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Wieder verschoben

Zu meinem Geburtstag voriges Jahr Ende März überreichte mir mein Schatz ein Geburtstagsgeschenk, welches schon gar nicht mehr gültig war: Karten für eine Doppelvorstellung des Theaterstücks Harry Potter am 30 Mai. *Aufgrundderaktuellensituation* war der Termin bereits annuliert. Der Gatte hatte aber vorgesorgt und einen Ersatztermin für Ende November 2020 gebucht. Nun ja, wie wir alle wissen, waren die Theater *aufgrundderaktuellensituation* noch immer geschlossen. Wir wurden darüber rechtzeitig informiert und auch darüber, dass man umbuchen könnte, was der Gatte auch tat. Er besorgte neue Karten für diesen Sommer.

Seit gestern ist bekannt, dass auch dieser Termin nicht zu halten ist. Die Premiere ist jetzt für den 5. Dezember diesen Jahres vorgesehen. Ab Übermorgen können wir den 4. Termin buchen. Es bleibt spannend.

Hier liegen auch noch 2 Tickets für eine Vorstellung für „Wicked – Das Musical“ am 21. Juni. Ich habe meine Zweifel, ob das zu halten ist.

Nur ein paar Minuten


Wir sind ja eher die Couchpotatoes. „Möchtest du auch mal raus?“ – „Ich weiß nicht. – Und du?“ „Ich weiß nicht.“ Und dabei bleibt es dann in den meisten Fällen. Und dabei könnten wir in wenigen Minuten am Ufer des großen Stroms stehen.

Gestern haben wir uns tatsächlich zu einem Familienbesuch nach Lübeck aufgerafft. Ich bin ja kein Friedhofsgänger, und schon gar nicht an den entpsrechenden Tagen im November oder an Geburts- oder Sterbetagen. Ein Besuch der Familie auf dem Friedhof muss kein Zwang sein, dass muss vom Herzen kommen. Und der Zeitpunkt war jetzt. Und wir nutzten das tolle Wetter zu einem Spaziergang. Leider konnten wir nicht nach Travemünde weiterfahren. Das Kurbad ist für Nichteinheimische gesperrt, aufgrunderaktuellesituation. Aber ich weiche ab, ich wollte vom großen Strom schreiben und nicht über die Altvorderen.

Heute war das Wetter ja auch noch winterlich-sonnig-kalt-windig. Man könnte ja mal … Und wenn ich nicht bei Instagram das kleine Video einer jungen Dame gesehen hätte, wären wir wohl auch nicht rausgegangen. Auf der Elbe ist nämlich Eisgang. Und das ist selten, also wollten wir uns das Naturschauspiel mal selbst anschauen.


Auf dem Weg zu Elbe trafen wir die junge Dame mit ihrer Familie und ich gestand ihr, dass ihr Video uns animiert hätte, mal höchstselbstpersönlich die Eislage auf der Elbe zu sondieren.

Wenige Schritte später standen wir am Ufer der Elbe. Das Eis strömte Flussabwärts, die Reibung der kleinen Eisschollen aneinander verursachten ein leises Geräusch. Der Eisstrom teilte sich kurz hinter dem Anleger. Ein Teil floss in den Schleusenkanal und ein Teil strömte in Richtung Staustufe. Ich vermute, dass die Schleusungen eingestellt wurden. Das Eis würde die Funktion der Schleusentore behindern.

Nur ein paar Minuten standen wir da also und guckten das Eis an. „Willst du noch ein wenig gehen?“ – „Nee, und du?“ – „Nee, ich auch nicht.“ Es war nämlich ziemlich unangenehm windig. Also machten wir uns auf den Heimweg.

Tja, so sind wir, nämlich eher faul. Und dabei wären es nur ein paar Minuten bis hinunter an die Elbe.

Gendergerecht

OK, bin es anders gewohnt, habe es anders gelernt. Für mich ist z.B. ein Kunde als männlich und weiblich zu vertehen. Und ich finde es total bescheuert, wenn sich Frauen darüber aufregen, dass sie sich dadurch benachteiligt fühlen.

