Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Woher will sie das wissen?

Frau Merkel sagt: „Unsere Atomkraftwerke sind sicher.“ Das haben ihr sicher die Stromkonzerne geflüstert. Sicher sind Atomkraftwerke nur dann, wenn sie endlich abgeschaltet werden.

Es geht bei diesem Thema weniger um die Sicherheit als um Millardeneinnahmen der Stromkonzerne, die wegfallen würden, wenn die AKWs abgeschaltet werden.

Die Ignoranz, mit der dieses Thema in der Politik bedacht wird, ist einfach nur haarsträubend. Meine Stimme bekommt die CDU bei der bevorstehenden Bundestagswahl nicht!!!

Mehr zum Thema Krümmel hier und hier.

Magdeburg mit Stopover in Lüneburg


Burg ist Burg, ob nun Magde oder Lüne. Doch unser kleiner Ausflug nach Magdeburg hatte ein vorläufiges Ende in Lüneburg. Nicht, dass Lüneburg nicht schön wäre. Das ist wirklich ein nettes Städtchen, wie erst April gerade wieder beschrieben hat. Aber uns war eher nach Magdeburg als nach Lüneburg. In Magdeburg hatten wir nämlich ein Hotelzimmer gebucht, dortselbst wollten wir Oliver und Sabrina treffen. Und gemeinsam wollten wir uns „Titanic – das Muiscal“, eine Produktion des Theaters Magdeburg anschauen. Weiterlesen

Angeschissen


Krähen gibt es bei uns in grosser Anzahl. Sie kommen am Abend, setzen sich auf die Hochspannungsleitung, wo sie synchron die Balance des im Sommerwind schwankenden Kabels halten, was sehr witzig aussieht und uns gestern Abend zum Lachen animierte. Die, die keinen Platz mehr auf der Leitung bekommen, kreisen umher bis sie sich dann einen Platz in den nah am Elbe-Penthouse stehenden Pappeln suchen. Urplötzlich brechen alle Krähen auf und verschwinden in Richtung Elbe. Irgendwo werden sie ihr Nachtquartier haben.

Gestern Abend sassen wir auf der Terrasse und beobachteten das Treiben der Krähen. Als es Zeit wurde, unser Nachtquartier aufzusuchen, berührte ich mehr oder wenig zufällig meine Hose und bekam feuchte Finger, was mich in Erstaunen versetzte. Eine eingehende Untersuchung präsentierte das Ergebnis: Angeschissen. Da hat sich wohl eine der Krähen darüber mokiert, dass wir die Balanceakte auf dem Hochseil sehr amüsant fanden. Ich war denn eher wenige amüsiert während mein Mann sehr amüsiert war und in schallendes Gelächter ausbrach. Am liebsten hätte ich ihm die vollgeschissene Hose um die Ohren geschlagen.

Immer auf’m Deich lang

Ich weiss nicht, wie spät es gestern Abend war als wir uns entschlossen, noch eine kleine Radtour zu machen. Als wir losfuhren, war es noch ziemlich hell. Doll anzustrengen hatten wir keine Lust. Deshalb wählten wir die Strecke nach Altengamme. Da ist es eben und man hat vom Deich einen Blick auf die Elbe. Mit uns war zwar ziemlich viel Ungeziefer unterwegs. Am besten, wir hielten die Klappe. Sonst hätte es geschehen können, dass wir unser Abendessen mit einem kleinen Stückchen Fleisch vervollständigt hätten.

Als wir wieder zu Hause waren, hatten wir eine Strecke von ca. 20 km geschafft. Geschafft waren wir auch und eine Dusche war zwingend erforderlich.

Hier nun ein paar Eindrücke von unserem kleinen Ausflug.



Mach es endlich tot!


Seit wenigen Tagen ist das AKW Krümmel wieder am Netz. Und heute gab es nach der Neuinbetriebnahme den ersten Störfall: Eine Turbine hat sich abgeschaltet.

Ich möchte nicht wissen, wieviele Millionen Euro in das Ding investiert worden sind, um die Genehmigung zur Wiederinbetriebnahme zu erhalten. Die Kosten dafür müssen sicher die Verbraucher tragen, wenn auch nicht direkt, aber so doch durch die Stromkosten.

Die Anzeigen in den Tageszeitungen und Wochenblättern „Liebe Nachbarn etc.“ von Vattenfall, dass nun wieder „zuverlässig und umweltschonend“ Strom geliefert werden kann, klingen wie blanker Hohn.

Unter zuverlässig verstehe ich was anderes. Und umweltschonend? Die Abfälle aus einem AKW sind alles andere als umweltschonend. Also schaltet das Monstrum endlich dauerhaft ab.

Jungfernfahrt


Im vorigen Jahr bekam Bernd von mir ein Fahrrad geschenkt, also einen Gutschein für ein Fahrrad. Aussuchen durfte er es sich selbst. Aber wie das mit vielen Dingen so ist: Man wartet auf ein günstiges Angebot. Dann kam der Winter, da wird kein Fahrrad gebraucht. Und so zog es sich bis Anfang Juni hin, bis eine Entscheidung für ein Fahrrad fiel.

Mein Fahrrad steht seit 1997, dem Jahr, in dem ich Bernd kennenlernte, im Keller. Entsprechend staubig war es und wollte natürlich vor der ersten Ausfahrt geputzt werden. Dabei musste ich feststellen, dass es diverse Schönheitsfehler hat. Kurzentschlossen bestellten wir zwei Fahrräder, die vor 2 Wochen vormontiert bei uns eintrafen.

