Zu 16.00 Uhr war ich bestellt, nur zur Kontrolle. Um 15.50 Uhr war ich in der Praxis. Ich durfte gleich auf dem Behandlungstuhl platznehmen. Der Doc kam, sagte hallo. Zum Vorspiel laberten wir ein wenig Blödsinn. Mund auf. Sauger und Strahler rein. Zahnstein weg. Fertig. Um 16.00 Uhr konnte ich die Praxis wieder verlassen.
Archiv der Kategorie: Allgemein
Gewonnen
Seit geraumer Zeit lese ich regelmässig im TeNo Blog. Dort geht es um Schmuck, Schmuck, der mir durchaus gefallen könnte. Tja, und nun habe ich TeNo Schmuck gewonnen. Weil ich an einer Abstimmung teilgenommen habe. Der Zufallsgenerator hat u.a. mich ausgespuckt. Vielen Dank an das glückliche Händchen.
Arme Sau
Eben am Telefon, vermutlich ein Callcenter:
– Guten Tag, Fa. xy, ich hätte gern den Geschäftsführer gesprochen.
– Um was geht es?
– Es geht um ihre bestehenden Handyverträge.
– Sie wissen, dass sie am Telefon keine Werbung machen dürfen?
– Das ist auch keine Werbung, wir wollen am Telefon auch nichts verkaufen.
– Von welcher Firma sind sie?
– Firma xy
– Mit ihnen haben wir keine Handyverträge, also wollen sie ihre Firma bewerben!
– Ist in Ordnung, aufwiederhören.
Ziemlich genau so spielte sich das Gespräch zwischen dem Anrufer und mir ab.
Ich verstehe ja, dass jemand nach jedem Strohalm greift, um einen Job zu haben. Aber warum muss es gerade ein Callcenter sein, wo den Leuten vorgegaukelt wird, dass Anrufe bei Firmen oder Personen um etwas zu bwerben, keine Werbeanrufe sind?
Hochzeitsloch
In den nächsten Tagen wird es hier etwas ruhiger. Wir sind dann mal auf „Hochzeitsreise“.
Twentyfour
Es wird wieder spannend im Deutschen Fernsehen. Heute Abend beginnt die neue Staffel „24“ mit Kiefer Sutherland als Jack Bauer.
Durchgebracht
Exotische Pflanzen haben schon lange mein Interesse geweckt. Orchideen gehören natürlich dazu. Schon während unserer Hamburger Zeit habe ich mich daran versucht, aber immer wieder bin ich gescheitert. Wahrscheinlich war der Standort zu sonnig und ich habe zuviel gegossen. Meistens gehen Pflanzen eher daran ein, dass sie zuviel Wasser bekommen als dass sie vertrocknen.
Ich fand irgendwann, wahrscheinlich im Gartencenter eines Baumarktes, eine kleine Orchidee zu einem äusserst günstigen Preis. Ich vermute, sie hat damals nicht mehr als 5 Euro gekostet. Mit den Worten „Noch ein Versuch“ landete die Pflanze, die nur einen Blütenstiel hatte, im Einkaufswagen.
In einem Restaurantfenster hatte ich Orchideen entdeckt, die in ein Glas gepflanzt waren. Diese Idee nahm ich auf und besorgte mir ein billiges Glas. Unten wurde Granulat eingefüllt, darauf kam das Pflanzsubstrat und die kleine Orchidee wurde dort eingepflanzt. Einen Platz bekam sie gegenüber dem hellen Fenster auf dem Subwoofer, eher eine dunkle Ecke. Eines Tages war die Zeit gekommen, dass die Blüten hin waren. Aber die Pflanze überlebte dort an dem Platz. Sie bekam Wasser, höchstens ein mal in der Woche, manchmal auch seltener. Durch das Glas war immer gut erkennen, wann das Substrat ganz trocken war.
Ich weiss nicht mehr, wieviele Jahre die Orchidee blütenlos dort stand. Aber solange dort Blätter waren, ja, sogar ab und zu ein neues erschien, war Leben in der Pflanze. Und lebende Pflanzen werden gehegt und gepflegt. Und ich hatte den Ehrgeiz, das Pflänzchen eines Tages wieder zur Blüte zu bringen.
Die Zeit war gekommen und wir zogen in das Elbe-Penthouse, in dem wir nun auch schon wieder zwei Jahre wohnen. Die kleine Orchidee im Glas bekam einen Platz auf dem Sims im Wintergarten. Ich kaufte eine Orchidee für das Badezimmer. Als die verblüht war, stellte ich sie zu der anderen. Es gab eine neue Orchidee für das Badezimmer und noch eine. Alle landeten irgenwann bei den anderen. Sie bekamen neue Blätter, sie wurden gegossen und gedüngt. Sie überlebten.
