Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Der Karikaturenstreit

Zurzeit bewegt die Welt die Intoleranz fundamentalistischer Moslems, die gegen die Veröffentlichung von Karikaturen ihres Propheten Mohammed in einer dänischen Zeitung protestieren, und zwar auf ziemlich radikale und militante Weise. Wer die Karikaturen nicht kennt, kann sie sich hier ansehen.

Inzwischen sind offenbar sogar gefälschte Karikaturen aufgetaucht, die der Zeitung „jyllands posten“ zugeschrieben worden sind, was aber nicht stimmt. Diese Karikaturen sind bewusst von dänischen Immans dazu benutzt worden, die Moslems weiter aufzustacheln und Front gegen den Westen und speziell gegen Dänemark zu machen.

Viele Politiker und andere schlaue Leute haben sich in dieser Sache zu Wort gemeldet. Jetzt hat Ralf König dazu in Bildform seine Meinung gesagt, und die trifft den Nagel auf den Kopf. Bei der FAZ kann sich wer will darüber ein Bild machen.

Auch meine Meinung ist, nicht den Schwanz einziehen. Wir sollten diesen Menschen klar machen, dass nicht ihre Weltanschauung und ihre Religion die allein richtige ist, besonders auch deshalb, weil es sich bei den Karikaturen nicht um das Auftragswerk eines Staates, sondern um das Werk einer einzelnen Person handelt.

Kindergeburtstag

Holger und Gunnar feierten gestern ihre gemeinsame Geburtstagsparty. Gunnars Geburtstag war vor zwei Wochen, Holger hat heute Geburtstag. Eine gemeinsame Feier ist deshalb naheliegend.

In der Einladung wurde erwähnt, dass es sich um ein Faschings-Kindergeburtstags-Party handeln wird. Nun sind aber Bernd und ich ganz und gar keine Faschingsfreaks, wir durften deshalb auch ohne Verkleidung erscheinen. Allerdings hatten sich die beiden Gastgeber, und fast ausnahmslos auch die anderen Familienmitglieder, viel Mühe gemacht mit ihrer Ausstattung.

Nach dem leckeren Essen begann die Kinderparty mit Topfschlagen, wobei durch kräftiges Zuschlagen der Kochlöffel zu Bruch ging. Mit einer Runde Montagsmaler sowie Karaoke und Luftballontanzen vertrieben wir uns die Zeit bis Mitternacht, um dann auf den Geburtstag von Holger anzustossen. Ein lautes Feuerwerk vor dem Haus verkündete auch den Nachbarn, dass Holger jetzt ein Ufü geworden ist.

Vielen Dank unseren Freunden für den netten Abend. Es ist immer wieder eine Freude, bei euch zu Gast sein zu dürfen.

Bilder gibt es von mir nicht zu dieser Veranstaltung. Es obliegt den Gastgebern, eine Auswahl zu veröffentlichen. Schaut doch in Kürze mal rein bei northerndelight

Am Anfang war das Wort


Heute muss ich mal wieder Werbung machen für ein neues Weblog, das ich heute Morgen entdeckt habe:
Aaron ist ein junger Mormone, der Anfang des Jahres aus der Stadt Provo in Utah nach Deutschland gekommen ist und jetzt in Hamburg wohnt. Aaron schreibt perfektes Deutsch, was daran liegt, dass seine Mutter aus Deutschland stammt und er zweisprachig aufgewachsen ist. Aber am besten ist es, ihr lest selbst, was uns zu erzählen hat.
Nachtrag vom 22.2.2006:
Aus gegebener Veranlassung wurde der Link zu dem erwähnten Blog entfernt.
Nachtrag vom 19.2.2009:
Den Link zu einer Seite mit dem gleichen Namen gibt es immer noch. Allerdings gibt es nur wenige Einträge und die sind sehr homophob.

Schlafkiller

Manchmal hasse ich meinen Job, z.B. wenn nachts um halb eins nach ca. 2. Stunden Schlaf ein Kapitän anruft, der ein Problem im Hafen hat, das dringend geklärt werden muss. Innerhalb von wenigen Sekunden hatte ich eine Entscheidung zu treffen und nach ca. zwei Minuten war das Gespräch beendet. Die Nacht allerdings auch.

Zuerst konnte ich nicht wieder einschlafen weil ich darüber nachdachte, ob die Entscheidung jetzt richtig war oder nicht. Schliesslich hat man zu Hause nicht alle Entscheidungshilfen verfügbar und muss sich auf die Angaben des Kapitäns verlassen. Sicher bin ich irgendwann eingeschlafen, wachte aber ständig wieder auf und träumte verrückte Sachen, von denen ich nichts behalten habe.

Heute Morgen hat sich dann definitiv herausgestellt, dass ich richtig entschieden hatte – eine kleine Entschädigung für eine schlaflose Nacht.

Für 8 Oscars nominiert!


