Futterneid

Zwei Eichhörnchen tummelten sich heute Morgen um unser Futterhäuschen, das eigentlich für die Vögel gedacht ist. Ein Eichhörnchen sass im Häuschen, das andere wuselte immer darauf zu und wollte auch mit Sonnenblumenkernen frühstücken. Es kam aber nicht heran weil es immer wieder verjagt wurde. Wir hatten gestern für die Eichhörnchen Haselnüsse gekauft. Bernd liess eine Nuss durch die Lüftungsklappe auf den Balkon fallen. Offensichtlich schmecken Sonnenblumenkerne besser. Eins der Eichhörnchen schnappte sich die Nuss und vergrub sie in einem der Blumenkübel.

Wie machen eigentlich Eichhörnchen, ich meine welche Geräusche? Das konnten wir heute Morgen beim Kampf um das Futter herausfinden. Es ist eine Art Grunzen, vermischt mit Quieklauten.

Unangenehme Post

Wir haben den ersten Arbeitstag des neuen Jahres – und was finden wir im Briefkasten? Die Rechnung für die Kfz-Versicherung und die Rechnung für die Kfz-Steuer. Es fehlen noch die Rechnungen für die private Haftpflicht- und die Hausratsversicherung. Die werden wohl auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Silvester 04/05

Das alte Jahr endete und das neue Jahr begann mit einer sehr schönen Feier im kleinen intimen Kreis mit 4 Personen. Unsere Gäste Holger und Gunnar trafen um 18.00 Uhr bei uns ein. In der Tiefgarage war genügend Platz und Gunnar konnte seinen Löwen dort parken. Man weiss ja nie, was in der Silvesternacht so alles passiert. In der Garage war der Wagen vor Raketenangriffen jedenfalls sicher.

Nach einem kleinen Willkommensdrink verbrachten wir einen grossen Teil des Abends beim Fondue. Die Suche nach Fleischstückchen, die von der Gabel gerutscht waren, wurde zur Gemeinschaftsaktion.


Nachdem unsere Gäste und wir satt waren und auch wirklich kein Stückchen Fleisch, nicht mal eine kleine Gurke, mehr in unsere Mägen passte, vertrieben wir uns die Zeit bis zum Jahreswechsel damit, unser Wohnzimmer durch Tischfeuerwerk ins Chaos zu stürzen. Die kleinen Dinger waren unter anderem gefüllt mit Glitzerschnipsel, die sich auf dem Tisch und auf dem Teppich verteilten.

Was die kleinen Sprengsätze sonst noch in unser Wohnzimmer beförderten, sorgte für einen vergnüglichen Abend. Gunnar bemächtigte sich des Nasen-BHs und stopfte sich Lufballons unter das T-Shirt, was Holger dazu veranlasste, doch mal kräftig zuzupacken.


Ausserdem entdeckte Gunnar seine Fähigkeiten als Putzmacher(in) und verpasste Bernd einen neuen Hut, mit dem er ohne weiteres zum Derby gehen könnte.

Die Zeit bis Mitternacht verging wie im Flug. Holger schenkte den von den Beiden mitgebrachten Champagner ein.

Nachdem wir angestossen hatten und wir die guten Wünsche mit den Umarmungen hinter uns hatten, veranstalteten wir auf der Strasse ein kleines Feuerwerk.

Im Anschluss daran gab es den traditionellen Mitternachtsberliner,

von dem wir nicht wissen, warum es den zu Silvester gibt, jedenfalls hier im Norden. Vielleicht ist Matthias ja in der Lage, das herauszufinden.

Und dann wurde es spannend. Durch Bleigiessen versuchten wir ein wenig in die Zukunft zu schauen und herauszufinden, was das neue Jahr für uns bringen würde. Es war viel Gedulg notwendig, die Bleifiguren zum Schmelzen zu bringen.



Das Deuten des erstarrten Bleigusses war nicht immer einfach. Unsere Phantasie war gefragt, für jeden von uns ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen, was mit vereinten Kräften auch gelang.

Irgendwann war diese schöne Nacht zu ende. Ich glaube, es war so gegen halb drei als wir Holger und Gunnar zur Garage geleiteten. Es hat Spass gemacht, mit unseren beiden Freunden zu feiern. In diesem Jahr wird es noch diverse Gelegenheiten geben, gemeinsam zu Feiern. Dies war ein gelungener Auftakt.

Unverständlich

Heute wurde in der Mopo ein Bild veröffentlicht, dass mehrere Urlauber zeigt, die inmitten des durch die Flut angerichteten Chaos am Strand von Phuket ein Sonnenbad nehmen. Es ist einfach unglaublich. Wahrscheinich reklamieren sie nach ihrer Rückkehr in die Heimat auch noch den Reisepreis. Die Zeitung berichtet von anderen Touristen, die zwischen den Leichen am Strand entlang spazieren und meinen, das ganze sei ja gar nicht so schlimm und wird nur von den Medien so aufgebauscht.

