Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Für den Rücken


Die Tage zu Hause dienen der Entspannung und ich muss zugeben, dass wir eher faul sind, unser schönes Heim geniessen und nur das tun, was dazu dient, das Heim sauber und ordentlich zu halten.

Am folgenden Arbeitstag merke ich dann meinen Rücken, d.h. leichte Schmerzen stellen sich ein. Es dauert wohl alles seine Zeit, bis so eine Bandscheibengeschichte überstanden ist.

Um zu versuchen, ein wenig vorzubeugen, hab ich heute Abend einen kleinen Spaziergang gemacht. Dabei entstanden diese Fotos. Die Kamera ist ja immer dabei.

Die Spargelbomben

Das sieht gefährlich aus, ist es technisch aber nicht, allenfalls für die Figur. Es ist Spargel, gegart im Bratschlauch im Ofen. Traditionell eröffnen wir die Spargelsaison am 1. Mai.

Heute morgen holten wir unsere Bestellung – 1.200 g frisch gestochenen und geschälten Spargel – beim Spargelbauern unseres Vertrauens ab. Neue Kartoffeln und 2 grosse Scheiben Holsteiner Katenschinken, ca. 0.5 cm dick, hatte ich am Samstag schon auf dem Markt gekauft.

Zum köstlichen Mahl auf unserer Terrasse begleitete uns eine Flasche Grauer Burgunder Spätlese – Jahrgang 2010 – vom Weingut Martinshof.

Genuss pur – besonders weil es der erste Spargel der Saison für uns war, und dazu noch unter freiem Himmel, an dem die Schwalben kreisten und nach Insekten jagden.

Halbe Brücke

Bekanntlich läuft die Schifffahrt 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche. In einigen Häfen wird rund um die Uhr gearbeitet, auch am Wochenende. In den Büros gibt es aber Feier- und Brückentage. Und nicht überall in Europa sind Feiertage gleichgeschaltet.

Heute ist z.B. in Holland ein Feiertag. Königinengeburtstag wird heute gefeiert, obwohl, die hat an einem ganz anderen Tag Geburtstag. Am 1. Mai wird in Holland gearbeitet.

Viele Büros schalten heute einen Gang zurück weshalb ziemlich wenig los sein wird bei uns. Es wurde deshalb entschieden, dass wir uns den Brückentag teilen. Ich muss erst heute Mittag in die Firma und kann gleich mit Bernd erstmal frühstücken. Der hat heute seinen freien Tag, oder Stundenausgleich. Er musste nämlich gestern, am verkaufsoffenen Sonntag, arbeiten.

Wenn im täglichen Geschäftsbetrieb auf den Schiffen nichts unvorhergesehens passiert, rechne ich nicht damit, dass ich bis zum üblichen Geschäftsschluss bleiben muss. Aber das Schifffahrtsgeschäft ist unvorhersehbar.

Rechts in Ungarn

In Ungarn hatte sich ja kürzlich ein Rechtsruck vollzogen. So wurde z.B. die Verfassung zu gunsten der regierenden Partei geändert. Die EU hat da wohl nur begrenzt Einfluss.

Jetzt wurde ein neuer Gesetzentwurf in das Parlament eingebracht, der sich gegen Schwule und Lesben wendet:

Die rechtsradikale Jobbik-Partei hat einen Gesetzentwurf in das ungarische Parlament eingebracht, der harte Strafen für Homosexuelle vorsieht. Demnach sollen Schwule und Lesben bis zu acht Jahre Haft erhalten, wenn sie in der Öffentlichkeit Händchen halten oder für ihre „sexuelle Abart“ werben. […]
Das Gesetz solle „die öffentliche Moral und die psychische Verfassung junger Generationen“ schützen, so Mirkoczki. Es sieht Haftstrafen von bis zu acht Jahren und Geldstrafen bis zu 150.000 Forint (500 Euro) vor. Mirkoczki erklärte weiter, man wolle Schwule und Lesben nicht generell internieren, aber das Verhalten solle komplett aus der Öffentlichkeit verschwinden und nicht mehr als „Modell des Sexualverhaltens“ dargestellt werden dürfen.

Was ist nur in diese Menschen gefahren?
Gefunden bei Gay West

Weihnachten?


Unser Freitagabend ist gesichert, wir brauchen uns keine Gedanken mehr darum machen, womit wir morgen Abend das Wochenende einläuten. Heute schon kam nämlich unsere Bestellung aus La Vialla an.

