Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Sonne, Eis und Vögel


Seit Freitag Mittag ist die Elbe für die Binnenschifffahrt gesperrt. Die Eisbedeckung ist zu stark. Wer hätte gedacht, dass es in diesem Winter nochmal so richtig kalt werden würde. Aber es hilft ja nichts, da müssen wir nun durch. Die Kälte wird, wie immer, von den Medien dramatisiert. Es ist eben Winter, und da kann es schon mal kalt werden. Die Kälte wird aber in dieser Stärke nicht so lange anhalten. Die Sonne kommt höher und höher, die Tage werden länger. Die jahreszeitliche Erwärmung wird bald eintreten.


Natürlich wollten wir uns das Naturschauspiel „Eis auf der Elbe“ nicht entgehen lassen und statteten dem grossen Strom einen kurzen Besuch ab.

Sehr übersichtlich

Seit geraumer Zeit kaufen wir mehr oder weniger regelmässig Gutscheine bei Groupon. Das funktioniert so, dass man für ein Angebot einen Gutschein kauft der es ermöglicht, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu einem ermässigten Preis zu erwerben. Der Gutschein hat einen Wert von sagen wir mal 30 Euro, ich habe aber nur 15 Euro bezahlt und erhalte dann den Warenwert von 30 Euro. Wein-, Socken-, Handtücher-, Restaurant- und Theatergutscheine fallen mir gerade ein, die wir schon gekauft und eingelöst haben. Aber es sind ganz gewiss noch ein paar mehr.

In der vorigen Woche konnte man einen Gutschein für das Kochhaus – das begehbare Rezept. kaufen. Da das Kochhaus nur wenige Gehminuten vom Büro entfernt ist, langte ich zu, nämlich einen Gutschein für ein Essen für 2 Personen zu kaufen, welches wir selbst zubereiten mussten. Eine Flasche Rotwein war auch dabei. Wie das Kochhaus funktioniert – darüber kann man auf der Homepage informieren.

Freitag Mittag suchte ich also das Geschäft auf. Ich zeigte meinen Gutschein worauf der Mitarbeiter zu dem speziellen Tisch ging, auf dem die Zutaten für genau dieses Gericht ausgelegt sind:
2 Kräuterseitlinge
1 Süsskartoffel
1 Stückchen Grand Padano
1 Tütchen Pinienkerne
1 Döschen getrocknete Tomaten in Öl
3 Stengel Basilikum
1 Zitrone
1 Flasche Rotwein
2 halbe Schweinefilet

Die Zutaten sind abgestimmt auf ein Gericht für 2 Personen, so steht es da.
Als das allerdings eingepackt wurde, war mir schon klar, dass wir davon nicht satt werden würden. Einzig die Flasche Wein würde reichen.

Heute ergänzten wir dann die Zutaten im örtlichen Supermarkt mit einem zusätzlichen Schweinefilet, einer grossen Süsskartoffel, 250 g Champignons, 1 Glas getrocknete Tomaten in Öl und einem Topf Basilikum.

Der Normalpreis für das Gericht wäre sicher überteuert gewesen. Aber der Gutscheinpreis war schon ok. Ich kann mir vorstellen, dass im Dunstfeld der Langen Reihe, wo sich das Kochhaus befindet, genügend Kunden wohnen, die gern die abgemessenen und abgewogenen Zutaten für ein Gericht kaufen. Inklusive Vor- und Nachspeise wird man dann vielleicht auch satt. Ein steht aber fest: Es wird günstiger, die Zutaten selbst zu kaufen anstatt genau abgemessen im Kochhaus.

Für Wenigkocher ist es allerdings eine praktische Alternative, bekommt man zu den Zutaten doch auch noch einen ansprechenden Flyer mit einer Schritt-für-Schritt-Zubereitungsanleitung dazu.

Was ist echte Kälte?

Der Unterschied zwischen Lappen und Waschlappen (Autor unbekannt):

+10°C Die Bewohner von Mietwohnungen in Helsinki drehen die Heizung ab. Die Lappen (Bewohner Lapplands) pflanzen Blumen.

