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Alles kann – nichts muss

Das ist das Motto unserer Mafiatorte. Wenn wir uns eine Pizza bestellen – was relativ oft der Fall ist -, wird sie meistens noch durch weitere Zutaten ergänzt. Bernd mag es lieber herzhaft-pikant, ich eher herzhaft-mild. Wenn wir unsere Pizza von vorn bis hinten, bzw. von Anfang bis Ende, selbst machen, kann eh jeder drauflegen, was er möchte. Meistens quillt das Topping über und ist mindestens doppelt so dick wie der Boden. Da passt dann schon mal Salami und Thuna zusammen und Feta. Oder auf der anderen Hälfe Salami, Feta und Blauschimmelkäse. Hört sich schräg an und sieht auch so aus. Andere Leute mögen die Hände über dem Kopf zusammenschlagen oder einen Brechreiz bekommen – solange es uns schmeckt, ist es egal. Und wir wissen, was uns schmeckt.

Den Teig für den Boden haben wir dieses Mal selbst zusammengeknetet und nicht bei Tante Fanny gekauft. Das Rezept für den Teig stammt vom besten Pizzabäcker Deutschlands 2015. Deshalb kann ich das hier im Blog nicht direkt veröffentlichen, aber den Link dazu gebe ich natürlich gern weiter.

Uns hat dieser Teig ausnehmend gut gefallen. Die Konsistenz des Bodens ist wie Keks wenn man hineinbeißt. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich statt 5 g Hefe ein ganzes Tütchen mit 7 g genommen habe. Nächstes Mal probieren wir das dann mit 5 g. Ich habe nämlich endlich mal eine Löffelwaage bestellt um auch beim Brotbacken immer die richtige Hefemenge nehmen zu können.

Mal die Klappe halten

Was einen gewissen Herrn angeht, der gerade in der weltweiten Öffentlichkeit steht, darf ich mich vorsichtshalber im Moment nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Zwei Dinge lähmen meine Zunge und lassen mich Vergleiche mit anderen Persönlichkeiten anstellen. Da ich aber in etwa 7 Monaten dort kurzzeitig einreisen werde, wenn auch nur „in Transit“, halte ich mich lieber zurück. Sonst krieg ich vielleicht gar nicht erst ein Visum – oder wie immer das jetzt heisst.

Gibt’s was dagegen?

Kennt ihr das auch?: Die Bettdecke innerhalb des Bezuges wandert, sozusagen ist das eine Wanderdecke. Entweder an den Füßen hat man eine dicke Wurst und oben am Hals/Brust/Rücken sind nur 2 dünne Stoffschichten – oder umgekehrt. Norbert, sag jetzt nicht, dass es daher kommt, weil die Hasibären zusammen unter einer Decke schlafen.

Man kann natürlich allmorgendlich das Teil an 2 Ecken fassen und dann so aufschütteln, dass die Decke wieder in Position rutscht, aber das staubt dann entsetzlich und so richtig funktioniert das auch nicht.

Was ich gern wissen möchte: Gibt es einen Trick, dass die Bettdecke an Ort und Stelle im bunkartierten – oder auch im dezent gemusterten – Bezug bleibt?

Wenn man mit Freunden …


… einen netten Abend verbringt, wird schon mal wild geknutscht. Und man erfährt Dinge über sich, die uns bisher unbekannt waren: Wenn in diesem Freundeskreis über uns gesprochen wird und wir nicht dabei sind, spricht man von den „Hasibären“. Wie süß ist das denn?!

Man gönnt sich ja sonst nichts


Das eine oder andere Mal habe ich schon erwähnt, dass mein Mann nicht gerne Fisch ist. Wenn, dann nur ausgesuchte Sachen, es könnte ja eine Gräte drin sein. Backfisch mit dicker Panade drumherum, eine Fischfrikadelle oder Klotzfisch verschmäht er nicht. Auch Schillerlocken isst er gern, ausgerechnet Schillerlocken. Wobei die ja gar kein Fisch sind, Schillerlocken sind nur Teil eines Fisches, nämlich der geräucherte Bauchlappen des Dornhais.

Zum Glück sind Schillerlocken nicht immer zu bekommen. Es gibt nämlich Fangquoten für den Dornhai. Und wenn die erfüllt sind, gibt es keine Schillerlocken. Warum sage ich „zum Glück“? Weil die nämlich verdammt teuer sind.

