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Novembertag


Ein typischer Novembertag: Graue Wolken, Wind und leichter Regen, mit einem Wort „ungemütlich“. Zum Glück muss ich heute nicht raus und kann diversen Tätigkeiten in der Wohnung nachgehen, wie z.B. das Internet leerlesen, Katzen suchen und mich an ihnen erfreuen.

Glinda schläft auf dem Kratzbaum, blinzelt mich kurz an wenn sie mich gewahr wird und schläft weiter. Elphie hat es sich auf dem Sofa bequem gemacht und fusselt selbiges voll. Eigentlich müssten beide mal wieder Hunger haben. Aber ich lass sie dösen, sie melden sich schon, wenn ich diesbezüglich aktiv werden soll.

Fadenex

Gestern waren wir mit unseren beiden Katzen zum Fadenziehen in der Ambulanz der Tierklinik Lüneburg. Bevor wir mit den beiden Katzen in den Transportboxen die Räumlichkeiten betraten, meldete ich mich bei der Anmeldung. Die Datei wurde aufgerufen. Die junge Dame schaute sich das an und sagte dann zu mir: Elphie und Glinda – sind sie Musicalfan?“

Tja, da kannte sich jemand aus im Metier der Musicals. Die junge Frau hatte anhand der Namen auf das Musical „Wicked – die Hexen von Oz“ geschlossen. Elphaba und Glinda sind ja die beiden Hauptdarstellerinnen des Musical, zwei ungleiche Schwestern.

„Aufgrund der aktuellen Situation“ mussten wie mir unseren Schwestern kurze Zeit im Wagen warten. Nachdem wir reingeholt worden waren, ging alles ganz schnell. In jeweils weniger als 1 Minute waren die Fäden weg. Die Ärztin bestätigte, dass alles in Ordnung sei und wir konnten nach Hause fahren.

Erneut haben wir die Erfahrung gemacht, dass man in der Tierklinik sehr nett ist und liebevoll mit den Tieren umgeht. Natürlich hoffen wir, dass ein Notallbesuch dort nicht notwendig wird. Aber wenn doch, werden wir vertrauensvoll die Tierklinik Lüneburg aufsuchen.

Ein kleiner Schnitt


Gestern wurden unsere beiden Katzen in der Tierklinik Lüneburg kastriert. Ja, auch bei Katzen nennt man es kastrieren, nicht nur bei Katern. Würden sie sterilisiert werden, würde man die Eileiter durchtrennen. Das würde aber nicht dagegen helfen, rollig zu werden. Dafür müssen die Eierstöcke raus. Man lernt als Katzenhalter immer noch dazu.

Die Aufnahme in der Tierklinik war sehr einfühlsam. Glinda und Elphie blieben bei der ersten Untersuchung und beim Wiegen ganz ruhig. Der Tierarzt bestätigte uns, dass die Zwei einen guten und gesunden Eindruck machen. Er selbst würde die Operation durchführen und uns telefonisch einen Zwischenbescheid geben wenn sie aufgewacht sind. Der fiel dann auch zu unserer Erleichterung positiv aus. Ab 16 Uhr könnten wir sie abholen.

Nachdem ich die Rechnung bezahlt hatte, wurden mir die beiden Transportboxen mit den frischoperierten Kätzchen ausgehändigt. Wir erhieltnen noch ein paar Informationen über die Nachsorge und für den Notfall ein Schmerzmittel. Dann fuhren wir zu viert wieder nach Hause.

Die 2 krabbelten auch gleich mit ihren Halskrausen aus den Boxen, was nicht so einfach war. Solche Teile machen eine Katze ganz schön breit. Überall ecken sie damit an oder schleifen über den Fliesenboden. Auch essen und trinken klappt mit dem üblichen Geschirr nicht. Heute habe ich noch was ausgetauscht.


Als gestern Abend zu meiner üblichen Leserunde ins Bett ging, kam Glinda zu mir auf die Bettdecke und ließ sich von mir in den Schlaf kraueln.

Heute Morgen waren unsere Mäuschen erst ein wenig mobil, liefen durch die Wohnung, haben gefressen und Wasser geschlappt – und wurden dann müde. In meiner Nähe suchten sie sich einen Ruheplatz und schlafen. Sobald ich aufstehe, werden sie wach und schauen hinter mir her, als hätten sie Angst, ich würde verschwinden. Sobald ich wieder am Platz bin, beruhigen sie sich und legen sich wieder hin.


