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Kuschelbauch


Jeden Morgen die gleiche Aktion: Glinda vereinnahmt mich mit Haut und Haaren. Sie springt auf den Arbeitstisch, verschiebt den Monitor, legt sich auf die Tastatur, wälzt sich auf den Rücken damit sich sie knuddeln kann, kneift mit ihren kleinen scharfen Zähnen in meinen Daumen, kuschelt sich an meinen Bauch. Das Ergebnis dieser Kuschelsession ist dann ein behaartes Shirt.

Wenn sie genug bekuschelt wurde, haut sie entweder einfach ab oder sie legt sich hier auf den Tisch, fällt einfach um und schläft. Heute ist sie vom Arbeitstisch gesprungen und liegt jetzt wohl im Wohnzimmer oder auf dem Küchenschrank.

Vorher hat sie noch ein Geschenk ins Bett gelegt.

Mutig und neugierig


Unsere Nachbarn sind im Urlaub und ich habe die wichtige Aufgabe dafür zu sorgen, dass die Pflanzen auf der Dachterrasse genügend Wasser bekommen. Jeweils morgens und abends muss ich dafür kurz auf eine Taste des Bewässerungssystems drücken. Die Wohnungstüren beider Wohnungen liegen nicht nebeneinander sondern befinden sich genau gegenüber.

Wenn ich dann kurz unsere Wohnung verlasse, lass beide Wohnungstüren ganz weit offen, während ich kurz auf die Dachterrasse gehe und die Bewässerung starte. Als ich vor ein paar Tagen die Terrasse verliess und die Wohnung betrat, stand Glinda im Treppenhaus und schaute in die fremde Wohnung. Am nächsten Tag hatte sie es sogar gewagt, ein paar Schritte in die Wohnung hineinzugehen. Am 3. Tag nahm ich mein Handy mit rüber und machte ein Foto.

Heute war Elphie Glinda in die Wohnung gefolgt. Die Nachbarn kommen morgen aus dem Urlaub zurück. Könnte sonst sein, dass die 2 demnächst die ganze Wohnung inspizieren.

Es ist so ruhig

Nachdem ich meine Morgenroutine erledigt habe, wie duschen, fönen, schminken, Katzentoiletten saubermachen und Katzenstreu wie einen Zengarten harken, setze ich mich an den Rechner und lese Mails, Nachrichten, schaue bei Instagram rein usw usw. Währenddessen gehen die Katzen ihren Beschäftigungen nach (spielen mit Kartons, werfen sie auch die Tastatur und verschieben den Monitor, verändern die Farbeinstellungen weil sie auf den Sensor kommen, löschen Emails und fordern auf diese Arte ihre Knuddeleinheiten ab).

Manchmal höre ich sie gewisse Dinge tun und ich weiß sofort, was sie da gerade anstellen, was sie meistens nicht sollen. Schaue ich dann um die Ecke, gucken sie mich an: Was willst du, ist doch alles ok.

Irgendwann wird es ruhig in der Wohnung, dann weiß ich, dass die Beiden irgendwo liegen und schlafen. Sie haben keinen festen Ruheplatz. Manchmal liegen sie hier bei mir auf dem Tisch, allein oder gemeinsam. Das mag ich sehr gern, dann kann ich sie beobachten oder auch ein wenig knuddeln. Und wenn sie nicht hier liegen, liegen sie woanders. Manchmal bemerke ich den Ruheplatz eher zufällig.

Elphie liegt gern auf dem Konsolentisch in der Diele. Komme ich aus dem Büro, gehe ich direkt daraufzu wenn ich in die Küche will. Im Vorbeigehen bekommt sie ein paar Streicheleinheiten. Seit neuestem muss in der Küche ja mal den Blick nach oben schweifen lassen. Da liegt Glinda ja sehr gern. Daran muss ich mich noch gewöhnen. Wenn ich ein paar Verrichtungen in der KÜche zu tun habe, höre ich dann irgendwann ein „mauz“ von oben. Aha, Glinda liegt wieder auf dem Schrank und schaut mir zu.

Da Bernd morgens „vor dem Aufstehen“ zur Arbeit fährt und erst am frühen Nachmittag wieder nach Hause kommt, bin ich nicht ganz allein in der Wohnung. Wenn die Katzen nicht gerade schlafen, unterhalten sie mich auf ihre eigene Art. Und selbst wenn sie schlafen, erfreue ich mich an ihrem Anblick.

Nach fast einem Jahr, in dem sie zu uns gehören, kann ich sagen: Ein Leben ohne Katzen ist möglich – aber sinnlos (frei nach Loriot).

Geimpfte Katzen

Die Katzen sind jetzt auch geimpft – nicht gegen Corona, aber gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen. Nach einem Jahr war eine Auffrischung notwendig.