Und ganz plötzlich bekam die kleine Orchidee aus Hamburg einen Blütenstiel. Und noch einen! Und an den Stielen bildeten sich kleine Verzweigungen und es kamen Knospen! Und nun blüht sie, die Kleine im Glas. Richtig üppig. Und ich erfreu mich daran.
Abrupt

In den vergangenen Tagen war es doch recht spätsommerlich warm. Wir konnten sogar abends noch gemütlich und ohne zu frösteln lange auf der Terrasse sitzen und dabei in den Sternenhimmel schauen oder den Fledermäusen beim lautlosen Flug um die Pappeln zusehen.
Seit gestern zeigen sich die Vorboten des nahen Herbstes. Glücklicherweise hatte ich ja wegen des draussen zu erwartenden nicht so guten Wetters einen Tisch für drinnen reserviert, was sich wirklich als Glücksfall erwiesen hatte, war es doch schon recht frisch gestern Abend.
Bist heute Mittag war das Wetter ja noch recht akzeptabel. Wir waren sogar in der Lage, unsere nunmehr passgenaue Hochzeitskledage aus Hamburg mit offenem Verdeck abzuholen. Wir waren auch noch in der Lage, auf der Terrasse einen Cappu zu uns zu nehmen. Aber dann war es Schluss mit draussen. Starker Wind und Regenschauer geben uns seitdem einen Vorgschmack auf den nahen Herbst. Die Zeit, in der es kaum noch möglich sein wird, gemütlich draussen zu sitzen, rückt unaufhaltsam näher.
Der 60. Geburtstag
Der Herr Ackermann wird 60 Jahre alt und darf auf unser aller Kosten mit der Bundeskanzelerin im Kanzleramt feiern. Mein Nachbar und ich werden im nächsten Jahr innerhalb weniger Tage auch 60. Wir haben uns entschlossen, gemeinsam einen 120. Geburtstag zu feiern. Wir können ja mal Frau Merkel fragen (ich gehe mal davon aus, dass sie dann noch Kanzlerin sein wird), ob sie uns das Fest finanziert. Da wir nur eine Feier machen, spart der Steuerzahler sogar noch. Sind wir nicht grosszügig?
Beim Herrenausstatter

Ein grosses Ereignis wirft seinen Schatten voraus: Sohnemann heiratet und wir müssen uns dem Anlass entsprechend neu einkleiden. Warum grosse Ereignisse Schatten werfen, wenn die Ereignisse so positiv sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Der einzige Schatten ist das Geldausgeben für die neu zu erwerbende Kledage. Aber das sehen wir nicht als Schatten. Erstens waren eh neue Ausstattungsstücke notwendig und zweitens will man ja eine gute Figur machen.
Herrenausstatter, das Wort hat so einen teuren Anflug. Man stellt sich ein kleines gediegenes Geschäft vor in dem beanzugte Männer dem Käufer diverse Möglichkeiten anbieten während die Begleitung, auf einem Polsterstuhl sitzend, dem Treiben zuschaut und ab und zu die Meinung kundtut. Wenn man Glück hat, bekommt man noch ein Tässchen Kaffee oder ein Glas Wasser angeboten. Am Ende des Einkaufs bekommt Mann dann die saftige Rechnung präsentiert.
Dass es auch anders geht haben wir heute erlebt. Ich sag nur Policke! Von Policke habe ich schon viel gehört. Ich wollte schon immer mal dorthin. Bislang hatte ich es nur geschafft, dort mal vorbeizugehen, wobei ich mir gedacht hatte, dass ich nicht wirklich wüsste, ob ich das Geschäft jemals betreten möchte. Überzeugt hatte uns letztlich ein Nachbar, der von Policke erzählte und wie es da zugeht.
Die Firma Policke residiert in einem mehrgeschossigen Altbau im Stadteil St. Georg. Firmenparkplätze? Was ist das denn? Deshalb machten wir uns heute morgen recht früh auf den Weg in die grosse Stadt. Erstens gibt es dann noch Parkpläte und zweitens ist es dann noch nicht so voll im Geschäft und die VerkäuferInnen haben Zeit und sind ob der vielen Kunden noch nicht genervt.
Im kleinen Eingangsbereich wurde unsere Konfektionsgrösse taxiert. Bernd wurde in die 2. Etage geordert, ich sollte mich gleich unten neu einkleiden. Da wir zusammen aussuchen wollten, ging ich mit Bernd in die 2. Etage. Wobei „gehen“ bzw. treppensteigen der richtige Ausdruck ist, es gibt nämlich keinen Lift. Am Ziel angekommen wurde Bernd probeweise in Sakko verpasst, was aber nicht passte, wir mussten über die mit Linoleum belegten Treppen noch eine Etage höher.
