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Zärtlich


Eine Pfote auf der Nase, auf dem Fuß, auf dem Arm, auf der Brust, – noch nie sind unsere Mäuse agressiv uns gegenüber gewesen. Nie haben lassen fahren sie die Krallen aus. OK, im Spiel passiert es schon mal, dass es einen kleinen Ratscher auf der Haut gibt, dass Blut fließt. Aber das ist normal und haben wir uns zum Teil selbst zuzuschreiben.

Wenn Elphie und Glinda nicht wollen, dass wir ihnen zu nahe kommen, dass jetzt genug mit knuddeln ist, weisen sie uns freundlich, aber mit Nachdruck zurück, aber nie fahren sie die Krallen aus.

Wenn Katzen nicht wollen, dann wollen sie nicht, und das muss man akzeptieren. Umso schöner sind die seltenen zärtlichen Momente.

Sollen wir es tun?


Wir überlegen seit kurzem, ob wir nicht keine kleine Kreuzfahrt machen wollen, 7 Nächte. Aber die Katzen! OK, für die Verpflegung und das tägliche Reinigen des Katzenklos wäre gesorgt, doch die 2 wären den ganzen Tag allein in der Wohnung. Sie halten sich meistes da auf, wo wir auch sind. Ist einer von uns im Bad, liegt eine Katze vor der Badezimmertür und mauzt.

Natürlich sind unsere beiden Mitbewohner auch mal allein zu Hause. Ich muss ja auch mal einkaufen gehen. Letzens, als ich nach Hamburg musste, waren es auch ein paar Stunden. Aber was ist, wenn keiner da ist, der Nähe gibt? Nachbarn können die Katzen versorgen aber nicht begöschen, sie haben ihr eigenes Leben, man kann das nicht verlangen.

Und können wir den Urlaub genießen wenn wir wissen, dass unsere beiden Süßen allein zu Hause sind? OK, wir wollten die Katzen haben, und 2 Katzen im Haushalt sind wohl besser als eine allein. Vielleicht machen wir uns auch zu viel Gedanken darüber, aber die 2 kennen es nicht, ohne Dosenöffner und Knuddler zu sein.

Gut aufpassen

Katzen verstehen, was man sagt, teilweise. So gibt es ein paar Worte, wenn sie die hören, flippen sie aus. Milch ist so ein Wort. Wenn ich frage „Wollt ihr Milch?“, dann fiepen die Beiden und rennen dahin, wo ich die Milchschale immer hinstelle. Und beim rennen wird keine Rücksicht auf nichts genommen, sie springen wortwörtlich über Tische und Stühle.

Ebenso verhält es sich bei der Frage „Wollt ihr raus?“. Das ist dann noch schlimmer als bei „Milch“. Die Terrassentür ist gerade einen winzigen Spalt geöffnet – und schon drängeln sie dadurch.

„Habt ihr Hunger?“ – auch diese Frage wird mit gebührender Aufmerksamkeit bedacht, wenn auch nicht so wild wie bei den erstgenannten.

Wenn ich mich mit Bernd unterhalte, z.B. darüber, ob und wann wir die Katzen rauslassen wollen, muss man schon höllisch aufpassen, wie man das am besten umschreibt. Das Wort „raus“ darf dabei gar nicht vorkommen. Ich sagte also heute Morgen: „Wenn wir frühstücken, können wir ja mal die Tür aufmachen.“

Und jetzt gehen wir frühstücken und lassen die Katzen raus, aber bevor das Frühstücksgeschirr auf dem Tisch steht. Sonst müssten wir Geschirr und Frühstückszutaten vom Boden aufklauben.

1. Geburtstag


Heute vor einem Jahr erblickten unsere beiden Familienmitglieder Elphie und Glinda, zusammen mit ihren Brüdern Leo und Findus, das Licht der Welt. Unsere Schwiegertochter Sabrina hatte der Mutter Lotta geholfen und die Erstversorgung sichergestellt. Insgesamt waren es 5 kleine Wollknäule, die Lotta zur Welt gebracht hatte. Das 5. kleine Kätzchen hat aber nicht überlebt.


