Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Oscar

Die Vorfreude auf diese Nacht war gross und wurde nicht enttäuscht.

Oliver kam schon am Nachmittag und wollte noch eine paar Dinge an unseren Rechnern machen, was dann leider nicht ging. Um 19.30 Uhr trafen wir uns mit Harald zum Essen im „Flickenschildt“, ein Kneipenrestaurant mit einer einfachen Speisekarte. Es gibt nur Toasts oder Gerichte mit Bratkartoffeln, dazu kalte Beilagen, z.B. Sauerfleisch. Die Bratkartoffeln sind phantastisch.

Von dort fuhren wir zum Cinemaxx-Kino. Hier stiess Matthias zu uns, er hatte vorher noch einen Auftritt.

Um 22.00 Uhr wurde das Foyer geöffnet. Da es keine reservierten Plätze gab, stürmte alles gleich in den grossen Kinosaal, ohne sich um den angebotenen Welcomedrink, ein Glas Sekt, zu kümmern. Nachdem der erste Ansturm vorbei war, gingen Bernd und Harald und holten uns ein Glas Sekt. Wir stiessen auf eine schöne Nacht an.

Es wurde dann ein ganz fürchterlicher Film gezeigt: „Jay and silent Bob kehen zurück“. Es sollte wohl witzig sein, ein paar Leute konnten auch darüber lachen. Aber es war eigentlich nur peinlich.

Anschliessend konnte man sich im Foyer am Büffet bedienen. Die Auswahl war nicht sehr gross, dafür aber ausreichend und das Angebotene war Schmackhaft. Ausserdem gab es Kaffee umsonst, und das die ganze Nacht.

Ca. um 02.00 Uhr begann dann die Übertragung aus Los Angeles. Es beginnt immer mit der Red Carpet Show, sozusagen der Einmarsch der Stars. Einige von ihnen werden von den Fernsehteams zu einem Mini-Interview gebeten. Für Pro7 stand Steven Gätjen am roten Teppich. Im Studio gab Susann Atwell ihre Kommentare ab. Beide sind so schlecht, dass es schon wieder gut und fast Kult ist. Wir zusammen mit dem restlichen Publikum im Kinosaal hatten unseren Spass.

Die Oscar-Verleihung wurde in diesem Jahr wieder von Whoopi Goldberg moderiert. Am Beginn der Show schwebte sie vom Theaterhimmel ein. Sie macht es phantastisch, gelegentlich mit ein paar kleinen Sticheleien. Alleine sie ist es wert, sich die Show anzusehen.

So eine Nacht ist doch ziemlich lang. So hatte ich doch grosse Mühe, bei der Dankesrede von Robert Redford meine Augen aufzuhalten. Jegliche Müdigkeit verschwand allerdings, als Halle Berry als Gewinnerin des Oscars für die beste Schauspielerin feststand. Sie war ja wohl fast einem Nervenzusammenbruch nahe. Minutenlang bekam sie kaum ein Wort heraus. Ihre Tränen liefen, sie stammelte. Im Gegensatz zu manchem Gewinner, der abgeklärt den Oscar in Empfang nahm und den Dank vom Zettel ablesen musste, war ihr Auftritt sehr erfrischend, geladen mit Emotionen – es war einfach schön.

Als wir das Kino verliessen, morgens um kurz vor 07.00 Uhr, schien die Sonne. Der Berufsverkehr rollte durch Hamburg, in den wir uns einreihten, um nach Hause zu fahren. Ich war im Badezimmer genau zur gleichen Zeit, als wenn ich zur Arbeit muss. Wir fielen ins Bett und haben bis ca. 10.00 Uhr geschlafen. Aufgestanden sind wir erst später!

Alida

Zur NDR-Talkshow gehörte Alida Gundlach. Heute war ihre letzte Sendung, nach 17 Jahren.
Nein, regelmässig habe ich die Sendung nicht angesehen. Eher bin ich zufällig dort gelandet nach einem Spielfilm. Selten, dass ich die Talkshow bewusst eingeschaltet habe, um einen bestimmten Gast zu sehen.

