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Superstars

Die Bildzeitung schreibt heute, die Mitglieder der Popgruppe Tokio Hotel seinen Superstars! Also wenn Bild geschrieben hätte, Madonna ist ein Superstar, oder Robbie Williams, oder Barbara Streisand – ok, dafür hätte ich ja Verständnis. Aber Tokio Hotel? Nee.

Anlass des Artikels war übrigens die Tatsache, dass der Opa eines der sogenannten Superstars durchgedreht ist und die Oma mit eine Waffe bedroht hat. Ich kann mir nicht helfen, ich glaube wenn ich solche Enkel hätte wie die Typen von Tokio Hotel würde ich auch durchdrehen.

Barbara Streisand


Barbara Streisand wird im Herbst eine Tournee durch die USA machen. Mit ihr auf der Bühne stehen werden Il Divo, vier gutaussehende junge Männer. Für sie ist es ein Riesenerfolg, mit einem Weltstar wie Barbara Streisand zusammen auf Tour gehen zu dürfen.

Barbara Streisand ist übrigens der erfolgreichste weibliche Showstar mit 50 Gold-, 30 Platin- und 15 Multiplatinalben. Sie steht an zweiter Stelle – nach Elvis und vor den Beatles – der all-time charts. Barbara Streisand ist die einzige Künstlerin, die alle dieser Auszeichnungen erhalten hat!: Oscar, Tony, Emmy, Grammy, Golden Globe, Cable Ace, Peabody Awards und The American Film Institute’s Life Achievement Award. Barbara Streisand ist nach wie vor die Frau mit den meist verkauften Platten.

Wer ist eigentlich Madonna?

Ein offenes Ende

Gestern Abend haben wir uns also den Film Das Omen angesehen, Dank Radio Hamburg mit Freikarten. Bevor ich auf den Film eingehe, muss ich wieder mal meine Meinung zum Thema Kino im Allgemeinen kund tun: Es ist einfach nervig. Es raschelt um uns herum – selbst während der spannensten Szenen – wenn die Kinobesucher in ihre Pobcorntüten greifen. Es wird gnadenlos gequatscht – selbst während der spannensten Szenen. Ausserdem frage ich mich immer, was die Menschen dazu veranlasst, nach einer Szene, in der man sich wirklich fürchertlich erschreckt hat, zu kiechern, ja, gar zu lachen. Kino an sich war wieder mal ein Anti-Erlebnis.

Auch im DVD-Zeitalter wird man wohl im Kino immer noch den besten Eindruck von einem Film bekommen, es sei denn, man hat eine excellente Heimkinoanlage, die man ohne Rücksicht auf seine Nachbarn hemmungslos aufdrehen kann. Aufgrund der Grösse der Bilder und der Lautstärke der Töne erschreckt man sich vor der Leinwand wohl doch stärker als zu Hause auf dem Sofa.

Und von solchen Szenen gab es einige, obwohl es nicht unbedingt ein Horrorfilm ist – jedenfalls empfand ich das so. Aber es ist eine spannende Geschichte um den Antichrist, der die Welt ins Chaos stürzen will. Dass die Geschichte so ausgeht wie sie ausgeht, wird in der Endphase allerdings recht schnell klar.

Fazit: Ein spannender Film gepaart mit den Unanehmlichkeiten eines Kinobesuchs.

Schon bald die nächste Vorstellung

Viele Menschen geben ihr Geld für Fussball aus, oder hängen jedes Wochenende in Kneipen und Clubs rum, oder hängen sich ihr Geld als Klamotten auf den Leib, oder schmieren es sich als Schminke ins Gesicht, oder kaufen Schuhe bis der Schuhschrank platzt. Und wir? Wir gehen im nächsteh Monat wieder ins Operettenhaus zu Mamma Mia.

Nun ist es aber nicht so, dass wir viel Geld für die teuersten Karten ausgeben (können). Doch ein Angebot, an günstige Karten für die teuersten Plätze zu kommen, muss man annehmen – wenn man Mamma-Mia-Fan ist.