Brokeback Mountain – das schwule Cowboydrama – ist für acht(!) Oscars nominiert worden, darunter auch für den besten Film. Und das in den konservativen und sexuell verlogenen Vereinigen Staaten von Amerika! Es bleibt abzuwarten, ob die Jury der Acadamy Of Motion Picture Arts And Scienes, die für die Verleihung der Acadamy Awards zuständig ist, den Mumm hat, diesen Film auf den Thron zu heben. Zu wünschen wäre es, nicht nur weil es um diesen Film geht, sondern um damit einer breiten Amerikanischen Öffentlichkeit zu zeigen, dass es normal ist, schwul zu sein.

Ich höre schon das Geschrei von Eltern, Kirchenvertretern und anderen selbsternannten Wächtern der Moral, wenn der Film auch nur einen Oscar erhält.

Service

Lob erhält man nicht alle Tage, umsomehr freute es mich, heute eines von einer Firma erhalten zu haben, mit der wir ab und zu Geschäfte machen:

„many thanks for keeping us so well informed of vessel’s position, not too many onwers do this“

Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, Vertragsparter täglich über die Postionen der Schiffe auf dem Laufenden zu halten. So ist es ihnen möglich, Umschlag, Lagerhaltung und Weitertransport rechtzeitig zu planen bzw. gegebenenfalls rechtzeitig zu ändern, falls ein Schiff durch Einfluss von schlechtem Wetter verzögert wird. Andere Reeder sind da wohl anderer Meinung. Für uns gehört das aber zum Service und es macht es uns vielleicht etwas leichter, mit der Firma öfter Geschäfte zu machen.

Ein Amerikaner in Düsseldorf


Seit ein paar Wochen lese ich in einem – für mich spannenden – Tagebuch eines jungen Amerikaners, James, der die Zelte in seiner Heimat San Francisco abbricht um zu seinem Deutschen Freund nach Düsseldorf zu ziehen. In seinem Weblog berichtet James über die Vorbereitungen für den Umzug und den Abschied von der Heimat.

Seit Ende Dezember wohnt James jetzt in Düsseldorf. Er schreibt jetzt über seine Erfahrungen mit der Deutschen Grammatik und über neue ungwohnte Eindrücke. So war es James z.B. völlig neu, dass man Kinokarten online vorbestellen kann. Ausserdem erstaunt ihn die Tatsache, dass es in Deutschland in Parkhäusern Parkplätze extra für Frauen gibt.

Ich bin überzeugt, dass wir von James noch weitere interessante Details über Deutschland erfahren, die für uns mittlerweile selbstverständlich geworden sind.

Eis auf der Elbe


Nach der heutigen Inaugenscheinnahme unserer zukünftigen Heimat liessen wir es uns nicht nehmen, an die vereiste Elbe zu gehen. Der Fluss liegt nur einen Katzensprung vom Baugebiet entfernt und nach wenigen Minuten standen wir staunend am Ufer.

Bereits kurz bevor wir das Ufer erreichten, hörten wir ein leise schabendes Geräusch. Es war das Eis, das in einer schmalen Rinne flussabwärts geschwemmt wurde und durch das aneinanderreiben der Eisstücke das Geräusch verursachte. Die Elbe war in der ganzen Breite mit stehendem Eis bedeckt, nur in dieser schmalen Rinne bewegte sich das Eis, und das relativ schnell.

Auf dem Rückweg zum Wagen bemerkten wir unter einer Brücke, die über einen Seitenarm der Elbe führt, Enten, Blesshühner und Möwen, die auf dem zugefrorenen Wasser Standen. Wahrscheinlich warteten sie auf eine Mahlzeit, die von barmherzigen Spaziergängern gespendet wird.

Während unseres kleinen Spaziergangs konnten wir feststellen, dass der Geesthachter an sich eine freundliche Spezies zu sein scheint, wurden wir doch diverse Male höflich gegrüsst. Selbst ein junger Retriever kam freudig auf uns zugelaufen. Leider wurde er von seinen dickvermummten Besitzern zurückgerufen, bevor er uns beschnuppern konnte.

Nach unserem heutigen Ausflug nach Geesthacht ist die Vorfreude auf unser neues Domizil noch mal erheblich gestiegen.

Wohl doch kein Fake

Michael Jackson weilt zu einem Privatbesuch in Hamburg!

Donnerstag Morgen tauchten die ersten Gerüchte auf, dass er zusammen mit seinen Kindern in einem Flieger von Frankfurt nach Hamburg gesehen worden sei. Dann verlor sich seine Spur. Und es war nicht sicher, ob es wirklich Michael Jackson war oder vielleicht „nur“ Hape Kerkeling.

Inzwischen ist es wohl so gut wie sicher, dass es tatsächlich Michael Jackson ist, der Freunde im Stadtteil Niendorf besucht.

Es war wohl geplant, heute einen Ausflug zu machen, das schöne Winterwetter war ja auch recht einladend. Aufgrund der Belagerung des Grundstücks durch Medienvertreter, Fans und neugierige Gaffer ist dieses Vorhaben wieder fallen gelassen worden. Jeder mag ja seine eigene Meinung zu Michael Jackson haben – ich persönlich finde ihn einfach nur krank – aber in dieser Situation tut er mir wirklich leid weil es ihm nicht möglich ist, unbemerkt von der Öffentlichkeit und von den Medien irgendwo im schönen winterlichen Hamburg einen ungestörten Aufenthalt zu verbringen.