Es war alles etwas stressig heute. Als ich die Termine machte, war von einer gravierenden Straßensperrung nichts bekannt, jedenfalls hatte ich darüber nichts gelesen. Das hieß, dass Schatz an einem Freitagnachmittag statt ca. 30 Minuten fast die dreifache Zeit benötigte, um von der Arbeit nach Hause zu fahren um die Katzen und mich einzusammeln. Auch die Strecke zur Tierklinik in Lüneburg ist betroffen. Entweder man fährt von der kleinen Stadt an der Elbe über die A25 > A1 > A39 nach Lüneburg oder über diverse Bundesstraßen und Dörfer, durch Lauenburg, dort über die Elbe und dann weiter nach Lüneburg.

Wir entschieden uns für die zweite Variante weil sie angeblich 10 Minuten schneller sein sollte. Aber die Kurverei war vielleicht nerviger als der Stau auf der A1 zwischen Kreuz Süd und dem Maschener Kreuz.

Man glaubt ja gar nicht, wie laut eine Katze ihrem Unmut über das Autofahren Ausdruck verleihen kann. Im geschlossenen Mikrokosmos eines Wagens tut das schon fast weh in den Ohren und ansonsten tut das überhaupt weh. Elphie tat uns nämlich sehr leid.

Die Hauptsache war, dass wir den Termin um 16:45 Uhr geschafft haben. Nachdem ich mich auf der Patiententoilette bzw. der Patientenbegleitertoilette erleichtert hatte, konnten wir die Katzen aus dem Auto holen und gleich in den Behandlungsraum bringen.

Bevor der Pieks erfolgte, wurden die Katzen untersucht. Stolz nahmen wir zur Kenntnis, dass beide sehr gepflegt und gesund sind. Allerdings, und das war uns schon klar, liegt Glinda mit ihrem Gewicht gerade so an der Grenze zum Zuviel. Wenn ich zärtlich „na du kleine Dicke“ zu ihr sage, hat das schon seine Berechtigung.

Elphie hatte sich in ihrer Transportbox ganz verängstigt in eine Ecke gequetscht. Der Atem ging rasend schnell und sie zitterte. Der Doc hatte Verständnis und beschleunigte die Untersuchung.

Es schien uns, dass beide Katzen den Pieks gar nicht gemerkt hatten, kein Rucken und kein Zucken ging durch ihren Körper, als die Spritze angesetzt wurde. Beide kamen danach wieder in ihre Transportboxen. Es schien, als seien sie jetzt entspannter, besonders Elphie.

Nach ein wenig Smalltalk mit dem Doc – wie sich herausstellte, kannten er und mein Schatz sich vom vorherigen Job meines Mannes – brachten wir die Katzen ins Auto. Ich bezahlte die Rechnung und dann ging es über die Bundesstraßen und Dörfer auf der Strecke wieder nach Hause.

Wir merken es den beiden Familienmitgliedern an, dass sie ziemlich k.o. sind. Autofahren, eine fremde Person und ungewohnte Umgebung haben ihnen zugesetzt. Aber jetzt haben wir, falls nicht irgendein Störfall dazwischen kommt (toi toi toi!), ein Jahr Ruhe bevor wir uns wieder auf den ungeliebten Weg in die Tierklinik machen müssen. Denn nach 12 Monaten ist eine Auffrischung der Impfung notwendig.

normal?


Ist es normal, dass ich einer Katze minuntenlang beim Schlafen zugucken kann?

ich bin immer wieder davon beeindruckt, wie entspannt Katzen sich hinlegen und schlafen. Man kann erkennen, wie sich die Atmung verlangsamt. Manchmal verändern sie die Schlafposition ein wenig, oder sie recken die Pfötchen, vielleicht von einem leichten Stöhnen begleitet – man kennt das von seinem Ehepartner. Und das ist ja soooooo süß!

Zum Glück habe ich an meinem Computerplatz genügend Spielraum, um den Monitor und die Tastatur zu schieben, damit die Katze, in diesem Fall Elphie, genügend Platz zum Schlafen hat. Vielleicht steht sie gleich auf und legt sich hinter den Monitor. Dann baue ich wieder um. Ich möchte ja, dass es der Katze gutgeht.

Ich müsste jetzt eigentlich in die Küche und mir Obst zurechtmachen. Aber nein, dann störe ich ja die Katze wenn ich aufstehe.

Kletterkatze

Da stehe ich eben in der Küche, genau neben dem Hängeschrank, und mache irgendwelche Küchenverrichtugen. Plötzlich mautzt es von oben. Hä? Und da entdeckte ich Glinda auf dem Schrank.


Den Hängeschrank brauch ich zukünftig also oben nicht mehr abwischen.

Schrankkatze


Seit kurzem haben die Katzen unsere Schränke entdeckt. Mit der Zwischenstation über die Arbeitsplatte schaffen sie es, auf den Kühlschrank zu springen und dort oben dann auf den Hängeschrank zu spazieren.

