Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

1 Musical, 2 Hexen, 2 Verrückte

Wicked – Die Hexen von Oz, ein Musical, das uns bereits im April letzten Jahres verhext hat. Ich entdeckte günstige Karten- und Flugpreise, was lag da näher, als meinem musicalbegeistertem Schatz einen neuerlichen Ausflug nach Stuttgart zum Geburtstag zu schenken.

Samstag vormittag reisten wir an und waren bereits um 11.00 Uhr im Hotel des SI-Centrum, dem die Musicalspielbühnen Apollotheater und Palladiumtheater angeschlossen sind. Das SI-Centrum ist ein riesiger Bereich mit diversen Bars, Restaurants, einem Spielcasino, den Theatern, einem Kino und dem Hotel.


Unser Zimmer war bei unser Ankunft noch nicht verfügbar. Unser Handgepäck konnten wir aber an der Rezeption abgeben. Da wir die Nachmittgsvorstellung gebucht hatten, hatten wir den Abend sozusagen zur freien Verfügung. Würde es an der Kasse vielleicht günstige Karten für die Abendvorstellung geben? In der Tat gibt es zurzeit ein Sommerticket zu Preisen zwischen 19 und 69 Euro. Die Günstigsten waren bereits ausverkauft. 49 Euro? Na ja, noch mal 100 Euro ausgeben für zwei Karten wo ich doch nur 99 Euro für 2 Karten in der teuersten Preisklasse ausgegeben hatte? Nö, eine Karte für 29 Euro musste reichen. Und schon hatten wir 2 Karten für die Abendvorstellung in der Tasche.

Danach machten wir uns auf den Weg, die ländliche Umgebung des Centrum in Augenschein zu nehmen und die Anlagen des Centrums zu erkunden. Dort, wo heute die Anlage steht, muss einst die sogenannte grüne Wiese gewesen sein. Goldene Getreidefelder und Obstbäume bilden einen starken Kontrast zu der modernen Bebauung. Bei unserer Rückkehr reservierten wir uns einen Tisch in einem der vielen Restaurants, in dem wir zwischen den beiden Vorstellungen nett essen wollten.

Inwzischen sollte auch unser Zimmer bereitstehen. An der Rezeption gab es eine Überraschung: Wir bekamen ein upgrade in der Zimmerkategorie und konnten ein Zimmer im 8. Stock des Hotelturmes beziehen. Aus dem Fenster erwartete uns ein freier Blick auf die Umgebung, kein Gegenüber, aus dem man in unser Zimmer hätte schauen können. Ein grosses Doppelbett ohne störende Mittelfuge zwischen den Matratzen, Minibar, im Schrank ein ausklappbares Bügelbrett mit Bügeleisen – was will man mehr?!

Nachdem wir uns frischgemacht hatten, nahmen wir noch einen Kaffee und natürlich ein Stück Torte im Wiener Kaffeehaus. Und dann wurde es Zeit, für die Nachmittagsvorstellung des Hexenzaubers.


Wie beim ersten Mal sassen wir in der ersten Reihe. Aus allernächster Nähe konnten wir die grandiose Mimik der Darsteller beobachten, die das Musical zu einem absoluten Highlight machen. Wir sahen nicht die Menschen in den Kostümen, nein – wir sahen die einzelnen Persönlichkeiten der Handlung. Rein gar nichts hatte auch nur einen Anflug von Oberflächlichkeit. Wir waren wirklich gefangengenommen von der Handlung und den Emotionen auf der Bühne. Wir waren eingesunken in das Stück, fast ein Teil des Musicals, besonders, wenn die Darsteller ganz dicht an der Rampe agierten. Tragik und Komik liegen hautnah beieinander. Du lachst und in der nächsten Sekunde bleibt dir der Lacher im Hals stecken. Wicked, die Hexen von Oz, dieses Musical ist derzeit unser absolutes Lieblingsmusical. Donnernder Applaus und standing ovations am Schluss zeigten, dass nicht nur wir allein so sehr angetan sind.

Im Restaurant Don Giovanni liessen wir uns ein gutschmeckendes Abendessen servieren, dazu gab es eine Flasche Wein. So liess sich die Zeit bis zur Abendvorstellung gut überbrücken.

