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„B“ wie?

BDie kleine Stadt an der Elbe namens Geesthacht feiert in diesem Jahr das 800. Stadtjubiläum. Am kommenden Wochenende wird deshalb der NDR zu Gast sein. Der Sender hat der Stadt eine Vorgabe zu einer Stadtwette gemacht, die offiziell morgen am Montag veröffentlicht wird. Wir wissen bereits seit einer Woche, worum es geht. Gestern, beim gemeinsamen Fußballgucken, wurde das niedliche Teil verteilt. In der kommenden Woche wird es das Ding vermutlich überall in der Stadt geben, auch in anderen Ausführungen. Es wird für die Stadtwette benötigt, die, wie sollte es anders sein, mit der Zahl 800 zu tun hat.

Morgen werde ich dann auch das Rätsel um das „B“ lösen.

Vorfreude


Die Vorfreude beginnt bei uns mit dem Moment der Buchung. Und unsere nächste Reise haben wir bereits Ende November vorigen Jahres gebucht, die übernächste gleich mit. Die Vorfreude dauert also ziemlich lange, besonders für die Reise im nächsten Jahr.

TUICruises hat uns jetzt eine kleine Erinnerung geschickt. Man muss ja, um den Sicherheitsaspekten zu genügen, ein paar Dinge beachten. Das persönliche Ausweisdokument (Reisepass oder Personalausweis) muss noch genügend lange gültig sein und das Manifest muss man rechtzeitig ausfüllen. Gut, um einen neuen Perso oder Pass zu beantragen, ist es wohl 6 Wochen vor Reisebeginn zu spät. Wer verreisen will, egal womit oder wohin, sollte schon darauf achten, dass er seinen Kram in Ordnung hat. Andernfalls besteht die Möglichkeit, dass er nur der Hecklaterne hinterherschauen kann. Spätestens beim Ausfüllen des Manifests würde man darauf hingewiesen werden, dass der Pass bzw. Perso nicht mehr gültig ist. Für das nächste Jahr müssen wir jedenfalls einen Pass haben.

„Endlich wieder …“ schreibt uns TUICruises. Im Inneren des kleinen Faltblattes wird auch darauf hingewiesen, was uns an Bord alles erwartet. Nach bereits 3 Reisen wissen wir das natürlich. Und genau das ist ja ein Teil der Vorfreude. Es hätte nicht der Erinnerung bedurft. Aber es ist sicher nett gemeint und ja, es steigert die Vorfreude auf die Reise noch ein wenig mehr.

Man könnte natürlich denken, dass das Faltblatt zur Kundenbindung beitragen soll. Wer viel Geld für einen Urlaub ausgibt, hat da sicher ganz andere Präferenzen, auf die er Wert legt. Ein buntes Faltblatt tut da nichts zur Sache. Wenn wir bisher nicht zufrieden gewesen wären, hätten wir sicher nicht wieder „Mein Schiff“ gebucht. Aber so freuen wir uns ganz doll darauf, in 6 Wochen „Endlich wieder“ an Bord zu gehen und vom ersten Moment an zu denken: Wir sind wieder zu Hause!

Silberhochzeit

dekoSchon eine Woche nach dem Sommerfest der Tanzbasis trafen wir alle unsere Freunde wieder bei einer Silberhochzeitsfeier. Die eigentliche Silberhochzeit war schon am 21. Juni, aber wer hat schon Lust, mitten in der Woche ausgelassen und ausgiebig zu feiern? Also hatte das Silberpaar für gestern Abend zur Party in den Marschachter Hof geladen.

Das obgligatorischen Glas Sekt zum Empfang wurde auf der Terrasse des Restaurants kredenzt, wo auch das allgemeine Abknuddeln zur Begrüßung stattfand. Unsere Anzüge können wir nun in die Reinigung bringen, das Makeup der Damen hat Spuren hinterlassen.

Gespeist wurde natürlich im Saal. Die Tische waren mit einer sehr filigranen Deko hergerichtet. Speisen gab es vom Spanischen Buffett – sehr sehr lecker und leicht, nicht fett, aber mit viel Knoblauch. Das passte zu einem Partyabend im Sommer. Als Mitternachtssnack wurden Currywurst und Pommes serviert.

Die Stimmung wurde im Verlauf des Abends immer ausgelassener. Mein Mann genoss es, mal wieder richtig abzuzappeln. Sein freestyle ist bemerkenswert und zog viel Aufmerksamkeit auf sich. Ab und zu wagte ich auch mal ein Tänzchen – wobei ich mit Bernd nicht im geringsten mithalten kann. Die Damen entledigten sich teilweise ihrer Schuhe und tanzten barfuß. Die Diskretion gebietet es, dass ich vom späten Abend bzw. vom frühen Morgen hier keine Fotos zeige, für den Einen oder Anderen wäre das sicher peinlich.

73 Prozent


Nein, das ist nicht das unsägliche Ergebnis der Abstimmung für den Brexit. Wäre sowieso egal ob das 51 Prozent oder 73 Prozent wären – raus ist raus.

