Archiv der Kategorie: Cats

Leckermäulchen


Frau Nachbarin hat gebacken. Und ab und zu versorgt sie uns mit selbstgebackenem Kuchen, gestern mit lecker Quarktorte. Katzen haben ja eine feine Nase, besonders Glinda. Wenn es irgendwas zu essen gibt, ist sie die erste, die das registriert. Alles Essbare, was nicht gleich verzehrt wird, wird entweder im Kühlschrank, in der Mikrowelle oder im Backofen sichergestellt.

Gestern also Quarktorte, für jeden von uns, als für uns Männer, ein Stück. Schon als ich die Stücke auf die Teller aufteilte, schlich Glinda um mich herum. Sobald ich mich im Arbeitszimmer setzte, sprang sie auf meinen Schoß und machte einen langen Hals. Trotz des weitangehobenen Tellers gelang es Glinda, mit der Pfote ein winziges Stückchen aus dem Tortenstück zu friemeln, welches sie dann genüsslich verspeiste.

Ich muss die Nachbarin wohl bitten, uns nächstes Mal 4 Stücken Kuchen zu bringen.

Tüte statt Karton


Dass Katzen erstmal jeden Karton inspizieren, ihn durchaus auch mal okkupieren, ist allgemein bekannt. Eine Katzenbesitzerweisheit sagt: Bestelle oder kaufe was für deine Katze, der Inhalt ist völlig uninteressant, viel interessanter ist der Karton. Und das stimmt durchaus, wie wir seit nunmehr 5 Monaten feststellen konnten.

Papiertüten sind wohl auch sehr interessant.

Mein Bauch als Kissen


Ein Bauch als sanftes Ruhekissen.

Ich bin wohl Elphies Mensch geworden. Sehr gern legt sie sich auf den Arbeitstisch mit den Monitoren und der Tastatur. Ganz langsam streckt sie dann die Vorderbeinchen aus und parkt sie auf meiner Brust. Irgendwann bettet Elphie ihren kleinen Kopf auf meinem Bauch und schläft dort ein Weilchen. Ist das nicht süß?

Hilfe! Blut!


Das morgendliche Ritual:
Ich werde wach, recke mich und drehe mich und kuschel mich nochmal in die Decke – bis ich meine, dass ich wirklich wach bin. Dann rufe ich nach Elphie. Ich höre, wie sie im Flur oder im Wohnzimmer irgendwo runterspringt und sie kommt dann angetrabt und springt auf das Bett. Unter der Bettdecke wackel ich mit den Zehen, man muss die Katzen ja beschäftigen. Elphie tapst dann mit der Pfote nach dem Zeh, manchmal beißt sie auch rein, alles in maßen. Es piekt etwas, ist alles spielerisch und kein Problem.

Heute Morgen hab ich es wohl etwas übertrieben: Elphie war wohl im Jagdmodus und hat mal richtig zugelangt. Leider war die Bettdecke im Bezug verrutscht und gerade da, wo mein Fuß war, war keine Bettdecke, nur der Bezug „schützte“ meinen Fuß. Aua! Das tat weh! Na ja, grinsen musste ich schon, selbst schuld eben.

Als ich dann aufstehen wollte und meinen Fuß auf den Fußboden setzte, war dadrunter Blut! Huch! Mit der Hand konnte ich sogar noch Blut von unter den Zehen wischen. Huch! Vorsichtshalber schaute ich mal im Bett nach. Ein ca. 5-markgroßer Fleck auf dem Laken! Oh! Als ich das Laken beiseite nahm, war sogar Blut auf dem Matratzenschoner! Hm, muss also gar nicht mal so wenig geblutet haben wenn das sogar durch das Laken gesickert ist.

Aber so ist das: Wo gehobelt wird, blutet es schon mal.

Inzwischen war auch Glinda ins Schlafzimmer gekommen. Beide Katzen schnüffelten interessiert am Blutfleck auf den Bodefliesen. Dran geleckt haben sie nicht, sie sind also keine Vampire.

Geschwisterliebe


Es ist selten geworden, dass Elphie und Glinda gemeinsam oben auf dem Kratzbaum liegen. Glinda ist ja größer als Elphie und, da ist das „Nest“ ist ein wenig knapp geworden für beide Katzen.

Heute habe ich sie beide erwischt wie sie einträchtig aneinandergeschmiegt da oben liegen. Mag ja sein, dass das öfter so ist, aber man steht ja nicht ständig daneben. Es war Zufall, dass ich sie so entdeckte und Fotos machen konnte.

Clownkatze Elphie


Elphie scheint unsere Clownkatze zu sein. Sie sorgt immer wieder, und das täglich, zum Schmunzeln, wenn nicht sogar zum lauten Lachen.