+5°C Die Lappen nehmen ein Sonnenbad, falls die Sonne noch über den Horizont steigt.

+2°C Italienische Autos springen nicht mehr an.

0°C Destilliertes Wasser gefriert.

-1°C Der Atem wird sichtbar. Zeit, einen Mittelmeerurlaub zu planen. Die Lappen essen Eis und trinken kaltes Bier.

-4°C Die Katze will mit ins Bett.

-10°C Zeit, einen Afrikaurlaub zu planen. Die Lappen gehen zum Schwimmen.

-12°C Zu kalt zum Schneien.

-15°C Amerikanische Autos springen nicht mehr an.

-18°C Die Helsinkier Hausbesitzer drehen die Heizung auf.

-20°C Der Atem wird hörbar.

-22°C Französische Autos springen nicht mehr an. Zu kalt zum Schlittschuhlaufen.

-23°C Politiker beginnen, die Obdachlosen zu bemitleiden.

-24°C Deutsche Autos springen nicht mehr an.

-26°C Aus dem Atem kann Baumaterial für Iglus geschnitten werden.

-29°C Die Katze will unter den Schlafanzug.

-30°C Kein richtiges Auto springt mehr an. Der Lappe flucht, tritt gegen den Reifen und startet seinen Lada.

-31°C Zu kalt zum Küssen, die Lippen frieren zusammen. Lapplands Fußballmannschaft beginnt mit dem Training für den Frühling.

-35°C Zeit, ein zweiwöchiges heißes Bad zu planen. Die Lappen schaufeln den Schnee vom Dach.

-39°C Quecksilber gefriert. Zu kalt zum Denken. Die Lappen schließen den obersten Hemdknopf.

-40°C Das Auto will mit ins Bett. Die Lappen ziehen einen Pullover an.

-44°C Mein finnischer Kollege überlegt, evtl. das Bürofenster zu schließen.

-45°C Die Lappen schließen das Klofenster.

-50°C Die Seelöwen verlassen Grönland. Die Lappen tauschen die Fingerhandschuhe gegen Fäustlinge.

-70°C Die Eisbären verlassen den Nordpol. An der Universität Rovaniemi (Lappland) wird ein Langlaufausflug organisiert.

-75°C Der Weihnachtsmann verlässt den Polarkreis. Die Lappen klappen die Ohrenklappen der Mütze runter.

-120°C Alkohol gefriert. Folge davon: Der Lappe ist sauer.

-268°C Helium wird flüssig.

-270°C Die Hölle friert.

-273,15°C Absoluter Nullpunkt. Keine Bewegung der Elementarteilchen. Die Lappen geben zu: ‚Ja, es ist etwas kühl, gib‘ mir noch einen Schnaps zum Lutschen‘

Ob es stimmt?

Wenn es stimmt, dann ist das sowas von daneben: Madonna (ich finde ohnehin, dass sie überbewertet ist) soll gesagt haben (sinngemäss): Leute, die meinen, dass ihnen 300 Dollar für ein Ticket für eins meiner Konzerte zu teuer ist, geben auch 300 Dollar für Handtaschen aus. Die können das auch für ein Konzertticket ausgegen. Ich bin das wert.

Wenn das so ist, dann hat sich meine Vermutung bestätigt: Die Frau ist grössenwahnisnnig!

Happy Hour

Gestern hatte ich wieder Muskelaufbautraining. 24 x wird das ja noch nach der Reha von der Rentenkasse bezahlt. Die Tagesklinik bietet nach 10 wahrgenommenen Terminen eine Happy-Hour-Massage an, d.h. dass man keinen Anspruch hat, kurzfristig einen Termin zu bekommen. Man muss also nachfragen, ob noch ein Termin frei ist. Gestern Abend war ein Termin frei.

Ich hatte also erst das Training im Bewegungsbad, danach machte ich meine MTT-Runde und im Anschluss entspannte ich bei einer Rückenmassage. Der nette Typ hat das sehr gut gemacht. Eine Massage kann ich noch bekommen. Aber dazu muss ich erstmal 4 Mal mein Trainung machen, also nach 2 Wochen darf ich mal wieder nachfragen.