Die blöden Halstüten sind natürlich sehr hinderlich, bisher haben gab es aber noch keinen Versuch, sich der Dinger zu entledigen. Klaglos – noch – werden die Halskrausen getragen. Bis zm Fädenziehen in 10 Tagen sollen die dran bleiben.

Katzenleben


In meinem nächsten Leben werde ich Katze: Ich leg mich irgendwo hin, mach die Augen zu und schlafe. Ab und zu knuddelt mal jemand. Und wenn ich nicht geknuddelt werden mag, stehe ich auf und geh woanders hin.

Ich kriege mein Futter und mach die Essichdiät: Ess ich oder ess ich nicht? Wenn ich Zuwendung benötite, tue ich das mit der mir angeboren Sprache kund. Was für ein schönes Leben hätte ich als Hauskatze.

Morgenspaziergang


Morgens öffnen wir die Tür zur Terrasse, die Türöffnung wird von einer Insektenschutzschiebetür geschützt. Im Herbst/Winter dient sie als Vogelschutz. Die Tür wird magnetisch arretiert.

Die beiden Katzen sitzen vor dem Insektenschutz, schauen interessiert und schnuppern die Herbstdüfte. Wenn das Interesse sehr groß wird, spring Elphi schon mal gegen das Gitter, was der Magnet nicht immer aushält. Die Tür öffnet sich dann automatisch. Und man kann sich vorstellen, was dann passiert: Die Katzen sind auf der Terrasse und untersuchen alles.

Was man auf dem Foto nicht sieht: Wir wohnen in der 3. Etage, die Bäume stehen ein paar Meter von der Terrasse, vielleicht 3 – 4 Meter. Glinda, die auf dem Foto gerade über die Kante schaut, konnte ich mit dem Schütteln der Leckerlipackung wieder in die Wohnung locken. Ich habe sie dann ins Arbeitszimmer gesperrt. Elphi interessierten die Leckerlis überhaupt nicht. Ich konnte sie aber sanft einfangen und in die Wohnung bringen. Ein Leckerli hat sie trotzdem bekommen.

Fliegenwache


Heute habe ich den Brunnen und die Terrassenstühle hereingeholt. Dafür waren die Terrassentüren jeweils ein paar Minuten ohne Insektenschutz. Und da muss eine kleine Fliege hereingekommen sein. Die Katzen haben die natürlich sofort entdeckt. Sie konnten sie aber nicht erreichen.

Glinda ist bei dem Versuch die Fliege zu fangen, am Fenster entlang abgerutscht, konnte sich aber am Kratzbaum gerade noch einkrallen.

Lachen ist gesund


Lachen ist nicht nur ein Gasaustausch, lachen soll angeblich wirklich eine heilende Wirkung haben. Lachen soll auch schön machen. Etwa 300 Muskeln werden beim Lachen beansprucht. Was heißt beansprucht? Man merkt die Muskeln ja eigentlich gar nicht. Das Lachen geschieht spontan während man sportliche Übungen bewusst ausübt.


Nun ja, seit etwas mehr als 2 Monaten lache ich täglich, oft auch mehrmals. Unsere beiden süßen Katzen Glinda und Elphi sind die Ursache. Da entstehen Situationen, in denen ich einfach nicht anders kann als laut zu lachen. Gut, sie dürfen ja einige Dinge nicht. Aber wenn sie das dann doch machen und ich komme unverhofft dazu und ich werden aus 2, manchmal auch 4, großen, bernsteinfarbenen Augen angeschaut, kann ich ihnen nicht böse sein. Das sieht dann so ulkig aus und ich muss lachen.

Vielleicht bin ich auch nur äußerst leicht zu erheitern, nahezu albern, kindlich. Aber das Leben ist ernst genug. Wer trotzdem lachen kann – auch ohne Katzen – und nicht alles so ernst nimmt, ist sicher besser dran.

Was ist denn das?


Ein Karton! Ein Karton!

Heute wurde die neue Servierpfanne geliefert. Die Katzen waren natürlich äußerst interessiert. Nicht an der Pfanne sondern an der Verpackung. Nachdem ich endlich in der Lage war, Olav aus dem Karton zu werkeln, fanden die Katzen gleich ein neues Spielzeug.

Heute Abend wird die neue Pfanne ausprobiert. Ich bin sehr gespannt.

