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2 Tage!


Am Sonntag haben wir unseren Weihnachtsbaum aufgestellt und an ihm eine Lichterkette mit 100 LED drapiert. Auf weiteren Christbaumschmuck haben wir wohlweislich verzichtet. Als wir am späten Nachmittag unser Sonntagsmal einnahmen, sollte der Baum im blauen Glanz erstrahlen. Tja, es leuchteten nur noch 4 LED. Was war passiert? Eine der beiden Katzen hatte das Kabel durchgebissen!

Heute flickte ich das zerbissene Kabel mit einer Lüsterklemme, sowas ist kein Problem für mich. Akku in die Steckdose gesteckt – toll, 100 blaue LED leuchteten.

Plötzlich hörte ich ein raschelndes Geräusch. Als Besitzer von jungen Katzen muss man nicht nur die Augen überall haben, auch die Ohren muss man aufsperren. Der Weihnachtsbaum lag auf der Seite, die Katzen mittendrin. Nach 2 Tagen hatten die Katzen das Ding umgerissen. Nun ist es kein Problem, den Baum wieder aufzurichten, ein Handgriff – und es ist alles wieder ok. Ich prüfte nochmal die Lichterkette. Wieder war der größte Teil der Lämpchen dunkel. Während der Baum auf der Seite lag, hatte eine Katze das Kabel an einer anderen Stelle angeknabbert. Auch das war schnell repariert.

Wir haben heute entschieden, den Baum wieder einzupacken, sollte er noch öfter das Opfer der Katzen werden. Wenn wir im selben Raum sind, haben wir Baum und Katze im Blick und können versuchen, mit einem lauten „neiiiiin“ die Katzen von weiteren Attacken abzuhalten. Desweiteren steht die Spritzflasche in Reichweite. Wir müssen die nur in die Hand nehmen und uns nähern, dann lassen sie vom geplanten Vorhaben ab.

Man könnte natürlich auch ganz gemein sein und eine ekelig pieksige Fichte aufstellen. So ein Teil würde die Katzen wohl von weiteren Attacken abhalten.

Es ändert sich nichts

Jedenfalls bringt der Lockdown keine Änderungen für uns, einzig die Silvesterfeier wird etwas kleiner ausfallen.

Wir gehen nicht zum Friseur oder zur Massage. Wir gehen auch nicht in den Puff. Das örtliche Kaufhaus habe ich schon seit Monaten nicht mehr von innen gesehen. Und sollten meine Schlübber in der Waschmaschine zerfetzt werden, oder vom Gatten, die Supermärkte gehören zur Kategorie „täglicher Bedarf“, da gibts sicher auch neue Schlübber.

Der Wochenmarkt, die Supermärkte, Fleischer – alle werden weiterhin ihre Waren feilbieten können. Selbst die Drogerien können ihre Regale mit Klopapier nachfüllen, welches ihnen vermutlich in den nächsten Tagen aus der Hand gerissen wird.

Für unsere Samtpfoten haben wir genügend Futter im Haus, wobei die Tierfutterhändler auch auch geöffnet haben dürfen.

Wein und Digestif sind reichlich vorhanden, für das leibliche Wohl ist also gesorgt. Hefe und Mehl sind im Vorratsschrank, Brot wird und also nicht ausgehen und Hartweizengries für Pasta ist auch da.

Es gibt also keine Notwendigkeit für uns, in den nächsen 2 Tagen die Geschäfte in der kleinen Stadt an der Elbe zu stürmen. Vielleicht mach ich mich mal auf den Weg „ins Dorf“ und schau mal, was die Menschen alles so wegschleppen.

Klar, dass jetzt auch der Rest der betroffenen Wirtschaft aus den Löchern kommt. Feuerwerk und Böller wird es nicht geben. Der Lockdown macht die Innenstädte für den Einzelhandel kaputt. Seit Wochen sind die Sportstudios, Theater, Kinos und Gastronomie geschlossen, von der Reisebranche ganz zu schweigen. Schausteller, Bratwurst- und Glühweinstände hätten jetzt Hochkonjunktur. Pyrotechnik und Einzelhandel haben sich in den letzten Wochen die Hände gerieben und mit den Fingern auf die anderen gezeigt. Nun sind sie selbst betroffen.

Wie oben gesagt: Für uns ändert sich nichts.

Die Vögel


Kennt noch jemand den Horrorfilm von Alfred Hitchcock? Ich habe ihn geliebt, besonders die Szene mit der Leiche mit den ausgehackten Augen. Die Geschichte endet für mich unbefriedigend. Es gibt am Schluss nämlich keine Erklärung für das agressive Verhalten der Möwen, Sperlinge und Krähen.

