Frühjahrsputz

Nein, nicht so wie früher: Matratzen und Teppich ausklopfen, Geschirr aus dem Schrank und abwaschen, Schränke von der Wand und von hinten abseifen, nee, sowas mach ich nicht. Aber der Balkon hatte es bitter nötig. Die Ahorntriebe trieben schon fröhlich aus allen Ritzen, die Sonnenblumen auch. Dreckig und schmuddelig sah es aus und gar nicht einladend, in der Sonne zu verweilen.

Also räumte ich die Blumenkübel beiseite, holte den Putzeimer, den Schrubber und die Bürste und machte mich mit Wasser und Kraftreiniger daran, den Balkon herzurichten.

Eigentlich müsste die Balkonbrüstung mal wieder gemalt werden. Da ich als Mieter dafür aber nicht zuständig bin und ich, da wir im nächten Jahr eh ausziehen werden, keine Lust dazu habe, für den Vermieter den Balkon zu renovieren, bleibt alles so wie es ist. Es ist sauber, wenn ich nicht fleckenrein – doch damit können wir leben.

Die Outdoorsaison kann beginnen!

Faulenzen

Eigentlich wollte ich an diesem Wochenende das Disney-Special fertigmachen. Doch ich konnte mich dazu nicht aufraffen. Ich brauchte einfach mal das „Nichtstun“, bzw. so viel wie möglich nichts tun, anders ausgedrückt: So wenig wie möglich machen.

Es ist ja nun nicht so, dass ich das ganze Wochenende auf der faulen Haut gelegen habe. Es gibt ja immer etwas, das erledigt werden muss. Ich habe z.B. Muffins gebacken, leichtsinnigerweise aus einer Fertigmischung von Mondamin. Ich wollte sie morgen mit in die Firma nehmen. Ich kann’s vergessen weil sie nach Chemie schmecken. Jetzt gebe ich morgen Erdbeerkörbchen aus, nachträglich zu meinem Geburtstag. Die gibt es im Bahnhof beim Bäcker und sie schmecken besser als diese Muffins.

Ich werde mir das Reisespecial für das nächste Wochenende vornehmen. Ich hoffe, dass ich dann genügend Energie dazu habe.

Hochzeit bei den Royals


Endlich sind sie ein Paar, Charles und Camilla. Viele Schwierigkeiten galt es aus dem Weg zu räumen, bevor sie sich das langersehnt Jawort geben konnten. Zu guterletzt musste die Hochzeit um einen Tag verschoben werden, weil in Rom ein alter Mann just an dem Tag zu Grabe getragen worden ist, an dem die Hochzeit stattfinden sollte. Aber jetzt ist es vollbracht.

Als die königliche Familie die Kirche verliess, war es sehr winding geworden. Offensichtlich hat Schwiegermama Liesbeht ihren Kopfschmuck besser im Griff als die Braut. Oder sollte es Camilla noch an Vertrauen zu ihrem Coiffeur und an Erfahrung mangeln?

Es waren teilweise sehr bizarre Gebilde auf den Köpfen der geladenen Damen zu sehen. Dieses, getragen von Laura Parker Bowles (ich glaube sie ist eine Tocher von Camilla), ist nur eins Beispiel.

Wie nennt man sowas überhaupt? Ist es ein Hut? Darunter stell ich mir was anderes vor. Oder ist es eine Kopfbedeckung? Eher nicht, es bededeckt ja kaum etwas. Kofschmuck? Nun ja, das trifft es vielleicht am besten.

Queen Mum war wohl Vorreiterin in diesen Dingen. Sie trug zwar noch Kopfbedeckungen. Aber diese waren meist mit auffallendem Zierrat versehen.

Egal wer was auf dem Kopf hatte oder auch nicht, die Hauptsache ist doch, dass es eine schöne Feier war. Und das war es aus meiner Sicht, jedenfalls solange die Öffentlichkeit dabei war.