Die günstigen Karten für die Abendvorstellung reichten dann nur für die vorletzte Reihe im ersten Rang. Die Entfernung zur Bühne war gewaltig. Dazu kommt noch, dass diese Plätze höher als die Bühne liegen, was die Entfernung zur Bühne noch vergrössert. Als sich der Vorhang hob, sahen wir die Darsteller nur als kleine Figuren, die auf der Bühne agierten. Viele Details gingen verloren. Besonders vermissten wir das Mienenspiel der Protagonisten. Von diesen Plätzen aus ist eine Aufführung reines Guckkastentheater. Wir schauten und hörten zu, aber wir waren nicht bewegt.

Wir hatten nun gestern innerhalb kürzest möglicher Zeit die Gelegenheit, das selbe Theaterstück ein mal von ganz nah und ein mal von ganz weit weg zu sehen. Unser Fazit ist, dass wir zukünftig weiterhin lieber Karten im vorderen bis mittleren Bereich kaufen.

Nach dieser Vorstellung gab es noch einen Schlummertrunk in der Intermezzo Bar. An der Rezeption des Hotels hatten wir nämlich einen Gutschein für zwei Freigetränke erhalten. Der Cocktail White Cloud, zuammengemixt aus Wodka, Cremé de Cacao weiss, Ananassaft und Sahne, verpasste uns genügend Bettschwere damit wir unser hochgelegenes Zimmer aufsuchen konnten. Vorhänge und Gardinen blieben offen als wir uns schlafenlegten. Es konnte ja niemand zuschauen.


Das reichhaltige Frühstücksbuffet wurde im Restaurant Times Square serviert. Optisch beherrscht wird dieses Restaurant von der Zauberflötenuhr, aus der jeweils zur halben und vollen Stunde Melodien aus der Oper Die Zauberflöte erklingen. Fast hätte ich die instrumental gespielte Arie der Königing der Nacht mitgesungen.

Aufgrund der unbeständigen Wetterlage konnten die beiden Verrückten am Sonntagmorgen morgen leider nicht mit dem Besen nach Hause fliegen sondern mussten wieder den bereits gebuchten Düsenjet nehmen.

Das Musical Wicked – Die Hexen von Oz wird Stuttgart im Herbst verlassen und nach Oberhausen ziehen. Ich vermute ganz stark, dass wir auch dort wieder dabei sein werden, aber nur in Reihe 1 bis 5.

Wer hat der hat

A man was lying in bed with his new girlfriend after having great sex.

She spent the next hour or so just holding his testicles — something she said she loved to do.

As he was enjoying it, he looked at her and asked „Why do you love doing that so much?“

Because, she replied, „I miss mine.“

Bizarr

Ich möchte lieber nicht wissen, welche Ideen die Person hat, die diese Suchbegriffe bei Google eingibt:
schlangen gay sex

Jedenfalls ist die Person damit in diesem Blog gelandet.

Ich schreibe sicher ab und zu über „gay“, schliesslich bin ich schwul. Auch über Sex habe ich schon geschrieben, über Schlangen allerdings nur, wenn es sich um Warteschlangen handelt. Schlangen im biologischen Sinn mag ich nun gar nicht. Und ich würde nie mit denen Sex haben wollen, welcher Art sich der auch immer gestalten mag.

Blaues Blut in der Nachbarschaft

Ich hab ja was übrig für blaublütige Menschen. Die einschlägigen Klatschblätter lese ich zwar nicht, aber wenn irgendwo in den „normalen“ Medien ein Hinweis steht, wer wen heiratet oder es andere familiäre Nachrichten aus Kaiser- und Königshäusern gibt, dann interessiert es mich schon.

Jetzt ist eine Urenkelin des letzten Deutschen Kaisers, Kaiser Wilhelm II., Prinzessin Felicitas von Preussen gestorben. Sie wird nur wenige Kilometer von Geesthacht entfernt beigesetzt, nämlich in Aumühle. Aber keine Angst, ich werde nicht dort zum Friedhof pilgern und Blumen auf das Grab legen. So weit geht meine Liebe zu den Blaublütern dann doch nicht.

Unwählbar

Kinderpornographie ist schändlich – ganz ohne Frage. Die Bundesregierung, bestehend aus einer Koalition von CDU und SPD, versucht mittels eines umstrittenen Gesetzes, gegen die Kinderpornographie vorzugehen. Da ich befürchte, dass dieses Gesetz weitreichende Folgen zur Kontrolle des Internet haben könnte, habe ich seinerzeit die Petition gegen das Gesetzt mitunterzeichnet.

