Es ist wohl nicht von der Hand zu weisen: Wenn Mann älter wird, stellt sich dies und jenes ein. So begab es sich am vorletzten Wochenende beim Wochenendeinkauf, dass ich ein Sechserpack mit 6 1,5-Literflaschen Mineralwasser wohl mit einer etwas verdrehten Bewegung in den Einkaufswagen bugsierte. Das hatte zur Folge, dass ich tagelang stark bewegungseingschränkt war, d.h. jede Bewegung war mit Schmerzen in der Leistengegend verbunden, und zwar Schmerzen, die eingermaßen beunruhigend waren. Ich suchte also meine Hausarztpraxis auf. Die Ärztin drückte in der Leistengegend herum, aber sie konnte keine Diagnose stellen. Ich bekam eine Überweisung zu dem Chirurgen, der im vorigen Jahr meinen Leistenbruch operiert hatte.
Als gemeiner Kassenpatient bekommt man natürlich nicht sofort einen Termin. Und so war ich froh und glücklich, dass ich innerhalb einer Woche, nämlich heute, einen Termin bekam. Die Schmerzen waren inzwischen merklich abgeklungen, aber ich wollte sicher sein und nahm den Termin wahr.
Der Doc schmierte mich untenrum mit Gel ein und liess dann den Ultraschalldetektor auf mir kreisen. Das Ergebnis der Untersuchung: Es ist alles in Ordnung. Wir sprachen noch kurz über die Sache und mir wurde erklärt, dass immer wieder mal zu Zerrungen kommen kann. Allerdings gab er mit auf den Weg, dass ich nicht mehr der Jüngste sei und ich schon ein wenig vorsichtig agieren solle.
Ts ts – nicht mehr der Jüngste! Ich bin entsetzt!