Dort wurden wir von einer freundlichen Dame empfangen, die nach Bernds Wünschen fragte. Mittels eines Hakens am Stock hangelte sie aus der obersten Lage einen Anzug heraus. Sakko anpassen – nee, hier spannt es. Ein anderes Modell – jo, passt besser. Noch ein Sakko – ja das ist perfekt. Dann die Hose dazu – nee, geht nicht. Zum Glück gibt es das Bauchkastensystem, d.h. man kann für einen Anzug verschiedene Konfektionsgrössen für Sakko und Hose kombinieren – was von Vorteil ist, wenn Mann eben keine perfekte Konfektionsgrössenfigur hat. Schliesslich stand mein Mann vor mir, perfekt, nur die Ärmel müssen etwas gekürzt werden, dafür werden die Hosenbeine länger gemacht. Jetzt musste noch ein Sakko und eine Hose zum kombinieren ausgesucht werden. Auch das lief reibungslos ab. Auch bei diesem Sakko müssen die Ärmel gekürzt werden, die Hose passt. Ab zur Kasse. Fertig.
Nun war ich an der Reihe. Die schmalen Stiegen wieder nach unten. Ich bekam einen Verkäufer zugewiesen, der nach meinen Wünschen fragte. Ein Anzug sollte es sein. Ich schaute mich um und zeigte auf einen. Das erste Sakko war zu weit, das zweite zu eng, das dritte war ok. Auch ich bekam das Bauchkastensystem verpasst und eine dementsprechend passende Hose. Ärmel und Hose müssen gekürzt werden. Mit Aussuchen und Anprobe hat das maximal ca. 30 Minuten gedauert. Auch ich brauchte noch ein Sakko und eine Hose zum kombinieren. Damit war ich auch recht flott durch.

Jetzt brauchten wir noch passende Hemden und Krawatten. Der Hemdenladen von Policke befindet sich im Haus nebenan. Unsere Anzüge durften wir mitnehmen damit wir passende Hemden dazu bekommen. Uns wurde der Hals vermessen, die Figur wurde taxiert. Dann mussten wir uns mitten im Laden obenrum freimachen und ein ensprechendes Probehemd anziehen. Tja, passt. Die Verkäuferin brachte jedem von uns einen Stapel Hemden verschiedener Farben und Designs. Während wir noch überlegten, welche Hemden wir nehmen sollen, kam sie zurück mit einem Arm voller Krawatten. Die Endauswahl war dann auch recht einfach. Kasse fertig.

Policke hat auch eine Hochzeitsabteilung, die heute recht gut besucht war.
Nach 1-3/4 Stunden hatten wir 2 Anzüge, 2 Sakkos, 2 Hosen, 5 Hemden und 4 Krawatten gekauft. Schneller geht das wohl kaum.
Fazit: Das Personal ist freundlich und kompetent. Die Auswahl ist riesig. Und dass es dort nicht so aussieht, wie man sich einen Herrenausstatter vorstellt, spielt gar keine Rolle, auch dass es für die Begleitung keinen Stuhl und nicht mal ein Glas Wasser gibt. Die Umkleidekabinen sind recht eng. Direkt über meinem Kopf hing eine Reihe Sakkos. Auch das ist nebensächlich. Die Wände der vielen Verkaufsräume sind jeweils mit zwei übereinanderliegenden Reihen mit Anzügen, Sakkos oder Hosen bestückt. Selbst in den engen Fluren hängen Kleidungsstücke von der Decke. Wenn ich mal einen frechen Ausdruck benutzen darf: Policke ist der Aldi der Herrenausstatter – was die Geschäftsausstattung betrifft. Aber das ist wohl auch in Grund, weshalb man recht preisgünstig einkaufen kann.
Policke – jederzeit wieder!
Freundlicherweise wurden mit ein paar Fotos gestattet.
Skandalös
Das Kirchenoberhaupt der christlich-orthodoxen Kirche Bulgariens hat zum Boykott des Konzertes aufgerufen, das Madonno in Sofia am 29. August d.J. gibt. Die Gründe dafür sind einfach nur lächerlich, aber lest selbst.
Ich frage mich, ob dieser Kirchenfürst wirklich selbst daran glaubt, was er seinen Schäfchen erzählt oder ob er sie einfach nur dumm und folgsam halten will.
Ich bin wirklich kein Fan von Madonna, aber skandalös ist, was sich dieser Typ da herausnimmt und nicht Madonna selbst.
