
Draussen vor der grossen Stadt blüht der Raps. Und das kann man mitten in Hamburg riechen. Der Wind trägt den Duft bis in die Stadt hinein. Herrlich!

Draussen vor der grossen Stadt blüht der Raps. Und das kann man mitten in Hamburg riechen. Der Wind trägt den Duft bis in die Stadt hinein. Herrlich!
Anlässlich des heutigen 1. Mai wurde im Rezepteblock ein sehr schmackhaftes und gesundes Rezept für Maibowle veröffentlicht. Gesund deshalb, weil die Stiele und Blüten des Waldmeister nicht verwendet werden. Sie sollen angeblich Stoffe enthalten, die nicht unbedingt bekömmlich sind.
Ein Sträusschen getrockneter Waldmeister im Kleiderschrank schützt übrigens vor Motten.

Jetzt sieht man sie wieder allenthalben: Sandalen! Barfuss oder mit Socken, eher konservativ oder im Trekkinglook, zu kurzen oder zu langen Hosen – bei diesem Wetter werden sie wieder aus der Veresenkung geholt. Meinetwegen hätten sie auch in der Versenkung bleiben können. Ich finde die Dinger einfach nur scheissehässlich. In meiner Kindheit musste ich im Sonner sowas auch tragen, bis ich alt genug war, mich dagegen zu wehren.
Ziemlich krass war vor ein paar Jahren der Besuch in einer Hamburger Szenedisco, die seinerzeit eher der Leder- und Uniformszene zuzurechnen war. Kam da nicht ein Typ mit PickstrulliStrickpulli und Sandalen rein?! Reingelassen haben sie ihn. Aber er machte sich in seinem Outfit zum Gesprächsthema des Abends.
Gestern Abend wurde das neueste Schiff der Aida-Flotte im Hamburger Hafen getauft. Angekündigt wurde die Taufe als ein gigantisches Spektakel mit Feuerwerk, Lasershow und einer eigens für dieses Event komponierten Musik. In der Tagespresse wurden Fotomontagen und Einzelheiten veröffentlicht, die grosses erahnen liessen. Unter anderem war die Rede davon, dass 1.000 Feuerwerksraketen auf einer Länge von 750 m 600 m hoch in den Himmel geschossen werden, wofür 49 Tonnen Sprengstoff nötig seien. Über dem Hafen würde ein Teppich von grünen Laserstrahlen liegen. Ein Ereignis also, dem es sich lohnt beizuwohnen – dachten wir.
Bernd holte mich vom Büro ab um nach einem kleinen Imbiss im „Restaurant zum Goldenen M“ zum Hafen zu fahren. Angekündigte 500.000 Besucher machen ein frühzeitiges Erscheinen notwendig um einen guten Platz zu ergattern, von dem aus das Spektakel gut zu überblicken ist.
Gegen 19.00 Uhr (um 21.00 Uhr sollte es losgehen) trafen wir an den Landunsbrücken ein. Plätze in der ersten Reihe waren nicht mehr vorhanden. Wir fanden einen Platz „auf Lücke“ in der Nähe der SS „Rickmer Rickmers“, mit dem wir zufrieden sein konnten.
Plötzlich hatte Bernd die Idee, ob man nicht auch an Bord der Rickmer Rickmers gehen könnte um von dort aus das Lichtspektakel zu beobachten. Bernd verteidigte unseren ergatterten Platz und ich machte mich auf den Weg zum Museumschiff. An Deck war noch reichlich Platz. Ich ging an Bord um mich kundig zu machen. Ich hörte, dass das Schiff bis zum Ende des Spektakels geöffnet bleibt und das man an Bord Snacks und Getränke bekommen könnte. Schnell holte ich Bernd. Nach dem Entrichten von Eur 3.00 Eintritt pro Person suchten wir uns einen Platz an Deck des Schiffes. Schnell wurde uns klar, dass dies ein idealer Platz war. Von hier aus war der Hafen nach zwei Seiten gut zu überblicken, bis hinunter zum Fischmarkt, wo mitten auf der Elbe die Taufe stattfinden sollte.
Die Wartezeit von erwarteten fast zwei Stunden wurde uns verkürzt durch das rege Treben auf dem Fluss. Ein Containerschiffsneubau, der auch an diesem Tag getauft worden war, verliess mit Assistenz von 2 Schleppern ein Hafenbecken. Viele kleine Boote, Barkassen und Ausflugsschiffe wuselten durch den Hafen. Leider war es ziemlich kalt und windig. Ob es auch Glühwein an Bord gibt? Es gab und ich versorgte uns mit zwei Bechern des Heissgetränks.

