Archiv der Kategorie: Allgemein

Schuhe wechseln

Unser kleiner Wagen bekam heute die Winterschuhe verpasst. Wird ja auch langsam Zeit. In der nächsten Woche soll der Wind auf Ost drehen und dementsprechend sollen die Temperaturen des nachts wieder auf den Gefrierpunkt fallen.

Obwohl pünktlich lieferten wir unseren Wagen ab und gingen zum Blumenhof Kehr ganz in der Nähe um uns dort mal wieder ein wenig umzuschauen. Dekoideen gibt es dort reichlich. Nur ist es leider so, dass man für viele Ideen auch entsprechenden Platz benötigt. Wir machten uns also ohne neue Acessoires wieder auf den Weg zur Werkstatt.

Unser Auto stand noch ohne Räder auf der Hebebühne. So weit – so gut. Und plötzlich beobachteten wir, wie die Sommefelgen und -reifen wieder aufmontiert wurden. Huch! Aber in Sekundenschnelle war ich in der Werkstatt und fragte nach, was das denn nun sollte. Die Antwort war verblüffend einfach: Wir finden ihre Reifen nicht! Na toll. Da hat man einen Termin, alle Daten wurden telefonisch durchgegeben, man vertrödelt Zeit – und dann findet man die Winterreifen nicht! Unfassbar!

Doch die Sache klärte sich auf: Wir und unser Wagen sind 2 x in der Datei erfasst, was ich bereits bei der telefonischen Anmeldung erfahren musste. Wir sind zwar schon seit 3 Jahren dort Kunde mit unser neuen Adresse, jedoch sind wir auch noch unter unserer ehemaligen Hamburger Anschrifft und der Wagen mit dem Hamburger Kennzeichen erfasst. Ich stand unter dem Eindruck, dass das bei der telefonischen Anmeldung berichtigt worden sei. Dem war aber offensichtlich nicht so.

Na ja, man war nun endlich in der Lage, unser Winterräder aufzspüren. Der Wagen wurde wieder aufgeliftet, Sommerräder wieder runter, endlich die Winterräder drauf – und nach einiger Verzögerung konnten wir vom Hof fahren.

Vorher drängte ich an der Kasse darauf, dass die Daten im System geändert wurden, auch wenn die Schlange hinter mir länger und länger wurde. Das war mir in diesem Moment total egal. In 6 Monaten möchte ich nämlich so ein Theater nicht noch mal erleben.

Ruhetag

Nein, heute ist KEIN Feiertag im norddeutschen Raum. Wir müssen arbeiten und schleppen die, die heute in Deutschland frei haben, mit durch das Bruttosozialprodukt.

Schifffahrt ist bekanntlich ein internationales Metier und stark von Feiertagen in anderen europäischen Ländern abhängig. Diesen heutigen Feiertag gibt es u.a. in Frankreich, Italien, Spanien und Irland. So kommt es denn, dass heute ein Teil unserer Flotte in Häfen einfach nur so rum liegt und darauf wartet, beladen oder gelöscht zu werden.

Doch nicht nur die praktische Seite liegt darnieder, auch der Handel mit den betroffenen Ländern existiert so gut wie nicht. Das heisst, dass es bei uns im Büro total ruhig ist da uns keine Ladungsvorschläge aus diesen Ländern gemacht werden. Es ist jetzt kurz vor 12.00 Uhr mittags und es kam erst 1 (!) Anruf.

Sollte nicht etwas unvorhergesehenes mit der Flotte passieren, was wir nicht hoffen wollen, wird es ein total langweiliger Bürotag.

Pornokürbis


Heute ist ja Halloween. Wie in den Jahren zuvor haben wir uns darauf vorbereitet, dass gegebenenfalls unter Umständen irgendwelche Zwerge an der Tür klingeln und um Süsses betteln. Bislang haben wir den Kram dann immer selbst vernichten müssen weil sich leidergotteseidank niemand hat blicken lassen. Und wie es scheint, werden wir auch in diesem Jahr wieder auf den Süssigkeiten sitzenbleiben.

Kürbisse hatten wir noch nicht aufgestellt. Vielleicht ändert sich das aber im nächsten Jahr. Ich habe nämlich ein paar interessante Schnitzvorlagen entdeckt. Ich denke, dass man die mit ein wenig Geschick entsprechend unseren Vorstellungen und Wünschen abwandeln kann.

Gammelsonntag


Ein kleines hausinternes Treffen bei den Nachbarn ging bis spät in die Nacht, oder besser gesagt bis in die ersten Stunden des neuen Tages. Wie spät es war, als wir die Nachbarwohnung des Elbepenthouse verliessen weiss ich gar nicht. Vielleicht 2 Uhr oder so, woraus zu schliessen ist, das es ein netter Abend war.

