In meiner Jugendzeit waren die Begriffe Neger und Zigeuner ganz gewiss keine „bösen“ Worte. Und selbst als ich älter und älter wurde habe ich diese Begriffe benutzt und ich mach das heute noch, und zwar ohne ein schlechtes Gewissen. So ist ein Negerkuss oder ein Mohrenkopf für mich immer noch ein Negerkuss und ein Mohrenkopf. Zigeunerschnitzel gibt es auch immer noch. Und es gibt dunkelpigmentierte Mitmenschen sowie Roma und Sinti, die sich nicht zu schade sind, ihren Mitmenschen zu gestatten, sie Neger oder Zigeuner zu nennen.
Jeder kennt wohl das Lied „Zehn kleine Negerlein“. Warum wohl sollte man den niedlichen Text in der Versenkung verschwinden lassen? Das Lied hat Tradtion und ist von Generationen von jungen Menschen gesungen worden. Und mit einmal ist das verpönt?
Es gibt den Negerkönig bei Pippi Langstrumpf, ebenso wie den Roman von Agatha Christie „Zehn kleiner Negerlein“. Diese Dinge dürfen nicht sterben. Sie sind Kulturgut.
„Zigeunerjunge“ – wer erinnert sich in diesem Zusammenhang nicht an die früh verstorbene Alexandra. Ich hab es lange nicht gehört. Vermutlich ist es auf dem Index gelandet. Oder wird es noch irgendwo gespielt?
Wer seinen Kindern nicht zumuten möchte, von Negern und Zigeunern erzählt zu bekommen, packt sie in Watte. Neger und Zigeuner sind Begriffe unserer Kultur und sie gehören zu uns. Und ich betone nochmal: Für mich sind das keine negativ besetzten Begriffe.
Ich bleibe dabei und sage Neger oder Zigeuner wann es mir beliebt.