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Heisse Zeiten


Blauer Himmel über Hamburg.

Vor weniger als einer Woche war die Tageshöchsttemperatur 16 Grad, heute sollen es 35 Grad sein – ein Unterschied von fast 20 Grad innerhalb weniger Tage. Das kann ganz gewiss nicht Jeder verkraften und auch mir fällt es nicht unbedingt leicht. Zum Glück habe ich heute einen freien Tag und kann diesen in leichter Sommerbekleidung verbringen.

Auf der Rückfahrt von Geesthacht nach Hamburg heute Mittag brachte selbst der Fahrtwind bei 120 km/h auf der Autobahn kaum eine Abkühlung.

Laut Wettervorhersage soll es in den nächsten Tagen wieder etwas kühler werden. Aber der Sommer ist noch nicht vorbei. Wer weiss, was uns noch erwartet.

Hut ab!

Let’s dance – eine Show, die sicher nicht Jedermanns Geschmack trifft. Wir haben nicht alle Folgen gesehen, manchmal gab es eben doch was Interessanteres im TV am Samstag abend. Manchmal waren wir auch gar nicht zu Hause.

Am vergangen Samstag war das Finale. Als Promis waren vertreten Giovane Elber, Katja Ebstein und Susan Sideropoulos. Weil wir keine Vorabendserien schauen sagte letztere Dame mir bislang überhaupt nichts.

Verdient gewonnen hat Susan Sideropoulos mit ihrem Tanzpartner Christian Polanc. Der Paso Doble, den die Beiden auf das Parkett gelegt hatten, verursachte bei mir Gänsehaut und Herzklopfen. Ich sass da mit offenen Augen und konnte nur noch staunen. Es war in meinen Augen einfach genial. Ich hätte noch stundenlang zusehen können.

In Erstaunen versetzt hat mich auch die Leistung von Katja Ebstein. Man muss wissen, dass diese Dame bereits 62 Jahre auf ihren Beinen steht. Sie hat immer noch eine gute Figur und sie ist ja sowas von beweglich, unglaublich. Da kann man wirklich nur sagen: Hut ab! Das, was Katja Ebstein geleistet hat, ist wirklich anerkennenswert. Auch ihr hätte ich den Sieg gegönnt.

Und Giovane Elber? Nun ja, ich weiss nicht, warum er ins Finale gekommen ist. Seine Tanzschritte wirkten zum Teil etwas sehr steif. Vielleicht hatte er einen Bonus bei mitsehenden, fussballbegeisterten Ehemännern, deren Frauen unbedingt diese Sendung schauen wollten. Giovane hat es ganz bestimmt auch gut gemacht, aber da fehlte mir etwas Spritzigkeit.

Alles in allem sage ich noch mal „Hut ab“ – es ist enorm, was die Beteiligten geleistet haben.

Naturgewalt


Dieses ist kein Schiff unserer Reederei, zum Glück. Das Bild zeigt deutlich, dass die Gewalt des Meeres nicht zu unterschätzen ist. Containerschiffe werden immer grösser. Aber die Kraft einer einzigen Welle kann Mannschaft und Schiff in Gefahr bringen.
(Dieses Foto wurde mir per Email geschickt. Der Fotograf ist mir unbekannt)

Weichmacher

Sommerzeit ist Eiszeit – so war das jedenfalls früher. Da gab es nach meiner Erinnerung Eis wirklich nur im Sommer. Heute gibt es das ganze Jahr über Eis zu kaufen. Und Sorten gibt es, davon hätte ich mir als kleiner Junge niemals zu träumen gewagt. Erdbeer, Schokolade, Vanille, oder auch eine Kombination aus den drei Sorten, das war’s dann auch schon. Was es heute alles für Eissorten gibt – ich kann es wohl gar nicht aufzählen und will es auch gar nicht erst versuchen.

Softeis gab es früher nur aus der Maschine, heute wird softiges Eis in 1000-ml-Verpackungen angeboten. Es lässt sich immer leicht mit einem Portionierer (in welchem Haushalt gab es den vor 40 Jahren?) oder einem Löffel der Schale entnehmen.

Es gibt aber auch Eis, das besonders Fest ist und sich kaum mit einem Messer zerteilen lässt. Häagen Dazs z.B. ist so eine Sorte. Auf der Verpackung steht sogar drauf, dass man es vor der Portionierung einige Minuten antauen lassen soll.

Vor ein paar Wochen las ich davon, Eis in der Mikrowelle antauen zu lassen. Inzwischen haben wir es mehrere Male ausprobiert. Es ist wirklich toll.

Die genannten 10 Sekunden Antauzeit reichen bei unserer Mikrowelle nicht aus. Während der Auftaustufe wird die Mikrowellenbeschallung ja andauernd unterbrochen, d.h. ungünstigstenfalls wird die Mirkowelle nur ein Mal in Gang gesetzt. Eine Minute sollte es schon sein – jedenfalls bei unserem Gerät. Wer diesen Tipp ausprobieren will, sollte es vorsichtig angehen lassen und den Vorgang lieber mal unterbrechen um zu testen, wie weich das Eis geworden ist. Andernfalls könnte es passieren, dass das Eis in einen anderen Aggregatzustand übergeht und sich mühelos trinken lässt.