Ungewohnt

Seit Anfang Februar war der Liebste zu Hause. Die Hintergründe zu erklären würden den Rahmen hier sprengen. Nur so viel sei gesagt: Hätte man damals schon was von Corona bzw. über die Folgen geahnt, hätte er der Vereinbarung nicht zugestimmt. Egal, wir hatten eine tolle gemeinsame Zeit, ohne Probleme, ohne Zank und Streit, sehr harmonisch – wie es seit 23 Jahren der Fall ist.

Seit heute hat der Liebste einen neuen Job, zwar befristet bis Ende des Jahres, aber immerhin. Das bedeutet für ihn frühes Aufstehen, keine Pause zu Hause auf ein Käffchen, dafür aber schon am Nachmittag wieder bei mir. Hoffen wir, dass ihm die neue Arbeit gefällt.

Nachdem Schatz das Haus verlassen hatte, bin ich für ca. 2 Stunden wieder eingeschlafen. Als ich wach wurde, spürte ich Elphi auf dem Bett tapsen und gucken ob ich nun endlich wach bin. Glinda lag, mich beobachtend, auf dem Nachttisch von Bernd. Ich knuddelte sie an einer Hinterpfote worauf sie meine Hand mit einer Vorderpfote leicht anstupste. Diese Geste hatte irgendwie etwas tröstendes, so als wollte sie mir sagen: Du bist nicht allein. Den ganzen Vormittag waren die beiden Samtpfoten viel zutraulicher als sonst. Vielleicht merkten sie, dass da jemand fehlte.

Ja, sie hatten auch ihre wilden Minuten während der Elphi es schaffte, das Insektenrollo an der Terrassentür zu öffnen. Schwupps, waren beide Katzen auf die Terrasse entwischt. Jetzt aufgeregt rauszugehen um sie wieder einzufangen, bringt nichts. Sie sind lernfähig und verstecken sie dann hinter den Blumenkübeln. Verschrecken will ich sie ja auch nicht. Einen Sturz von der 3. Etage oder einen Sprung in die nahen Bäume wollen wir ja vermeiden. Mit Geduld und Katzenspielzeug gelang es mir, die 2 wieder in die Wohnung zu locken. Wie ich schon sagte, sie sind lernfähig. Ich bin gespannt, wie lange mir das auf diesem Weg noch gelingt.

So allein in der Wohnung, von den Katzen mal abgesehen, ist es doch recht ungewohnt für mich. Erstmal hab ich ein wenig Ordnung geschafft. Für die nächsten Tage habe ich mir diesbezüglich noch einiges vorgenommen. In den letzten Tagen haben wir nicht viel gemacht.

Seit Wochen haben wir kein Radio mehr angehabt. So ruhig konnte ich das nicht aushalten. Unser Haus- und Hofsender beschallt jetzt wieder die Wohnung.

Ein paar Termine muss ich noch arrangieren. Schatz wird wohl heute seinen Dienstplan mitbringen. Danach werde ich die Termine abmachen. Denn wenn er zu Hause ist will ich nicht unbedingt weg sein, auch wenn es nur kurze Zeit sein wird.

Nach 8 Monaten 24 Stunden täglich zusammen zu sein, gemeinsam Einkäufe machen, wichtige Dinge erledigt bezüglich unserer Mütter – und nun wieder stundenlang allein in der Wohnung zu sein, das ist eine Umstellung. Und ich freu mich auf nachher, wenn Schatz nach Hause kommt und mir hoffentlich positive Dinge von seinem neuen Arbeitsplatz erzählt.

So süß


Natürlich beobachten wir unsere beiden Familienmitglieder nicht ununterbrochen. Wir fragen uns schon mal, wo sie sich denn nun gerade aufhalten. Und dann machen wir uns auf die Suche. Einen Schnappschuss zu bekommen wie oben ist schon Zufall. Eine Sekunde später – und sie haben sich bewegt weil sie was gehört haben.

So erging es Bernd heute. Er wollte noch eine Aufnahme mit seinem Handy machen. Als er zurückkehrte sah alles wieder ganz anders aus. Und dann hatten wir plötzlich eine Katze mit 3 Ohren.

Seit zweit Monaten sind die 2 jetzt in unserem Haushalt. Gut, manchmal sind sie schon ein wenig nervig. Aber sie sind auch ganz lieb und zutraulich.