Es gab vor Jahren mal einen Flachwitz: „2 Frauen sitzen am Frühstückstisch. Sagt die eine zur anderen: Reich mir bitte mal die Salzstreuerin.“ Das war noch viele Jahre bevor die Diskussion über das Sternchen oder die Endung mit dem „/“ üblich geworden ist.

Auf unserer Norwegenkreuzfahrt 2018 hatten wir während eines Ausflugs eine Reiseleiterin aus Deutschland, die in Norwegen verheiratet ist. Sie plauderte unterwegs auch aus dem privaten Bereich und ezählte „Meine Tochter lernt Koch, ja, Sie haben richtig gehört, Koch. Wir haben es hier in Norwegen nicht mit den Sternchen und ähnlichen Dingen.“

Hier in Deutschland treibt die gendergerechte Sprache Blüten, die ich, wie weiter oben gesagt, bescheuert finde. Heue las ich z.B. auf einer lokalen Nachrichtenseite den Begriff „Radfahrende“. OK, das geht bei mir gerade noch so durch. Aber wie schreibt bzw. spricht man über Fußgänger? Fußgehende? Ich sag ja: Bescheuert.

Ein Schneemann ist jetzt eine Schneeperson mit Kristallisationshintergrund – oder?

Ich mag mit meiner Meinung der einen oder anderen Dame auf den Fuß getreten sein. Aber dazu stehe ich. Oder müsste ich gendergerecht schreiben “ auf die Füßin“?

Mehr Streifen!

Ständig ist im Moment vom Wintereinbruch die Rede. Der Müsste sich doch vermeiden lassen wenn mehr Polizeistreifen unterwegs wären. Man kann dem Einbruch doch dadurch vorbeugen und vielleicht kann man dem Winter auch habhaft werden. Und wenn alle Mensche Fenster und Türen geschlossen halten, gibt es keine Chance für den Einbruch.

Fondue? Jetzt?


Warum eigentlich nicht?

Bestimmte Gerichte gibt es nur zu gewissen Feiertagen. Raclette und Fondue gehören dazu, ebenso wie Gänsebraten oder Pute. Die Hardware für Raclette und Fondue steht im Allgemeinen ein ganzes Jahr unbenutzt im Schrank und wird nur zu Weihnachten oder Silvester seiner Verwendung zugeführt.

Wir haben uns gefragt: Warum eigentlich? Man kann das doch immer essen wenn man Appetit darauf hat. OK, ein Fondue mit excellentem Fleisch ist nicht unbedingt preiswert. Aber was soll’s, man gibt so viel Geld für irgendwelchen Kram aus, da kann man sich schon mal gutes Fleisch, u.a. Rinderfilet, für ein Fondue außerhalb der Feiertage gönnen.

Deshalb gab es bei uns gestern Abend Fondue. Und das war richtig toll, auch wenn es nur ein ganz gewöhnlicher Freitagabend war.

Elphaba, die grüne Hexe aus dem Musical Wicked, war auch dabei. Sie hat die Flamme des Brenners manipuliert. Sehr spooky.

Überall Haare


Das muss man hinnehmen wenn man Katzen in der Wohnung hat.

Seit 6 Monaten sind wir jetzt Katzeneltern. Und wir haben es, trotz der Haare, nicht bereut, Elphie und Glinda zu uns genommen zu haben. Die 2 sind so anhänglich und lieb, auch wenn sie mal durch die Wohnung toben und ein wenig Unordnung schaffen.

Wenn wir abends das Licht zum Schlafengehen ausmachen, begeben sich auch die Katzen zur Ruhe. Glinda hat bei uns im Schlafzimmer einen Schlafplatz gefunden. Elphie schläft vermutlich auf dem Sofa im Wohnzimmer.


Tagsüber halten sie sich meistens in unserer Nähe auf. Gelegentlich fordern sie ihre Knuddeleinheiten ein, Elphie mit Nachdruck wenn sie mit ihrem Kopf an die meine Hand stupst. Glinda wirft sich bei Bedarf auf den Rücken.

Und es gibt tatsächlich Worte, die sie verstehen. Wenn ich sage „Milch“, dann flippen sie total aus. Sie bekommen dann eine Portion Katzenmilch. „Leckerli“ verstehen sie auch. Dann kommen die beiden Süßen zum Schrank, wo die Leckerlis gelagert werden und laufen dann zu der Stelle, wo sie verabreicht werden.


