt. Wir werden beim nächsten Mal aber auch Alternativproduckte testen, z.B. wird Mascarpone vorgeschlagen, Hauptsache fettig!

British Breakfast (ohne Tee)


Auf unserer letzten Kreuzfahrt waren wir ja u.a. in Irland, wo wir die Klippen von Sliabh Liag angeschaut haben. Im Slieve League Cliffs Centre wurde uns ein kleines Frühstück serviert. Es gab scones, clotted cream und strawberry jam. Dazu konnte man zwischen Tee und Kaffee wählen. Stilecht nahmen wir natürlich a cup of tea. Der kleine Snack gefiel uns sehr, es war mal ganz was anderes und für uns total neu.

Ich erinnerte mich, dass es hier in der kleinen Stadt an der Elbe einen Lagerverkauf für Original Britishe Lebensmittel gab. Vor Jahren war dort auch ein Depot von einem der Paketdienste angeschlossen, wo ich was abholen musste. Meine Recherche im Internet ergab, dass es das Lager noch gibt und man dort vorbestellte Waren abholen kann. Das Ladengeschäft von British Shopping befindet in Hamburg in Bahnhofsnähe.

Da wir mal Lust auf scones, clotted cream und strawberry jam hatten, bestellte ich online die ausgesuchten Mengen. Ich fuhr zum Lager und holte das ab. Scones und clotted cream waren eingefroren, die Marmelade natürlich nicht.

Heute also british breakfast. Die scones und die clotted cream hatten wir schon aufgetaut. Die scones wurden heute noch kurz im Backofen erwärmt. Sie waren fluffig wie sie sein sollen, aber sie bröseten leicht beim Aufschneiden. Die clotted cream war etwas fest. Nächstes Mal wohl zeitig aus dem Kühlschrank nehmen und etwas durchrühren. Die Marmelade schmeckt nach Erdbeeren.

Im Gegensatz zu unserem normalen herzhaften Frühstück war dieses mal ganz was anderes. Tee haben wir uns nicht gemacht. Wir haben zwar Tee im Haus, sind aber keine Teetrinker. Ich wüsste gar nicht, wieviel Tee und wieviel Wasser man nimmt.

Wer sich nun die Fotos von unseren angerichteten scones anschaut, wird vielleicht sagen, dass das falsch ist. Einige pappen sich erst die Marmelade drauf und darauf schmieren sie die clotted cream. Die Geister scheiden sich daran. Einige machen das so, andere machen das andersherum. Dem Geschmack ist es wohl egal, es ist ja alles das selbe Zeugs.

Scones kann man auch selber backen, das werde ich mal ausprobieren. Statt clotted cream soll sich auch Cream Double eignen hab ich mal gelesen. Aber wenn man schon ein Geschäfft vor der Haustür hat, wo es das Original gibt, sollte man das auch nehmen. Vermutlich eignet sich auch jede andere Erdbeermarmelade, aber hier gilt das selbe wie für clotted cream.

Wir werden das wiederholen, und dann wohl mit selbstgebackenen scones.

Herbst – Kürbissaison

Ich bin jetzt endgültig der Meinung, dass Kürbis total überbewertet wird. Im Moment ist zwar Kürbissaison, was ja aber nicht gleichbedeutend damit ist, dass mir Kürbis schmecken muss. Es gibt ja auch Leute, die keinen Spargel mögen. Kürbis selbst schmeckt fast nach nichts während Spargel, wie jeder weiss, der Spargel mag, einen sehr intensiven Eigenschmack hat. Und wenn man dann nach dem Genuss von frischem Spargel die Toilette aufsuchen muss, ich erspare euch die schriftliche Erfahrung, die jeder Spargelesser gemacht hat.

Zurück zum Kürbis und ich zitiere aus einem Rezept aus der entsprechenden Rubrik in meinem Blog: „Gegen Kürbisse habe ich eine unterschwellige Aversion, hervorgerufen durch eingelegte Kürbisse, die bei meiner ehemaligen Schwiegermutter immer zum Braten serviert wurden, so wie saure Gurken. Ich habe die tunlichst nicht genommen, also die Kürbisse. Die blieben mir im Hals stecken als ich das erste Mal davon probiert hatte. Deshalb tue ich mich immer noch ein wenig schwer, wenn es um Kürbis geht.“ Die Erfahrung der letzten Tage hat gezeigt, dass sich daran nichts geändert hat.

Kürzlich habe ich z.B. den Hack-Kürbis-Auflauf, oder Kürbis-Hack-Auflauf, zubereitet. Den Mag ich. Natürlich blieb vom Hokkaido-Kürbis einiges überig. Es wurde geschnibbelt und gewürfelt, vakuumiert und in zwei Portionen eingefroren.

Eine Portion wurde als Pastasauce verwendet. Ich hatte mich schon gefragt als ich das Rezept für den Auflauf nachgelesen hatte, warum ich kein Rezept für die Pastasauce aufgeschrieben habe. Nun weiss ich es: Es schmeckt nach nichts, selbst mit einigen intensiven Gewürzen war da nichts herauszuholen. Das Rezept hatte ich bereits geschrieben, es ist aber wieder gelöscht, es lohnt nicht.

