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Die Sache mit dem Mond

Bislang hat die Wissenschaft vehement bestritten, dass der Mond Einfluss auf den Menschen hat, besonders der Vollmond. Jetzt gibt es zwei Untersuchungen, die besagen, dass der Mond durchaus Einfluss auf den Menschen haben kann. Dazu bedarf es keiner wissenschaftlichen Studien, man hätte mich befragen sollen, denn ich habe genügend Erkenntnisse über mein Schlafverhalten während der Mondphasen. Zu Menstruationszyklen kann ich keine Auskunft geben.

Ohne zu wissen, wann zunehmender Mond oder gar Vollmond ist, merke ich das an meinem Schlaf- und Traumverhalten. Wenn ich plötzlich des nachts sehr bizarre Träume habe, gehe ich davon aus, dass die Phase „zunehmender Mond“ begonnen hat. Es ist in manchen Nächten wirkich irre, was ich da zusammenträume, meistens mit Personen aus meinem realen Leben, die sich aber nie zusammen begegnet sind. Schaue ich dann am nächsten Morgen im großen Netz nach den Mondphasen, wird meine Annahme bestätigt: Zunehmender Mond!

Ab etwa 3 Nächten vor dem Vollmond kann ich immer sehr schlecht schlafen. Am Tag des Vollmonds ist es dann vorbei und ich schlafe wieder normal, und zwar während der ganzen Mondphase „abnehmender Mond“. Heute Abend ist Vollmond, ich freue mich auf einen störungsfreien Schlaf in der kommenden Nacht – bis zum 11. Februar. Dann ist nämlich Neumond und der Mond nimmt wieder zu und alles beginnt von vorn.

Kennt jemand noch Grog?

Als ich noch ein Kind war, tranken die Männer in der Familie im Winter Grog: Rum, heißes Wasser und Zuckerwürfel nach eigenem Gusto. Das Rezept lautet so: Rum muss, Wasser kann, Zucker darf. Zum Umrühren und zum Zerstoßen der Zuckerwürfel gab es Stäbchen aus Glas, die am unteren Ende eine Verdickung hatten. Als ich das erste Mal geheiratet habe, gehörten zur Grundausstattung des Haushalts Groggläser und die dazugehörigen Glasstäbchen. Ich war jetzt schließlich erwachsen und durfte Grog trinken, was eher selten geschah.

Heute hört man eigentlich gar nicht mehr davon, dass jemand Grog trinkt. Glühwein ist das Wintergetränk. Glühwein ist milder als Grog. Glühwein lässt sich aber gut mit Rum aufmotzen, je mehr Rum – umso besser. Denn eigentlich ist Glühwein ja ein recht süßes Gesöff und verträgt noch mindestestens einen guten Schuss Rum. Ob der Kopf am nächsten Tag noch durch die Tür passt, ist eine andere Sache. So ein reiner Grog ist da viel gesünder.

Wie komme ich jetzt auf Grog? Merkwürdig ist, dass ich gerade vor ein paar Tagen an Grog denken musste. Ist vielleicht auf das Alter zurückzuführen. Und ausgerechnet gestern las ich bei Buddenbohm & Söhne von Grog. Herr Buddenbohm höchstselbstpersönlich erinnert sich daran, dass, als er noch Kind war, die erwachsenen Männer Wintertags Grog tranken.

Vielleicht stirbt das Grog trinken mit den damals erwachsenen, heute alten, Männern aus. Von meinen alten und grogrinkenden Anverwandten lebt keiner mehr. Ich sollte mir vielleicht mal ein Groglas und ein Glasstössel besorgen und das Grogtrinken anfangen.

Mal angefangen

Die Steuererklärung schiebt man ja immer vor sich her. Wenn man die Belege gut sortiert und nicht alles auf den Stapel des Grauens legt, ist das ja eigentlich fix gemacht. Aber ich bin kein Buchhalter, die Rechnungen und sonstigen Belege kommen unsortiert in eine Mappe. Dort warten sie dann auf den Tag X.