Wir wohnen hier ja Im Pappelwäldchen. Dieses Pappelwäldchen hat tatsächlich existiert und ist Namensgeber der kleinen Siedlung mit Stadtvillen. Heute existiert noch ein kleiner Restwald, auf den wir von unserer Terrasse schauen. Außerdem säumen einige Pappeln die Westseite der Siedlung.

In den Wintermonaten werden die Pappeln, sowie die Hochspannungsleitungen, morgens und am Nachmittag gern von Krähen als Zwischenstation benutzt. Morgens fliegen sie weiter Richtung Osten, am Nachmittag nehmen sie den umgekehrten Weg. Niemand weiß, wo sie am Tag oder nachts bleiben. Hier jedenfalls nicht.

Es ist manchmal schon ein wenig unheimlich, und Erinnerungen an den o.g. Film werden wach, wenn die Krähen hier in den Bäumen lagern und besonders morgens ein ziemliches Spektakel veranstalten. Irgendwann fliegt die Oberkrähe auf und die anderen folgen – wohin auch immer.

Bombenentschärfung


In der vorigen Woche wurde in einem Neubaugebiet, unweit unserer Wohnung, eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Üblich ist ein Sicherheitsbereich von 500 m bei einer Entschärfung. Bei Googlemaps lässt konnte ich feststellen, dass wir so gerade ausserhalb des Sicherheitsbereiches liegen müssen.

Die Entschärfung war anscheinend nicht so dringend, das wird erst heue gemacht. Es wurde eine Karte veröffentlicht, welcher Bereich betroffen ist, wir liegen wirklich ganz knapp ausserhalb der 500 m. Etwa 450 Personen müssen ihre Wohnungen verlassen. Ich kann Busse sehen, die bereitgestellt wurden, Lautsprecheransagen werden gemacht, Strassen sind gesperrt.

Als ich eben mal aus dem Fenster schaute, bemerkte ich am inoffiziellen Durchgang zur „Hundewiese“ eine Absperrung. 25 m zeigt mir die Entfernungsmessung bei Googlemaps an. Nun ja, wenn die Entschärfung danebengeht, werden wohl ein paar Scheiben scheppern und das Geschirr im Schrank. Hoffen wir mal, dass nichts passiert.

Um 11 Uhr soll die Entschärfung beginnen. Angezeigt wird das mit einem Knall und einem roten Lichtsignal über der Fundstelle. Bis zu 3 Stunden können die Arbeiten dauern. Die erfolgreiche Entschärfung wird mit einem Knall und einem grünen Lichtsignal angekündigt. Eine nicht erfolgreiche Entschärfung bedarf wohl keiner weiteren Ankündigung.

Macht doch den Laden dicht!

Dieses Rumgeiere ist doch Mist! Ich frage mich, warum man nicht, ähnlich wie im Frühling, die Regeln wieder verschärft hat und nur noch die Lebensmittelgeschäfte geöffnet lässt. Vor 5 Wochen, oder wie lange haben wir diesen Halblockdown?, war ich schon der Meinug: Zumachen, wie wir es schon hatten. Auch auf die Gefahr hin, dass Klopapier, Nudeln, Mehl und Hefe wieder ausverkauft sind.

Es nützt doch nichts, dass wir derzeit eine Situation haben, die nicht besser geweroden ist. Nach einer Zeit des Stillstands scheinen die Ansteckungszahlen jetzt sogar wieder zu steigen. Wenn mann vor 5 Wochen den Mumm gehabt für einen kompletten Lockdown gehabt hätte, wären wir viel weiter als es jetzt der Fall ist – ist meine persönliche, laienhafte Meinung.

Weihnachten? Vergiss Weihnachten solange wie alle gesund bleiben. Macht den Laden spätestens Ende dieser Woche zu. Wir brauchen keinen Gänsebraten auf dem Tisch. Ravioli aus der Dose tun es auch mal. Und Oma und Tante Frieda müssen auch nicht den Weihnachtsbaum bewundern wenn sie beim nächsten Weihnachten noch leben können.

Wintersportorte, Theater, Kino, Gastronomie, Hotellerie, Schausteller, Einzelhandel – alle haben sie ein sehr großes Päckchen zu tragen. Wenn man alles wieder einfach zugemacht hätte, könnte es ja sein, dass man inzwischen das eine oder andere Gewerbe vorichtig wieder hätte öffnen können. Wobei ich nicht glaube, dass die Ansteckung in der Gastronomie oder in Theatern stattgefunden hat. Die Menschen sind einfach unvernünftig, knutschen sich ab, stehen dicht beieinander, gehen auf Demos und beschweren sich über die Einschränkungen. Das sind die wahren Ansteckungsherde, sowie private Zusammenkünfte. Auch wir planen mit 10 Personen aus 5 Haushalten eine Silvesterfeier. Wenn die eben nicht so stattfinden kann – so what. Ich habe bereits vor Jahren, zu „normalen Zeiten“, mit Bernd allein Silvester gefeiert. Um Mitternacht haben wir mit Wunderkerzen auf dem Balkon gestanden. Wir hätten kein Problem damit, das auch in diesem Jahr so zu halten.