Die zweite Portion war gestern dran, nach einem Rezept aus einem kostenfreien Heft einer Supermarktkette. Was will man schon verlangen, wenn es kostenfrei ist? Salz, ausgelassener Speck, Petersilie – alles Zutaten, die Geschmack geben sollten. Und was war? Ich habe die Kürbiswürfel weitgehenst ignoriert und mir nur die Pasta aus der Schüssel gefischt.

Wir haben gaymeinsam einen Entschluss gefasst: Die Kürbisreste vom nächsten Hack-Kürbis-Auflauf werden eingefroren und der Verwendung für 1 bis 2 weiteren Aufläufen zugeführt. Alles anderen Kürbisrezepte werden ignoriert. Kürbis ist eben nicht mein Ding!

grün vs. weiss

Die Rede ist vom Spargel. Grüner Spargel ist wohl total in. Es gibt viele Rezepte. Alles sieht sehr appetitlich aus und man möchte sofort essen. Für dieses lange Wochenende hatten wir uns einen Speiseplan zurechtgelegt. Für uns ist es wirklich ein langes Wochenende da Bernd am Pfingstsamstag seinen freien Tag hatte.

Bernd hatte ein Rezept mit grünem Spargel entdeckt, ein Auflauf. Alles, was dazu benötigt wurde, haben wir am Samstag gemeinsam eingekauft, u.a. 1 kg grünen Spargel. Gemeinsam haben wir auch die notwendigen Vorbereitungen getroffen:
500 g Cherrytomaten halbieren
1 kg grünen Spargel vorbereiten
6 Eier, Sahne und Schmand verrühren und würzen
Salzen und pfeffern
Alles in eine Auflaufform geben und bei 180 Grad 30 Minuten in den Ofen

Erwartungsvoll stellten wir die Auflaufform auf den Tisch und jeder füllte sich eine erste Portion auf seinen Teller. Dazu tranken wir Weisswein. Vor dem ersten Bissen stossen wir an, das muss so bei uns. Und dann begannen wir zu speisen.

Nun denn, wir haben es aufgegessen. Man konnte es auch essen. Aber geschmacklich war es ein Reinfall – wegen des grünen Spargels. Sogar die Tomaten hatten mehr Aroma. Ich sagte zu Bernd, dass wir statt des teuren Spargels auch Kartoffeln hätten nehmen können.

Ganz bewusst habe ich mal ein Stück von dem Spargel genommen und musste feststellen, dass er eigentlich nach gar nichts schmeckt. Es war frischer deutscher Spargel aus der Region, gekauft auf dem Wochenmarkt hier in der kleinen Stadt an der Elbe. Billig war der auch nicht, es war enttäuschend. Zusammen mit der Auflaufsauce war es ok. Und klar, wir haben es aufgegessen und sind satt geworden. Aber ganz eindeutig hat weisser Spargel viel mehr Aroma als grüner Spargel.

Zurzeit ist ja Spargelsaison und deshalb sieht ma viele Spargelrezepte im grossen Netz. Aber ganz ehrlich: Grüner Spargel wird total überbewertet. Er ist einfach nur ein Füllsel um satt zu werden. Grüner Spargel lebt von den Aromen, die ihn beim Kochen umgeben. Weisser Spargel hingegen braucht keine zugefügten Aromen, der schmeckt auch ohne was drumherum.

Das war nichts!

Das war absolut überhaupt nichts, das erste Spargelessen der Saison. Und ich hatte ich mich soooooo darauf gefreut. Was ist passiert?:

Die erste Panne bemerkte ich, als ich die selbstgemachte Sauce Hollandaise zum Abschmecken probierte. Wieso ist die so salzig? Tja, wenn man statt einem Teelöffel Zucker ein Teelöffel Salz nimmt, soll das ja wohl so sein. Das Rezept von Emmi ist wirklich simpel und sie gibt ja den Hinweis, dass man die Sauce mit Essig abschmecken kann. Die Sauce war dann zwar weniger salzig, schmeckte dann aber ziemlich essiglich.

Nach der angedachten Zeit holten wir die Spargelpakete aus dem Ofen. Hm hm!? Also das Paket für Bernd wäre für mich ok gewesen, mag Bernd den Spargel doch eher mehr durch. Mein Spargel, na ja, er war nicht mehr roh, aber sehr sehr bissfest, nicht mal al dente. OK, ich konnte es essen, aber irgendwie – nee!

Es war das erste Mal seit Jahren, dass ich Spargel selbst geschält habe, bestellte ich doch sonst immer beim Spargelbauern meines Vertrauens geschälten Spargel. Nun ja, ein paar Stangen hatte ich wohl nicht sorgfältig von der Schale befreit.

Und dann waren wir fertig mit dem Malheur. Und da fiel mir ein, dass wir den Holsteiner Katenschinken, den wir immer als Beilage essen, vergessen hatten. Dabei hatte ich ihn schon früh aus dem Kühlschrank genommen damit der sein volles Räucheraroma entfalten kann.

Einzig der Wein war gut.

Inzwischen weiss ich auch, warum dieses Dilemma geschehen konnte: Ich habe die Tradition gebrochen. Sonst gab es das erste Spargelessen immer am 1. Mai. Aber es steht für uns jetzt schon fest, dass bei uns am nächsten Wochenende kein Spargel auf den Tisch kommt.