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Das Meer ruft

Und wir kommen!

Wir haben es getan und eine Kreuzfahrt gebucht. Wieder wird es eine Reise mitten im Sommer. Am 17. Juli soll es losgehen. Dieses Mal aber nur für 7 Nächte. Urlaubsbedingt ist das die einzige Reise, die möglich ist. Eine Mittelmeerkreuzfahrt im Mai wäre mir lieber gewesen. Malta ist Start- und Endhafen.

Vielleicht schaffen wir es dieses Mal, in Valetta, dem Heimathafen der TUI-Cruises-Flotte, einen kleinen Spaziergang zu machen. Beim letzten Mal war es uns ja zu heiß, nach dem Boarding nochmal an Land zu gehen.

Wir hoffen natürlich sehr, dass die Reise stattfinden kann. Von der Pandemiesitation mal abgesehen, ist die politische Situation derzeit ja auch ziemlich unsicher. Auch die internationale Schifffahrt kann davon betroffen sein wenn die Lage in der Ukraine eskaliert. Nach unseren Erfahrungen vor 2 Jahren, als wir plötzlich vor den Trümmern der lange geplanten Kreuzfahrt standen, freuen wir uns natürlich auf die Reise. Aber wir machen uns keine Illusionen darüber, dass die Reise auch wieder abgesagt werden kann. Hoffen wir das Beste und drücken ganz fest die Daumen.

Kontrolle!

Es läutet – oder wie immer man so ein Geräusch nennt, wenn jemand von der Haustür Einlass begehrt. Wir erwarten, wie außergewöhnlich, eine Paketsendung. Ich betätige den Türöffner und jemand kommt die Treppen herauf.

Vor der Tür steht ein Herr mit Gesichts-BH. Er stellt sich vor mit Herr XY von der Stadt Geesthacht, es geht um die Quarantäne von Herrn H., meinen Schatz. Ich hole ihn an die Tür. Herr XY wollte kontrollieren, ob mein Schatz die Quarantäne einhält.

Ich muss schon sagen, dass wir uns durch solche Aktionen sehr aufgehoben fühlen, wie auch durch die Nachfrage des Hausarztes am letzten Sonntag. Es scheint, als würde hier, in der kleinen Stadt an der Elbe, Corona noch ernst genommen.

Überraschung

Ein Anruf am frühen Sonntagnachmittag. Einer der Ärzte der Gemeinschaftspraxis rief an und erkundigte sich nach dem Befinden von meinem Schatz. Er schilderte die Symptome. Daraufhin fragte der Doc, ob morgen Nachmittag jemand eine Krankmeldung in der Praxis abholen könnte.

Natürlich kann ich das und anschließend überbringe ich die Krankmeldung dem Arbeitgeber.

So geht Fürsorge!

Olympische Winterspiele

Heute starten in China die Olympischen Winterspiele. In China? Wer nur ist auf die absurde Idee gekommen, die Veranstaltung nach China zu vergeben? Da ist sicher viel Geld geflossen, um die Abstimmung zu beeinflussen. Man kennt das. China, ein Land, welches die Menschenrechte mit Füßen tritt, ein Land, in welchem alles und jeder überwacht wird. Aber Geld regiert den Sport.

Es tut mir leid für die Athleten, die unter diesen Bedingungen antreten. Ich weiß nicht, welche Handhabe sie haben, die Teilnahme abzulehnen oder abzusagen. Ist da ein gewisser Druck der Verbände dahinter? Wenn du nicht willst, dann bist du abgeschrieben, bekokmmst keine finanzielle Unterstützung mehr – oder so ähnlich? Die Verbände sind in der Lage, Druck auszuüben, da führt kein Weg dran vorbei. Und die Teilnehmer sind davon abhängig, vielleicht sogar abhängig gemacht worden.

