Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Morgenroutine


Als erstes nach dem Aufstehen wird die Tür zur Terrasse geöffnet. Glinda und Elphi folgen mir ins Wohnzimmer. Sie setzen sich vor die geöffnete Tür, schnuppern Frischluft und gucken interessiert durch das vertikale Insektenschutzrollo.

Gestern hat es doch eine der beiden tatsächlich geschafft, das Rollo zu lösen. Durch Federkraft öffnet es sich dann automatisch zur Seite. Tja, so schnell kann man gar nicht gucken wie die beiden Mädels auf der Terrasse waren und dort rumschnüffelten. Da es ein wenig regnete, waren sie auch schnell wieder in der Wohnung.

Einfach nur gucken

Ich brauche keine Action. Ich muss nicht jeden Tag Leute treffen oder irgendwo hinfahren. Ich kann stundenlang auf der Terrasse sitzen – so das Wetter es den zulässt – und lesen, den Vögeln lauschen oder in den Himmel gucken.

Ich brauche keine Onlinespiele, keine langen Telefonate, keine täglichen Joggingrunden. Einfach nur sitzen und gucken, das reicht mir völlig und ist auch nicht langweilig. Vielleicht liebe ich es deshalb, auf dem Meer mit Kreuzfahrtschiffen unterwegs zu sein, den E-Reader in der einen, ein Glas Champagner in der anderen Hand.

Letztens, im Urlaub auf Santorini, gab es keinen Champagner und den E-Reader habe ich nur kurz vor dem Schlafengehen benutzt um das noch zu Hause angefangene Buch zu beenden. Sonst habe ich dort den lieben langen Tag auf der Terrasse gesessen und auf das Meer geschaut, wo überhaupt nichts los war. Und das war so beruhigend und entspannend.

Wir sind nun nicht am Meer und schon gar nicht auf dem Meer. Aber wir haben Elphi und Glinda, unsere beiden Katzenkinder. Stundenlang kann ich denen zugucken, wie sie miteinander ringen, wie sie durch die Wohnung wetzen, wie sie sich mit dem Katzenspielzeug beschäftigen – oder einfach nur schlafen. Auch das ist beruhigend und entspannend anzusehen.

Für viele Menschen mag es ja langweilig sein, was ich mache, bzw. eher nicht mache. Aber ich kann damit gut leben, sehr gut leben – mit Meer und mit Katzen.

Maritimer Mittwoch


Der Maritime Mittwoch ist in den letzten Wochen etwas zu kurz gekommen. Der Urlaub, die neuen Mittbewohner, und, ich muss gestehen, einfach vergessen. Ich will versuchen, jetzt wieder daran zu denken.

Das Foto wurde aufgenommen zwischen Rijeka und Triest am letzten Abend auf unserer letztjährigen Kreuzfahrt. Deck 5 der Mein-Schiff-Flotte bietet immer dankbare Motive.

Ganz wichtig für die Sicherheit von Passagieren und Besatzung sind die Rettungsinseln, hier am rechten Rand des Bildes zu erkennen. Kein Passagier und kein Matrose muss die Dinger aufblasen wie eine Luftmatratze, die Rettungsinseln entfalten sich, sobald die Kapsel geöffnet ist und ist dann bereit, in Not geratene Menschen aufzunehmen.

Ich wünsche jedem Schiff, welches auf den Weltmeeren unterwegs ist, dass niemals eine Rettungsinsel eingesetzt werden muss.

Milchzahn

Eins der beiden Mädels hat heute einen Milchzahn verloren. Wenn es ein Zahn von Elphi ist, erklärt es sich vielleicht, dass sie im Moment keinen großen Appetit hat.

Kommt bei Katzen auch die Zahnfee?

Wir sind das Volk?

Nein! 38.000 Tausend protestierende Menschen in Berlin repräsentieren nicht das Volk. Alle bekloppt! Sollen sie sich doch untereinander anstecken. Aber nur, wenn sie in ein Ghetto gesperrt werden und nicht uns, die wirklich das Volk sind, auch noch anstecken. Sollen sie doch verrecken in ihrem Gehtto.

OK. Dieser Satz mag jetzt ziemlich daneben sein. Aber seien wir mal erhrlich: Ich trage meine Maske wenn ich einkaufen gehe. Kürzlich habe ich auf dem Heimflug von Santorini bis nach Hause 12 Stunden eine Maske getragen. Na und? Besser die Maske tragen als im Krankenhaus beatment zu werden!

Ich verstehe diese Menschen nicht, die in Berlin auf die Straße gehen, den Rücktritt der Regierung fordern und die gesamten Coronamaßnahmen in Frage stellen. Wie ich schon sagte: Alle bekloppt.

Und wenn eine Person aus meinem Umfeld die gleiche Meinung hat wie die 38.000 in Berlin, der kündige ich die Freundschaft!

Ein Beispiel: Diese Hochzeit hätte ich umgehend verlassen. Mit solchen Menschen möchte ich nichts zu tun haben.

Leben mit Katzenkindern


Langsam spielt sich alles ein. Wichtig ist es, daran zu denken, nichts stehen zu lassen, was essbar ist oder was kaputtgehen könnte. Eine Leuchte ist dem Spiel schon zum Opfer gefallen, sie war nicht wertvoll. Ein – hoffentlich – katzengerechter Ersatz wurde schon bestellt.