73 Prozent beträgt derzeit die Luftfeuchtigkeit in unserer Wohnung, wenn das so weitergeht, ertrinke ich hier bald.

Wenn wir wenig Luftfeuchtigkeit in der Wohnung haben, sind es zwischen 45 und 50 Prozent. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so viel gehabt zu haben wie heute morgen.

Ballett am Hafen


Die Ballettschule „Tanzbasis“ von Manuela Preuß feierte gestern ihr Sommerfest mit einer Art Leistungshow der verschiedenen Genres, die Manuela Preuß und ihre Mitarbeiterinnen anbieten. Die ca. 2-1/2-stündige Show fand unter freiem Himmel am Hafen von Geesthacht statt. Es gibt dort eine kleine Arena und direkt über dem Wasser eine kleine Bühne, auf der normalerweise die Enten schlafen.

Wir kennen Manuela schon ein paar Jahre, jedoch hatten wir noch nie die Gelegenheit mal zu schnuppern, was in der Tanzbasis alles gemacht wird. Von Spitzentanz bis HipHop, über Jazztanz, Stepptanz und Moderndance, von klitzekleinen Mädchen bis zu Erwachsenen Tänzerinnen – es gibt wohl kaum etwas, was es im Bereich Ballett nicht gibt, was hier in der kleinen Stadt an der Elbe angeboten wird.

Das Rund der Arena am Hafen war voll besetzt, größtenteils waren es wohl die Eltern und Großeltern der auftretenden Tänzerinnen, zwei Jungs habe ich aber auch auf der Bühne gesehen. Auch der Bürgermeister ließ es sich nicht nehmen, sich das Programm anzuschauen.

Besonders niedlich waren natürlich die Minis in ihren bunten Tutus, absolut entzückend waren die – und man glaubt es kaum, ich kriegte sogar feuchte Augen bei deren Anblick. Zum Teil sehr ausdrucksstark tanzten die Älteren, u.a. die Austauschschülerin aus Riga, die nach einem Jahr leider demnächst die Rückreise in ihre Heimat antreten wird.

Nach der Show trafen wir uns bei Familie Preuß zu Hause um den Abschied zu feiern. Nudeln mit Garneelen vom Grill (oder waren das Scampis?) wurden serviert. Was heißt serviert, das geht da immer so locker zu, dass sich jeder an dem bedient, was auf dem Tisch steht. Ich liebe das!

Ich habe es geahnt!

Wann sind wir dran? Mit „wir“ meine ich Schwule und Lesben. Und nun ist es passiert: Der AfD-Landtagsabgeordnete Andreas Gehlmann hat während eine Rede der Linken Abgeordneten Quade zum Thema „Sichere Herkunftsländer“ im Landtag von Sachsen-Anhalt den Zwischenruf gemacht: „Das sollten wir in Deutschland auch machen!“ Es ging in dieser Passage der Rede darum, dass in gewissen Ländern Homosexuelle ins Gefängnis gesteckt werden.

Natürlich ist es wieder mal hinterher ganz anders gewesen. Die AfD will den Zwischenruf aus dem Protokoll der Landtagsdebatte streichen lassen.

Zum Thema „AfD und Homosexualität“ hatte ich bereits im Oktober vorigen Jahres geschrieben.

Angst habe ich nicht wegen der vielen Flüchtlinge, Angst macht mir die AfD!

Trinkgeld

Gar nicht mehr so lange hin – in 9 Wochen sind wir wieder auf See, unterwegs mit unserem Traumschiff, Mein Schiff 1, „Premium all inklusive“, das heißt, dass man keine Servicepauschale pro Tag zusätzlich zum Reisepreis entrichten muss, wie es bei einigen Kreuzfahrtreedereien üblich ist. Theoretisch bräuchten wir also kein Trinkgeld für irgendwen oder irgendwas zu geben. Da wir aber nicht so abgebrüht sind, geben wir ab und zu mal 5 Euro – für’s Housekeeping z.B., das für die Reinigung der Kabinen zuständig ist, oder für den Barkeeper, den Steward im Restaurant, das Personal im Selbstbedienungsrestaurant, das für das Abräumen des benutzten Geschirrs zuständig ist, den Masseur. Es gibt nicht täglich was, aber ab und zu. Und dafür sammeln wir in angemessener Zeit vor dem Reisebeginn 5-Euro-Scheine.

Ich hatte schon seit ein paar Wochen daran gedacht, dass wir langsam mal wieder mit dem Sammeln beginnen müssten. Aber ich kriegte es nicht hin, dass ich entsprechende Scheine als Wechselgeld beim Einkauf bekam. Entweder hatte ich es passend oder ich bekam nur wenig Wechselgeld zurück. Größere Einkäufe bezahle ich mit der EC-Karte, ich habe nie viel Bargeld bei mir. Aber plötzlich lief es, plötzlich kriegte ich ständig die begehrten Scheine. Ich glaube, ich habe zurzeit eine Serie.

11000 Meter und rot


Unsere Terrasse ist von 3 Seiten von hohen Pappeln umgeben, die vierte Seite bildet in Richtung Süden die Glasfront zur Wohnung. Wir haben deshalb nur einen relativ kleinen Himmelsauschnitt über uns, aber immer noch groß genug, um den internationalen Flugverkehr zu beobachten.