Je früher wir jetzt den Laden dichtmachen, umso früher können wir normal weitermachen. Weihnachtsmarkt muss nicht sein, ein Wintermarkt im Januar oder Februar ist doch auch nicht schlecht. Aber macht bitte schnell und rigoros alles wieder zu.

Bayern hat den Katastrophenfall ausgerufen – mit Recht. Es ist eine Katastrophe, dass es nicht vorangeht sondern bestenfalls nur seitwärts.

Advent Advent


Bei uns wird in diesem Jahr keine einzige Adventskerze entzündet. Wir möchten nicht einer unserer beiden Katzen eine Löschdecke überwerfen müssen wenn sie sich das Fell am offenen Feuer entzündet hat.

Auch gibt es bei uns in diesem Jahr auch nur eine äußerst minimalistische Adventsdeko, dazu noch unkaputtbar (siehe oben). Alles, was irgendwo rumbaumelt und blinkt weckt das Interesse von Glinda und Elphie. Ein Anstoßen mit der Pfote – und zack, der Kram liegt auf dem Boden, ungünstigsten Falls verteilen sich kleine Glassplitter auf dem Fliesenboden. Das bekommt zarten Katzenpfoten und zarten Männerfüßen nicht besonders.

Also bleibt der fragile Adventsschmuck in diesem Jahr verpackt im Keller, muss ich den nach Weihnachten nicht wieder verstauen.

Alles anders


Katzenbedingt wird unsere diesjähre Advent- und Weihnachtsdeko sehr sparsam ausfallen, ja, fast gar nicht vorhanden sein. Unsere Dekoausstattung ist zum Teil recht fragil und dementsprechend anfällig für Beschädigungen. Katzen sind von Natur aus neugierig. Gern wird mal mit den Pfoten dran rumgetatscht, vom baumelnden Glasschmuck am Weihnachtsbaum wollen wir lieber gar nicht erst reden.


Der sogenannte bunte Teller wäre mit Sicherheit auch recht anziehend für feine Katzennasen. Am Gebäck schnüffeln, ok, das ginge gerade noch. Es könnte aber auch sein, dass mal dran geleckt wird. Und das muss nun wirklich nicht sein. Gern werden auch kleine Stückchen, und dazu zählt eben auch Weihnachtsgebäck, mit der Pfote auf den Fußboden befördert. Dort kann man dann ganz wunderbar die Kekse durch die Wohnung schieben oder damit fangen spielen. Ich habe den bunten Teller sicherheitshalber mit einer schweren Glashaube abgedeckt. Ich glaube nicht, dass unsere beiden Samtpfoten das Ding vom Tisch wischen können.

Unser künstlicher Weihnachtsbaum wird demnächst aufgestellt werden, versehen mit einer Lichterkette, mehr kommt nicht dran. Ich bin gespannt, wie oft ich den Baum wieder aufstelllen muss.

Unsere Außenbeleuchtung haben wir schon vor 2 Wochen angebracht, an einem schönen und sonnigen Sonntag. So ein Wetter nutzen wir immer für diese Arbeit aus. Pünktlich um 16 Uhr wird sie jetzt täglich mit der Zeitschaltuhr entflammt. Vor die Wohnungstür wird noch was aufgestellt. Das steht dann ja im Treppenhaus, sicher vor den Katzen. Aber das war es dann in diesem Jahr. Alles andere bleibt in diesem Jahr schön in Kartons verpackt im Keller.


Wie sagte Pam in ihrer Instastory so schön?:
Wir brauchen keine Weihnachtsdeko, wir haben Dekokatzen!

Ich weiß ja nicht

Der Teillockdown hat wohl nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Die Ansteckungsraten gehen nicht wirklich runter. Unser Kreis ist heute orange und mit Inzidenz 50 „just at the edge“, gestern waren wir bei 47. Schaut man sich die Karte an, gibt es ganz offensichtlich ein Nord-Süd-Gefälle. Während wir hier im Norden nur vereinzelt dunkelrote Bereiche hatten, z.B. das benachbarte Hamburg, ist fast die gesamte Südhälfte Deutschlands noch dunkelrot.