An jenem Tag setze ich mich damit an den Esstisch und sortiere, was privat und was Vermietung ist. Als Mutter die Steuererklärung noch selbst gemacht hat, hat sie die Mappe des Grauens an den Steuerberater gegeben. Klar, dass er ein hohes Honorar für die Steuererklärung verlangt hat. Hier in der Wohnanlage haben wir ein Steuerbüro. Dort hatte ich mal nachgefragt, was die denn nehmen würden. Die Frage hat sich gelohnt. Seit dem bereite ich die Unterlagen vor und reiche sie zusammen mit den Belegen einfach mal rein.

Ab diesem Jahr wird dort auch die Steuererklärung für meinen Mann und mich gemacht. Vermietung und private Einkünfte wie Rente und Gehalt – das tue ich mir nicht an. Für 2020 muss das auch auseinander dividiert werden da meine Mutter ja im Mai letzten Jahres gestorben ist.

Die Renteneinkünfte meiner Mutter und ihre privaten Kosten, wie die Heimunterbrinung und diverse ärztliche Verordnungen, habe ich jetzt schon mal erledigt. Die Exceltabelle musste nur entsprechend geändert werden. Als nächstes ist dann wohl die Vermietung des Elternhauses meiner Mutter dran. Dafür muss ich aber erstmal die Nebenkostenabrechnung machen.

Und dann ist da noch eine Wohnung, für die Mutter die Miete kassiert hat. Das kann ich vorbereiten, aber erst abschließen, wenn ich die Endabrechnung vom Verwalter bekommen habe.

Aber statt hier dauernd aus dem Fenster zu gucken und die Ampel zu beobachten, kann ich ja auch mal was produktives machen.

Der Deutsche und die rote Ampel


Aus dem Fenster neben meinem häuslichen Arbeitsplatz kann ich eine Fußgängerampel sehen, die den Spaziergängern das gefahrlose Queren der Straße entlang der Elbe ermöglichen soll. Wenn ich träumend aus dem Fenster schaue, fällt das helle grüne Signal für die Autofahrer ins Auge. Normal ist eben für die Autofahrer grün. Erst wenn jemand den Sensor betätigt, wird es für die Autofahrer rot. Für Fußgänger ist die Straße nach beiden Seiten sehr weit einzusehen.

An Wochenenden, besonders in den Morgenstunden, sind wenige Fahrzeuge unterweges, allerdings schon der eine oder andere Spaziergänger, der die Straße queren möchte. Ich sehe also, wenn ich träumend aus dem Fenster schaue, dass die Ampel rot anzeigt. Ein Fahrzeug ist nicht zu sehen. Jemand quert die Straße, es wird wieder grün, auch von der anderen Seite kommt jetzt kein Fahrzeug.

Der obrigkeitshörige Deutsche hat also eine Ampelanlange betätigt, was völlig unnötig gewesen wäre. Gefahrlos hätte die Person auch bei rot für Fußgänger die Straße überqueren können. Aber das macht man ja nicht. Es ist rot, ich muss den Sensor betätigen und warten bis ich grün sehe und auf die andere Straßenseite gelangen kann – auch wenn weit und breit kein Fahrzeug kommt. Und ich wiederhole nochmal: Nach beiden Seiten ist die Straße sehr weit einzusehen.

Besonders auffalend war das während der zwei kürzlichen Bombenentschärfungen. Die Straße war gesperrt, der Fußgängerüberweg befand sich aber außerhalb des Gefahrenbereichs, die Ampel war nicht deaktiviert. Und was macht der Deutsche Spaziergänger? Genau, er betätigt den Sensor damit die Ampel für ihn grün zeigt und er die Straße überqueren darf. Die Leute sind verrückt.

Das traurige Ende


Dieaktuellesituation trifft viele Branchen, auch die Reisebranche und hier besonders die Kreuzfahrtbranche. Die ist sehr kostenintensiv. Schiffe im Allgemeinen sind teuer zu unterhalten. Versicherung des Schiffes selbst und natürlich gibt es auch eine Haftpflichtvesicherung. Durch Schiffe verursachte Schäden können riesige Summen verursachen.

In diesen schweren Zeiten trennen sich Reedereien von ihren älteren Schiffen. Für die sind die Versicherungsprämien höher als für neue Schiffe, ebenso wie die Betriebskosten. Auch der Treibstoffverbrauch für die Schiffsmaschinen ist bei modernen Schiffen wesentlich günstiger.