Undurchsichtig ist das System in der Volksrepublik China. Durch die Willkür der Regierung und deren Handlanger und Funktionäre ist alles möglich, selbst Doping wird vertuscht werden.

Eins ist klar: Ich werde mir es nicht antun, auch nur eine Sendeminute anzuschauen. Alles wird manipuliert sein, nichts wird normal ablaufen. Und viel Geld wird den Besitzer wechseln.

Ach ja, Geld. Die Sponsoren finanzieren diese Veranstaltung der Lächerlichkeit mit viel Geld. U.a. ist auch der Allianzkonzern aus München involviert. Und alle kuschen. Keiner Macht den Mund auf wegen der nicht vorhandenen Menschenrechte in China. Allianz – merkt euch diesen Namen und benutzt diesen Konzern nicht für eure privaten Geschäfte!

Crowdfarming


Das ist Belinda, steht da ja auch auf dem Schild. Belinda ist eine Kuh, das sieht man ja auch. Belinda lebt zusammen mit ihrer Herde auf der Hofsennerei Besler in Oberstdorf im Allgäu. Belinda grast im Sommer auf saftigen Bergwiesen und im Winter hat sie auch Auslauf, wie sich das für Biohaltung gehört. Wir haben Belinda jetzt adoptiert, also nicht die ganze Kuh. Wir teilen sie uns zusammen mit 150 anderen Crowdfarmern.

Wenn man mit dem Mauszeiger Belinda zärtlich streichelt und dann draufklickt, kommt man direkt zur einer ausführlichen Beschreibung über die Tierhaltung der Hofsennerei und der Käseherstellung.

Belinda liefert Milch, was Kühe halt so machen, außer wiederkäuen. Und aus dieser Milch wird Käse hergestellt, was eine Sennerei eben so macht. Im Rahmen des Crowdfarming erhalten wir 2 Sorten Bergkäse, je Sorte 1,5 kg, vakuumiert in handliche 500-Gramm-Stücke. Der Käse ist 2 Monate im Kühlschrank lagerfähig. Es sollte kein Problem für uns sein, in 2 Monaten 3 kg Käse zu vertilgen, ich kaufe pro Woche ca. 500 – 600 g Käse. Unsere Lieferung wird für Ende März erwartet.

Wie man sieht, sind wir begeisterte Käsefans. Und da haben wir uns gedacht, wir probieren mal Crowdfarming aus. Sollte uns der Käse nicht gefallen, verlängern wir das Crowdfarming für Käse nicht. Vielleicht adoptieren wir dann einen Oliven- oder Orangenbaum. Wir testen das einfach mal.

Besuch aus MUC


Mehrmals wurde der Besuch verschoben, die Gründe sind bekannt. Aber nun sollte es sein. Ursprünglich war der Flug zum meinem 70. Geburtstag gebucht – und das war vor 2 Jahren! Jetzt endlich konnten wir Frank und Thomas in der kleinen Stadt an der Elbe begrüßen.

Freitag, am Tag der Ankunft, war das Wetter ja wirklich schön. Nur leider hatten wir da nicht so viel vom Tag. Abholen vom Helmut-Schmidt-Airport, einquartieren im Hotel, ’n Tass Kaff und ’n Stück Torte bei uns zu Hause, schnacken schnacken schnacken. Abends dann ein Essen beim Lieblingsgriechen und danach ein kleiner Verdauungsspaziergang – und das war’s dann.


Und was macht man an einem kalten, stürmischen und feuchten Tag mit Gästen? Ich hatte eine Idee: Ein Besuch des St. Pauli-Elbtunnels. Wir fuhren also mit dem Bus nach Hamburg. Von der Endhaltestelle spazierten wir zu den Landungsbrücken an der Elbe. Dort blies uns Nadia, ein kräftiger Sturm, ins Gesicht. Wir waren froh, das schützende Gebäude des Elbtunnels erreicht zu haben.