Kultureinrichtungen, wie z.B. Theaterbetriebe und Kinos, sowie die Restaurants sind seit fast 2 Wochen geschlossen. Die 2. Welle kann dadurch also nicht verursacht worden sein, hatte man doch durchdachte Konzepte erarbeitet, um den Betrieb aufrechterhalten zu können.

Ich bin ja mit allen Vorschlägen und Regelungen einverstanden, um die Pandemie einzudämmen. Aber wenn die bisherigen Maßnahmen nichts gebracht haben, kann man ja die Restaurants und Kulturbetriebe wieder öffnen, natürlich mit notwendigen Hygienekonzepten.

Aber wo stecken sich die Menschen mit Corona an?

Da sind zum einen die irrsinnigen Demonstrationen. Menschen marschieren dichtgedrängt und ohne Masken durch die Straßen. Berlin hat einzig richtig gehandelt und die Demonstration mit Wasserwerfen aufgelöst. Heute wird in Leipzig demonstriert. Ich hoffe, dass Leipzig ggf. dem Beispiel von Berlin folgt.

Nicht zu vergessen sind private Zusammenkünfte. So habe ich eben rein zufällig beobachtet, wie unten auf dem Platz 2 Fahrzeuge vorfuhren. Man begrüßte sich mit Küsschen und Umarmung und ging dann gemeinsam zu einem der Häuser hier um jemanden zu besuchen. Also sind schon mal 3 Haushalte involviert… Noch Fragen?

Fakt oder Fiktion?

Die Netflixserie The Crown vereinigt beides, Fakten und Fiktion. Viele Fakten sind in der langjährigen Regentschaft der Queen nicht vom Tisch zu wischen, wie gescheiterte Ehen, Affären, der tragische Tod der Königin der Herzen, der Falklandkrieg.

Fakt ist auch die Tatsache, dass Cousinen der Queen Jahrzehnte in der Psychiartrie weggesperrt waren, totgeschwiegen. Ich hatte bist gestern davon nichts gewusst, wo doch wirklich sehr viel aus dem Palast an die Öffentlichkeit gelangt ist.

Und damit komme ich zur Fiktion: Vieles, was hinter den Türen des Palastes entschieden wurde, mit der Queen als Staats- und Familienoberhaupt, wurde in der Serie wohl so aufbereitet, dass es schlüssig zu den Fakten passt. Man denkt: Ja, so könnte es gewesen sein. Vielleicht sind einige Puzzelteile Indeskretionen von ehemaligen Sekretären, Kammerdienern und sonstigem Personal bei Hofe zu verdanken.
Die königliche Familie ist jedenfalls „not amused“ über The Crown.

The Crown IV

Seit gestern läuft bei Netflix die 4. Staffel der Serie The Crown, eine Serie über Queen Elizabeth II, ihr Leben, ihre Familie, über ihre „Firma“. Bereits die ersten drei Staffeln haben wir jeweils verschlungen. Diverse historische und politische Ereignisse während der Regentschaft der Queen werden nicht ausgenommen, ebenso wie Gerüchte aus den Klatschspalten der Regenbogenpresse. Es gibt tatsächliche Ereignisse und Entscheidungen, aber vieles von dem, was hinter verschlossenen Palasttüren geschehen ist, kann man nur vermuten, fließt aber, spannend aufbereitet, in die einzelnen Folgen ein.

Am späten Sonntagnachmittag haben wir mit Staffel 4 begonnen und uns gleich 3 Folgen angeschaut. Charles lernt Lady Diana kennen und wird gedrängt, sie zu heiraten. Diana erkennt, dass er eine andere liebt, nämlich Camilla Parker Bowles. Diana will unter allen Umständen die Hochzeit nicht stattfinden lassen. Wie wir alle wissen, kam es anders.

Als Lady Diany steht Emma Corrin vor der Kamera. Sie ist ein sehr guter Griff, die Ähnlichkeit mit der auf tragische Weise ums Leben gekommen Princess of Wales ist frappierend.

Neu in dieser Staffel ist auch die Eiserne Lady, die ehemalige Premierministerin Margaret Thatcher. Bei den wöchentlichen Treffen mit der Queen macht sie zum Teil einen recht „schmierigen“ Eindruck, den man ihr eigentlich gar nicht zutraut. Gillian Anderson spielt die Rolle perfekt. Auch ihr Aussehen lässt einen denken, the real Margaret Thatcher agiert vor der Kamera.

Nach drei Folgen haben wir gestern schweren Herzens den Fernseher ausgeschaltet. The Crown ist so spannend, man könnte sich alle Folgen hintereinader anschauen.