Gestern war Wiegetag. Elphie war von Anfang an kleiner und leichter als Glinda. Der Unterschied beträgt ca. 500 g, und das ziemlich durchgehend in den 5 Monaten seit die beiden Katzen bei uns sind. Elphie ist also auch beweglicher und sie springt höher beim Spielen – und seit heute auch auf einen Schrank. Aus dem Stand ca. 1,40 m. Also müssen wir mal gucken, was wir da ggf. umsortieren müssen, dass da nichts kaputtgeht.

Zutraulich sind Elphie und Glinda gleichermaßen. Und manchmal übertreiben sie es auch weil sie uns fast belagern um ihre Knuddels einzufordern. Wer kann dazu schon ein sagen? Vorgestern erhielt ich von Glinda im Bett eine Bauchmassage. Sie saß neben mir auf dem Bett und mit ihren Vorderpfoten bearbeitete sie meinen Bauch.

Sie sind schon goldig, unsere 2, auch wenn sie mir heute morgen um 5 den Schlaf raubten weil sie sich durch die Wohnung jagten, mit irgendwelchen Dingen spielten und im Schlafzimmer hinter dem Fenstervorhang Versteck spielten.

Um es mal mit Loriot zu sagen:
Ein leben ohneMopsKatze ist möglich, aber sinnlos!

Kater?


Während die beiden Herren dieses Haushalts die erste Nacht des neuen Jahres gut überstanden haben und am Neujahrstag ohne Kopfschmerzen aufgewacht sind, auch wenn Wein, Sekt und Ouzo in Strömen flossen, hat eine der Damen heute wohl mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Vielleicht ist es ja auch nur eine Migräne – wobei ich eine Migräne nicht herunterspielen möchte. Ich möchte nicht mit jemandem tauschen, der damit öfter zu kämpfen hat.

Allerdings frag ich mich, was die Dame während unserer Abwesenheit konsumiert hat, und vor allem, wie sie da rangekommen ist.

Weihnachtsspaziergang


Unsere Katzen lieben es, auf der Terrasse rumzustrolchen. Wenn man selbst mal ein Liebend gern wuseln sie hinter den Blumenkübeln rum bzw. sie klettern durch das Geländer und schauen dann mal, wie es 3 Etagen tiefer aussieht.

Sobald wir uns an der Terrassentür zu schaffen machen, werden die Ohren gespitzt und besonders Elphie steht da mauzend und will raus. Sie kommt so schnell angerannt, so schnell kann man gar nicht gucken. Wenn wir dann nicht aufpassen, zwängt sie sich durch den Türspalt sobalb die Tür weit genug geöffnet ist. Wenige Sekunden später ist Glinda dann auch draußen. Und dann muss ich 2 Katzen einfangen, was gar nicht so einfach ist. Und dann noch die Angst, wenn eine der beiden außerhalb des Geländers zwischen den Pflanzkübeln rumwuselt.

Wir haben uns überlegt, Katzengeschirr zum Anlegen anzuschaffen. Tja, das klappt tatsächlich. Sie versuchen nicht, sich das wieder abzustreifen. Es scheint so, dass sie durch die Weste ruhiger werden. Auch wenn wir die Leine locker lassen, also nicht auf Spannung halten, laufen sie nicht los. Klar, dass sie sich auf der Terrasse bewegen und rumschnüffeln, das sollen sie ja auch. Nur passiert das jetzt kontrolliert und wir brauchen keine Angst zu haben, dass eine der beiden Süßen von der Terrasse fällt oder gar versucht, in den nächsten Baum zu springen weil da gerade ein Vogel von Ast zu Ast hüpft.

2 Tage!


Am Sonntag haben wir unseren Weihnachtsbaum aufgestellt und an ihm eine Lichterkette mit 100 LED drapiert. Auf weiteren Christbaumschmuck haben wir wohlweislich verzichtet. Als wir am späten Nachmittag unser Sonntagsmal einnahmen, sollte der Baum im blauen Glanz erstrahlen. Tja, es leuchteten nur noch 4 LED. Was war passiert? Eine der beiden Katzen hatte das Kabel durchgebissen!

Heute flickte ich das zerbissene Kabel mit einer Lüsterklemme, sowas ist kein Problem für mich. Akku in die Steckdose gesteckt – toll, 100 blaue LED leuchteten.

Plötzlich hörte ich ein raschelndes Geräusch. Als Besitzer von jungen Katzen muss man nicht nur die Augen überall haben, auch die Ohren muss man aufsperren. Der Weihnachtsbaum lag auf der Seite, die Katzen mittendrin. Nach 2 Tagen hatten die Katzen das Ding umgerissen. Nun ist es kein Problem, den Baum wieder aufzurichten, ein Handgriff – und es ist alles wieder ok. Ich prüfte nochmal die Lichterkette. Wieder war der größte Teil der Lämpchen dunkel. Während der Baum auf der Seite lag, hatte eine Katze das Kabel an einer anderen Stelle angeknabbert. Auch das war schnell repariert.