Wohnungsstress

Der April scheint sich für mein Weblog zu einem ganz schwachen Monat zu entwickeln. Mein Kopf ist voll von Gedanken um den Kauf der Wohnung. Deshalb kann ich mich kaum auf andere Dinge konzentrieren.

Immer noch nicht ist alles in „trockenen Tüchern“. Ich hoffe aber, dass wir in der kommenden Woche einen entscheidenden Schritt weiterkommen und die Finanzierung regeln können.

Am Mittwoch hatten wir ein Finanzierungsgespräch hier zu Hause. Ich dachte, der Berater würde sein Laptop aufklappen und uns gleich was ausrechnen. Stattdessen holte er ein Bündel Papier aus der Tasche und machte irgendwelche Skizzen und Notizen. Dann erzählte er was von einer Kombination aus Bausparvertrag und Darlehen. Alle roten Lampen gingen bei mir an, als ich das Wort Bausparvertrag hörte. Erstens bekommt er bei einem Abschluss darauf eine Provision und zweitens beginnt man bei einem Bausparvertrag mit einem Minus da die Abschlussgebühr sofort belastet wird und erst mal angespart werden muss. Zahlen konnte er uns nicht nennen. Wir haben Montag einen Termin in der Bank, wo uns dann seine Idee in Zahlen präsentiert werden soll. Wir hören uns das mal an – vielleicht ist es ja doch interessant.

Donnertag Abend war der Verkäufer bei uns, um mit uns Fragen aus dem Kaufvertrag durchzugehen und Fragen zur Wohnung selbst zu beantworten. Am Schluss haben wir den Preis noch mal um etwas runterhandeln können.

Es ist ja auch ein Risiko, in die Nähe eines Atomkraftwerks zu ziehen. In der Zeitung stand ja nun gerade, dass sich die Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen darauf verständigt haben, an Bewohner, die im Umkreis von 10 km von einem Atomkraftwerk wohnen, Jodtabletten zu verteilen. Die Dinger soll man bei Austritt von radioaktivem Material schlucken, damit sich das nicht in der Schilddrüse einnistet. Na ja, wenns denn hilft – und wenn man uns dann auch immer die Wahrheit sagt, ob sowas Schlimmes in die Umwelt gelangt ist.

Am Tag danach

Es ist nichts Besonderes, 55 Jahre alt zu werden. Einzig die 2 Fünfen machen diesen Geburtstag erwähnenswert. Und somit hatte ich Familie und Freunde eingeladen, diesen Tag zu feiern. Und wie wir gefeiert haben – bei gutem Essen und nach dem Essen flossen Wein und Ouzo in Strömen.

Heute Morgen wachten wir mit Kopfschmerzen auf. Die Fahrt mit dem offenen Dach zum Brötchenholen tat uns gut und sorgte für Entspannung im Kopf.

Nach dem ausgiebigen Frühstück zusammen mit Frank machten wir uns auf den Weg nach Geesthacht. Da Frank nicht gerade sehr gross ist, war es kein Problem, zu dritt in unserem Wagen zu fahren. In Geesthacht zeigten wir ihm den Platz, auf dem das Haus gebaut werden wird, in dem wir – wenn alles klappt – im nächsten Jahr wohnen werden. Bei unserem Rundgang trafen wir den Verkäufer, mit dem wir uns noch eine Weile unterhielten. Donnerstag Abend kommt er zu uns und dann wird alles noch Mal durchgesprochen.

Zurück in Hamburg machte Frank sich auf den Weg, um eine Chatbekanntschaft zu treffen. Bernd und ich registrierten das dankbar. So konnten wir uns ein wenig gehen lassen. Denn eins ist klar: So richtig gut drauf sind wir heute nicht. Und das kann man nach der langen Nacht auch nicht erwarten.

Ostern und Weihnachten?