Seit jetzt 8 Monaten leben Elphie und Glinda bei und mit uns. Meistens, also überwiegend, sind sie lieb und niedlich und süß. Aber manchmal nerven sie auch, z.B. wenn sie sich zwichen der Tastatur und dem Monitor räkeln. Bereits 2 Mal wurden Emails unwiederbringlich gelöscht. Seit dem letzten Mal stelle das Emailprogramm immer auf einen unwichtigen Account.

Die Einstellungen des Bildschirms werden mittels kleiner Sensoren geändert. Und da passiert es schon mal, dass die Einstellungen total durcheinander sind wenn sich eine der Katzen an den Monitorrahmen schmiegt. Das ist gerade vorhin erst wieder passiert, Und ja, da war ich sauer, auch wenn heute Geburtstag ist. Am Geburtstag hat man, und katze auch, keinen Freibrief.


Natürlich weiß ich, dass das keine Absicht ist. Und wenn ich schnell genug bin, schalte ich den Monitor aus damit nichts passieren kann. Heute war ich nicht schnell genug und musste mir dann mühsam zusammensuchen, wie ich alles wieder richtig einstelle. Man macht sowas ja nicht täglich und hat es dann bis zum nächsten Mal wieder vergessen.

Wir können uns wirklich nicht beklagen. Elphi und Glinda erfreuen uns immer wieder mit ihren Aktionen, wenn sie nicht gerade am Computer rumspielen.

Heute möchte ich aber auch an meine Schwiegermutter erinnern. Sie hätte heute ihren 81. Geburtstag gefeiert.

Pausenchat


Wenn mein Schatz Pause hat, chatten wir eine Weile per WhatsApp. Belanglose Dinge, u.a. „Was machen die Katzen?“ – „Wie waren die Straßen?“ – „Kannst du auf dem Heimweg noch kurz was einkaufen?“ Ich benutze übrigens die Webversion von WhatsApp auf dem Rechner.

Heute hatte sich Glinda kurz vorher auf der Tastatur breitgemacht. Mehrmals hatte ich vorsichtig versucht, sie anders hinzulegen. Zwischen der Tastatur und dem Monitor ist reichlich Platz. Aber nein, sie hatte sich die Tastatur als Kissen auserkoren. Egal, wie ich Glinda hinlegte, sie war nicht dazu zu bewegen, mir die Tastatur zu überlassen.

Im vorigen Sommer hatte ich mir für den Gebrauch auf der Terrasse ein Blauzahnkeyboard gekauft. Der alte Mann mit seinen Wurstfingern hasst es, auf dem Tablet, schlimmer noch auf dem Handy, rumzutippen. Schließlich habe ich vor Generationen mal „zehnfingerblind“ gelernt und das funktioniert auf den elektronischen Geräten nicht. Schnell verband ich das Handy mit der Tastatur und konnte dann meinem Schatz die Pause verkürzen. Und Glinda konnte derweil ungestört weiterschlafen.

Kuschelzeit

Nachdem ich morgens aufgestanden bin und die Katzen versorgt habe, toben Elphie und Glinda durch die Wohnung, buchstäblich über Tisch und Bett. Wenn sie dann irgendwann zur Ruhe gekommen sind, suchen sie meine Nähe.

Elphie wälzt sich erstmal auf dem Arbeitstisch und fordert ihre Kuscheleinheiten ein. Genüsslich liegt sie auf dem Rücken, streckt alle Viere von sich und lässt sich von mir den Bauch knuddeln. Wenn sie genug hat, legt sie sich zwischen Monitor und Tastatur zur Ruhe und schläft eine Runde nachdem ich sie in den Schlaf geknuddelt habe. Elphie sucht zwar unsere Nähe, aber eher nicht den direkten Körperkontakt.

Glinda ist anders. Sie kommt tatsächlich auf den Schoß und verteilt, wenn man Glück hat, eine Massage mit den Vorderpfoten. Das ist Überbleibsel aus der Katzenkindheit. Die kleinen Kitten massieren während des Säugens den Bauch der Mutter um den Milchfluss anzuregen. Warum einige erwachsene Katzen das beibehalten, ist nicht wirklich geklärt. Es wird vermutet, dass sie, wie bei Glinda, damit die Zuneigung zum Menschen ausdrücken.

