Archiv der Kategorie: persönlich

Die Kinder

Schee woar’s! Nein, wir sind nicht nach Bayern gezogen.

Oliver und Melli waren heute hier. Oliver hat noch ein paar Kleinigkeiten im neuen Weblogsystem geändert. Die Beiden haben die Gelegenheit wahrgenommen und für sich je ein U25-Ticket für „Tanz der Vampire“ gekauft. Schön wenn man noch so jung ist. Dann gibt es noch recht nette Vergünstigungen. 19.00 Euro pro Person für die 2. Preiskategorie – ich gönn es den beiden Süssen.

Die Zwei konnten natürlich nicht hungrig ins Theater gehen. Ist ja peinlich wenn während der Vorstellung der Magen knurrt. Also gab es noch Pizza. In seltener Eintracht bestellten wir alle Hot-Dog-Pizza. Während des Essens lief im Hintergrund die CD mit der Music aus dem Musical und brachte Bernd und mich auf die Idee, für heute Abend noch Karten zu kaufen falls es auch für „normale“ Leute eine Ermässigung gibt. Ein Anruf beim Ticketcenter klärte uns auf, dass leider die Aktion für Ermässigungen am 31.8. beendet wurde. Na gut, dann eben nicht.Oliver und Melli machten sich also ohne uns auf den Weg ins Theater.

Gerade jetzt in dem Moment, wo ich diesen Eintrag schreibe, klingelt das Telefon. Oliver ist dran: Die Aktion ist bis Ende September verlängert worden. Es ist fast halb acht. Mit viel Hektik und Stress ist es vielleicht gerade noch möglich, ins Theater neue Flora zu kommen. Puh – nee! Das ist ein Bisschen knapp. Schade.

Es war trotzdem schön, die Beiden mal wieder zu treffen.

jadoch

„Unseren“ Tag feierten wir heute bei Bellini, unserem Stammitaliener um die Ecke. Ich fühlte mich wie im Sketch von Loriot: Er sitzt in einem Restaurant und will seine Kalbsroulade essen, kommt aber nicht dazu, weil der Ober dauernd fragt, ob denn alles in Ordnung sei. Bernds Kommentar zu mir, nach dem der Ober unseren Tisch wieder mal verlassen hatte: „Man kann es auch übertreiben.“ Es ist in der Tat so, dass der Kellner wirklich überfreundlich und überaktiv ist. Mindestens zwei Mal klärte er uns auf, dass der Wein aus Apulien kommt. Selbst als wir den ganz normalen gemischten Salat zu uns nahmen fragte er, ob denn alles in Ordnung sei. Wir wissen, dass es gut gemeint ist, aber es war wirklich alles sehr übertrieben. Mein Nachtisch liess mich das aber alles vergessen. Die Zabaione war allererste Klasse, phantastisch, ein Traum!

Müder Dienstag

Den Wecker hätte ich am liebsten heute morgen ausgeschaltet und zu gerne wollte ich weiterschlafen. Doch das ging leider nicht.

Im Büro fand ich tatsächlich eine schriftliche Haftbarmachung vor. Sie entlockte mir nur ein müdes Lächeln. Wir waren voll im Recht. Das bestätigte sich im Laufe des Vormittags als sich die Gegenseite bereiterklärte, neue Papiere mit nur einer Qualitätsbezeichnung ausstellen zu lassen. Sieg!

Den ganzen Tag über musste ich mich recken, meine Augen reiben und gähnen. Mal schauen, wie ich den Abend überstehe und wann ich todmüde ins Bett fallen werde.

Langschläfer

Für unsere Verhältnisse ungewöhnlich spät wachten wir heute auf. Wir wollten noch zu Bernds Mutter und dort ein paar Dinge im Flur erledigen. Gegen halb zehn kamen wir los, eine Zeit, zu der wir gewöhnlich von unseren Einkäufen zurückkehren. Erst gegen Mittag waren wir zurück, der halbe Tag war schon vorbei.