Anlässlich der heutigen Eröffnung des Spielbudenplatzes, an dem das Operettenhaus liegt, gibt die Karten nur heute für 49,00 Euro, nur für Vorstellungen bis zum 30. Juli. Klar doch, dass wir da zugreifen mussten.

Titanic – das Musical, haben wir 15 Mal gesehen, und auch nur deshalb, weil es zum Ende der Spielzeit so günstig angeboten wurde. Ich gebe zu, dass wir es uns sonst auch nicht leisten könnten, so oft ins Musical zu gehen.

Verrückt nach Musical

Es mag ja wirklich den einen oder anderen Leser geben, der uns für spleenig hält weil wir so verrückt nach Musicals sind. Aber wenn es uns gefällt? Und deshalb waren wir gestern Abend mit Freunden aus Lübeck zum im Operettenhaus und haben uns zum x-ten Mal Mamma Mia angeschaut, zum 2. Mal in diesem Jahr.

Erstmals hatten wir nicht Caroline Fortenbacher als Donna, was anfangs etwas gewöhnungsbedürftig war: Caroline Fortenbacher ist brünett, Susanna Panzner, die gestern die Rolle übernommen hatte, ist blond. Dazu kommt, dass Caroline Fortenbacher von ihrer Ausstrahlung her reifer ist und ihr die Mutterrolle besser steht. Ich war deshalb auch skeptisch, ob sie wohl ihre Rolle im zweiten Teil des Musicals, der sehr emotional ist, entsprechend gestalten könne. Und sie konnte, mit Bravour, sie stand der uns seit vielen Aufführungen bekannten Donna in nichts nach. Und sie bekam verdient donnernenden Applaus. Wieder mal hat sich der Besuch des Musicals gelohnt, auch unseren Freunden hat’s gefallen.

Mamma Mia bedeutet für mich:
Spass und Ernst
lustig und sentimental
Tränen vor Lachen und Tränen vom Schluchzen
Vor allem aber einen vergnüglichen Musicalabend mit einer Handlung, die nicht nur oberflächlich ist, sondern auch teilweise ganz schön unter die Haut geht.

Da Vinci Code

Viel ist über den Film Der Da Vinci Code spekuliert und berichtet worden. Selbst eigene Fernsehsendungen befassten sich mit der Thematik: Jeweils am 12. und 17. Mai gab es zum da Vinci Code eine Spezialsendung im Magazin Gallileo des Senders Pro7.

Im Vorfeld unseres Kinobesuchs habe ich in diversen Weblogs gegensätzliche Meinungen zum diesem Film gelesen. Es spannte sich ein Bogen von der totalen Ablehnung über „na ja“ bis zu „toller Film“. Gestern Abend haben wir uns nun auch den Film angesehen, und zwar im Cinemaxx Dammtor hier in Hamburg.

Auffallend war, dass das Publikum überwiegend im „gesetzten Alter“ war, was sich sehr wohltuend auf die Umgebungsgeräusche auswirkte. Es wurde während der Vorführung nicht geredet und nicht geräuschvoll in irgendwelche Kinosnacks gebissen. Auch hielt sich der scheinbar bei den jungen Kinobesuchern in Mode gekommene Rausgehtourismus während des Films sehr in Grenzen.

Bevor der eigentliche Film begann, mussten wir erst mal 50 Minuten Werbung und Trailer anderer Filme über uns ergehen lassen. Diese 50 Minuten kamen mir fast länger vor als der Film mit mehr als 2 Stunden Spiellänge selbst, den wir ohne Pausenunterbrechnung geniessen konnten.

Aber nun endlich zum Film selbst.
Wer Action erwartet hatte, war im falschen Film. Stattdessen gab es eine interessante und spannende Geschichte, die zwar in der Gegenwart spielt, deren Grundlage aber zurückreicht bis ins allerfrüheste Christentum, nämlich bis zum Leben von Jesus. Überraschende Wendungen während des Films sorgten für Spannung bis zur letzten Minute. Wir haben uns keine Minute gelangweilt. Erstaunt war ich, dass der Film überwiegend in Frankreich spielt. Ich hatte mich eher auf Italien, Rom und Vatikan eingestellt. Doch sehr schnell hatte ich mich in die Geschichte des Da Vinci Code eingeklinkt.