Heute entdeckte ich am Fischwagen in der Einkaufsstraße, dass Schillerlocken im Angebot sind, also nicht preislich im Angebot, sie werden einfach nur Angeboten, so in der Auslage liegend. Als ich meinen Wunsch nach 2 Schillerlocken äußerte, fragte mich die Fischfrau bzw. Fischfachverkäuferin, ob sie mir nicht erstmal sagen soll, was das kostet. Ich antworte, dass ich weiß, dass die teuer sind. Na ja, wiegen musste sie die Dinger ja und sie sagte mir dann den Preis, den ich ohne mit der Wimper zu zucken bezahlte. Ich hab dann zu Hause erstmal auf dem Bon nachgeschaut, wie hoch denn der Kilopreis ist: 56,00 Euro, ganz schön happig für einen Snack am Abend. Aber wenn es die schon mal gibt, möchte ich meinem Mann auch gern mal was Gutes tun.

Die Elbphilharmonie


Endlich ist sie fertig, die Elbphilharmonie, oder auch Elphi. Heute Abend findet das feierliche Eröffnungskonzert statt, für welches vor Monaten Karten verlost worden sind. Leider haben wir keine gewonnen. Es stand aber von Anfang an fest, dass wir uns eines Tages dieses großartige Bauwerk näher ansehen und ein Konzert besuchen werden.

Von meinem Mann bekam ich zu Weihnachten Karten für ein Konzert im Mai. Wir freuen uns sehr darauf, die Elbphilharmonie näher kennenzulernen.

Im Bürgerbüro

Für unsere diesjährige Kreuzfahrt benötigen wir gültige Pässe. Mein letzter Pass is 1998 abgelaufen. Er enthält 2 Türkische Stempel aus dem Jahr 1989, 2 Seiten gefüllt mit diversen Stempeln für einen Geschäftsbesuch in der DDR im November 1988 und 2 Stempel für die Passage der Grenze mit der DDR von Weihnachten 1991. Alles Geschichte, die DDR gibt es nicht mehr und in die Türkei würde ich unter den gegebenen Verhältnissen nicht mehr reisen wollen.

Der Pass von Bernd ist 2006 abgelaufen. Er hat ihn sich ausstellen lassen für die Reise mit Schola Cantorosa im Jahr 1996 in die USA. Nur ein Stempel ziert seinen Pass, nämlich den von der U.S. Immigration im Jahr 1996.

Im Septmeber diesen Jahres werden wir mit dem Schiff in die USA einreisen, d.h. neue Pässe sind notwendig. Also sind wir heute morgen zum Bürgerbüro in der kleinen Stadt an der Elbe gegangen, haben eine Nummer gezogen und gewartet, bis die Nummer aufgerufen wurde. Die Dame, die unsere Anträge bearbeitet hat, entsprach dem Klischee einer Beamtin/Angestellten im öffentlichen Dienst: Sachlich, nicht freundlich aber auch nicht unfreundlich, kein Lächeln, zusammengekniffene schmale Lippen, Typ „Ich bin hier wichtig“.

Sie sichtete unsere Unterlagen, die wir mitgebracht hatten, nahm die Fotos, druckte irgendwas – sie tat halt das, was sie für neue Pässe zu tun hatte. Und dann brauchte sie noch Fingerabdrücke zu welchem Behufe ein kleiner Scanner auf dem Tisch stand. „Legen sie bitte den rechten Zeigefinger der rechten Hand da hinein.“ Ich stutzte kurz und beschaute meine rechte Hand, konnte aber nur einen Zeigefinger entdecken. Ich hielt meine Klappe, man kann sich ja mal vertun. Die gleiche Prozedur wiederholte sich mit dem linken Zeigerfinger der linken Hand. Da musste ich dann doch eine kleine Bermerkung loswerden. Ein ultrakurzes schmallippiges Lächeln huschte tatsächlich über das Gesicht von Frau Wichtig (ein Namensschild hatte ich schon vergeblich gesucht).

Als ich die Pässe mit der EC-Karte bezahlen wollte, beging ich noch einen Fauxpax: Ich musste zum Kartenlesegerät und Frau Wichtig machte eine ausholende ungenaue Bewegung mit dem Arm. Nicht wissend, wo das Gerät steht, folgte ich ihr. Das hätte ich nicht tun sollen, ich befand mich jetzt in den „heiligen Hallen“ hinter den Schreibtischen worauf Madam eine entsprechende Bemerkung machte. Nachdem ich den Geschäftsvorgang beendet hatte, nahm ich dann den Rückweg zum Platz für antragstellende Bürger, also „vornerum“. Unsere alten Pässe bekamen wir wieder ausgehändigt, die neuen werden in 2 – 3 Wochen abholbereit sein.