Auch „Hunger“ verstehen sie und kommen dann zum Fressplatz, wo die Näpfe stehen, aus denen sie Fressen. Nach der morgendlichen Fütterung dürfen sie „ausgucken“. Wenn ich das sage, laufen sie zur Terrassentür, die ich dann öffne. Die Insektenschutzjalousie verhindert, dass sie auf die Terrasse gehen und den Vögeln nachjagen.

Elphie und Glinda wissen auch, wo das Katzenspielzeug versteckt ist. Sie sitzen dann vor dem Schrank und mauzen und gucken sehnsüchtig zum Schubfach.

Es gibt aber auch Begriffe, denen sie nur folgen wenn sie wollen. Das sind „nein“, „raus“ und „runter“.


Wegen der Haare könnte ich mehrmals am Tag unseren Robi durch die Wohnung jagen. Da wir überall Fliesen haben, sammeln sich die Haare zu größeren und kleineren „Haarmäusen“, die bei der kleinsten Bewegung über den Boden wehen. Statt Robi kommt mehrmals täglich der Akkusauger zum Einsatz. Das Ding ist Gold wert.

Unsere Socken sind wie Haarmagneten. Da wir Fußbodenheizung haben, haben wir keine Hausschuhe sondern laufen auf Socken durch die Wohnung, an denen auch immer viele Katzenhaar klebenbleiben. Bevor die in die Waschmaschine kommen, werden sie im Wäschetrockner ca. 10 Minuten ohne Heizung kräftig durchgepustet, wie auch andere Kleidungsstücke, an denen sich Katzenhaare festgesetzt haben.


Wir haben zwar eine Fellbürste, die ist aber nicht so geliebt. Es ist selten, dass ich damit das Katzenfell bürsten kann. Wir wollen es mal mit einem speziellen Handschuh versuchen.

Elphie und Glinda sind eine Bereicherung. Und wie es aussieht, fühlen sie sich bei uns sehr wohl. Bei uns würde ich auch gern Katze sein.

Wintersparziergang


Ja, auch hier im Norden hat es geschneit. Heute ist Spaziergehwetter, es scheint nämlich die Wintersonne vom blauen Winterhimmel. Und ja, ich gebe zu, bei diesem Wetter sieht die weiße Landschaft ja ganz nett aus. Aber ich bleibe dabei: Grün ist mir lieber!

Die rote Winterjacke habe ich schon einige Jahre. Aber getragen habe ich sie eher selten. Wenigstens 3 Jahre hing sie da und ich brauchte sie nicht. Heute hätte ich sie eigentlich auch nicht gebraucht, also von der Temperatur her. Aber sie passte heute zur winterlichen Landschaft. Und so ein Farbklecks macht sich doch ganz gut.


Der Hamburger Bürger hat seine Elbe und seine Alster. Der Untertan aus der kleinen Stadt an der Elbe im Herzogtum Lauenburg hat auch seine Elbe. Und wenn die noch fast vor der Haustür der Nordsee entgegenfließt, geht der Untertan an der Elbe spazieren. Warum dabei einige junge Damen untentwegt auf ihr Handy starren, erschließt sich mir nicht. Sie könnten dafür auch zu Hause bleiben.

Uns zwei Untertanen hat der kleine Spaziergang jedenfalls ganz gut getan. Wir haben nach links und rechts geschaut, auch nach oben, und an prekären Stellen auch nach unten. Denn es war teilweise angemessen glatt. Vorsichtshalber sind wir dann doch lieber wieder nach Hause gegangen anstatt die Runde weiter auszudehnen. Ich hatte nämlich keine Lust, mich noch auf meinen knöcherigen Achtersteven zu setzen.

Recht hat er!