Der Termin 21.00 Uhr, der Zeitpunkt, an dem die „AIDAdiva“ den Kreuzfahrtterminal in Richtung Fischmarkt verlassen sollte, rückte langsam näher. Inzwischen war eine spannungsvolle Ruhe über dem Hafenabschnitt eingekehrt. Die lichtergeschmückten Ausflugsschiffe hatten sich am Ort der Taufe versammelt. Am anderen Ende des Hafens waren die Schiffe zu erkennen, die den Täufling auf der kurzen Strecke begleiten sollten. Zwischen beiden Punkten gab es keinen Schiffsverkehr mehr.

21.00 Uhr, 21.10 Uhr, 21.15 Uhr – nichts passierte. Eine Diva lässt halt immer auf sich warten. Ich weiss nicht, wie spät es war, als erst der Bug des Schiffes und dann die Aufbauten hinter dem Kaispeicher A sichtbar wurden. Dann tat sich minutenlang wieder gar nichts. Das Schiff lag scheinbar unbeweglich im Strom.
Endlich setzte sich der Neubau langsam in Bewegung. Am gegenüberliegenden Ufer leuchteten bengalische Feuer auf, ein kurzes Feuerwerk folgte. Die AIDAdiva näherte sich unserem Standort. An Deck waren etliche Scheinwerfer und Laser installiert, die ihre Strahlen in den Himmel schossen, untermalt von Musik, die aus einer an Deck des Schiffes befindlichen Musikanalage erschallte.

Langsam zog das Schiff, unter wechslenden Lichteffeken, an uns vorbei. Ab und zu wurden ein paar Feuerwerksraketen in den Himmel geschossen. Die Laser und Scheinwerfer erzeugten verschiedene Bilder, aber einen Teppich über dem Hafen bekamen sie nicht zustande.

Vor dem Fischmarkt wurde das Schiff aufgestoppt. Eine Weile passierte gar nichts, jedenfalls war von unserer Position aus nichts zu erkennen. Ich nahm an, dass dort jetzt die Taufe vollzogen werden würde, zu der natürlich auch ein paar Reden gehören.
Dann gab es plötzlich wieder bengalische Feuer und Feuerwerksraketen an Land sowie Lasershow an Bord. Die AIDAdiva lag fast regungslos im Fahrwasser der Elbe. Neben uns verschwanden die ersten Zaungäste. Auch an Land setzte der Zuscherstrom derer ein, die sich auf den Heimweg machten. Wir blieben noch eine Weile stehen, trotz unser kalten Füsse, in der Hoffnung, dass noch was sehenswertes geschehen würde. Aber nichts tat sich. Als sich der soeben getaufte Neubau elbabwärts in Bewegung setzte, um an einem geeigneten Platz zu drehen, verliessen auch wir unseren Platz um mit der U-Bahn nach Hause zu fahren.
Diesen Einfall hatten noch tausende anderer Zuschauer. In die Station Landunsbrücken war kein Reinkommen. Auch die Idee, in Richtung Station St. Pauli weiterzugehen, erwies sich als nicht praktikabel. Ein Strom von Menschen zog dorthin, um von da mit der U-Bahn nach Hause zu kommen. Uns war kalt und wir hatten keine Lust, eingepfercht und eng an eng, womöglich noch mit betrunkenen Mitfahrern, mit der U-Bahn zu fahren. Eine Alternative war schnell gefunden: Wir wärmten uns bei unserem Freund H. auf, der auf der Reeperbahn eine Apotheke betreibt, die Donnerstag bis Samstag bis Mitternacht geöffnet ist. Nach einer Erholungs- und Aufwärmphase von etwa einer Stunde machten wir uns endgültig auf den Heimweg. Es waren nur noch wenige Fahrgäste unterwegs.
Ach ja – die Lichtshow war nett, aber bei weitem nicht so spektakulär wie man den Vorankündigungen entnehmen konnte. Und das Schiff? Ein Passagierschiff eben. Neu, modern, aber äusserlich nicht besonders beeindruckend.
Volker sucht einen Partner. Er hat in seinem Weblog eine Kontaktanzeige aufgegeben.
Aus meiner Sicht kann ich es sehr gut nachvollziehen, wenn man(n) nicht allein durch das Leben gehen möchte und ich bin sehr froh und glücklich, jeden Abend neben Bernd einschlafen zu können und jeden Morgen mit ihm aufzuwachen.
Deshalb möchte ich auf diesem Weg Volkers Suche unterstützen.