Zurück zu Hause haben wir uns erstmal ordentlich die Hände gewaschen. Weiß man denn, wer schon alles mit seinen Zeigefingern auf dem Scannern rumgepappt hat? Ich finde, das System ist sehr unhygienisch. Der Scanner sollte nach jedem Vorgang mit einem entsprechenden Tuch abgewischt werden.

Rotwein oder Essig?

Es gibt einen Wein, den ich immer aus dem Regal der Weinabteilung im Supermarkt nehme, Imiklikos lieblich, der Lieblingswein meines Mannes. Und da wir am Samstagabend Gyrospfanne essen wollten, landeten 2 Flaschen im Einkaufswagen, eine für Samstag und eine als Minivorrat.

Mein Mann kam von der Arbeit nach Hause und duschte während in der Pfanne das Gyros bruzelte und im Topf der Reis köchelte. Der Tisch war gedeckt, die Kerzen im Leuchter entzündet, ich stellte die Servierpfanne mit dem Gyros und eine Schüssel mit dem Reis auf den Tisch, dazu eine Flasche vom besagtem Wein. Tzaziki durfte natürlich auch nicht fehlen.

Hungrig setzten wir uns an den Tisch, füllten Reis und Gyros auf die Teller und schenkten Wein in die Gläser sein. Vor dem ersten Bissen stoßen wir immer erstmal mit dem Wein an, egal was wir essen und welchen Wein wir trinken – Kultur muss sein.

Wir nahmen beide einen Schluck, stutzten und schauten uns an. Kommentar von meinem Mann: Da stimmt was nicht! Nee, dieser Wein, den wir ab und zu mal trinken und dessen Geschmack uns bekannt ist, war nicht ok, irgendwie säuerlich. Sollte nicht, kann aber mal passieren. Ich hatte ja noch eine zweite Flasche im Regal. Flugs den Korken gezogen und einen Schluck in ein Probierglas gegossen – das gleiche Dilemma. Und das ist äußerst ungewöhnlich, dass gleich 2 Flaschen nicht in Ordnung sind. Ich entschied, dass ich beide Flaschen am Montag zum Supermarkt zurückbringen werde. Die kosten zwar kein Vermögen, aber 2 Flaschen – nö, das muss ich klären.

Zum Glück liegt das Regal voll mit diversen Rotweinflaschen von denen ich eine aussuchte und öffnete. Deren Inhalt war dann in Ordnung und einem entspanntem Abendessen bei Kerzenschein und mit Rotwein stand nichts mehr im Wege, auch wenn das nun ein Italiener war. Aber Griechenland (Gyros) und Italien (Wein) sind ja beides Mittelmeeranrainerstaaten, passt also.

Heute Morgen verstaute ich die beiden Flaschen kippsicher im Wagen und brachte sie zurück. Ich erklärte der Dame an der Information den Sachverhalt. Sie schaute zwar etwas skeptisch und stellte noch die eine oder andere Frage, aber es war ok, dass die Flaschen zurückgenommen werden würden. Ich wurde dann noch gefragt, ob ich neue Flaschen von der Sorte haben wollte. Das lehnte ich aber dankend ab. Wer weiß denn, ob nicht die ganze Charge dieser Abfüllung ungenießbar ist. Ich ließ mir dann das Geld auszahlen, ist wohl sicherer.

Es gibt noch eine andere Sorte Imiklikos lieblich, die werde ich dann nächstes Mal nehmen.

Das gehört laut!

Mein aktueller Lieblingssong SHED A LIGHT. Wenn der über den Sender geht, wird das Radio lauter gestellt, schön laut. Und ich kriege gleich gute Laune. Nicht, dass ich ständig schlechte Laune hätte, aber der Song geht mir irgendwie ins Blut und die Beine. Geil!

Explosion


Heute ist meine Silvesterkugel explodiert. Die große Kugel enthielt viele kleinere Kugeln und mit Feuerwerk hatte das natürlich nichts zu tun, jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinn. Das Feuerwerk ist eher geschmacklicher Art. Denn Schoki von Lindt ist eine der besten, die ich kenne.