„Willkommen im Club“ – so der Name der neuen Show des Schwulen Männerchor Hamburg Schola Cantorosa, die am Freitag Abend Premiere hatte. Bernd und ich sahen uns die Show gestern Abend in der mit 600 Gästen ausverkauften Hamburger Markthalle an.
Ironisch nimmt der Chor das Leben in einem Urlaubsclub in einem fiktiven Urlaubsort, der sich überall auf der Welt befinden könnte, auf’s Korn. Die Schlacht um’s Buffet wird ebenso wenig ausgelassen wie das Reservieren der Liegen am Pool mit Handtüchern oder die Animation der Urlaubsgäste mit albernen Tänzen.
Die 35 Sänger kommen stimmgewalting und mit perfekt einstudierten Choreographien daher. Ein paar kleine gesangliche Unsicherheiten beeinträchtigen nicht den positiven Gesamteindruck. Alles in allem ein vergnüglicher Abend. Das Publikum dankte am Schluss verdient mit standig ovations.
Interessierte im Raum Köln sollten sich die Termine 13. und 14. Januar nächsten Jahres merken, an denen Schola Cantorosa bei den Kölner Zauberflöten als Gastchor auftreten wird.
Den ersten Teil des gestrigen Abends gestalteten die Schwulen Berner Sänger, kurz Schwubs, mit Auszügen aus ihrem Programm „Wenn die Musi spielt“, eine Auswahl von internationalen Evergreens und Deutschen Schlagern, humorvoll miteinander verbunden.
Nach dem offiziellen Chorprogramm fand wieder eine der legendären Aftershowdanceparties von Schola Cantorosa statt. Nach anfänglichem Zögern, was die Tanzfreudigkeit betrifft, wurde die Tanzfläche gestürmt, als Holger den neuesten Hit von Modanna, Hung Up, einspielte. Von da an hatte Holger, der mit Solotanzeinlagen auf der Bühne die TänzerInnen animierte, mit seiner Musikmischung die Gäste im Griff und konnte von seinem Pult ständig auf eine volle Tanzfläche herabblicken.
Zusammen mit den letzten Gästen verliessen Bernd und ich die Tanzfläche heute morgen gegen drei Uhr. Dann gingen wir durch die kalte Winternacht nach Hause.


In der Seefahrerkirche befindet sich seit Jahrzehnten eine kleine Gedenkkapelle für untergegangene Schiffe mit dem Heimathafen Lübeck. Anlass für die Einrichtung dieser Gedenkstätte war der Untergang der Viermastbark „Pamir“ am 21. September 1957. Das durchlöcherte Wrack eines geborgenen Rettungsbootes der „Pamir“ ist denn auch der Mittelpunkt dieser Kapelle. Auswärtige Gäste führe ich immer gern an diesen beeindruckenden Platz, was wohl an meiner mentalen Nähe zur Seefahrt liegt, die wohl auch meine Berufswahl geprägt hat. Jedes Mal, wenn ich in diesem Raum stehe und mir den Gedenktafeln mit den Namen der auf See gebliebenen Schiffe ansehe, werde ich sehr sentimental, eine Stimmung aus einer gewissen Traurigkeit und Ruhe.
Unter diesem Motto stand das heutige Konzert in der Laiszhalle, auf das ich mich seit einigen Tagen gefreut hatte.
Auf Radio Hamburg gab es heute in ganzer Länge den neuen Titel von Madonna zu hören. „Hung Up“ heisst das gute Stück, der reichlich mit „geklauten“ Sequenzen aus dem ABBA-Titel „Gimme! Gimme! Gimme!“ hinterlegt wurde.
Vor einigen Wochen las ich irgendwo, dass Montserrat Caballé im Oktober einen Auftritt in Hamburg haben wird. Es war schon seit Jahren mein Wunsch, diese Dame einmal in einem Livekonzert zu hören und zu sehen, wobei sie ja wirklich nicht zu übersehen ist. Ausserdem ist es seit Jahren mein Wunsch, einmal einem Konzert in der Hamburger Laiszhalle, früher Musikhalle, beiwohnen zu können. Jetzt schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe (die Klappe von Montserrat Caballé ist es nicht): Heute habe ich zwei Karten für das Konzert in Hamburg am 26. Oktober diesen Jahres bestellt. Ich hoffe, dass die Primadonna durchhält und das Konzert nicht abgesagt wird.
„Der Duft von Lavendel“ – so heisst ein neuer Film mit meiner Lieblingsschauspielerin Dame Judy Dench. Leider haben wir es ja voriges Jahr verpasst, sie in London auf der Bühne zu sehen.
Ursprünglich wollte ich gar nicht raus zur Mittagspause. Dann fiel mir ein, dass ich noch ein wenig Geld zum Wochenende holen könnte für den Fall, dass wir uns eine Pizza bestellen wollen (dieser Fall tritt ziemlich regelmässig ein).
Seit Wochen hatten wir die Karten für die heutige Aufführung in der