Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Hamburg ist Kinky


Nach dem schnellen Abendessen am Freitag im Maredo gingen wir die paar Schritte hinüber zum Operettenhaus am Spielbudenplatz. Ein eisiger Ostwind fegte durch die Reeperbahn, es war saukalt. Wir wollten eigentlich bereits um 18:30 Uhr unseren ersten Drink im separierten Barbereich für „open Bar“ zu uns nehmen. Durch die vorherige Verzögerung wurde das ein paar Minuten später, aber immer noch rechtzeitig für 2 – 3 Getränke vor der Vorstellung von „Kinky Boots“. Um in den Genuss dieses Musicals zukommen, hatten wir Frank und Thomas nicht lange überreden müssen.

Nur wenige Minuten vor dem Beginn der Vorstellung nahmen wir unsere Plätze in der Mitte von Reihe 2 ein. Natürlich saßen die anderen Leute dieser Reihe schon auf ihren Plätzen und alle mussten für uns aufstehen (Danke! Vielen Dank! Dankeschön! Man weiß ja, was sich gehört).

Ein alter Bekannter stand an diesem Abend am Pult, Sebastian de Domenico. Als wir uns zaghaft bemerkbar machten (die 1. Reihe ist dort, wo der Dirigent seinen Platz hat, unterbrochen und die 2. Reihe, in der wir unsere Plätze hatten, ist dann direkt dahinter), gab es erstmal eine kurze aber herzliche Begrüßung.

Über das Musical hatte ich ja schon mal ausführlich berichtet. Und genau so verlief diese tolle Show. Es gab ein paar Umbesetzungen gegenüber der Aufführung im Dezember. Die Darsteller müssen ja auch mal Urlaub machen. Aber der Leistung des Ensembles tat das keinen Abruch. Es war total genial. Wir können wirklich nur jedem empfehlen, sich das Stück anzuschauen. Wer meint, dass es sich um ein „Transenstück“ handelt, wird eines besseren belehrt werden. Es gibt Szenen, in denen es total still ist im Publikum, man könnte die berühmte Stecknadel fallen hören. Und dann brandet wieder Szenenapplaus auf (davon gibt es reichlich) weil die Leistung der Künstler und Künstlerinnen, zusammen mit der Musik von Cyndi Lauper, das Publikum mitreißt.

Gino Emnes agierte wieder berührend und frech als Lola. Als Charlie Price spielte sang und tanzte an diesem Abend Marlon Wehmeier. Ebenso begeisterte mit überschäumender Spielfreude Jana Stelley als Lauren, eine Arbeiterin in der Schuhfabrik. Auch unsere Freunde hielt es beim Schlussbild nicht mehr auf den Plätzen und sprangen mit uns auf, um das Ensemble mit Klatschen bei Tanz und Gesang zu begleiten. Sie sind ebenso begeistert von Kinky Boots wie wir es sind. Am Ende der Vorstellung wurde das Publikum aufgefordert, Fotos zu machen um diese in den sozialen Medien zu veröffentlichen. Man braucht Werbung. Mundpropaganda reicht scheinbar nicht aus, um Kinky Boots über den Spätsommer in Hamburg halten zu können. Ich hatte diesen Hinweis gar nicht gehört weil ich von der bunten Vielfalt auf der Bühne und der Musik noch so eingenommen war. Deshalb habe ich nur eine leere Bühne aufgenommen.

Ratet mal, was wir am nächsten Samstag machen?

Die „open Bar“ versorgte uns in der Pause wieder mit Getränken (deshalb waren wir ohne Wagen unterwegs). Und dann ging es mit U-, S-Bahn und Bus in die kleine Stadt an der Elbe. Dort fegte immer der eisige Sturm durch die Straßen und wir waren froh, als wir unser wärmendes Zuhause. Es gab noch einen Absacker und dann fielen wir alle müde ins Bett – nicht in das selbe, wir sind schließlich anständig.

Besuch kommt!


Man kennt das: Man hat so Ecken, da wird nur oberflächlich hingeschaut, ob da was gemacht werden muss, wenn überhaupt. Solche Ecken gibt es bei uns im Arbeitszimmer, welches gleichzeitig als Gästezimmer dient. Das Schlafsofa dient dann schon mal längere Zeit als Ablageplatz für irgendwelche Dinge, die da gar nicht bleiben sollen, aber …

Nun musste alles mal gründlich, wirklich gründlich, überarbeitet und aufgeräumt werden. Die Gäste sollen sich schließlich wohlfühlen. Tagelang war ich schon dabei (ja, so schlimm war es schon), alles auf Vordermann zu bringen. Heute morgen wurden dann die Restarbeiten erledigt.

Am frühen Nachmittag verließen wir das Haus, um unsere Freunde Frank und Thomas aus München mit dem ÖPNV vom Airport Helmut Schmidt in Hamburg abzuholen. Wir hätten das natürlich auch mit dem Wagen machen können, aber aus Gründen war es besser, das mit Bus und Bahn zu machen.

Die Zeitplanung für diesen Tag war ziemlich eng. Und da ich mich mit der Ankunftszeit des Fliegers um 15 Minuten vertan hatte, hofften wir, dass die Maschine vielleicht ein paar Minuten früher ankommen würde. Für 17 Uhr war in einem Restaurant ein Tisch reserviert. Aber statt früher kam der Flieger ca. 15 Minuten später. Da unsere Freunde nur mit Handgepäck reisen, sollten wir sie schnell in die Arme schließen können. Aber es daurte dann noch 30 Minuten bis zur herzlichen Begrüßung. Inzwischen hatte die die Reservierung schon um 30 Minuten verschoben.