Die Bundesregierung bekommt jetzt offenbar doch kalte Füsse und hat das Gesetz bei der EU zur Prüfung und Genehmigung eingereicht. Wie es aussieht, ist der erste eingereichte Gesetztentwurf nachträglich geändert worden. Die Abgeordneten des Bundestages wissen möglicher Weise gar nicht, welches Gesetz sie verabschiedet haben. Operettenstaat lässt grüssen.

Sie SPD war viele Jahre „meine“ Partei. Sie hat sich in dieser Angelegenheit vor den Karren derer spannen lassen – wohl aus wahltaktischen Gründen – die eine Zensur des Internet befürworten. Auf Bundesebene ist die SPD für mich nicht mehr wählbar. Die CDU sowieso nicht, und daran ist u.a. auch die Person des Herrn Schäuble schuld. Die FDP geht gar nicht. Eine Partei, die jahrelang von einem vorbestraften Vorsitzenden geführt wurde, ist unwählbar – weder auf Bundes- noch auf Landesebene.

Links zum Thema Gesetz gegen die Kinderpornographie:
Julius‘ Blog
law blog
beck-blog

Weiterführende Links sind jeweils in den einzelnen Beiträgen zu finden.

Die Beichte

Wenn’s sonst nichts zu berichten gibt – etwas Humor geht immer:

Irish guy goes into the confessional box.

He notices on one wall a fully equipped bar with Guinness on tap.
On the other wall is a dazzling array of the finest Cuban cigars.

Then the priest comes in.

„Father, forgive me, for it’s been a very long time since I’ve been to confession, but I
must first admit that the confessional box is much more inviting these days.“

The priest replies „Get out. You’re on my side.“

Nicht ganz dicht

Harry Carstensen, der Mann der aus an den Haaren herbeigezogenen Argumenten die grosse Koalition in Schleswig-Holstein platzen liess, ist ja inzwischen wohl auch im allerletzten Winkel der Republik bekannt.

Jetzt hat er noch einen draufgesetzt: Erst leiert er die Zahlung an diesen Herrn Nonnenmacher an und behauptet, die SPD wäre einverstanden, was er ja nachträglich wieder zurückgenommen hat. Und jetzt appelliert er an Herrn Nonnenmacher, auf die Bonuszahlung zu verzichten.

Herr Carstensen, was sie da für ein Spiel treiben ist eines Ministerpräsidenten unwürdig. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Partei, dass Sie für dieses schamlose Benehmen am Wahltag die Quittung bekommen und ihre Partei nicht die meisten Stimmen erhält, dass Sie nicht in der Lage sein werden – mit welcher Partei auch immer – eine Regierung zu bilden, dass sie nicht noch einmal für dieses Land Ministerpräsident werden. So einen Mann hat das Land nicht verdient. Was sie da treiben ist Schmierentheater höchster Güte.

Wahlgetöse

In zwei Montaten sollen wir einen neuen Bundestag wählen, wir hier in Schleswig-Holstein gleichzeitig einen neuen Landtag.

Der Wahlkampf auf Bundesebene läuft bereits. Einige Politiker preschen mit ihren Ideen ziemlich weit vor und sind auf Stimmenfang:
Herr Westerwelle möchte die Wehrpflicht abschaffen
Herr Scholz möchte die Altersteilzeit verlängern
Frau Zypries möchte das Adoptionsrecht für Schwule und Lesben
Die CDU/CSU möchte das nicht (könnte ja Stimmen kosten)
Die CSU möchte die Lohn- und Einkommenssteuer senken

Ich möchte nicht wissen, welche, auf den ersten Blick für den Bürger positive, Ideen noch den Köpfen der Politker enstspringen.

Leute, lasst euch von denen nichts vormachen. Vorraussichtlich wird es wieder zu einer Koalition kommen, was durch aus nicht verkehrt ist. Solchenfalls sind von allen Koalitionären Kompromisse gefragt. Der Eine setzt dies durch, dafür verzichtet er auf etwas anderes – und umgekehrt. Und alle denken dabei nur an das Eine, nämlich an die Macht. Das Wohlbefinden des Deutschen Volkes ist denen dabei vollkommen wurscht.