Unsere Wäsche wird zum Trocknen immer auf einen Wäscheständer gehängt. Die Katzen haben natürlich schon herausgefunden, dass sie hinaufspringen können. Und herunterbaumelnde Wäsche, wie z.B. T-Shirts ist tolles Spielzeug. Zurzeit erübrigt es sich wetterbedingt, den Wäscheständer auf die Terrasse zu stellen. Im Wohnzimmer für die Terrassentür ist katzenbedingt keine gute Lösung. Also kommt das Teil ins Schlafzimmer, Fenster auf, Tür zu. Nur ist da leider keine gute Luftzirkulation und es dauert ewig, bis die Wäsche trocken ist.

Irgendwann möchte man ja mal schlafengehen aber dabei nicht über den Wäscheständer klettern (wir haben das Kinderzimmer ja zum Schlafzimmer gemacht und ist deshalb recht klein). Also muss die feuchte Wäsche irgendwo hin zum Trocknen. Unsere Gesichts-BHs wurden gestern Abend über die Ecken des an der Wand hängenden Fernsehers gehängt. Meine Jeans trocknete im Badezimmer über der Duschkabine, ein Poloshirt auf einem Bügel am Einbauschrank im Flur. Hauptsache, es hängt hoch genug, damit die Katzen sich nicht dran festkrallen können.

Das Badezimmer ist der einzige Raum, der tabu für die Katzen ist. Da steht ja viel rum, was „mann“ so braucht. Duftwässerchen, Badezusätze, Zahnbürste und Dekoartikel stehen in spielbereiter Nähe für Katzen. Einmal mit der Pfote dagegen – und es würde auf den Fliesen zerschellen. Also bleibt die Tür zum Badezimmer zu.

Aber die 2 sind ja so niedlich und lassen uns immer wieder schmunzeln, ja, manchmal sogar lauthals lachen.

Da hakt was

Die eingebauten Galerien in meinem Blog funktionieren seit einem Update nicht mehr so wie sie sollten. Eigentlich soll es ja so sein, dass man von jedem geöffneten Bild weiterklicken kann auf das nächste oder das vorherige. Das ist sehr praktisch, muss man doch nicht jeden einzelnen Thumbnail anklicken um das Bild besser sehen zu können.

Leider geht das vor- bzw. zurückklicken nicht mehr. Da ist nicht mal ein X um das Foto aus der Ansicht zu entfernen. Es funktioniert nur noch die Zurückversion im Browser um wieder in die Textansicht zu kommen.

Hat jemand einen Rat, wie ich ohne großen Aufwand die übliche Funktion wieder herstellen kann? Wenn nicht, muss ich mir die Mühe machen, jede Galerie mit einem Plugin neu zu erstellen. Aber vielleicht ist es ja nur eine Kleinigkeit.

Mein Reden

Gewisse Hersteller haben sich dazu entschlossen, die Zigeunersauce vom Markt zu nehmen, also nicht wirklich. Sie soll umbenannt werden. Welch ein Blödsinn. Ich bin mit dem Begriff Zigeuner aufgewachsen, ebenso wie mit dem Begriff Neger. Beides war nie und nimmer mit einem negativen Touch behaftet. Ein Schwarzer war eben ein Neger, dunkelhäutige Personen, die mit Wohnwagen durch die Welt fuhren und an der Tür versuchten, Teppiche zu verkaufen, waren eben Zigeuner. Die Neger sind ja schon aus allen möglichen Speisen verdrängt. Zehn kleine Negerlein darf man auch nicht mehr singen. Und jetzt soll uns auch die Zigeunersauce genommen werden. Das Zigeunerschnitzel ist wohl schon länger von den Speisekarten der Restaurants verschwunden. Gibt’s eigentlich noch den Sarottimohr? Sprachhygiene nennt man sowas.

Ich verstehe den ganzen Hype nicht, weil ich, wie ich schon erwähnte, zu einer Zeit aufgewachsen bin, in der es noch keine Sprachhygiene gab und während der sich niemand was dabei dachte, wenn man Negerküsse kaufte oder zu Hause erzählte: Ich habe heute einen Neger gesehen. Und das war schon ungewöhnlich zu der Zeit, während heute einem überall Neger über den Weg laufen können.

Und jetzt wird die seit Generationen beliebte Zigeunersauce abgeschafft. Und was sagen die Zigeuner selbst dazu? Sie finden die Zigeunersossendiskussion unwürdig und derob schütteln ihr Zigeunerhaupt.

Besonders der letzte Satz einer Veröffentlichung der Sinti-Allianz Deutschland lässt aufhorchen:
„Eine Zensur oder Ächtung des Begriffs Zigeuner, durch wen auch immer, sollte und darf es nicht geben.“

Ich will die Zigeunersauce behalten! – auch wenn ich sie gar nicht so gerne mag.

Spanische Nacht


Freunde hatten zu gestern Abend zur Paella geladen. Die lange Tafel war für 14 Personen auf der Terrasse gedeckt. Als kleine Appetitanreger gab es Gurkenscheiben, Feta und Oliven. Als die Paella fertig war, verteilte sie der Hausherr direkt aus der Pfanne.


Die Dame des Hauses hatte vorab ein kleines Video an ihre Gäste verschickt.

Unter allgemeinem Interesse der Anwesenden wurde versucht, diese Konstruktion nachzustellen. Leidergottseidank nahm die Melone bis zur gewünschten Zeit des Servierens nicht genügend Alkohol auf. Niemand ist vom Stuhl gefallen. Der Vodka war für eine Spanische Nacht zwar nicht ganz stilecht, die Melone passte aber.

Nach langer Zeit haben wir mal wieder mit lieben Freunden zusammengesessen und über Gott und die Welt gesprochen. Es war eine wunderbare Sommernacht unter dem Sternenhimmel. Ganz herzlichen Dank für den schönen Abend.