Ich weiss nicht, was diese Menschen – ja, es sind wirklich Menschen – zu ihrer Denk- und Verhaltensweise veranlasst. Sie sollten besser das Land verlassen und den Einheimischen durch ihren Aufenthalt nicht zur Last fallen, die haben nämlich weit Wichtegeres zu tun als sich um Touristen zu kümmern.

Seebeben

Die Anzahl der Toten steigt ständig. Es ist wohl im Moment noch nicht abzusehen, wie viele es letztendlich werden. Viele werden vermisst bleiben, was sicher für die Angehörigen noch schlimmer ist.

In unserem Bürohaus befindet sich das Thailändische Konsulat. Eben komme ich von der Mittagspause zurück und sehe auf dem Dach die Thailändische Flagge und unsere Reedereiflagge als Zeichen der Trauer und der Anteilnahme auf Halbmast wehen. Ich bekam eine Gänsehaut als ich es sah.

Und hier in Hamburg sieht alles so friedlich aus. Blauer Himmel, die Sonne scheint, an der Alster sassen einige Passanten in der Sonne. Man kann kaum glauben, dass es in einem anderen Teil der Erde so viel Leid gibt.

Flaute

Es war fast nichts los heute in der Firma. Obwohl ich alleine in der Abteilung war, hatte ich bis heute Mittag alle anfallenden Arbeiten erledigt. Nur hier und da waren ab und zu noch ein paar Kleinigkeiten zu tun. Die Zeitung hatte ich auch schon 3 Mal vor- und rückwärts gelesen. Wat nu? Ich loggte mich bei ICQ ein in der Hoffnung, dass da jemand online ist, mit dem man chatten kann. Es war genau 14:01:31 als ich Holger ansprach. Tja, und dann haben wir fast 3 Stunden lang gechattet – ohne natürlich nicht die kleinen anfallenden Arbeiten zu vergessen. Hoffentlich haben wir uns am Freitag noch was zu erzählen.

Zuviel des Guten


Nichts geht mehr – und wir haben nicht mal alles von dieser leckeren Putenbrust aufgegessen. Magreth hat sie wieder sehr gut hinbekommen. Dazu gab es Rotkohl und Kartoffeln, zum Nachtisch Mousse au Chcolate. Torte hatte sie auch noch und zum Abendessen hatte sie auch eingekauft. Kaffee haben wir noch getrunken – ohne Torte, und das will was heissen bei mir. Wer mich kennt weiss, dass ich keine Gelegenheit auslasse, Kuchen bzw. Torte zu essen. Aber wir haben 3 Stückchen mitbekommen. Heute ess ich davon aber nichts mehr, die sind für morgen ….. – vielleicht.

Weihnachtsgedicht

von Loriot:

Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken
Schneeflöcklein leis‘ herniedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
häuft sich ein kleiner, weißer Zipfel.
Und dort, vom Fenster her, durchbricht
den tunklen Tann ein warmes Licht.

Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
Drum kam sie mit sich überein:
Am Niklasabend muß es sein.

Und als das Rehlein ging zur Ruh‘
das Häslein tat die Augen zu,
erlegte sie – direkt von vorn –
den Gatten über Kimm‘ und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei, drei, viermal die Schnuppernase
und ruhet weiter süß im Dunkeln
derweil die Sterne traulich funkeln.

Und in der guten Stube drinnen,
da läuft des Försters Blut von hinnen.
Nun muß die Försterin sich eilen,
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Waidmannssitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
was der Gemahl bisher vermied,
behält ein Teil Filet zurück
als festtägliches Bratenstück
und packt darauf – es geht auf vier –
die Reste in Geschenkpapier.

Da tönt’s von fern wie Silberschellen,
im Dorfe hört man Hunde bellen.
Wer ist’s, der in so später Nacht
im Schnee noch seine Runden macht?
Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten
auf einem Hirsch herangeritten.
„He, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?“

Des Försters Haus ist tief verschneit,
doch seine Frau ist schon bereit:
„Die sechs Pakete, heilger Mann,
’s ist alles, was ich geben kann.“

Die Silberschellen klingen leise,
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
Im Försterhaus die Kerze brennt,
ein Sternlein blinkt – es ist Advent!

Geschafft

Nun haben wir es wieder geschafft. Der Tag, dem wir wochenlang entgegenfierberten, ist vorbei. Die Geschenke sind verteilt. Meine Eltern und Bernds Mutter haben sich wieder wohlgefühlt und es genossen, verwöhnt zu werden. Es bereitet uns dann auch Freude, sie zu verwöhnen. Nur das Chaos in der Küche danach bereitet keine Freude. Aber das gehört nun mal dazu. Und inzwischen ist es auch vergessen. Was bleibt ist die Erinnerung an schöne Stunden.