Alida hat das immer sehr erfrischend gestaltet. Meine Meinung ist, dass einige der männlichen Moderatoren in ihrem Schatten standen. Ich mag sie und die Art, wie sie die Gäste interviewt hat.

Heute Abend wollte ich die Abschiedssendung sehen, nein, ich musste sie sehen! Und ich habe es nicht bedauert. Einige ihrer Weggefährten waren dabei, viele Gäste, die irgendwann ein mal in der Talkshow mitgewirkt hatten. Als sie ihren letzten Gesprächspartner ankündigte, wurde mir doch etwas mulmig- ich bin bei solchen Gelegenheiten immer sehr stark mit dem Gefühl dabei – und ich bekam feuchte Augen.

Von Axel Bulthaupt, einem ihrer ehemaligen Mitstreiter, wurde sie dann aufgefordert, ihre Gesangskünste zum Besten zu geben. Bernd und ich waren sehr überrascht, was für eine tolle Stimme sie hat.

Ja, und dann kam das Ende. Blumen, Küsschen, Umarmungen, Tränen – auch bei mir!

Schade, dass Alida Gundlach aufgehört hat!

Genervt

Das passiert mir äusserst selten: Ich war total genervt, ich hatte Frust und was weiss ich noch alles! Warum? Nun, das wüsste ich selbst gern. Es war nichts besonderes, es war ein ganz normaler Tag. Es ist nichts unangenehmes passiert. Ich hab mich nicht geärgert. Aber es war nun mal so, aus unerklärlichen Gründen.

Nachmittags rief ich Bernd an, ob ich was zum Naschen oder was besonderes zum Essen mitbringen soll. Nein, soll ich nicht. Schade eigentlich. Ich brauchte was, was wusste ich selbst nicht. Ich wollte irgend etwas.

In der Langen Reihe gibt es ein paar kleine Geschäfte, Italiener, Türken, Iraner, Portugiesen. Nein, war alles nicht das Richtige. Am Ende der Strasse ist ein Supermarkt „Penny“. Abends ist es dort meistens sehr voll. Aber heute nicht. Es lag wohl am Wetter, es war nämlich ziemlich feucht. Eis! Das ist es was ich wollte. Ich weiss, dass die Auswahl da nicht sehr gross ist. Zielstrebig steuerte ich auf die Kühltruhe zu. Es gab nur 2 Sorten: Langnese Cremissimo (ich glaube so heisst es) und Rio Fürst-Pückler-Rolle. Von Langnese gab es nur Vanillegeschmack, eigentlich meine Lieblingssorte. Fürst-Pückler ist eigentlich überhaupt nicht mein Fall. Ich esse es, wenn es sein muss. Aber es ist für mich eher unatracktiv, schon fast fies. Heute wollte ich was fieses, ich brauchte was fieses. Und schon stand mit dem der Fürst-Pückler-Rolle an der Kasse. 1,47 Euro musste ich bezahlen. Na, das ging ja noch.

Zu Hause angekommen war ich nass vom Regen weil ich nicht wusste, ob ich nun den Schirm aufspannen sollte oder nicht. Der Regen wusste auch nicht, ob er nun Regen werden wollte oder nicht. Das passte zu meiner Stimmung.

Bernd kam an die Tür, ich drückte ihm den Schirm in die Hand, der auch nass war und das Eis. Nach der Begrüssung setzte ich mich an den Computer und erledigte die Post. Nebenbei bemerkte ich, dass ich gerne einen Kuschelabend machen würde. Immerhin gab es Fussball im Fernsehen. Das schaut Bernd sich gerne an.

Gegen 1930 h zog ich das Sofa aus und mich auch. Ich zapte durch die TV-Kanäle und blieb bei Galileo auf Pro7 hängen. Dort lernte ich immerhin, warum der Oscar Oscar heisst.