Hans Zimmer hat wieder mal eine grossartige Filmmusik komponiert, die ich leider meistens nur unterschwellig wahrgenommen habe, da mich die Story des Films ziemlich gefangen genommen hatte.

Unser Fazit des Da Vinci Code: Ein grosser Film. Ob man das aber nun glauben soll, was uns da serviert wird, muss jeder für sich selbst enstscheiden.

Von Leidenschaft und Eifersucht


Die Story ist schnell erzählt:
Erst macht sie (Carmen) ihn (Don José) an, dann will sie ihn nicht mehr und zum Schluss bringt er sie um. Und um diese Geschichte herum wurde eine Oper komponiert, die fast drei Stunden dauert, „Carmen“, meine Lieblingsoper.

Diesen Opernkrimi haben wir uns gestern Abend in der Staatsoper Hamburg angesehen. Und es war wirklich hörens- und sehenswert.

Die Titelpartie sang die international begehrte farbige Mezzosopranistin Denyce Graves. Ihr „Opfer“, Don José“ wurde vom englischen Tenor Paul Charles Clarke verkörpert.

Das Zusammenspiel dieser beiden hervorragenden Künstler war perfekt. Besonders die agressiven Szenen zwischen den Beiden waren sehr realistisch, dass selbst die reichlich im Publikum vorhandenen Hustler verstummten ob der Spannung, die auf der Bühne erzeugt wurde.

Als Torero Escamillo stand der neuseeländische Bartion Teddy Tahu Rhodes auf der Bühne, schauspielerisch eine perfekte Leistung. Seine Gestik entsprach tatsächlich der eines Stierkämpfers, toll gemacht. Einzig seine Stimme hätte etwas stärker sein können. Sie kommt aber nur einmal richtig als Solo zum Einsatz, nämlich in seiner Auftrittsarie im 2. Akt „Toréador, en garde!“ (Auf in den Kampf…). Seine körperliche Darstellung des Torero macht das Manko seiner Stimme wett.

Die aus Seoul stammende Helen Kwon ist seit vielen Jahren an der Staatsoper Hamburg engagiert. Sie sang die Rolle der Micaela mit Anmut und grosser Stimme. Schüchtern und auf die Liebe von Don José hoffend, versucht sie, diesen auf den richtigen Pfad zu bringen, was, wie der Ausgang der Oper zeigt, vollends misslingt.

Unter dem spanischen Dirigenten Miguel Gomez-Martinez lief das Philharmonische Staatsorchester Hamburg zur höchstform auf. Es war ein Genuss, der phantastischen Musik von Georges Bizet zu lauschen.

Leider wurde der Beifall den Leistungen der Protagonisten nicht gerecht und erstarb schon nach wenigen Vorhängen. Dem Chor wurde keine Gelegenheit gegeben, den Beifall entgegen zu nehmen. Wahrscheinlich wurde das Publikum durch einen alten Herrn zum Aufbruch animiert, der sich umittelbar, nachdem der letzte Ton verklungen war, aus der Mitte einer der vorderen Reihen seinen Weg zum Ausgang bahnte. Nach dem Prinzip des Herdentriebs folgten alsbald andere Zuschauer nach: Ich will schnell an der Garderobe sein! Wie gefühllos doch einige Menschen sein können.

Für mich war es ein wunderschöner Abend. Danke mein Schatz für dieses wunderbare Geburtstagsgeschenk!

drei statt acht

Brokeback Mountain hat es also doch nicht geschafft,bei der alljährlichen Oscarverleihung bester Film zu werden. Ich hatte es zwar gehofft, aber nicht erwartet. Hollywood ist also noch nicht so weit, einem Film, der schwule Themen zum Inhalt hat, die höchste Ehre zu verleihen. Er hat nur drei von nominierten acht der begehrten Trophäen bekommen.