Auf und ab

Das Leben ist ein ständiges auf und ab. Glückliche und weniger glückliche Zeiten wechseln sich ab. Schön ist es, zu allen Zeiten einen Freund, einen Partner zur Seite zu haben. In Zeiten des Glücks ist es wunderbar, das Glück mit seinem Partner zu teilen. Doch schnell kann es geschehen, dass man ein Tal durchschreiten muss. Krankheit, Tod, Trennung, Arbeitslosigkeit sind wohl die schlimmsten Dinge, die einem zustossen können. Dann ist es besonders wichtig, einen Partner oder Freund zu haben, der bereit ist, mit durch das Tal zu gehen, der zu einem Hält, der einen nicht fallen lässt, der Geduld hat, der auch mal mit Rat und Tat zur Seite stehen kann. Vielleicht gehört aber ein wenig Entgegenkommen von Seiten des Betroffenen dazu und ein wenig Bereitschaft, sich zu öffnen, sich helfen zu lassen. Es ist sicher leichter, gemeinsam dem Tal zu entkommen und den Berg zu erklimmen, auf dem wieder die Sonne scheint.

(Die sichtbaren Eintragungsdaten der Kommentare entsprechend nicht der tatsächlichen Veröffentlichungszeit)

Vater-Sohn-Gespräch bzw. -Chat

Olli 20.06.20 16:47 sach mal, du kennst dich doch bei pizzen aus :))))))

Olli 20.06.20 16:48 wir wollen vielleicht online bestellen 🙂

Vulcano 20.06.20 16:48 ah ja, erzähl

Olli 20.06.20 16:48 ist 36 cm sehr groß ?

Olli 20.06.20 16:48
http://www.pizzabestellen.de/hallo-pizza/99/index.htm

Vulcano 20.06.20 16:48 ist jedenfalls sehr lang :-< Olli 20.06.20 16:48 DURCHMESSER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Olli 20.06.20 16:49 schon was getrunken? Vulcano 20.06.20 16:49 nee, nur saft Vulcano 20.06.20 16:49 warte, ich schau mal Vulcano 20.06.20 16:49 also, wenn wir bei smiley bestellen, was wir meistens machen, ist die von bernd 32 cm und meine 28 cm Olli 20.06.20 16:50 hm, ahja, also melli nimmt dann ne 26er und nen salat und ich die 36 Olli 20.06.20 16:50 :))))))))) Vulcano 20.06.20 16:50 ja, würd ich sagen Vulcano 20.06.20 16:51 sie isst ja eh länger, also gleicht sich das dann in der menge aus, da du ja mehr pizza hast Olli 20.06.20 16:51 hehe Olli 20.06.20 16:51 looooool Vulcano 20.06.20 16:51 die haben nur 2 grössen? Olli 20.06.20 16:51 aber ich finde das doof, ne größe dazwischen wäre schön Olli 20.06.20 16:51 ja scheint so Vulcano 20.06.20 16:51 ja, - ist doof Vulcano 20.06.20 16:52 notfalls gibst du ihr was ab wenns dir zu gross ist Olli 20.06.20 16:52 neeeeeeeeeeeeeeeeeeee, kommt nicht in frage Vulcano 20.06.20 16:53 na, dann aber alles aufessen!

Ich find‘ schön, dass wir uns so gut verstehen.

Nachwehen

Ich wurde wach, als Bernd aus dem knarzenden Sofa aufstand und im Badezimmer verschwand. Vorsichtig versuchte ich festzustellen, wie es mir geht. Kopf? OK. Magen? OK. Und sonst? Müde und verkatert. Bernd fuhr zum Bahnhof und holte Brötchen, ich ging ins Badezimmer. Ich hätte wohl auch noch nicht fahren dürfen. Nach dem Zähneputzen und Duschen war ich recht fit und bereitete das Frühstück vor. Jörg war inzwischen auch wach geworden.

Nach dem stärkenden Frühstück schauten wir uns die Partyfotos an. Dann war es auch schon an der Zeit, dass Bernd ihn zum Flughafen brachte. Unterdessen versuchte ich, wieder Ordnung in die Wohnung zu bringen. Planlos begann ich hier etwas und dann da. Mein Kreislauf machte mir zu schaffen und ich musste mich ab und zu hinsetzen. Als Bernd zurückkam hatte ich es doch geschafft, das Frühstücksgeschirr zu spülen, im Wohnzimmer Staub zu saugen und den Esstisch zusammen zu schieben und an seinen Platz zu stellen.

