Frauke Petry muss es wissen: Sie hat was dagegen, dass Mesut Özil seine Pilerreise nach Mekka öffentlich gemacht hat. Desweiteren ist Frauke Petry der Meinung, diese Pilgerreise decke sich nicht mit dem Privatleben des Fußballspielers, in seinem Umfeld gäbe es Frauen, die kein Kopftuchtragen. Sie bezweifelt deshalb, dass Mesut Özil nach der Sharia lebt.
Ich bezweifle, dass jeder sonntägliche Kirchgänger, und besonders die Kirchgänger, welche am 24. Dezember in überfüllten Kirchen sitzen, im strengen Einklang mit dem Christentum leben. Weiterhin bezweifel ich, dass alle Pilger, welche den Jakobsweg gehen oder gegangen sind, im strengen Einklang mit der katholischen Kirche leben.
Auch Hape Kerkeling hat seine Pilgertour öffentlich gemacht. Dazu ist er auch noch schwul, liebe Frauke Petry. Das ist ja nun ganz und gar nicht im Sinn der katholischen Kirche. Warum also schießen Sie sich immer nur auf Angehörige des islamischen Glaubens ein? Ich denke, dass Sie, Frauke Petry, was gegen Ausländer im Allgemeinen haben. Deutsche dürfen wohl Pilgerreisen öffentlich machen, Deutsche Schwule dürfen auch Pilgerreisen machen. Deutsche, die nicht streng nach dem Christentum leben, dürfen auch Gottesdienste besuchen. Ist es das, Frauke Petry, was den Unterschied ausmacht?

Ich fasse es nicht: Fast ein Viertel der Stimmen bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt enfallen auf die AfD (Ausländerfeinde für Deutschland)! Die Dumpfbacken sterben wohl nie aus.