Mit der nächsten S-Bahn fuhren verließen wir den Flughafen. Mit einer weiteren Verspätung von 15 Minuten trafen wir im Maredo am Millerntorplatz ein. Ausgerechnet das Maredo? Ja, richtig, das Maredo. Da weiß man, was auf den Teller kommt. Und auf dem Kiez sollte es schon sein, möglichst nah am Spielbudenplatz. Die geneigten Leserinnen und Leser werden wohl schon wissen, wie der Abend weitergehen wird.

Ein deutsches Requiem


Ein Requiem ist üblicherweise eine Art Totenmesse. Johannes Brahms, aus dessen Feder „Ein deutsches Requiem“ stammt, sieht sein gewaltiges Werk für Chor und Orchester als ein Musikwerk, welches den Lebenden Trost spenden soll. „deutsch“, wohlgemerkt mit dem kleinen „d“, ist Teil des Namens des Werkes deshalb, weil die Texte ausnahmslos auf deutsch gesungen werden. Brahms wollte damit seine Komposition gegenüber den Werken mit lateinischem Text klar herausstellen. Weiterlesen

Muschi Muschi Muschi

20 Jahre ist es her seit der ehemalige Trainer des FC Bayern, Giovanni Trapattatoni, auf einer Pressekonferenz die legendären Worte sprach „… wie Flasche leer“ und „Ich habe fertig!“. Jedem werden diese Worte sicher schon mal über den Weg gelaufen sein. Ob das nun Fake News sind oder nicht (vor 20 Jahren gab es das Wort noch nicht), über Trapattoni werden sich noch ein paar andere Anekdoten erzählt.

Giovanni Trapattoni ist eben ein Typ. Von solchen Menschen brauchte es mehr auf der Welt!

Mir ist gerade aufgefallen, dass es bei mir gar keine Rubrik „Sport“ gibt. Nun ja, mit dem Sport habe ich es ja nicht so. Aber ab Montag werden wieder die Saisonkarten für das Freizeitbad Geesthacht verkauft. Und da bin ich natürlich wieder dabei.

Drängelei an der Kasse

Brav und ruhig stehe ich in der Schlage vor der Supermarktkasse, lasse genügend Intimabstand zum Vordermann bzw. zur Vorderfrau. Als ich meinen Wagen soweit vorgehen kann, dass ich bequem meine Waren auf das Band legen kann, mach ich das auch. Geht ja eh nicht schneller, wenn ich dem Kunden vor mir den Wagen in die Hacken fahre oder seinem Dunstkreis zu nahe komme.

Gestern benehme ich mich an der Kasse wie üblich und wie ich es auch von anderen erwarte. Weiterlesen

Aus Kindertagen

Meine Mutter wohnt nun schon seit 2 Jahren im Seniorenheim, ihre Wohnung wurde kurz danach aufgelöst. Dabei traten ein paar Dinge zutage, die sie viele Jahre aufbewahrt hatte, wie Mütter halt so sind. Sicher hatte sie längst vergessen, dass diese Dinge noch in irgendwelchen Schränken, Kistchen oder Kästchen ihr trübes Dasein in der Dunkelheit fristeten. Weiterlesen

Hätte ich nur …

Jeder, der nur halbwegs vernünftig denkt, sollte im Rahmen seiner Möglichkeiten etwas tun! Gegen die Braunen, gegen die Nazis. Inzwischen ist es ja wohl gesellschaftsfähig, öffentich für das krude Gedankengut einzustehen, ja, sogar zur Gewalt aufzurufen. Ich wäre sogar bereit, mich an einer Gegendemo zu beteiligen, so sie denn nicht von den Linken organisiert wird.

Niemand sollte hinterher, wenn es zu spät ist, sagen: Hätte ich nur versucht, im Rahmen meiner Möglichkeiten was zu tun.

Blogger haben eine Möglichkeit, was zu tun, nämlich immer und immer wieder darüber zu berichten, zu schreiben und zu versuchen, auf diese Weise möglichst viele Menschen zu erreichen und dadurch mit dem Finger auf die Nazis zu zeigen! Wir alle sind gefragt, innerhalb unserer Möglichkeiten aufzustehen und diese Menschen in die Schranken zu weisen!

Meine Enkelkinder sollen eines Tages nicht mit dem Finger auf mich zeigen und mich fragen: Was hast du dagegen unternommen?

Gemüsepfanne mit Hähnchen


Man könnte auch sagen: Hähnchenpfanne mit grünem Spargel. Denn grüner Spargel ist das Gemüse, welches in diese Pfanne kommt. Wegen dem Spargel ist es ja eigentlich ein saisonales Essen, denn grünen Spargel bekommt man nicht immer. Vielleicht kann man auch Zuckerschoten oder anderes Gemüse dazu nehmen. Egal, wir nehmen grünen Spargel – so es denn welchen zu kaufen gibt. Und den gab es in der vergangenen Woche bei Lidl. Dieses Rezept wäre vielleicht eine Alternative für die Damen, die ein Problem mit der Fischsauce haben, die ja ein Bestandteil der Hähnchenpfanne mit Zuckerschoten ist. zum Rezept: Weiterlesen