Seit langem mal wieder was über Corona gelesen, und zwar den Kommentar des WHO-Experten David Nabarro zur Politik in Deutschland in Sachen Corona. Ich dachte mir, der Mann ist „von Außerhalb“ und schätzt es ziemlich neutral ein, was hier passiert. Er sagt u.a. „Dieses Virus wird uns besiegen, wenn wir nicht einig sind.“

Und genau das ist der Punkt: Hier in Deutschland kocht jedes Bundesland sein eigenes Süppchen. Und die Rede ist auch schon wieder davon, wo vielleicht Lockerungen möglich sind. Liebe Deutschen Politiker, besonders die Landesfürsten: Zieht doch mal alles an einem Strang und versucht nicht, euch ständig zu profilieren, vermutlich unter der Angst, bei der nächsten Wahl Stimmen zu verlieren.

Wir haben eine Pandemie! Eine Seuche! Und das wichtigste ist doch, dass wir den Mist in den Griff bekommen. Ich lese immer über Forderungen von Interessenverbänden, dass die dieses und jenes gelockert werden soll. Nein, gar nichts muss gelockert werden, so leid es mir für viele Bereiche tut, dass sie keine Einnahmen haben, dass Eltern mit Homeschooling überfordert sind, ach, eine unendlich lange Liste könnte ich hier erstellen. Man sieht, hier bei uns besteht keine Einigkeit, was zu tun ist.

Ich schrieb weiter oben, dass ich das lese. Nein, ich lese nur die Schlagzeilen. Das bleibt ja kaum aus wenn man sich in Newsseiten informiert. Ich bin es leid, in die Einzelheiten zu gehen, wer warum wieso was fordert, warum das mit den Impfungen nicht klappt. Jeder hat eine andere Meinung, jeder schiebt die Schuld auf den anderen.

Mein Reden seit Wochen: Reiseverbot, Grenzen zu. Schulen und Kindergärten schließen bzw. geschlossen halten – derzeit mindestens bis Ende Februar. Warum funktioniert das hier nicht in Deutschland? Weil jeder es besser weiß! Jetzt wird darüber gesprochen, Grenzen zu schließen, der Flugverkehr wurde aus besonders betroffenen Ländern gesperrt. Warum erst jetzt? Was soll diese Salamitaktik? Es ist zum Kotzen!

Sie haben Post


Kennt ihr noch die verbale Ankündigung des Emailprogramms: Sie haben Post! Ich weiß gar nicht mehr, welcher Anbieter das war. Aber der kleine Satz hat sich eingeprägt.

Unser Briefkasten ist stumm. Er sagt nichts, er piept nicht und macht auch sonst keine Geräusche, wenn dort was abgelegt wird, was meistens eh nur Werbung ist. Nur die Briefkastenklappe klappert ziemlich laut sie sich schließt nachdem die Briefzustellerin dort Briefe und Sendungen „an alle Haushalte“ eingeworfen hat. Das kann ich aber in der Wohnung nicht hören. Ich muss mich also höchstselbstpersönlich die Treppen hinunterbemühen und nachschauen. Ich könnte auch den Lift nehmen, das dauert aber viel zu lange. Außerdem: Bewegung tut gut.

Also ich wollte sagen, dass ich nun auch Post von der Bundesregierung erhalten habe. Für 2 Euro kann ich mir 6 Filtertüten bei der Apotheke abholen. Ich hatte mir ja schon eine „regulär“ gekauft. Aber ich finde die schrecklich. Da ich einen kleinen Kopf und ein dementsprechend kleines Gesicht habe, bleibt ja gar nichts mehr davon zu sehen. Und dann diese Küsstüte, völlig unkleidsam. Und da ich Bartträger bin, ist so eine FFP2-Maske ja eh nicht sehr sinnvoll. Ich werde auf die OP-Masken ausweichen.

Natürlich hole ich mir die FFP2-Masken aus der Apotheke, zum Kaffeekochen. Nee, jetzt mal im Ernst: König Markus von Bayern hat ja dort verfügt, dass jeder seiner Untertanen gefälligst so eine Filtertüte im Gesicht tragen muss. Und da die Ansichten eines Königs Gewicht haben, könnte man ja eventuellgegebenenfallsunterumständen davon ausgehen, dass die zukünftig auch in der Bundesrepublik getragen werden müssen, nicht nur im Königreich Bayern. Und dann habe ich ein paar Filtertüten für mein Gesicht parat. Aber meinen Bart werde ich dann nicht abrasieren, und wenn sich der König auf den Kopf stellt.