Die Themenpakete, in diesem Fall „Der Pikante“ sind ja so liebevoll und nett verpackt, man könnte meinen, es sei Weihnachten. Natürlich weiss ich, was drin ist, ich hab’s ja ausgesucht. Trotzdem ist es spannend, das Paket zu öffnen.

Obenauf im blauen Papier lag das neueste Rezeptbuch. Darunter kam der kleine Pecorino und die Salami zum vorschein. Ganz unten im Karton lagen 2 Flaschen Rotwein, 1 Tüte Pasta und 1 Glas Pastasauce.

Den Käse kennen wir ja schon, ab und zu bestellen wir uns den grossen mit einem Gewicht von ca. 1.200 g. Die Salami wollte ich gern mal testen, wie den Wein auch. Der muss nun natürlich erst mal ein paar Tage ruhen. Aber wer uns kennt weiss, dass wir nicht auf dem Trockenen sitzen und diverse Weine immer im Haus haben.

Da wir auch immer gern was Süsses naschen, hatte ich auch eine Tüte Viallini bestellt über die wir dann auch gleich hergefallen sind.

Veränderte Abläufe

Wenn einer der Partner einen Job hat, der unsere gaymeinsamen Zeiten etwas durcheinanderwirbelt, ist das gewöhnungsbedürftig.

Jahrelang war ich es gewohnt, dass jemand zu Hause ist, wenn ich nach Hause komme. Die notwendigen Haushaltsarbeiten waren gemacht, Päckchen und Pakete wurden angenommen und auch sonst war viel gemacht.

Nun ist alles anders. Mein Mann muss auch samstags arbeiten, ja, sogar nachmittags am Marktsonntag. Bestellungen müssen neu zugestellt oder bei der Poststelle abgeholt werden. Wenn ich vom Büro nach Hause komme, ist keiner da, der mir freudig entgegenkommt.

Der Grund, warum das nun so ist, ist natürlich positiv. Aber es ist doch eine Umstellung, an die wir uns sicher gewöhnen werden und auch müssen. Und unsere gaymeinsame Freitzeit ist uns nun noch teurer geworden als sie ohnhin schon war.

Verklemmte Kerle

Seit ein paar Wochen bin ich ja nun 3 x in der Woche im Fitnessstudio um in erster Linie was für meine Rückenmuskulatur zu tun um zu versuchen zu verhindern, dass es zu einem erneuten Bandscheibenvorfall kommt. Zweitens hatte ich in der Reha schon festgestellt, dass es mir Spass macht, was für meinen Körper zu tun, nachdem ich ja jahrelang gar nichts gemacht hatte.

Zu einem ordentlichen Fitnessstudio gehört natürlich ein ein Duschraum um sich dort nach dem Training den Schweiss vom vorher gestählten Körper zu waschen. Und in der Tat, einige haben das besonders nötig.

Der Duschraum im Fitnessstudio meines Vertrauens ist nur ein paar Schritte vom Umkleideraum entfernt. Es sind wirklich nur ein paar wenige Schritte. Fast könnte man sagen, der Duschraum ist im Umkleideraum integriert. Es sind zwar – schon aus technischen und praktischen Gründen – zwei separate Bereiche, jedoch gibt es keine Tür zwischen beiden Räumen.

Nun gibt es also ein paar Kerle, die sich nach ihrem Tun duschen wollen, sich also im Umkleideraum ausziehen, schamhaft ein Handtuch um die breiten Hüften binden, 4 Schritte zum Duschraum machen, dort das Handtuch beiseite legen und sich dann splitterfasernackt unter die Dusche stellen. Sich ihres Schweisses entledigt trocknen sie sich ab, schlingen das Handtuch wieder schamhaft um die Hüften, gehen 4 Schritte in den Umkleidebereich, legen das Handtuch wieder beiseite und steigen schnellstens in ihren Schlübber. Ich konnte sogar beobachten, wie jemand sich abmühte, sich seinen Schlübber unter dem umgeschlungenen Handtuch anzuziehen!

Allein die Tatsache, mit einem die Scham bedeckenden Handtuch 4 – 6 Schritte zu machen um es sich dann zwecks duschen oder anziehen wieder zu entledigen, wirkt ziemlich lächerlich. Und noch lächerlicher ist es, schamhaft den Dödel zu bedecken und versuchen, sich dabei den Schlübber überzustreifen. Allein dadurch lenkt man die Blicke auf sich und ganz vermeiden lassen sich unerwünschte Einblicke eh nicht.

Vor Scham in den Boden versinken – aber an den Geräten den starken Max markieren.

Ich kann nur sagen: Männer, seit manns genug und lasst diese Albernheiten! Ihr macht euch dadurch nur lächerlich!