Trotz der aufgrund der Uhrumstellung zur Winter- bzw. Normalzeit geschenkten Stunde waren wir heute ziemlich müde. Das graue und feuchte Wetter tat ein übriges, damit wir ja nicht zur Hochform auflaufen würden. Der einzige Lichtblick des Tages war die Kirschtasche für mich bzw. die Marzipantasche für Bernd vom Geesthachter Jahrmarkt. Nur zum Zweck der Versorgung für die Sonntagnachmittagskaffeetafel gab es einen kollektiven Spaziergang im Regen zum Jahrmarkt mit Teilen der auf dem obigen Foto zu sehenden Personengruppe.

Das Foto entstand übrigens in der vergangenen Nacht bei der Auflösung der Frage mittels eines IPads: Wo liegt Kuba?

Tagebuch einer Braut

Nun sind Oliver und Sabrina schon über ein Jahr verheiratet. Nur zugern denke ich an die Traumhochzheit im vergangenen Jahr zurück. Jetzt hatte ich die Gelegenheit, das Tagebuch der Braut zu lesen. Nein, nicht heimlich, ganz offiziell kam ich in den Genuss.

Die Aufzeichnungen beginnen mit der Frage des Antrages. Die Braut denkt nämlich darüber nach, ob sie eventuell selbst den Heiratsantrag machen soll und wenn ja – wann. Sie entscheidet sich dafür, den Olli selbst zu fragen. Und natürlich sagte er ja, sonst wäre es ja auch nicht zu der Traumhochzeit gekommen.

Im Tagebuch steht jetzt alles über die Planungen und Vorbereitungen, natürlich aus der Sicht der Braut. Einladungen, Kleid kaufen, mit dem katholischen Pfarrer sprechen, Gespräche mit dem evangelischen Pastor, der die Trauung durchführen sollte, Aufgebot, usw. usw. usw.

Am Tag der Hochzeitsfeier wurde mir ja schon klar, dass die Beiden sich sehr viel Mühe gemacht und sehr viel Herzblut in die Vorbereitungen gesteckt hatten. Dies alles jetzt noch mal nachlesen zu können vertiefte meine Eindrücke noch um einiges.

Sabrina erzählt natürlich auch über den Tag der standesamtlichen Trauung, den Tag der kirchlichen Trauung mit dem grossen und wunderbaren Fest. Sie erzählt über ihre Gefühle und ihre Eindrücke über Olivers Gefühle. Freunde und Familienmitglieder finden Erwähnung und ich bin mal wieder zu Tränen gerührt als ich das alles lese. Ich stelle wiedermal fest, dass ich eine grossartige Schwiegertochter Freundin habe, nein, das WIR eine grossartige Freundin habe.

Das Tagebuch ist als Fotobuch konzipiert und demensrechend wurden alle Aufzeichnungen auch mit Fotos ergänzt. Eine tolle Idee ist das. Denn vieles wird man im Lauf der Jahre doch vergessen. Und eines Tages werden die Beiden es ihren Kindern zeigen und sagen: So war das damals bei uns.

Viruswarnung

Ein geheimnisvoller Virus hat sich im Hamburger Umland verbreitet: An sehr sehr vielen Kfz, vornehmlich an PKWs, funktionieren die Fahrtrichtungsanzeiger, auch Blinker genannt, nicht mehr. Überholvorgänge auf Autobahnen und anderen mehrspurigen Strassen können nicht mehr angzeigt werden. Auch das Abbiegen von einer Strasse in eine andere wird Fussgängern und anderen Verkehrsteilnehmern bei den vom Virus befallenen Fahrzeugen nicht angzeigt. Das ist ein ganz gefährlicher Virus, kann er doch zur Verwirrung von anderen Verkehrsteilnehmern und zu Fehlentscheidungen führen.

Einfach aufgelegt

Fast täglich erhalten wir in der Firma Anrufe dieser Art: Wer ist bei Ihnen für dies oder das oder jenes zuständig?

Da in meiner Abteilung das Telefon mit der generellen Rufnummer steht, werden solche Anrufe von meiner Mitarbeiterin oder mir entgegengenommen. Wir haben die Erlaubnis der Geschäftsleitung, solche Anrufe abzuwimmeln. Solche Anrufe sind lästig, besonders dann, wenn man sich gerade in einer Situation befindet, in der man wichtigeres zu tun hat, als sich mit Anrufern abzusabbeln, die versuchen, ihre Dienstleistungen oder Produkte an den Mann zu bringen.

Heute war wirklich ein Tag, an dem es um viel Geld ging. Vielfältige Probleme mussten gelöst werden, teils per Telefon, teils schriftlich per Mail. Gerade dann einen Anruf zu erhalten von einer Firma bzw. Person, die wissen will, wer für den Einkauf von IT-Produkten zuständig ist, ist äusserst störend. Gut, am anderen Ende der Leitung kann keiner wissen, was gerade bei uns los ist. Aber heute habe ich ohne auch nur einen Ton zu sagen den Verbindung abgebrochen indem ich den Hörer aufgelegt habe.

Die armen Menschen in den Callcentern machen ja auch nur ihren Job und sind womöglich froh, dass sie überhaupt einen Job haben. Aber anderen Menschen mit ihren Anrufen auf die Nerven zu gehen – wissen die überhaupt, was sie da machen? Ich weiss nicht, ob ich mich dazu hergeben würde.