Seit ein paar Tagen ist der Film endlich in den Kinos zu sehen, Star Wars VII – endlich für die Fans dieser Filme. So richtig kann ich mir den Hype, der darum gemacht wird, nicht anschließen. Wir haben alle verherigen Filme auf Blueray zu Hause und haben uns die auch nochmal angeschaut bevor wir uns gestern Abend auch den siebten Film angeschaut haben.
Irgendwie sind die Filme doch alle gleich: Die Handlung zieht sich und zieht sich, ja, zeitweise geht’s gar nicht voran, es ist langweilig. Mehrmals musste ich gähnen gestern Abend auf meinem Kinositz. Kurz vor Schluss kommt richtig Action auf, ja, es wird sogar richtig spannend. Und zum Schluss kommt der große Knall. Peng! Ende! Aus! Aus? Nicht ganz. Die Schlussszene will einem wohl sagen: Es geht irgendwie weiter. Irgendwo hatte ich von einem Cliffhänger gelesen. Das finde ich in diesem Sinn nicht, mein Mann auch nicht. Es ist eher ein Cliffständer, äh, Cliffsteher. Die beiden Protagonisten, die uns vermitteln sollen, dass es weitergeht, stehen nämlich an einem Kliff.
Als im Film endlich Harrison Ford seinen Auftritt hat, habe ich nur gedacht: Man ist der alt geworden! Und immer wenn er im Bild war, habe ich mich gefragt: Trägt der einen Fiffi oder hat der wirklich noch so volles Haar? An seine Angetraute musste ich auch immer denken, Calista Flockard, die einst in der erfolgreichen Anwaltserie die Anwältin Ally McBeal spielte, die garantiert jedes Fettnäpfchen fand und von einer skurilen Situation in die nächste rutschte. Anlässlich der Weltpremiere von Star Wars VII stand sie mit Harrison Ford auf dem roten Teppich. Mein Kommentar als ich sie erblickte: Die hat ihr Gesicht machen lassen! Tja, auf solche Gedanken kommt man beim Anschauen von Star Wars wenn man nicht gerade ein Fan ist.
Ich sagte oben, dass ich halt mitgehe, mit meinen Mann. Der ist schon Fan, aber kein Hardcorefan. Als wir das Kino, in dem ich fast eingeschlafen wäre, verlassen hatten, meinte er: Die Filme sind doch alle gleich (sagte ich ja schon). Und früher, ja, da war das was neues. Das war mal was anderes, sowas kannte man nicht. Heute ist der einzige Unterschied, dass man im Kino eine Unisexbrille ausgehändigt bekommt damit man den Film in 3-D sehen kann. Egal, bei Folge VIII gehe ich wieder mit. Ich will doch wissen, wie es weitergeht.





Für uns hat sich gestern ein kleiner Kreis geschlossen:
Gestern Abend waren wir im Stage Operettenhaus um dort das Musical „Liebe Stirbt Nie“ anzuschauen (darüber später mehr). Mit lieben Freunden hatten wir uns vor der Vorstellung auf dem Weihnachtsmarkt Santa-Pauli verabredet. Gern hätte ich mal einen gemütlichen Rundgang über den Weihnachtsmarkt gemacht, der ein „etwas anderes Angebot“ bereithält – außer den üblichen Getränken- und Futterbuden. Aber es war voll, einfach voll. Und das ist es, was ich an Weihnachtsmärkten nicht mag. Man schiebt und wird geschoben, man muss sehen, dass man die Kurve kriegt um einen der Stände etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Wir haben zwar einen Glühwein getrunken und uns mit den Freunden, die auf dem Weg zum König der Löwen waren, unterhalten. Aber ich war froh, als ich das Areal wieder verlassen konnte. 

Kürzlich gab es irgendwo eine Krippenausstellung. Ein Weihbischof hat die Krippen alle gesegnet. Vielleicht hätte ich unsere Krippe zu dieser Ausstellung auch mal anmelden sollen. Das Gesicht des Bischofs bei deren Anblick hätte ich gern gesehen. Seinen Segen hätte er dem farbigen Jesuskind vermutlich eh verweigert, ebenso wie dem Esel, der im Hintergrund in der Ecke gerade ein Schaf besteigt während Josef vorn mit bösem Blick auf das farbige Kind zeigt und Maria mit den Schultern zuckt: Ich war ja sowieso nicht dabei!