Und jetzt sind wir müde und freuen uns auf einen gemütlichen Sofaabend.

Ach ja, eins hab ich noch vergessen: Die Sirene Jörg ist eine ganz Liebe – sie darf wiederkommen!

Einfach nur zuhören

Aus eigener Erfahrung weiss ich wie es ist, sich in einer Situation zu befinden, die ausweglos erscheint, in der man einsam und alleine ist. Schön ist es dann, wenn man einen Ansprechpartner hat, dem man sich mitteilen kann, der Verständnis hat und bei dem man sich einfach mal ausweinen kann. Heute war ich die Person des Vertrauens, sozusagen ein Telefonseelsorger. Wissend, dass alles, was man an Ratschlägen erteilt, auf der anderen Seite einerseits zustimmend aufgenommen, anderseits aber doch nicht wirklich akzeptiert wird weil die Gefühle die Oberhand über die Logik haben, habe ich die meiste Zeit nur zugehört. Einfach für Jemanden da sein, als seelischer Mülleimer dienen, das kann dem Betroffenen helfen in dem er sich seinen Frust und seine Sorgen von der Seele redet.

80 Jahre


4 Monate nach meinem Vater hatte heute meine Mutter ihren 80. Geburtstag. Wir trafen uns um 11.00 Uhr am Anleger der Quandt-Wakenitz-Schifffahrt in Lübeck. Auf der „Melanie Quandt“ ging es ca. 1 Stunde auf dem kleinen, idyllischen Flüsschen Wakenitz zum Ausflugslokal Absalonshorst. An Bord gab es Sekt uns Schnittchen. Mit der Geburtstagsgesellschaft von ca. 30 Gästen waren noch andere Fahrgäste an Bord, die Fahrt Richtung Ratzeburger See war ausgebucht. Leider war das Wetter gar nicht geburtstagsmässig. Die Scheiben waren schnell beschlagen, sodass wir von der wunderbaren, unter Naturschutz stehenden Landschaft kaum was sehen konnten.


Der Schiffsanleger befindet sich direkt am Kaffeegarten, nach wenigen Schritten durch den Regen erreichten wir die Fischerkate, ein separates Gebäude, dass wir nur für uns hatten. Zum „Aufwärmen“ gab es erst mal ein Glas Sekt. In kleinen Gruppen standen wir zusammen, unterhielten uns und freuten uns auf diesen Tag.

Mutter hatte keine Geburtstagswünsche. Sie ist in der glücklichen Lage, sich das leisten zu können, was sie haben möchte. Die Frage war deshalb: Was schenken wir. Karin hatte mal wieder die rettende Idee. Sie kennt Jemanden, der 3 ältere Herren kennt, die Kaffeehausmusik machen, das Reblaus-Trio. Das Trio kann man auch als Duo buchen. Die Familie und ein paar Freunde legten zusammen und Karin buchte das Reblaus-Duo für 2 Stunden am Nachmittag von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Wir warteten noch auf den Nachtisch als mir angekündigt wurde, dass die Musik eingetroffen sei. Schnell eine Lagebesprechung wie wir weiter vorgehen wollten. Dieses Geschenk sollte nämlich im Rahmen eines von mir verfassten und von Nina und mir vorgetragenen Gedichts überreicht werden. OK, schnelle Entscheidung, das Geschenk wird vor dem Nachtisch überreicht und die Herren können dann bereits zum Nachtisch aufspielen. Und es war ein voller Erfolg! Leichte Musik mit bekannten Melodien wurden gespielt, ein paar Titel regten die mittlerweile leicht gelockerte Geburtstagsgesellschaft zum schunkeln ein, am Ende wurde sogar getanzt. Ich hatte den Eindruck, dem Duo gefiel es auch. Mittlerweile spielten sie schon weit länger als die 2 Stunden, für die sie gebucht waren. Vermutlich spielten sie auch die Getränke ab, die sie kostenfrei erhielten.


Um 18.00 Uhr brachte uns das Schiff zurück nach Lübeck. Der Regen hatte aufgehört aber kaum einer schaute aus dem Fenster. Alle unterhielten sich vergnügt und angeregt.

Ich hatte den Eindruck, dass es für alle Gäste und besonders für meine Mutter ein schöner, unvergesslicher Tag war.