Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Ist er oder ist er nicht?

Was wäre wenn? Derzeit sprießen die Spekulationen ins Kraut. Von wem rede ich? Von Trump natürlich. Die erste Meldung, die heute Morgen nach dem Aufstehen las: Die Trumps sind positiv auf Corona getestet.

Über den Tag gab es diverse Kommentare, Ideen und Spekulationen zu dem Thema, z.B. wie die angebliche Erkrankung die Wahl beeinflussen könnte. Ja „angeblich“ sage ich, den dem Typ ist alles zuzutrauen.

Und letztendlich befürchte ich „auferstanden aus Ruinen“. Biden liegt zwar in den Umfragen vor Trump, und ich hoffe sehr, dass bei der Wahl, wenn denn Biden vorn liegen würde, der Abstand so groß ist, dass Trump keine andere Wahl hat, als das Weiße Haus zu verlassen. Aber wer weiß das schon?! Und zuzutrauen ist dem Lügner, Despoten und A..ch alles.

Maritimer Mittwoch


Maritim geht es am letzten Tag des September weiter, mit einem Sundowner. Die Minibar bietet eine kleine Auswahl an kalten Getränken, auch alkoholfrei. Rotwein gibt es auch, der steht natürlich nicht im Kühlschrank.

Wenn man auf einer Kreuzfahrt mal für sich sein möchte, kann man sich auf den Balkon zurückziehen, auf das Meer schauen, dem Rauschen der Bugwelle zuhören und einfach nur sitzen und gucken und zum Sonnenuntergang einen Drink genießen.

Bruch

Gestern waren wir in der großen Stadt an der Elbe. Den Termin beim Zahnarzt zur Vorsorge haben wir auch genutzt, um endlich den Familienschmuck zu verkaufen. Da waren noch schwere Goldarmbänder und -ketten von meiner Großmutter, die meine Mutter immer noch aufbewahrt aber nie getragen hat. Zu meiner Oma passte das auch, zu meiner Mutter nicht.

Es waren auch noch ein paar kleine Teile dabei und etwas Silberschmuck meiner Schwiegermutter und versilbertes Besteck. Jetzt haben wir alles versilbert. Das Ergebnis ist höchst erfreulich. Wir werden davon unsere Wohnung renovieren lassen und ein paar Möbel austauschen bzw. ergänzen.

Bereits zum dritten Mal sind wir bei der Edelmetall-Scheideanstalt Schiefer & Co. gewesen. Die angebotenen Teile werden äußerst genau geprüft, sortiert und gewogen. Am Ende bekommt man eine „Ankaufsrechnung“ auf der genau aufgelistet ist, was und welche Mengen (grammgenau) angekauft wurde, zu welchem Preis/Gramm und natürlich der Endpreis. Man hat dann die Wahl, sich den Ankaufspreis in bar auszahlen oder überweisen zu lassen. Da wir keine Filialbank mehr haben, haben wir uns das Geld überweisen lassen, ist übrigens heute schon auf dem Konto.

Etwas befremdlich ist der Ausdruck „Bruchgold“ bzw. „Silberbruch“, waren die Teile doch total unversehrt und in einwandfreiem Zustand. Ich habe Oma vor Augen wie sie das breite Gliederarmband trägt. Bruch war das sicher nicht. Aber man muss sich davon freimachen. Im dunklen Kasten nützt uns das auch nichts.

Fa. Schiefer & Co. schmilzt die edlen Teile jetzt ein und verkauft Gold und Silber dann z.B. an Juweliere, die daraus wieder neuen edlen Schmuck herstellen.

Angeheizt


Vor 5 Tagen haben wir bei warmen Wetter noch gegrillt und Wein getrunken. Wie es aussieht, war das das Abgrillen für diese Saison. Vor 4 Tagen haben wir auf der Terrasse noch unsere Pizza genossen. Na ja, wenn man sich warm anzieht könnte man ja vielleicht nochmal den Grill anheizen oder draußen sitzen und was essen. Aber im Pullover mag ich nicht draußen sitzen und in eine Decke gehüllt schon gar nicht.

Heute haben wir die Heizung aktiviert. Das ließ sich leider nicht mehr vermeiden. Man könnte sich natürlich auch warm anziehen, lange Hose und Pullover z.B. Wir haben es aber gern luftig und bequem. Da unsere Wohnung mit einer Fußbodenheizung ausgestattet ist, dauert es etwas länger bis die Wärme zu spüren ist. Aber das wird schon. Es gibt erst mal einen Cappu zum Aufwärmen.

Das warme Wetter der letzten Woche hat die Engelstrompete doch noch animiert, ihre Blüten zu öffnen, sehr spät in diesem Jahr. OK, der Standort ist eh nicht optimal. Volle Sonne würde ihr besser gefallen, aber das ist bei uns leider nicht möglich. Sie kommt demnächst in den Keller zum überwintern. Bevor sie zum Austreiben wieder hervorgeholt wird, braucht sie wohl mal einen kräftigen Wurzelrückschnitt. Vielleicht klappt das mit der Blüte im nächsten Sommer dann früher.

Pfötchenknoten


Wenn Elphi und Glinda auf dem Kratzbaum im Wintergarten ihre Auszeit nehmen, lassen sie sich von uns überhaupt nicht stören. Wenn man in der Küche was zu tun hat, heben sie manchmal kurz das Köpfchen, blinzeln einen an und schlafen weiter. Es kann auch passieren, dass sie überhaupt nicht reagieren, wenn wir in die Küche kommen.