Eine riesige Anzahl von Passagierschiffen liegt weltweit ohne Beschäftigung. Wenn ein Schiff im Hafen liegt, werden Hafengebühren verlangt. Eine geringe Anzahl von Besatzungsmitgliedern muss an Bord sein um einen minimalen Schiffsbetrieb aufrechtzuerhalten.

Lange Rede kurzer Sinn – alte Schiffe sind nicht mehr wirtschaftlich und werden verschrottet. Das Kreuzfahrtschiff Marco Polo wurde 1965 in Dienst gestellt und ist 55 Jahre über die Weltmeere gefahren. Das Schiff hatte sein Publikum, welches dieses Schiff geliebt hat. Jetzt, wo das schöne Schiff auf dem Strand von Alang in Indien liegt, kommen die schönen Linien besonders zur Geltung. Die Marco Polo war wirklich ein schönes Schiff. Die ehemaligen Gäste, die der Marco Polo jahrelang die Treue gehalten haben, sind sicher traurig. Auch mich berührt der Anblick des zur Verschrottung bereiten Schiffes. Aber den Weg der Verschrottung wird jedes Schiff eines Tages gehen. Mit dem Schneidbrenner wird die Schönheit vernichtet.

Der Machtwechsel

In den Vereinigten Staaten von Amerika wurde gestern der Machtwechsel vollzogen. Mr. Trump hat das Weiße Haus verlassen. Seit 12 Uhr Amerikanischer Ostküstenzeit ist er nicht mehr der Präsident von Amerika. Dieser heißt jetzt Biden. Ein Alptraum ist vorbei.

Ich habe die Zeremonie live im TV angeschaut. Eingeschaltet hatte ich kurz bevor der Helikopter aus dem Hinterhof des Weißen Hauses abgehoben hat. Ich hatte Tränen in den Augen, Tränen der Freude.

Anfangs hatte ich NTV eingeschaltet. Das war ja eine Katastrofe. Die Moderatorin und die Journalisten vor Ort in Washington sabbelten und sabbelten, nervten mit Fakten, die bekannt waren und die niemand mehr hören wollte. Die Fanfaren, die beim Betreten der Ehrengäste auf der Terrasse des Capitol gespielt wurden, waren kaum zu hören. Auf die eintreffenden Gäste wurde fast gar nicht eingegangen, die Hauptsache war die Schalte zu den Moderatoren vor Ort, die sich sehr gern reden hörten, nur mich als Zuschauer interessierte das alles nicht.

Ich suchte dann einen anderen Sender auf der Tabelle und fand CNN. Das war wesentlich angnehmer, auch wenn ich nicht alles verstehen konne, was die Moderatoren sagten und auch nicht alles, was der neue Mr. President in seiner Rede den Amerikanern und der Welt zu erzählen hatte. So weit reichen meine englischen Sprachkenntnisse dann doch nicht. Das war mir zwar schon vorher klar, aber die gesamte Zeremonie, nur sehr dezent begleitet durch die Moderatoren, ohne Simultanübersetzung und sonstiges Gesabbel verfolgen zu können, war ein Genuss.

Was NTV da abgeliefert hat, war überladend und zum Teil nur Gestammel. Weniger wäre mehr gewesen.

Gänsehaut

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Es ist verrückt – oder? Der Stapellauf eines Schiffes, was heute in der gezeigten Weise wohl nicht mehr vorkommt, verursacht beim Betrachten eines alten kleinen Videos eine Gänsehaut bei mir.

Früher, als ich sowas in Lübeck noch live erleben durfte, standen mir sogar die Tränen in den Augen wenn ein Schiff seinem Element übergeben wurde. Ich bin halt der Schifffahrt mit Leib und Seele verbunden, auch wenn ich nie zur See gefahren bin.

Da hängt jemand

Nein, da baumelnd niemand am Fensterkreuz, am Dachbalken oder am Geländer der Autobahnbrücke über dem Tal. Da hängt jemand fest, fest zwischen den Jahren. Ein sehr schöner Blogbeitrag von Mitzi Israj. Und ich muss gestehen, dass ich mich zurzeit auch so festhängend fühle, ohne es zu wissen, bis ich das gelesen hatte.

Ich hoffe sehr, dass ich bald wieder loslassen und mit beiden Beinen auf der Erde stehen kann. Aber während ich diese Zeilen schreibe, muss ich daran denken, wie schwer es mir während meines langes Berufslebens fiel, im neuen Jahr anzukommen. Das war schon immer so.