Mit dem Lift fuhren wir 24 Meter nach unten und machten uns dann auf den Weg durch die 426,5 Meter lange Tunnelröhrea auf die Südseite der Elbe. Diese Tunnelröhre ist bereits saniert während die 2. Röhre noch geschlossen ist. Ein für Kraftfahrzeuge vorgesehener Aufzug brachte uns auf Steinwerder wieder an die Oberfläche.

Vorbei am Werkstor der Traditionswerft Blohm & Voss gingen wir zum Musicalboulevard mit den beiden Musicaltheatern Stage Theater an der Elbe und Theater am Hafen. Die ersten Gäste der Nachmittagsvorstellungen trafen langsam ein. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Skyline von Hamburg mit der Elbphilharmonie, den Museumsschiffen Cap San Diego und Rickmer Rickmers und den Landungsbrücken. Auf Elbe fuhren emsig die Hafenfähren, Ausflugsschiffe und Muscialshuttel hin und her. Mit einem der Musicalshuttle fuhren wir über die Elbe zurück zu den Landungsbrücken. Dort stärkten wir uns mit einem Fischbrötchen.


Mit dem Bus fuhren wir von der großen Stadt an der Elbe zurück in die kleine Stadt an der Elbe. Zu Hause wärmte ich mich mit einer heißen Dusche auf bevor ich mit den Vorbereitungen für das Fondue begann.

Heute Morgen brachte Bernd unsere Freunde wieder zum Flughafen während ich die Wohnung wieder herrichtete. Zum Glück haben wir ja eine neue Geschirrspülmaschine. Die Beladung ist noch etwas ungewohnt da die Einrichtung der Körbe sehr anders ist im Vergleich zur alten Maschine. Aber das wird schon noch.

Es ist immer schön wenn wir mit Frank und Thomas zusammen sind. Es gibt viel zu erzählen – man hat ja nicht täglich Kontakt – und es ist nie langweilig.

Das Oberhaupt

Ich bin ja vor fast 25 Jahren aus fianziellen Gründen aus der Kirche ausgetreten, einen Glauben, an was auch immer, habe ich mir bewahrt. Aber darauf möchte ich nicht näher eingehen. Das ist eine persönliche Sache.

Die katholische Kirche hat mir noch nie nahegestanden und tut es heute noch viel weniger. Andererseits bin ich vom Vatikan, also von den Strukturen, fasziniert. Vieles scheint sehr geheimnisvoll zu sein und es ranken sich ja viele Gerüchte um die Interna.

Das Oberhaupt der Katholiken weltweit ist der Papst, so wird gesagt. Es scheint so, dass der eremitierte Papst Benedikt XVI. in seiner Zeit als Erzbischof von München und Freising sexuelle Straftäter gedeckt hat, was er bisher abstreitet. Was er gesagt hat, dass er für die Missbrauchopfer beten will. Das wird den Opfern ganz sicher helfen: Ah, der Papst betet für mich, nun ist alles vergessen und vergeben, alles ist gut!

Bei diesen Überlegungen kam ich auf die Frage, ob ein Papst beichten kann. Als gemeiner Gläubiger, der beichten will, geht in eine Kirche, setzt sich in einen Beichtstuhl und redet sich seinen Kram, den er loswerden will, von der Seele. In welchen Beichtstuhl setzt sich ein Papst? Wer sitzt dann auf der anderen Seite der Wand und sagt dem Papst, was er nun zu tun hat um sich von seinen Sünden reinzuwaschen? Oder ist der Papst nur noch Gott verpflichtet, dem er sich im Gebet öffnet? Sicher wird das in den jahrhundertealten Statuten des Vatikans geregelt sein, zum Vorteil des Papstes. Denn wer überwacht das Oberhaupt wenn es beichtet? Betet der Papst wirklich? Kontrolliert ihn jemand?