Unsere Beiden sind also nicht nur äußerlich total verschieden, sondern auch in ihrem Verhalten. Aber beide sind total lieb.

Und während ich hier die Fotos zurechtschneide, scheppert es hinter mir. Die Katzen waren in einem offenen Regal und haben ein kleines Kästchen rausgeschubst. Hab ich eben gesagt, die sind total lieb?

Verräterische Spuren


Sie dürfen es nicht, sie sollen es nicht, die Katzen. Sie sollen nicht auf die Arbeitsplatte springen. Was dabei passieren kann, habe ich ja erst kürzlich erlebt. Aber wir leben nicht in der Küche, wir schlafen da schon mal gar nicht. Also haben wir die Katzen nicht immer unter Aufsicht.

Die Induktionsplatte wird natürlich immer nach dem Gebrauch gereinigt, besonders nach dem Braten. Spätestens am nächsten Morgen sind sie da, die kleinen Abdrücke der Katzenpfoten. Was soll ich machen? Solange alles heil bleibt und wir nicht nächtens aus dem Schlaf gerissen werden weil was zu bruch gegangen ist, sollen sie – wenn wir es nicht sehen.

Sind wir dabei und beobachten, dass Elphie oder Glinda auf die Arbeitsplatte springt, reagieren wir mit einem eindringlichen „nein“ und einem starren Blick in die Augen. Manchmal ist auch sanfter Druck der Hand notwendig, um die Katze herunterzuschieben. Und wenn die Spritzflasche in der Nähe steht, wird die ohne Vorwarnung eingesetzt.

Elphie hat inzwischen begriffen, was die Flasche bedeutet. Ich brauch sie nur in die Hand nehmen, dann lässt sie von dem Vorhaben ab, was sie gerade plante. Katzen sind doch lernfähig.

Leckermäulchen


Frau Nachbarin hat gebacken. Und ab und zu versorgt sie uns mit selbstgebackenem Kuchen, gestern mit lecker Quarktorte. Katzen haben ja eine feine Nase, besonders Glinda. Wenn es irgendwas zu essen gibt, ist sie die erste, die das registriert. Alles Essbare, was nicht gleich verzehrt wird, wird entweder im Kühlschrank, in der Mikrowelle oder im Backofen sichergestellt.

Gestern also Quarktorte, für jeden von uns, als für uns Männer, ein Stück. Schon als ich die Stücke auf die Teller aufteilte, schlich Glinda um mich herum. Sobald ich mich im Arbeitszimmer setzte, sprang sie auf meinen Schoß und machte einen langen Hals. Trotz des weitangehobenen Tellers gelang es Glinda, mit der Pfote ein winziges Stückchen aus dem Tortenstück zu friemeln, welches sie dann genüsslich verspeiste.

Ich muss die Nachbarin wohl bitten, uns nächstes Mal 4 Stücken Kuchen zu bringen.

Tüte statt Karton


Dass Katzen erstmal jeden Karton inspizieren, ihn durchaus auch mal okkupieren, ist allgemein bekannt. Eine Katzenbesitzerweisheit sagt: Bestelle oder kaufe was für deine Katze, der Inhalt ist völlig uninteressant, viel interessanter ist der Karton. Und das stimmt durchaus, wie wir seit nunmehr 5 Monaten feststellen konnten.

Papiertüten sind wohl auch sehr interessant.

Mein Bauch als Kissen


Ein Bauch als sanftes Ruhekissen.

Ich bin wohl Elphies Mensch geworden. Sehr gern legt sie sich auf den Arbeitstisch mit den Monitoren und der Tastatur. Ganz langsam streckt sie dann die Vorderbeinchen aus und parkt sie auf meiner Brust. Irgendwann bettet Elphie ihren kleinen Kopf auf meinem Bauch und schläft dort ein Weilchen. Ist das nicht süß?