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Insektentennis

Unter der gleichen Überschrift habe ich fast auf den Tag genauf vor 3 Jahren in meinem alten Weblog über die E-Klatsch geschrieben. Nun ist sie leider kaputt. Sie funktionierte bislang immer noch mit den seinerzeit mitgelieferten Batterien. Leider sind diese ausgelaufen und haben die Kontakte zerstört.

Eine neue E-Klatsch ist bereits bestellt. Wir warten jetzt sehnsüchtig auf ihre Ankunft, gestaltet sich doch die Mückenjagd mir ihr sehr viel einfacher und treffsicherer als mit Tüchern und dergleichen mehr.

Das Teil ist wirklich genial. Die Trefferquote liegt bei nahezu 100 Prozent. Begibt man sich mit anderen Mitteln auf die Jagd, entwischen die ungeliebten Gäste in den meisten Fällen. Im Fluge verliert sich ihre Spur und man muss erst mal mehrere Minuten warten, bis sich das Objekt der Begierde zum Töten wieder irgendwo niederlässt. Das verlängert die Jagdzeit bis zum Schlafengehen – oder auch danach – nicht unerheblich. Und um die Nachtruhe lassen wir uns nicht gerne bringen.

Die E-Klatsch kann man hier bestellen.

Mount Gay Rum

Morgen kommt Geburstagsbesuch. Bernds Mutter und meine Eltern werden zum Nachmittagskaffee und Abendessen erwartet. Das Hauptgericht des Abendessens werden wir karibisch gestalten, nämlich karibisches Huhn. Dazu gehört natürlich echter Rum aus der Karibik. Ein kleiner Schuss komm an das Huhn. Und vor dem Essen wollen wir einen Aperetif reichen, dessen Hauptbestandteil auch der Rum ist.

Während unseres gestrigen Besuches in unserer zukünftigen Heimat suchten wir den Familiensupermarkt auf um dort schon mal die Zutaten zu kaufen. Zum Schluss landeten wir in der Spirituosenabteilung. Die Auswahl an Rumsorten war nicht besonders gross. So recht kenne ich mich auf dem Gebiet auch nicht aus. Aber eine Flasche fiel uns sofort ins Auge: Mount Gay Rum steht auf dem Etikett.

Egal wie der Inhalt der Flasche schmeck, es war sofort klar, dass es nur dieser Rum sein konnte – wenn auch die Bedeutung des Wortes Gay eine ganz andere ist. Es ist nämlich der Name des Herrn, der im Jahr 1663 auf Barbados ein Anwesen kaufte, zu dem eine sogenannte Brennblase zur Rumherstellung gehörte.

Laut schriftlicher Aufzeichnungen begann die Rumherstellung unter dieser Bezeichnung offiziell im Jahre 1703. Damit soll Mount Gay der älteste offizielle Rumproduzent der Welt sein. Und angeblich soll es auch der beste Rum sein, den es gibt. Aber das ist sicher auch eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Ich trinke ab und zu sehr gern mal ein Gläschen Rum. Ich bin gespannt, ob mir Mount Gay Rum geschmacklich so gut gefällt wie der Name.

Jagdszenen

Ich weiss nicht mehr, wie viele es waren. Jedenfalls haben wir gestern Abend geschlagene zwei Stunden damit verbracht, Mücken zu jagen.

Gegen 22.30 Uhr sind wir schlafen gegangen, jedenfalls hatten wir das vor. Licht aus, Nest gebaut, Augen zu. Kurz darauf „bssssssssss“. Licht an und mit der E-Klatsch bewaffnet lagen wir im Bett, in der Hoffnung, das Vieh irgendwo zu entdecken und zu grillen. Natürlich liess sich die Mücke minutenlang nicht sehen – und zu hören war sie auch nicht. Da half nur durchhalten und aufpassen. Endlich wurde sie gesichtet und erwischt. Licht aus, Nest neu gebaut, Augen zu.

Da, wieder „bsssssssss“! Die gleiche Prozdur wiederholte sich. Wie schon eingangs erwähnt, ich weiss nicht mehr, wie oft wir auf dem Bett rumgeturnt sind um so einen Störenfried zur Strecke zu bringen.

Nach zwei Stunden war endlich Ruhe – oder wir waren inzwischen so müde, dass wir dann gleich eingeschlafen sind und nichts mehr gehört haben. Gestochen worden sind wir während der Nacht aber nicht. Wir haben sie wohl doch alle erwischt.