Ein Drahtesel hatte einen kleinen technischen Defekt, den ich durchaus in der Lage war, zu beheben. Doch bei Neuteilen besteht dann ja die Möglichkeit, dass die Garantie hinfällig wird. Wir bestellten dann telefonisch das kleine Ersatzeil, welches leider erst Ende letzter Woche eintraf. Aufgrund der Vorbereitungen für die beiden Bloggerdates verzögerte sich die Herstellung der Fahrbereitschaft des einen Rades auf gestern.

Und dann gab es auch kein halten mehr. Nach 12 Jahren sass ich zum ersten Mal wieder auf dem Sattel eines Fahrrades. Bei Bernd ist der Zeitraum noch grösser. Da man ja aber schwimmen und fahrradfahren nicht verlernt, machten wir uns nach einer kurzen Eingewöhnungsphase auf den ca. 7 km langen Weg nach Tesperhude. Nach einer kurzen Verschnaufpause, ohne im Café Koch lecker Torte zu essen, ging es auf die Rückfahrt. Etwas abgekämpft und durchgeschwitzt, aber heil und ohne Zwischenfälle, kamen wir wieder zu Hause an.

Leider gibt es von der Jungfernfahrt keine Fotos. Ich hatte zwar die Kamera mitgenommen, aber die Speicherkarte lag am Arbeitsplatz. Deshalb gibt es nur das Foto mit einem Karton, in dem sich eins der Fahrräder verbirgt.

Blinddate mit einem Blogger


Vor ein paar Tagen bekam ich eine Mail von Oliver. Er würde beruflich in der Nähe zu tun haben und am Tag darauf, also heute, würde er Zeit einplanen können, uns endlich persönlich kennenzulernen. Da wir keine anderen Termine hatten, sagten wir freudig zu. Im Laufe des planerischen Emailaustausches stellten wir gemeinsam fest, also Oliver auf der einen und Bernd und ich auf der anderen Seite, dass wir uns auf dieses Treffen sehr freuen.

Bis dato hatten wir nur Kontakt durch unsere Weblogs. Es gab weder einen persönlichen Emailverkehr noch Telefongespräche. Trotzdem hatten wir den Eindruck, dass es eine gemeinsame Wellenlänge gibt.

Heute morgen holten wir Oliver vom Hotel in Hamburg zu einem gemeinsamen Frühstück im Elbe-Penthouse ab. Bereits auf der Fahrt stellte sich heraus, dass wir es mit einem sehr netten Gast zu tun haben, was wir auch nicht anders erwartet hatten. Aber ein Blinddate bleibt ein Blinddate – und wir haben auch schon mal sehr negative Erfahrungen machen müssen.

Bei interessanten, zum Teil recht persönlichen Gesprächen, verging die Zeit wie im Flug. Bevor wir Oliver zum Flughafen nach Hamburg brachten, machten wir noch einen kleinen Spaziergang an die Elbe. Auch die Spritztour musste er über sich ergehen lassen.

Da unsere Urlaubstage in diesem Jahr schon fast komplett verplant sind, werden wir leider erst im nächsten Jahr die Einladung zum Gegenbesuch annehmen können, den wir dann zu einem Ollitrip kombinieren wollen. Denn allzuweit liegen Bonn und Mönchengladbach nicht auseinander.

Trauerbeflaggung


Am Schwimmbad in der kleinen Stadt an der Elbe entdeckten wir heute auf dem Rundgang mit unserem Blinddate (dazu später mehr), dass die Flaggen auf Halbmast gehisst waren. Dies geschah aber ganz sicher nicht augrund des plötzlichen Ablebens von Michael Jackson. So beutsam war er nicht, und schon gar nicht für Geesthacht.

Wichtig für unsere kleine Stadt war unser Bürgermeister Ingo Fokken, der bereits am Montag verstorben ist.

Eine Gemeinsamkeit hatten beide Personen: Beide sind im Alter von 50 Jahren verstorben. Diese Hürde habe ich zum Glück schon genommen.

Gruppenbild mit Dame


Die Möglichkeiten einen Grillabend zu planen, waren bisher nicht so reichlich gesät. Deshalb entschieden wir uns, gestern mit unserem Besuch ein Curryessen zu veranstalten, was sich aufgrund der Wetterlage dann auch als richtig erwies. Es erschienen drei Damen und 2 Herren, davon 2 Zweibeiner und 3 Vierbeiner. Also ganz genau waren es 2 zweibeinige Damen, nämlich Karin und Anne, sowie eine vierbeinige Dame, Fienchen mit ihrem Partner Aladin, ebenfalls vierbeinig, und ihr gemeinsamer Freund Sir Eliot, auch mit vier Beinen.

Anfangs schnüffelten die Vierbeiner durch das Elbe-Penthouse während es sich Zweibeiner vor dem Essen bei einem Cocktail gemütlich machten. Nach und nach beruhigten sich die Hunde und legten sich artig auf die Fliesen während die Menschen sich dem Vergnügen des Essens hingaben, sozusagen einem Blogger(innen)dinner.

Es war ein gemütlicher Abend, der nur durch die einsetzende Nervösität von Sir Eliot ein Ende fand. Er ist schliesslich auch in einem Alter, in dem die Blase schon etwas schwach werden darf.

Auf dem Foto oben gilt es zu erraten, wer die Dame ist. Die Gäste dürfen natürlich nicht mitraten.