Allen Lesern und Besuchern „Frohe Ostern!“

Heute vor 65 Jahren sah Lübeck so aus wie auf dem obigen Bild.
Am 28. März 1942, es war Palmsonntag, wurde Lübeck von den Allierten angegriffen. Grosse Teile der Innenstadt wurden zerstört und mit ihr drei der Lübecker Hauptkirchen: St. Marien (Bild oben), St. Petri und der Dom (kleines Bild).
Auf dem obigen Bild ist zu sehen, dass die beiden Turmhelme und das Dach des Kirchenschiffes bereits in sich zusammengefallen sind.
Das gleiche Schicksal mussten der Dom und St. Petri erleiden. Alle Kirchen wurden in den 60er Jahren wieder aufgebaut, zum grossen Teil finanziert durch Spenden, für die seinerzeit die legendären Wohltätigkeitskonzerte stattfanden, für die sich Weltstars aus der internationalen Opernwelt zur Verfügung stellten.
Unser Familienstammhaus, das in unmittelbarer Nähe von St. Marien liegt, wurde glücklicher Weise von den Bombenteppichen verschont.
Ein anderes Haus, in dem meine Mutter gross geworden ist, hat mein Grossvater gerettet. Eine Brandbombe war auf das Dach gefallen. Opa konnte sie mit dem Fuss vom Dach stossen bevor sie schaden anrichten konnte.
In St. Marien kann man heute ein Mahnmal besichtigen. Die schweren Glocken liegen noch so in der Kirche, wie sie seinerzeit bei der Zerstörung des Turmes heruntergefallen sind, teilweise ingedrückt in schwere Steinplatten.

Ich habe in der kommenden Woche Urlaub. Und die Vorhersage von WetterOnline ist sehr verheissungsvoll, wie die obige Grafik aussagt. Auch der Trend für die darauf folgenden Tage ist ähnlich. Einzig am Freitag ist mit etwas Bewölkung zu rechnen. Nun ja, da findet die Schiffstaufe unseres neuesten Frachters statt. Solange es während des Taufakts wenigstens trocken ist, wollen wir zufrieden sein.

Bernd sollte gestern zwei säuerliche Äpfel mitbringen, die Bestandteil eines Salats werden sollten. Normaler Weise werden die diversen Apfelsorten im Supermarkt namentlich gekennzeichnet und mit einem Hinweis über die Geschmacksrichtung versehen. Nicht so in jenem Supermarkt, in dem wir meistens unsere Einkäufe erledigen. Der Hinweis, ob die Äpfel süsslich oder säuerlich schmecken war nicht vorhanden.
Bernd nahm also zwei Stück aus der Kiste, in der noch am meisten Äpfel vorhanden waren weil er annahm, dass gerade diese Sorte sauer sind und deshalb von den Kunden gemieden werden.
Es muss einen anderen Grund gehabt haben, warum noch so viele Äpfel in der Kiste waren. Sie sind nämlich süss. Bernd meinte dann, ich könne ja ein wenig Essig zufügen.
Was muss in einer Mutter vorgehen, die ihr neugeborenes Baby aus einem Hochhaus wirft, wie hier in Hamburg geschehen. Anfangs hiess es noch, man wüsste noch nicht, ob das Kind bei der Geburt gelebt hat und ob es aus dem Hochhaus geworfen oder auf der Rasenfläche abgelegt wurde. Wie ich heute hier lesen musste, ist das kleine Mädchen tatsächlich lebend aus dem Fenster geworfen worden.
Ist diese Mutter so verzweifelt gewesen, dass sie sich zu dieser Tat hat hinreissen lassen? Hat sie eventuell unter Zwang gehandelt? Meistens werden Fälle dieser Art ziemlich schnell aufgeklärt. Und egal, welche Beweggründe diese Mutter hatte, sie muss schnell gefunden werden. Entweder muss sie zur Rechenschaft gezogen werden oder sie bedarf ganz dringend psychiatrischer Hilfe.