Unser Schrank im Arbeitszimmer hat ein Anbauteil, welches 1,30 m hoch ist. Elphie schafft es vom Boden direkt dort hinaufzuspringen während Glinda, die etwas schwerer ist, den „Bürokarton“ mit dem Papiernachlass meiner Mutter als Zwischenstation benötigt. Aber der wird da nicht ewig stehenbleiben. Aber auch Glinda schafft es, von dem niedrigen Schrankteil auf das Regal nach ganz oben zu springen.

In ein paar Wochen gibt es einen neuen Schrank. Die Katzen werden wohl einen Weg finden, nach oben zu gelangen.

Wespenwache


Jetzt, wo es endlich wärmer wird, kommen auch die Insekten aus ihren Löchern. Unsere beiden Katzen reagieren auf alles, was sich bewegt, sei es innen oder außen. Und sie sind sehr geschickt. Gestern haben sie 2 Fliegen in der Wohnung zur Strecke gebracht. Eine wurde der Nahrungskette zugefügt, eine andere habe ich mit der E-Klatsch erlöst.

Unsere Wohnung ist ja rundum mit Insketenschutzrollos ausgerüstet, die Türen zur Terrasse mit Vertikalrollos. Aber wenn die Katzen Freigang bekommen, bleibt eine Tür immer ein Spalt offen damit sie rein- und rauslaufen können, wie es ihnen beliebt. Und da bleibt es nicht aus, dass auch Insketen in die Wohnung gelangen.

Wie auf dem Foto oben, sitzen Elphie und Glinda gern vor den Fenstern zu Terrasse oder vor den bodentiefen Fenstern in den anderen Räumen. Da gibt es ja sooooo viel zu gucken.

Alles wieder gut

Donnerstag am frühen Nachmittag bemerkte ich bei Elphie, dass sich an den Plätzen, wo wie sich aufhielt, kleine Pfützen mit einer klaren Flüssigkeit unterhalb ihres Mauls bildeten. Ständig leckte sie mit der Zunge über ihre Nase. Irgendwas stimmte da doch nicht. Sie hatte vorher gut gegessen und auch Wasser geschlabbt, was ja grundsätzlich ein gutes Zeichen ist. Aber nee, das ging so nicht. Wir fuhren mit ihr in die Tierklinik nach Lüneburg.

Der Tierarzt stellte erstmal fest, dass es Speichel war, was aus ihrem Maul tropfte. Im Maul selbst konnte er nichts feststellen. Elphie wurde abgetastet, abgehorcht und es wurde fiebergemessen – nichts war irgendwie auffällig. Wir setzten sie auf den Boden des Untersuchungsraumes, wo sie auch umherlief und sie schnell versteckte, was für die ängstliche Katze normal ist. Der Arzt wusste keinen anderen Rat als ihr ein Antiallergikum zu spritzen. Wir hätten sie auch zur Beobachtung in der Klinik lassen können, dazu konnte ich mich aber nicht durchringen. Ich zahlte die Rechnung und wir fuhren wieder nach Hause. Der Speichelfluss verringerte sich, Elphie lag die meiste Zeit in ihrer Transportbox. Nachts stellte ich frisches Wasser hin, von dem sie gleich eine große Portion wegschlabberte.

Auch gestern kam sie kaum aus der Box heraus. Elphie fraß und trank normal, sie war auch mit Glinda auf der Terrasse, aber sie machte einen müden Eindruck. Ich saß am Rechner und bemerkte nichts. Als ich mir was zu trinken holen wollte, schaute ich ins Katzenklo. Ui, da entdeckte einen Durchfallfleck. Hm, was jetzt? Da Elphie aber fraß und trank und sich auch in der Wohnung bewegte, entschieden wir, erstmal abzuwarten.

Gestern Abend wurde Elphie etwas munterer. Sie streunte länger durch die Wohnung, legte sich auch auf den Boden um ein paar Knuddler einzufordern, Speichelfluss war nicht mehr vorhanden. Eine Besserung war wohl eingetreten.

Heute, am Samstag, ist alles ganz normal. Vorhin hat sie hier bei mir gelegen und geschlafen. Sie spielt mit irgendwelchem Zeug und tobt umher, Essen und trinken schmeckt. Was unsere Kleine in den letzten Tagen hatte, wissen wir nicht. Vielleicht hat sie Wasser aus der Vogeltränke geschlabbt, das ist ja nun nicht besonders sauber. Auch am Pampasgras hat sie gekaut. Das ist eine neue Pflanze, auf der vielleicht noch chemische Reste waren. Oder sie hat sich an den scharfen Stengeln eine kleine Verletzung im Maul zugezogen was die Ursache des starken Speichelflusses gewesen ist – wir wissen es nicht. Wir müssen zukünftig nur stärker darauf achten, was sie während des Terrassenfreigangs so treibt.