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Elbe brennt


Nein, es gab kein Schiffsunglück auf der Elbe. „Elbe brennt“ ist eine Veranstaltung im kleinen Ort Drage in Niedersachsen, der hinterm Deich an der Elbe liegt, etwa gegenüber von Neuengamme, hinterm Deich auf Hamburger Stadtgebiet. Das Feuerwerk am Samstag Abend ist der Höhepunkt dieser Veranstaltung, das, soweit ich Informationen darüber erhalten konnte, von der Freiwilligen Feuerwehr auf die Beine organisiert wird.

Feuerwerk am Wasser ist etwas tolles. Die Spiegelungen im Wasser der explodierenden Raketen am Himmel machen so ein Feuerwerk besonders sehenswert.
Der laue Sommerabend lud uns dazu ein, uns auf die Räder zu schwingen und die etwa 10 km nach Neuengamme auf dem Deich zu fahren. Am Schild „Kilometer 592“ wurden die Räder angeschlossen und wir suchten uns einen Platz am Deich um von dort das Feuerwerk beobachten zu können. Oben auf dem Deich hatten sich ganze Familien mit Klappstühlen postiert, verteilt mindestens über eine Länge von 1 Kilometer.

Kurz nach 22 Uhr war es endlich so weit: Die Feuerwehren an beiden Ufern der Elbe bildeten mittels roten bengalischen Feuern und einem Wasservorhang eine symbolische Brücke. Dann knallten die ersten Böller in die Luft und der Himmel wurde erfüllt von explodierenden bunten Effekten. Nach 15 Minuten war es vorbei.

Nun ja, so richtig spektakulär war es nicht. Und so richtig hat meine Kamera das Feuerwerk auch nicht erfasst – leider. Aber wir hatten mal wieder eine kleine Radtour gemacht und konnten am Deich unter dem Sternenhimmel, während wir auf den Beginn des Feuerwerks warteten, Sternschnuppen beobachten.

Auf der Rückfahrt nach Geesthacht sahen wir in der Ferne ein anderes Feuerwerk. In Tesperhude war nämlich Teichfest. Das können wir uns ja mal im nächsten Jahr vornehmen.

Schnecken

Es ist äusserst erstaunlich und sehr störend, wenn auf einer gut ausgebauten Bundesstrasse, auf der eine Geschwindigkeit von 100 km/h erlaubt ist, mit 80 km/h gefahren wird.

Das Gleiche gilt für eine Autobahn, auf der 120 km/h erlaubt sind und sich ein Verkehrsteilnehmer mit 100 km/h fortbewegt und mit dieser Geschwindigkeit dann auch noch einen LKW überholt.

Die Weinfrage

Weinkenner wissen was sie wollen und sie wissen, wie welcher Wein schmeckt. Sie wissen, wie lang der Abgang ist und ob der Wein Aromen von Kirschen oder sonstigen Früchten hat. Weintrinker müssen nicht automatisch Weinkenner sein. Weintrinker wollen, dass ihnen der Wein schmeckt. Ihnen ist es egal, ob sie Aromen von Erd- oder Johannisbeeren im Wein finden.

Jetzt gibt es TVINO. TVINO versucht, dem Weintrinker einige Weinsorten etwas näher zu bringen, auf eine erfrischende und lockere Art, ja, man kan sagen, ein wenig hemdsärmelig. Die vorgestellten Weine kann man, wenn man auf den Geschmack gekommen ist, gleich im angeschlossenen Shop bestellen. Vielen Dank an Holger für diesen Tipp.

Wir trinken sehr gerne Wein. Wein haben wir immer reichlich im Haus. Bier dagegen kaufen wir immer nur dann, wenn Gäste kommen und wir wissen, dass Biertrinker dabei sind. Selbst zum Grillen trinken wir meistens lieber Wein.

Einen kleinen Weinvorrat haben wir immer in der Wohnung parat, teils im Weinregal (siehe oben), teils für die spontane Lust auf Wein im Kühlschrank, wie Weiss- und Roséweine. Der grosse Vorrat befindet sich im Keller.

Übrigens habe ich mein erstes Bier mit 18 Jahren getrunken. Es war auf meiner ersten Frachterreise. Wegen eines starken Sturmes schaukelte das Schiff so heftig, dass der Steward keinen Tee zum Abendessen machen konnte. Der Kapitän nahm das zum Anlass, Bier auszugeben. Die Flaschen klemmten wir uns zwischen die Beine weil sie sonst nämlich vom Tisch gefallen wären. Wein hingegen habe ich schon viel früher getrunken, ich schätze so mit ca. 14 Jahren.