Am ersten Arbeitstag im neuen Jahr beginnt alles wieder bei Null. Alles, was jetzt erarbeitet wird, oder auch nicht, macht sich auf das Geschäftsergebnis in 365 Tagen bemerkbar. Aber das allein ist es nicht mit dem Festhängen. Das Ankommen im neuen Jahr ist es, was wichtig ist, was einen locker werden lässt. Da hilft auch nicht, Kartoffeln zu schälen. Frau Iwanov hat es erkannt, was los ist.

Chaos allerorten

Mir scheint, als würde das neue Jahr ziemlich chaotisch beginnen. Chorona und die Impfung dagegen ist das beherrschende Thema.

Wobei die Impfung selbst scheinbar im Moment im Vordergrund steht. Alle möglichen und unmöglichen Fachleute, oder solche, die sich dafür halten, meinen, etwas zu dem Thema sagen zu müssen. Warum das so lange dauert, wie lange hält die Impfung, ist die auch für die neuentdeckte Variation des Virus gut? Warum gibt es nicht genug Impstoff? Wie geht es weiter? Wer ist wann dran? Leute, bleibt auf dem Teppich und wartet ab. Die Diskussion interessiert uns Bürger nicht. Wann wer dran ist, ist es früh genug sich zu registrieren.

Auch der Verlauf der Pandemie ist immer wieder ein Thema, wobei da wohl alle eher im Dunklen rumstochern. So wirklich genau weiß das niemand. Und deshalb wäre es besser, einfach mal die Klappe zu halten und abzuwarten.

Der aktuelle Lockdown ist bis zum 10. Januar vereinbart. Schon jetzt ist klar, dass der verlängert werden wird. Die Frage ist, ob es 2 oder 3 Wochen werden wird. Die einzelnen Bundesländer sind da wohl mal wieder kontroverser Meinung. Und so lange das bevorstehende Gespräch mit der Kanzlerin nicht stattgefunden hat, gilt auch hier: Klappe halten! Es hilft uns normalen Bürgern und Verbrauchern nicht weiter, wenn wir nicht wissen, was vereinbart wird.

Chaos auch in den Deutschen Schneegebieten. Ein paar Flocken sind gefallen und die Wintersportler, und solche, die sich dafür halten, flippen aus und wollen alle mal im Schnee auf die Schnauze fallen. Hoffentlich fallen sie nicht auf die Schnauze, weil sich sie angesteckt haben. Leute, bleibt doch einfach mal mit dem Arsch zu Hause!

Es gibt Nachrichten über Schauspieler, die sich mit Corona angesteckt haben. Wen interessiert das? Doch wohl nur ihn selbst und seine Angehörigen. Wir haben ihm nicht die Pfote geschüttelt und haben kein Bier mit ihm getrunken – also können wir uns bei ihm auch nicht angesteckt haben.

Gottesdienste werden aufgelöst weil der Mindestabstand und die Maskenpflicht nicht eingehalten wurde. Parties werden trotz der Pandemie gefeiert.

Friedrich Merz, einer der Bewerber auf den CDU-Vorsitz, outet sich als Hardliner. Er leht es ab, Menschen, die unter menschenunwürdigen Umständen in Flüchtlingslagern leben, aufzunehmen.

Ganz schlimm ist die Forderung von Merz und Röttgen – auch ein Bewerber auf den CDU-Vorsitz – dass gegen Corona geimpfte Personen mehr Rechte eingeräumt werden sollen. Das kommt einer Impfpflicht durch die Hintertür gleich und darf unter keinen Umständen geschehen.

Zwischen all den Coronoinfos poppt auch immer noch der Name dessen auf, den ich hier vorerst nicht nennen will. Es gibt immer noch verrückte Fans aus seinem politischen Lager, die versuchen, die Wahl in Amerika auf irgendeine Weise zu seinen Gunsten zu manipulieren. Die sollten auch mal die Klappe halten und endlich akzeptieren, wer die Wahl gewonnen hat.

Wie oben gesagt: Chaos allerorten.

2021 ist gerade erst 3 Tage alt. Wie soll das noch werden? Ich befürchte schlimmes!