Drei Tote

Ein Familiendrama ungeheuren Ausmasses spielte sich heute am späten Nachmittag in einer Etagenwohnung in Hamburg-Hohenfelde ab. Als der Wohnungsinhaber Herr K. das Badezimmer betrat gewahrte er, wie sich auf dem Fussboden desselben ein ungebetens Individium bewegte. Beherzt griff er zur Papierrole um sich dort mit einer Mordwaffe zu versorgen. Bei der darauffolgenden Jagd auf dem Badezimmerboden erblickte Herr K. noch zwei weitere Eindringlinge, die er ebenfalls in wenigen Sekunden platt machte. Der Grösse der ungebetenen Gäste nach zu urteilen, muss es sich hier um die Kinder einer in den Ritzen und Spalten des Badezimmers hausenden Silberfischfamilie handeln, der einfach nicht beizukommen ist. Besonders dreist ist, dass diese ekeligen Mitbewohner am hellichten Tag ihr Versteck verliessen. Meist wagen sie sich nur im Schutz der Dunkelheit aus ihrer Behausung.

Herr K. und sein Mitbewohner Herr H. freuen sich, in absehbarer Zeit die verseuchte Wohnung verlassen zu können um eine neue Wohnung zu beziehen.

sexy Cop

Der Anlass für diesen Beitrag ist nicht gerade erfreulich: In Lübeck treibt eine Frau im Wasser und droht zu ertrinken. Beherzt entledigt sich ein Polizist seiner Uniform, springt ins Wasser und bringt die Frau an Land.

Der ganze Bericht ist bei HL-live nachzulesen. Dazu gibt es auch in Foto – und um das dreht es sich hier. Also bitte mal anschauen.

Verlust

Sie treten paarweise auf, die Dompfaffen oder auch Gimpel. Bei uns in der Umgebung lebt bzw. lebte mindestens ein Pärchen. Ein leises „tchiep“ lässt erahnen, dass ein Pärchen in der Nähe ist. Das Männchen ist an seiner intensiv roten Farbe schnell in den Bäumen zu erkennen, die Färbung des Weibchens ist eher ein helles rotbraun.

Als ich gestern morgen das Haus verlassen hatte, sah ich am Wegesrand ein totes Dompfaffmännchen liegen. Äussere Verletzungen waren nicht zu erkennen. Und was hörte ich?: Ein ganz lautes und durchdringendes „tschiep tschiep“. Ich vermute, das Weibchen vermisste seinen Partner und rief nach ihm.

Heute früh als wir noch im Bett lagen, war der Ruf wieder zu hören und den ganzen Tag über hören wir den verzweifelten Ruf „tschiep tschiep“. Es hört sich traurig an.

Können Vögel eigentlich trauern?

Gute Wohngegend

Mein Fräulein Mutter feierte gestern ihren 83. Geburtstag, zu dem sie in das Clubrestaurant des Lübecker Seglervereins eingeladen hatte. Das Clubhaus liegt natürlich am Wasser, nämlich an der Wakenitz, ein Flusslauf, der vom Ratzeburger See kommt und in die Trave fliesst. Im Raum Lübeck erweitert sich der Fluss zu einem See, und hier liegt das Clubhaus.

Gegenüber dem Seglerverein befindet sich Lübecks erste Wohngegend. Grosse Villen, die teilweise leider Neubauten mit Eigentumswohnungen zum Opfer gefallen sind, und Einfamilienhäuser wechseln sich ab. Natürlich reichen alle Grundstücke bis an das Wasser. Ein ehemaliger Ministerpräsident Schleswig-Holsteins hat hier auch gewohnt oder wohnt immer noch dort. Mir ist nicht bekannt, ob er dort noch sein Domizil hat.

Hier ein paar Eindrücke, die ich gestern Abend aufgenommen habe.

Während der nächsten Tage wird es hier nicht viel zu lesen geben. Heute Abend trifft unser Freund Frank aus München ein. Er tritt mit seinem Chor Philhomoniker im Rahmen eines schwulen Chorfestivals aus Anlass des 20-jährigen Bestehen des Hamburger schwulen Männerchores Schola Cantorosa hier in Hamburg auf. Frank reist am Sonntagabend wieder ab. In den Tagen dazwischen gibt es ein paar Aktivitäten mit den Chören. Ich habe am Freitag und um Montag Urlaub genommen. Am Montag werde ich hoffentlich einiges zu berichten haben.

Besuch

Seit ca. 4 Wochen steht an unserem Haus ein Gerüst. Die Balkons werden saniert. Die Arbeiten ruhen aus unerfindlichen Gründe seit einer Wochen.

Gestern, als ich für die Hasen einen Hackbällchenigel anfertigte, wuselte plötzlich etwas vor dem Küchenfenster. Ein Eichhörnchen hatte den Weg auf das Gerüst gefunden. Das Bild zeigt das niedliche Tier in unserem Haselstrauch, der derzeit auf dem Gerüst darauf wartet, wieder seinen Platz auf dem Balkon einzunehmen.