Angeblich besteht die Jury aus etwas 6.000 – in Worten: sechstausend – Juroren, von denen nur ein kleiner Teil Schauspieler sind. Das Durchschnittsalter soll etwa 60 Jahre betragen. Was soll man da auch anderes erwarten?!

Für 8 Oscars nominiert!


Brokeback Mountain – das schwule Cowboydrama – ist für acht(!) Oscars nominiert worden, darunter auch für den besten Film. Und das in den konservativen und sexuell verlogenen Vereinigen Staaten von Amerika! Es bleibt abzuwarten, ob die Jury der Acadamy Of Motion Picture Arts And Scienes, die für die Verleihung der Acadamy Awards zuständig ist, den Mumm hat, diesen Film auf den Thron zu heben. Zu wünschen wäre es, nicht nur weil es um diesen Film geht, sondern um damit einer breiten Amerikanischen Öffentlichkeit zu zeigen, dass es normal ist, schwul zu sein.

Ich höre schon das Geschrei von Eltern, Kirchenvertretern und anderen selbsternannten Wächtern der Moral, wenn der Film auch nur einen Oscar erhält.

Nachfeier

Gestern ging das diesjährige Weihnachtsfest für uns nun endgülig zu Ende. Mit Oliver und Melli sowie meinen Eltern und Bernds Mutter gab es eine kleine Nachfeier mit Geschenken. Die Karten für die gestrige Vorstellung von Mamma Mia waren ja ein Gemeinschaftsgeschenk. Es wäre zu kompliziert hier jetzt aufzuführen, wer wem Karten, bzw. Anteile daran, geschenkt hat. Wir waren gespannt, wie das Musical meinen Eltern gefallen würde. Immerhin sind sie bereits über 80 Jahre alt. Wir baten sie um ihre ehrliche Meinung.

Bereits zu Hause hatte ich eine Bestellung für den Pausendrink aufgenommen. So brauchte ich vor der Vorstellung am Tresen nur den Zettel abzugeben und bezahlen. Die Drinks würden in der Pause dann für uns bereitstehen.

Die Vorstellung wurde von Sebastian De Domenico geleitet, den wir in sehr guter Erinnerung als unseren Chorpianisten haben. Welch ein Aufstieg: Vom Pianisten eines schwulen Männerchores zum musikalischen Leiter des Musicaltheaters Operettenhaus in Hamburg. Die Rolle der Donna wurde von meiner Lieblingsdarstellerin in diesem Stück, Carolin Fortenbacher gespielt. Zum Wiederholten Mal war ich gefangen von ihrer Ausdruckskraft, in der lachen und weinen einer alleinerziehenden Mutter eng beieinander liegen. Sie schafft es tatsächlich mich betroffen zu machen, lachen zu lassen und auch mal eine Träne hervorzuzaubern. Diese Frau ist einmalig. Auch mein Vater war sehr von ihr angetan.

Meinen Eltern hat es wirklich gut gefallen. Das haben sie nach der Vorstellung ausdrücklich betont. Wir hatten sie auch vorher um ihre ehrliche Meinung gebeten. Aukustisch haben sie zwar nicht alles verstanden, aber das ging uns auch nicht viel anders. Die Musik ist ziemlich laut und deckt die Stimmen, besonders wenn mehrere Darsteller gleichzeitig singen, ein wenig zu. Die Soli sind viel besser zu hören. Insgesamt war es aber wieder eine sehr schöne Aufführung, die Lust auf weitere Besuche bei Mamma Mia macht, wenn die Karten nur nicht so teuer wären.

Das Beste am gestrigen Tage aber war, dass ich Oliver nach langer Zeit mal wieder sehen und knuddeln konnte. Im nächsten Jahr steht auf jeden Fall ein Besuch unsererseits bei Oliver in Mönchengladbach an.