Gelegentlich stehen die beiden kurz auf, wechseln die Positon und fallen wieder in tiefen Schlaf. Manchmal kommen die abstraktesten Positionen zutage. Da muss man erstmal gucken, welches Pfötchen zu welcher Katze gehört. Bislang haben sie ihre Gliedmaßen immer noch sortieren können.

Maritimer Mittwoch


Nicht immer Fahren Schiffe, Fracht- wie auch Kreuzfahrtschiffe, mit voller Fahrt. Ein Grund dafür ist, Treibstoff zu sparen, denn 1 Tonne Gasöl ist teuer und ein Schiff braucht pro Tag um die 100 Tonnen, mal mehr – mal weniger. Wenn ein Schiff von A nach B unterwegs ist und und B erst morgens eintreffen soll da dann erst mit den Lade-/Löscharbeiten begonnen wird, gibt es keinen Grund das Geld durch den Schonrstein zu jagen um mit voller Fahrt nach B zu fahren.

Es gibt aber auch Reviere, auf denen Schiffe nur mit reduzierter Fahrt unterwegs sein dürfen, z.B. im Hafen oder auf Flüssen. Der Wellenschlag bei voller Fahrt könnte auf vertäuten Schiffen die Leinen brechen lassen oder die Ufer beschädigen.

Im Geirangerfjord wurde das obige Foto bei langsamer Fahrt aufgenommen.

Kein Vorbild

Feist und bremsig sitzen sie da, die Granden des FC Bayern, und folgen einem Fußballspiel, an dem ihr Verein beteiligt ist. Abstand zueinander? Nein! Masken? Nein! Man ist ja so cool, man ist ja der FC Bayern! Man kann sich ja alles erlauben.

Es ist verantwortungslos, wie sich die Führungsriede da präsentiert, auch wenn man mehr oder weniger unter freiem Himmel sitzt. Es kann nicht sein, dass Menschen, die einen Verein präsentieren, dem normalerweise tausende Fans zujubeln, sich so verantwortungslos präsentieren.

Na ja, Bayern eben. Die sind ja eher der BRD eingemeindet worden. Man nennt sich ja auch „Freistaat“. Wenn sie könnten, würden sie auch noch einen König aus dem Hut zaubern.

Knuddelstunde

Können Katzen sprechen? Ja, auf ihre Weise schon. Jedenfalls machen sie mit Lauten auf sich aufmerksam. Nehmen wir als Beispiel Elphi. Wenn sie ein paar Knuddeleinheiten haben möchte, schaut sie mich an und mauzt. Natürlich spreche ich dann mit Elphi und frage, was sie möchte: „Möchtest knuddeln?“ – „Mauz!“, und dann geht sie ins Schlafzimmer, springt auf das Bett und legt sich auf die Seite oder auf den Rücken. Ich lege mich daneben und knuddel sie. Dabei schnurrt sie kräftig. Höre ich auf, stupst sie mit ihrem Köpfchen gegen meine Hand, ein Zeichen, dass ich fortfahren soll. Hat sie genug Knuddeleinheiten bekommen, steht sie auf und springt vom Bett.


Wenn Glinda geknuddelt werden möchte, schubbert sie um meine Beine und sie legt sich dann auf die Seite auf den Boden. Tja, das ist für mich nicht ganz so bequem. Ich habe nämlich keine Lust, mich auf die Fliesen zu legen. Ich beuge mich also runter zu ihr und komme meiner Knuddelpflicht nach. Leider hat Glinda die Angewohnheit, die Krallen in meine Füße zu graben. Das ist mitunter sehr unangenehm. Und den Socken ist das auch nicht zuträglich. Ich achte jetzt immer darauf, dass ich meine Füße so positioniere, dass sie außer Reichweite der Krallen sind.

Ein Fuß wurde schon arg in Mitleidenschaft gezogen. Musste die Stellen sogar mit Schwedenbitter betupfen. Die Katzen haben herausgefunden, dass sie Schwedenbitter mögen und lecken dann gerne meine Wunden. Also kommt da dann ein Pflaster drauf.

Maritimer Mittwoch


Anlässlich des Maritimen Mittwochs gibt es heute kein Foto mit Wasser und Schiffen. Es gibt einen kleinen Rückblick in die Geschichte einer Reederei, nämlich des Lloyd Triestino. Wir konnten den prunkvollen ehemaligen Reedereisitz im vorigen Jahr in Triest bewundern.

Der Vorläufer des Lloyd Triestino war der Österreichische Lloyd. Seinerzeit gehörte Triest zu Österreich. Als Triest 1919 Teil Italiens wurde, wurde die Reederei in Lloyd Triestino di Navigazione umbenannt, kurz Lloyd Triestino. Im Jahr 2006 gab es eine Namensänderung in Italia Marittima di Navigazione, Kurzform Italia Marittima.

Die Reederei residiert heute an anderer Stelle in Triest. In dem ehemaligen Reedereigebäude an der Piazza Unità d’Italia, mit Brunnen an der Fassade, ist heute die regionale Regierung untergebracht.

Mein ehemaliger Arbeitgeber hatte viele Jahre geschäftliche Verbindungen zum Österreichischen Lloyd. Die Schiffe hatten als Heimathafen, man glaubt es kaum, Wien am Heck stehen.