Es ist Ostersonntag und im Radio spielt „Last Christmas“. Verrückt? Einerseits ja, es ist ja schliesslich Ostern – anderseits nein, denn auf Radio Hamburg werden die Top 818 gespielt, eine Auswahl der Hörer. „Last Christmas“ liegt auf Platz 816. Und ich gebe es zu: Ich höre den Song gern, auch wenn heute Ostersonntag ist.

Freie Fahrt

In der vergangenen Woche hab ich ja nun gar nichts geschrieben, was nicht heisst, dass es nichts neues gibt. Gewisse Andeutungen hatte ich ja gemacht.

Die Woche war geprägt von Gesprächen und schlaflosen Nächten. Am Donnerstag haben wir uns dann endgültig entschieden: Im Laufe des nächsten Jahres werden wir nach Schleswig-Holstein ziehen. In der Kleinstadt Geesthacht werden wir uns eine Wohnung kaufen. Die Wohnanlage mit 6 Häusern liegt direkt an der Elbe.

Es wird ganz bestimmt eine Umstellung für uns. Ganz einschneidend wird der Weg zur Arbeit und zurück nach Hause sein. Ich bin dann auf das Auto oder öffentliche Verkehrsmittel angewiesen oder es wird eine Kombination aus beidem. Wir werden dann sehen, wofür ich mich entscheide.

Jetzt, wo die Entscheidung gefallen ist, bin ich wieder ein wenig ruhiger geworden, was sicher nicht bedeutet, dass es keine schlaflosen Nächte mehr gibt. Da es eine Neubauwohnung ist, die erst noch gebaut werden soll, haben wir Einfluss auf die Gestaltung einiger Bereiche, z.B. Küche, Bad und Bodenbeläge. Und da gibt es bekanntlich viele Möglichkeiten. Allerdings müssen wir ja auch Rücksicht auf die Kassenlage nehmen. Wir wollen ja auch noch ein wenig leben und nicht jeden Cent oder Euro dreimal umdrehen müssen, bevor wir ihn ausgeben.

Die Wohnung selbst ist genau das, was wir uns immer vorgestellt haben. Dass sie nun ausserhalb von Hamburg liegt, müssen wir in Kauf nehmen. Wenn wir uns dort wohlfühlen, nehmen wir es gerne in Kauf.

Die lieben Nachbarn


Die Villa nebenan wurde verkauft. Nach langen Renovierungsarbeiten ist nun endlich Ruhe eingekehrt und wir hoffen, dass wir den Sommer ungestört und ohne Baulärm geniessen können.

Natürlich braucht die Familie (Eltern mit einem Kind) 2 Autos. Der Parkraum ist knapp in unserer Strasse. Aber das Anwesen besitzt eine Garage und einen leicht geneigten Garagenvorplatz. Unsere Strasse ist auch nicht sehr breit. Trotzdem haben sich die Nachbarn angewöhnt, ihre Fahrzeuge so zu parken, dass sie den Platz eines LKW beanspruchen.

Mit etwas gutem Willen liessen sich sogar beide Fahrzeuge auf dem Garagenvorplatz abstellen, was natürlich ein wenig umständlich ist, wenn man mit dem Wagen weg will, der gerade vor dem Garagentor geparkt ist. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Aber wie ist das immer: Rücksicht nennt man das, was die Anderen nehmen müssen. Das haben wir schon im letzten Jahr bei der Sanierung feststellen müssen. Da konnte es sich der Herr des Hauses am Sonntag nicht nehmen lassen, selbst anzupacken und Abbruchmaterial von der 1. Etage in den Container zu werfen.

Gestern habe ich für ein paar Farbtupfer auf dem Balkon gesorgt. Osterglocken und Primeln sorgen für ein wenig Frühlingsflair, was auch langsam Zeit wird.

Und jetzt eröffne ich die diesjähre Freiluftsaison und setze mich auf den Balkon, und sei es nur für ein paar Minuten. Dazu ein Tässchen Wiener Melange, ein Glas Brandy und ein Stück Schokolode. Ja ja ich weiss, ich bin ein Genussmensch. Aber ich brauch das ab und zu.