Merkwürdig ist nur, dass wir den ganzen Abend keine Mücke entdeckt hatten. Hausen die hinter dem Kleiderschrank oder unter dem Bett? Zum Glück hatte ich ja heute einen freien Tag, deshalb liess mich die nächtliche Jagd relativ kalt. Da ich morgen wieder arbeiten muss hoffe ich, dass wir heute Abend unsere Ruhe haben werden.

Möpse


Gestern Abend fiel es mir wieder ein, worüber ich gestern schreiben wollte, und zwar beim Anblick der tiefausgeschnittenen Dekolletés der beiden Diven Anna Netrebko und Irina Garanca anlässlich eines Opernkonzerts, das Live aus Baden-Baden übertragen wurde: Möpse!

Nun wird sich jeder Fragen, der mich kennt, was mich weibliche Dekolletés interessieren – habe ich doch mit dem weiblichen Geschlecht gar nichts mehr am Hut. Allerdings muss ich gestehen, dass immer noch die Möglichkeit besteht, dass ich Frauen attraktiv finde. Aber ich schweife ab. Ich wollte über Möpse schreiben, und zwar Möpse mit Fell. Damit meine ich nicht etwa einen behaarten Frauenbusen sondern vierbeinige Wegbegleiter.

Möpse treten zur Zeit verstärkt in mein Leben. So hat mir die Dame, die abwechselnd mit ihrem Mann morgens im Zeitungsladen tätig ist, in dem ich auf meinem Weg zur Arbeit allmorgendlich die MOPO kaufe, erzählt, dass sie sich einen Mops angeschafft haben. Zwei Tage später bemerkte ich auf meinem Weg ins Büro drei Personen, die mit ihren Möpsen unterwegs waren. Desweiteren gab es vor ein paar Tagen im Fernsehen einen Bericht über Möpse. Hier wurde eine Kneipenwirtin vorgestellt, die sich zwei Möpse hält. Allerdings bevorzugte sie den Pluralbegriff Mopse, also ohne Umlaut, wenn sie von ihren Hunden sprach – wohl um eine Verwechslung mit ihrer beachtlichen Oberweite auszuschliessen.

Ich habe also in den letzten Tagen vermehrt das Auftreten von Möpsen festgestellt und ich frage mich: Sind Möpse modern?

Das Konzert, das die Erinnerung auslöste, war übrigens grandios. Bernd gefielen am besten die Zugaben. Er meinte, ob man nicht mal das eigentliche Konzert weglassen und nur die Zugaben singen könnte.

Was blogt man?

Diese Frage hat sich jeder Blogger wohl schon mal gestellt. Manchmal fällt einem partout nichts ein, was erwähnenswert wäre, da im eigenen Leben nichts geschieht, das die Leser interessieren könnte. Oder es ist einfach zu banal, um damit anderen auf den Keks zu gehen. Krampfhaft etwas in die Tastatur zu hauen bringt auch nichts und langweilt eher. So kann es geschehen, dass es in dem einen oder anderen Blog, das eigene eingeschlossen, nichts neues zu entdecken gibt.

Ich für meinen Teil halte es gern so, dass ich aus meinem privaten Bereich erzählen möchte. Dieser Bereich erstreckt sich manchmal auch auf meinen Job oder meine Interessen im Allgemeinen.

Es gibt aber auch Dinge gesellschaftlicher Natur, die man einfach mal loswerden möchte und über die man in anderen Blogs, in der Zeitung oder im Fernsehen gelesen oder gehört hat. Solche Nachrichten kann jeder sicher überall lesen, sehen oder hören. Einer nimmt sie wahr, findet sie aber im Moment nicht interessant und vergisst das Thema wieder. Erst wenn man woanders darauf gestossen wird, denkt man vielleicht darüber nach.

Das Blog ist deshalb in meinen Augen ein Medium, Dinge, die einen selbst verstimmen (oder auch erfreuen), mit seinen eigenen Ansichten zu versehen und publik zu machen. Mancher Leser wird so eventuell wachgerüttelt, findet das Thema interessant und verbreitet es weiter. Zurzueit ist der Bundesstasiminister Schäuble mit seinen perversen Ideen ein beliebtes Thema. Dagegen wäre der merkwürdige Verein, über den ich gestern geschrieben habe, eher eine Lachnummer, wenn die das nicht ernst meinen würden.

So gibt es genügend Themen von allgemeinen Interesse, auf die es sich lohnt, aufmerksam zu machen. Und je mehr Leute davon Kenntnis erhalten und sie verbreiten – um so mehr Möglichkeiten hat man vielleicht, auf diese Weise darauf Einfluss zu nehmen.