Eine interessante Erfahrung

Unser Koch hat Urlaub. Drei Wochen! Nun heisst es täglich: Was essen wir? Bestellen wir was? Wenn ja – wo? Oder gehen wir raus? Bringt jemand was mit? Ein Drama.

Heute, am ersten Urlaubstag des Mannes, der Leib und Seele in der Firma zusammenhält, zauberte unser Azubi einen Prospekt eines Persischen Lieferservice hervor.

Wer in einer Reederei arbeitet, ist von Natur aus weltoffen, tolerant und aufgeschlossen. Meine Kollegin, der Azub und ich studierten das Angebot und einjeder von uns wurde fündig. Managemententscheidung: Wir bestellen beim Perser!

Die Lieferung kam pünktlich, das Essen war heiss. Aber das war’s denn auch schon mit den positiven Aspekten. OK, über Geschmack lässt sich streiten. Und es mag sicherlich Menschen geben, die sich gern an Persischem Essen gütlich tun. Aber für uns war es das erste und letzte Mal, dass wir uns so weltoffen zeigten, Persisch zu essen.

Sollte ich nun Durchfall bekommen – was ich nicht glaube – würden die Gerüche wohl nicht so unangenehm sein: Das Eis zum Dessert war mit Rosenwasser zubereitet und schmeckte wie Seife. Als ich nach dem Essen meinen Schreibtisch mit einem feuchten Reinigungstuch säuberte, roch das ähnlich wie das Eis. Statt Eur 3.80 für ein „Traditionell hergestelltes Eis“ zu essen hätte ich auch auf einem Feuchttuch kauen können.

Sommerloch

Es ist schon mehr als 2 Jahre her, dass ich über das Genitalhoroskop berichtet hatte. Während der vergangenen Zeit geriet diese äusserst merkwürdige Geschichte nach und nach in den Hintergrund, ja, sie geriet in Vergessenheit.

Seit nun mehr einigen Tagen wird mein Weblog über Google und den Suchbegriff „Genitalhoroskop“ verstärkt aufgesucht. Wie aus dem Nichts taucht es nun wieder auf. Erklären kann mich mir das nicht – es sei denn, es gibt irgendwo ein Sommerloch.

Glück gehabt

Wie ich jetzt erfahren habe, hatten wir am Freitag letzter Woche grosses Glück mit dem Besuch der Freilichtaufführung des Musicals Titanic auf dem Domplatz in Magdeburg. Während wir unter dem schwülen Sommerhimmel der Aufführung folgten, gab es nur 20 km nördlich von Magdeburg in der Stadt Zielitz ein starkes Unwetter.

Auch in Zielitz gibt es ein Freilichttheater. Eine Sturmboe hat dort die tonnenschwere Bühne angehoben und um 30 cm versetzt. Ausserdem flogen Podeste und Sonnensegel durch die Luft. Zum Glück gab es keine Verletzten. Die Zuschauer konnten sich rechtzeitig vor Sturmboen und Hagelschauern in Sicherheit bringen.

Bei unserem Spaziergang durch Magdeburg am Nachmittag hatten wir bereits eine Wolkenfront bemerkt, die sehr bedrohlich wirkte. Ich hatte schon Befürchtungen, dass die abendliche Vorstellung ins Wasserfallen könnte. Während unserer Aufführung war dann auch mehrmals der Schein von Blitzen zu sehen, jedoch blieb Magdeburg verschont. 20 km sind ja nun wirklich nur ein Katzensprung. Das Untwetter hätte auch eine andere Route nehmen können und dann wären wir davon betroffen gewesen.

Riesig


Mit einer Länge von 360 m ist die „Oasis of the Seas“ das grösste Kreuzfahrtschiff der Welt. Es soll im Herbst in Dienst gestellt werden und wird dann in der Karibik eingesetzt. Zur Ausrüstung gehört natürlich eine Flaniermeile, das gehört ja inzwischen wohl zum Standard von Kreuzfahrtschiffen. Aber das, was sonst noch zu diesem Schiff gehört, ist schon sehr beeindruckend: 2 Surfanlagen, Kletterwände, eine Seilbahn und ein Amphitheater. Ausserdem gibt es einen sogenannten „Central Park“, 120 m lang und 20 m breit, in dem es natürliches Gras und Bäume geben wird. Mehr als 2.100 Besatzungsmitglieder sorgen für das Wohl der 5.400 Passagiere.

Bei dem vielfältigen Angebot an Bord lohnt es sich kaum, einen Landausflug zu machen. Bei diesem Schiff ist der Weg das Ziel.

Äusserlich gibt es gewiss schönere Schiffe. Aber man reist ja nicht damit, um sich das Schiff von aussen anzusehen.