Meistens liegt auch ein Handy oder ein Tablet parat um über flightradar24 festzustellen, woher der Jet kommt und wohin er fliegt. Inzwischen haben wir schon eine gewisse Kenntnis der über uns hinwegführenden Strecken und kontrollieren das dann auf flightradar24.

Paris/London – Hongkong/Tokyo/Shanghai haben wir da, oder Kopenhagen/Stockholm in den Mittelmeerraum, Billund/Oslo nach Südeuropa, es geht also über Geesthacht in die große weite Welt. Spannend das ist!

Die Maschinen fliegen hier in einer Höhe von ca. 10.000 / 11.000 Meter. Wenn sie an der Unterseite eine auffällige rote Lackierung haben, ist das zu erkennen, und sei es auch nur eine „rote Nase“, z.B. die Flieger der Norwegian haben ein rotes Vorderteil. Und so passiert es dann, dass ich zu Bernd z.B. sage: Stockholm/Kopenhagen – Malaga, und ich sehe was rotes. Mit großen Augen schaut Bernd mich an, öffnet flightradar24, klickt das Flugzeugsymbol an, welches es gerade sein müsste und zeigt mir dann das dazugehörige Bild. Äh ja, die Maschine ist zum Teil rot! Er sagt, dass er das am Himmel nicht erkennen kann, er sieht man gerade eben, dass da was fliegt, was einen Kondensstreifen an den blauen Himmel malt.

Das Foto oben ist nur ein sogenanntes Symbolbild. Ein Jet mit rot dran war heute Nachmittag gerade nicht zur Verfügung. Und jetzt geh ich wieder raus – Flieger gucken.

Drüben auf’m Land


Schon lange chatte ich mit Marc und Basti. Sie wohnen gegenüber von Geesthacht auf der anderen Seite von der Elbe, in Marschacht. Im Herbst vorigen Jahres hatte ich die Beiden dann anlässlich meiner Zumbaambitionen persönlich kennengelernt. Marc hatte sich kürzlich von Bernd beim Kauf von 2 Hemden beraten lassen, nur Bernd und Basti kannten sich noch nicht.

Gestern Abend waren wir bei den Beiden zum Grillen eingeladen. Im Vorwege waren sie wohl schon ein wenig nervös. Es kamen Fragen wie „was trinkt ihr?“ – „mögt dies, mögt ihr das?“ – „wir haben …“ es folgte eine Aufzählung der vorgehaltenen Speisen und die Frage, ob es denn auch genug sei. Verstehen kann ich das schon wenn man noch nicht zusammen einen Abend verbracht hat. Aber Bernd und ich sind ja ziemlich pflegeleicht.

Nach unserer Ankunft gab erstmal eine Führung durch ihr liebevoll eingerichtetes Häuslein. Und dann saßen wir ein paar Stunden bei ihnen auf der Terrasse, über uns nur der Abendhimmel und beinahe absolute Ruhe drumherum. Paula, der Hund, mochte uns auch. Ständig kam sie bei uns an und bettelte um Aufmerksamkeit.

Da Bernd einen ganz normalen Arbeitstag hinter sich hatte und wir beide in der vorhergehenden Nacht nicht wirklich gut geschlafen haben, wurde es keine lange Sommernacht um die Gastfreundschaft von Basti und Marc zu genießen. Aber wir werden ganz bestimmt wieder ein paar nette Stunden zusammen verbringen, dann aber im Elbe-Penthouse.

Düsseldorf – Peking / 7.796 km


Um 13:20 Uhr Ortszeit in Düsseldorf gestartet – voraussichtliche Ankunft in Peking morgen früh um 05:00 Uhr Ortszeit (23:00 Uhr heute Abend Deutsche Zeit). Im Flug CA 964 sitzt unser Sohn auf einer Geschäftsreise nach China. Vermutlich sitzt die ganze Familie (Mönchengladbach, Lübeck, Geesthacht) vor dem Rechner und hat flightradar24.com auf dem Schirm um den Flug zu verfolgen.

Meine Mutter in Lübeck hätte, so sie denn auf ihrem Balkon hätte sitzen können, den Flieger sehen können. Sie hat gern dort in der Sonne gesessen, den Maschinen am Himmel nachgeschaut und sich gefragt, wo sie wohl herkommen und welches Ziel sie wohl haben mögen. Auch von ihrem Altersruhesitz würde wohl die Möglichkeit bestanden haben, ihren Enkel auf dem Weg nach Peking zu sehen, bzw. das Transportmittel, in dem er reist. Es ist natürlich immer eine Frage, wie das Wetter ist.

Ich werde jetzt nicht ununterbrochen 9 Stunden hier sitzen und das rotmarkierte Symbol anschauen. Irgendwann über Russland wird es dann eh langweilig. Aber ich finde es schon spannend, dass es die Möglichkeit gibt, zu sehen, wo sich nahe Angehörige auf einer langen Reise gerade befinden.