Und deshalb schreibe ich auch ab und an mal über politische Dinge, die mich bewegen oder nehme Themen aus anderen Blogs auf, die ich für erwähnenswert halte.

So kann es auch sein

Hier in Hamburg mal gerade 15 Grad Lufttemperatur, Wolken, Sturm und Regenschauer.

Hier die Stationsmeldung eines Kapitäns von heute Morgen, der sich mit seinem Schiff in Gabes/Tunesien befindet:
Lufttemperatur heute Morgen um 05.30 Uhr 28 Grad
Wassertemperatur 33 Grad.

Da das See- bzw. in diesem Fall das Hafenwasser zur Kühlung der Hilfsdiesel benötigt wird, gibt es alle Augenblick Alarm im Maschinenraum da die Temperaturen der Hilfsdiesel zu hoch werden bei dieser Wassertemperatur.

Land unter!


Heute wurde im Rundfunk eine Unwetterwarnung für Starkregen verbreitet. Kurz nachdem die Unwetterwarnung aufgehoben wurde, öffneten sich die Schleusentore des Himmels und wahre Sturzbäche, verbunden mit starken Sturmboen, ergossen sich auf Hamburg. Wir wagten einen Blick vom Balkon und entdeckten, dass die Gullis die Wassermassen nicht aufnehmen konnten und das Wasser mehrere Zentimeter hoch auf der Strasse stand.

Nasse Zeiten


Vor nicht ein mal einer Woche zeigte ich den wolkenlosen blauen Himmel über der schönsten Stadt der Welt. Und heute? Heute gibt es ein Foto von unserem vollgeregneten Wohnzimmerfenster.

Aber so ist das eben, heute so – morgen so. Über das Wetter hat auch Holger gerade geschrieben. Allerdings war das gestern, als das Wetter noch schön war und zum Offenfahren einlud.

Die Beigen


Auf Wunsch einer einzelnen Dame folgt hier die Erklärung zum Begriff „Die Beigen“:

Jeder kennt sie, jeder hat sie sicher schon mal gesehen. Meist treten sie in Massen auf. Ein Reisebus spuckt sie irgendwo aus. Und dann stehen sie in Gruppen den Einheimischen im Weg rum oder sie schleichen durch die Strassen, so dass der gemeine Mittagspäusler, der es elig hat, weil er in seiner knapp bemessenen Zeit etwas privates erledigen möchte, sie kaum überholen kann. Ganz schlimm wird es, wenn sie aus einem banalen Grund abrupt stehen bleiben und man gerade noch verhindern kann, auf sie aufzulaufen – die Beigen.

Ab einem Alter jenseits der 60 neigt der Mensch offensichtlich dazu, sich in beige Klammotten zu hüllen. Beige Hose, dazu eine beige Wetterjacke, im Sommer dünn, im Winter dick. Darunter lugt in frechem Grün oder Blau ein Hemd oder eine Bluse hervor. Meist tragen die Damen dazu ihre in Ehren ergrauten Haare onduliert, manchmal frech eingetönt mit einem leichten Blau- oder gar Lilastich. Bei genauerem Hinsehen könnte man meinen, sie hätten alle den gleichen Frisör.

Die Farbe Beige scheint ab einem gewissen Alter der Inbegriff der Jugendlichkeit zu sein.

The World …

… so lautet der Name eines Schiffes, auf dem sich reiche Leute einkaufen können. Sie kaufen sozusagen eine Eigentumswohnung an Bord, die sie mehr oder weniger kostenlos benutzen können – eigentlich eher weniger, denn die Nebenkosten, also das Wohngeld, sind enorm. Dafür könnte man sich an Land glatt noch mal eine Wohnung kaufen.

Dieses Schiff wird heute den Hamburger Hafen anlaufen und in der nächsten Woche in der Ostsee anzutreffen sein. So wird The World unter anderem in der Lübecker Bucht vor Anker gehen und Warnemünde einen Besuch abstatten.

Was ich über dieses Schiff bis jetzt nicht wusste, war heute in der Schifffahrtszeitung zu lesen:
Für die, die auf Golfspielen nicht verzichten wollen, gibt es an Bord einen Putting Green mit salzluftresistentem Naturrasen und Golfbällen, die sich im Wasser auflösen. Das stand zwar nicht in der Zeitung, aber ich habe gehört, dass die Golfbälle angeblich aus gepresstem Fischfutter bestehen.