Wir haben heute entschieden, den Baum wieder einzupacken, sollte er noch öfter das Opfer der Katzen werden. Wenn wir im selben Raum sind, haben wir Baum und Katze im Blick und können versuchen, mit einem lauten „neiiiiin“ die Katzen von weiteren Attacken abzuhalten. Desweiteren steht die Spritzflasche in Reichweite. Wir müssen die nur in die Hand nehmen und uns nähern, dann lassen sie vom geplanten Vorhaben ab.

Man könnte natürlich auch ganz gemein sein und eine ekelig pieksige Fichte aufstellen. So ein Teil würde die Katzen wohl von weiteren Attacken abhalten.

Eine Futterspende


Es scheint so, als hätten wir endlich das richtige Futter für unsere Katzen gefunden. Die Auswahl ist ja sehr groß im Supermarktregal. Doch nicht alles, was in den höchsten Tönen angeprisen wird, ist für die Samtpfoten gesund. Bevor wir die 2 Süßen bei uns aufgenommen haben, hatten wir uns eingehend mit dem Thema Katzenfutter beschäftigt und uns dann für eine Sorte entschieden und uns davon einen kleinen Vorrat für ein paar Tage angelegt.

Es stellte sich dann heraus, dass Glinda ihre Portion immer auffraß, Elphie aber nur ein paar Bröckchen davon nahm. Da sie zu dem Zeitpunkt nur 4 Monate alt waren, brauchten sie natürlich noch genügend Futter um zu gesunden Katzen heranzuwachsen und um keine Mangelerscheinungen zu bekommen. Also griffen wir auch ins Supermarktregal, um den Appetit zu stillen. So richtig glücklich waren wir damit aber nicht.

Dann fiel mir ein, dass Anne, eine ehemalige Nachbarin, uns angeboten hatte, dass wir sie gern fragen könnten, wenn wir zu Katzen was wissen wollen. Tja und das hatte ich dann. Anne hatte früher selbst Katzen, seit wir uns kennen ist sie aber ihren Hunden sehr zugetan.


Anne empfahl mir das Futter von VET-Concept. Ich bestellte erstmal eine kleine Auswahl um zu testen, wie unsere Katzen darauf reagieren. Tja, was soll ich sagen: Beide Katzen fahren total darauf ab. Nur von „Huhn“ waren sie nicht allzu begeistert. Inzwischen habe ich Nachschub geordert. Heute Morgen machte ich die Probedose „Kaninchen“ auf. Es schien fast, als würden sie das Kaninchen selbst erlegen wollen. Beide sprangen auf die Arbeitsplatte, was sie nicht sollen, also schob ich sie wieder runter. Elphie versuchte es gleich nochmal und schnupperte an der offenen Dose. Also ich mich mit den Näpfen auf den Weg zum Futterplatz machte, kam sie gleich mauzend hinterhergelaufen. Kaninchen scheint toll zu sein. Kaninchen kommt also auf die Merkliste für die nächste Bestellung.

Nun standen da also noch ein paar Dosen gutes, aber nicht so bevorzugtes Kittenfutter. Ich hatte die Idee, das zum örtlichen Tierheim zu bringen. Auf der Homepage ist ein Hinweis für die Öffnungszeiten während der Pandemie. Ich rief also an, wenn ich denn kommen dürfte um ein paar Dosen Katzenfutter abzugeben, welches unsere Katzen nicht so gern mögen. Ich musste mein Anliegen auf einen Antwortbeanrufer, äh, Anrufbeantworter sprechen. Der Rückruf kam dann ein paar Minuten später: „Sie hatten wegen einer Futterspende angerufen?“ Ich erklärte kurz den Sachverhalt und mir wurde bedeutet, dass ich während der normalen Öffnungszeiten jederzeit kommen könnte, einfach am Tor klingeln.

Als ich im Tierheim die Dosen auspackte, war die Dame total begeistert: Oh, Kittenfutter, das benötigen wir dringend!

Kitten im Tierheim? Mir wurde ganz anders. Ich sah in dem Moment unsere beiden süßen Katzen, die von uns bestens versorgt werden, die großes Vertrauen zu uns haben, die sich, soweit wir das beurteilen können, bei uns rundum wohlfühlen.

Und dann stellte ich mir vor, wie Kitten, ausgewachsene Katzen, Hunde und andere Haustiere im Tierheim leben müssen. Vielleicht wurden sie ausgesetzt, ihre Halter sind verstorben, die Kitten wollte keiner haben. Es gibt sicher viele Gründe warum Tiere im Tierheim leben müssen. Sie haben zwar ein Zuhause und bekommen Futter, aber die Zuwendung, die sie in einem Haushalt bekommen, ist dort gar nicht möglich.

Ich entschloss mich also spontan, zusätzlich zur Futterspende auch eine Geldspende zu machen und steckte 20 Euro in die Spendendose. Mehr kann ich leider nicht tun.