Zehnjähriges

Blogs kommen und gehen. Meins ist immer noch da, von Anfang an, seit nunmehr 10 Jahren, heute auf den Tag genau.

Die Inspiration, selbst ein Blog zu schreiben, kam von April, von Holger und von noch ein paar anderen Bloggern. Übriggeblieben aus der Zeit sind nur noch wir 3, nämlich April, Holger und ich.

Technisch hat sich viel getan in den 10 Jahren. Mein Blog war anfangs „handgeklöppelt“. Dank Holger wurde es dann in ein Blogsystem gebracht.

Was war noch anders vor 10 Jahren? Gerade vor ein paar Tagen habe ich mich mit April per Kommentar darüber unterhalten. Damals wussten wir noch gar nicht, was Kommentare sind. Die Unterhaltung fand per Gästebuch statt. Und das Bloggen war von einer Leichtigkeit, die ich heute oft vermisse. Viele Blogger nehmen sich einach zu ernst, was auch oft die Kommentare widerspiegeln.

Trotzdem habe ich den Spass am Bloggen nicht verloren, weil ich mich vielleicht nicht so ernst nehme (aber das sollen andere beurteilen), auch wenn ich manchmal über ernste Themen schreibe.

Ob ich in 10 Jahren immer noch blogge? Keine Ahnung. Ich bin dann über 70. Wenn es mir nochmal 10 Jahre Spass macht, bin ich noch dabei. Interressant wäre es, dann zu sehen, wer von heute noch dabei ist. Also sag ich mal:
Auf die nächsten 10 Jahre!

Zum Wochenanfang

Ein Ehepaar sieht auf dem Markt einen Stand mit seltsamen exotischen Früchten. Lange starrt der Mann auf das Schild mit dem Aufdruck „Import“.

Die Marktfrau erklärt:
„Die werden eingeführt“.

„Siehst du“, sagt der Mann zu seiner Frau, „du hättest sie natürlich gegessen“.

Lippen

Nicht weit entfernt von der kleinen Stadt an der Elbe, auf der anderen Seite, in der kleinen Stadt Lüchow in Niedersachsen, wird demnächst das einzige Stonesmuseum der Welt eröffnet. Irgendwie ist es krass, in einer kleinen Stadt, die auf der Welt kaum benkannt ist, wird es ein Museum geben über eine Band, die weltbekannt ist. Soweit so gut!

Doch in der kleinen Stadt Lüchow gibt es Ärger, nämlich um die Urinale. Die beiden Stehpinkelbecken sind nämlich einem Mund mit dicken roten Lippen nachgebildet. Kunst eben. Die Gleichstellungsbeauftrage von Lüchow meint, die Dinger müssten weg, die seien frauenfeindlich. Kann etwas überhaupt frauenfeindlich sein, was von einer Frau kreirt worden ist?

Wer aber sagt, dass es sich tatsächlich um Frauenmünder handelt? Die Lippen von Mick Jagger sind doch auch nicht ohne. Und seinen Mund kann er auch ganz schön weit aufreissen. Also passen die Pinkelbecken doch ins Museum! Wozu also die Aufregung?

Rehatreffen

Gestern Abend traf sich die Reha-Gang im Marschachter Hof: Andrea (ihr Mann gesellte sich später zu uns), Christopher mit Freundin, ich mit Bernd. Martin war leider verhindert.

Es war das erste Mal, dass wir uns ausserhalb der Anstalt im kleinen privaten Kreis getroffen haben. Obwohl wir alle gesellschaftsfähig angezogen waren und kein Sportzeug anhatten, haben wir uns wiedererkannt.

Der nette Abend verging wie im Flug. Wiederholung: Sicher doch. Wir sind doch alles nette und aufgeschlossene Leute und wohnen nur wenige Kilometer entfernt – nur der grosse Strom trennt uns.