Ich erwarte von meinen Leserinnen und Lesern keine Antwort auf diese Fragen. Wer weiß denn schon, was im Vatikan hinter verschlossenen Türen vor sich geht? Aber vielleicht gibt ja einige Ideen zu dem Thema.

Kein Interesse

Ich beabsichtige, 2 Konten bei einer Bank zu kündigen. Die Bank bietet hier im Ort keinen persönlichen Service mehr an, nur auf Termin. Trotzdem muss ich über 4 Euro/Monat Kontoführungsgebühr bezahlen. Um die Sache zu beschleunigen, wollte ich vor Ort in der Filiale die Kündigung durchführen und bat telefonisch um einen Termin.

Der Filialleiter rief dann auch zurück, nachdem ich auf dem AB darum gebeten hatte. Er bat mich, die Kündigung schriftlich zu machen und den Brief „durch den Schlitz zwischen den Glastüren zu werfen“. Ich sollte also eine Kündigung schreiben, zur Filiale gehen und den Brief dort „einwerfen“. Daraufhin sagte ich ihm, dass ich das ja auch in der Filiale im persönlichen Gespräch machen könne. „Daran habe ich kein Interesse“, so der Filialleiter wörtlich.

Da bin ich zum HB-Männchen geworden, und glaubt mir, ich kann laut werden. Natürlich hat er kein Interesse daran, für einen abspringenden Kunden noch Service zu leisten. Und so groß ist der Umsatz auf dem Mietekonto auch nicht (das Sparkonto habe ich schon geplündert).

Nach dem Login auf der Homepage der HVB steht ganz groß in fetten Buchstaben „Wir sind immer für Sie da“ – allerdings wohl nur für Kunden, die bei der Stange bleiben. Eine Nachricht über das unangemessene Verhalten des Herrn G. habe ich direkt an die Bank geschickt.

Der Fall Novak Djokovic

Die Nummer 1 der Tenniswelt, Novak Djokovic, wird derzeit an der Einreise nach Australien gehindert, wo in der nächsten Woche die Australian Open ausgetragen werden. Novak Djokovic hat sich mit falschen Angaben die Einreise nach Australien erschlichen. Er schiebt das auf sein Management, er hätte gar nichts gesagt/gemacht, wie auch immer. Heute Nacht (europäischer Zeit) soll eine finale Anhörung vor einem Gericht stattfinden. Die Enscheidung des Gerichts ist dann bindend. Entweder muss Novak Djokovic das Land wieder verlassen oder er darf am Tennistunier teilnehmen. Ich hoffe auf einen negativen Bescheid für Novak Djokovic.

Australien hat sie von Anfang an ziemlich strenge Auflagen bezüglich Corona auferlegt. Personen, die in Quarantäne waren und erwischt wurden, wie sie ihr Hotelzimmer verlassen haben, wurden „eingefangen“ und bestraft.

Unsere Freunde, die im März 2020 eine Kreuzfahrt mit der Artania machen wollten, haben die Strenge der Australier am eigenen Leib erfahren müssen. Das Ehepaar wurde getrennt. Der Mann (angeblich negativ) wurde unter Polizeischutz im Bus mit anderen Passagieren zum Flughafen gebracht. Die Frau (positiv) kam erst in ein Krankenhaus und später in Quarantäne in ein Hotel, alles unter strengsten Sicherheitsauflagen.

Wenn jetzt einem Tennisspieler, der sich unter falschen Angaben die Einreise erschlichen hat, die endgültige Einreise gestattet und die Teilnahme am Turnier ermöglicht werden sollte, ist das ein Schlag ins Gesicht der Australischen Einwohner. Zurzeit sitzt er ja wieder im Abschiebehotel „unter menschenunwürdigen Bedingungen“. Ich kann nur hoffen, dass er sein derzeitiges Domizil nur verlassen darf, um die Heimreise anzutreten. Wenn er am Tennistunier teilnehmen darf, kann man wieder mal nur noch sagen: Geld regiert die Welt!