Bernd kam dann nach der Tagesschau und gesellte sich zu mir. Ich hab dann erst Mal das Eis geholt. Meine Portion habe ich mit richtig viel Rumtopf verfeinert bzw. noch fieser gemacht, die 2 Portion auch. Dann war das Eis auch alle. 1 Liter Eis haben wir aufgegessen.

Die 2. Halbzeit hab ich teilweise verschlafen. 2 Tore habe ich gar nicht mitbekommen. Kurz vor Ende es Spiels wurde ich wieder wach, und ich war froh, dass wir dann ins Bett gehen konnten. Ich bin dann auch gleich wieder eingeschlafen – zum Glück.

Frühlingsanfang

Im Kalender steht, dass heute der Frühling beginnt. Ich richte mich da eher nach der Natur, die sich ja nun auch nicht nach dem Kalender richtet. Für mich beginnt der Frühling, wenn die Vögel zwitschern, die Krokusse und Narzissen blühen, an den Büschen sich das erste zarte Grün zeigt! Das ist für mich Frühling.

Und doch gibt es ein paar Dinge, die die Frühlingsstimmung positiv beeinflussen. Da sind z.B. die Alsterschwäne. Sie wurden bereits am Montag aus ihrem Winterquartier auf die Alster entlassen. Es ist immer wieder schön, diese stolzen Tiere auf der Alster schwimmen zu sehen.

Dann ist da noch die Alsterfontäne. Sie wurde heute zum Frühlingsanfang wieder eingeschaltet. Ca. 40 m hoch spritzt sie die Wassermassen in den Hamburger Himmel – allerdings nur, wenn es nicht windig ist. Und wann ist es hier in Hamburg schon mal windstill?!

Von meinem Arbeitsplatz kann ich die Fontäne sehen. Es ist ein schöner Anblick. Besonders interessant ist es, wenn es sehr windig ist und das Wasser wie ein Vorhang über die Alster getrieben wird – so wie heute. Wenn sie dann noch von der Sonne angestrahlt wird, kann es zu sehr schönen Lichteffekten kommen.

Bis Ende Oktober wird mich die Alsterfontäne jetzt täglich begleiten. Ich will lieber noch nicht an den Tag denken, an dem ich sie nicht mehr da ist.

Besichtigung

Wahrscheinlich müssen wir, d.h. meine Familie, einen erheblichen Betrag in unser Haus in Lübeck investieren. Ich möchte dann natürlich gerne wissen, worüber wir reden, wenn es akut wird. Deswegen habe ich mich heute mit unserem Hausverwalter dort getroffen, um mir alles ein mal anzusehen. Na ja, da kommt wohl allerhand auf uns zu. In der nächsten Woche findet noch eine Besichtigung mit einem Architekten, einem Ladenbauer und dem interessierten Mieter statt. Dann werden wir bald wissen, was es kostet wird.

Bernd und ich sind dann anschliessend nach Travemünde gefahren. Dort gibt es ein gutes Chinesisches Restaurant am Strandbahnhof. Kurz vor 12.00 Uhr waren wir schon da. Ein paar Gäste warteten schon auf ihr Essen. Dabei ein Ehepaar mit einem Kind, ca. 4 oder 5 Jahre alt. Warum müssen Kinder immer so laut reden und das ganze Restaurant unterhalten? Oder besser gesagt: Warum achten die Eltern nicht darauf und halten ihre Kinder an, sich entsprechend zu benehmen? Ich selbst bin ja auch Vater und habe Verständnis für Eltern mit Kindern. Aber unser Sohn konnte sich immer benehmen!

Später kam ein älteres Ehepaar, das sich in unsere Nähe setzte. Die Frau hat wohl fast ununterbrochen erzählt – auch nicht sehr leise. Ihr Mann kam kaum zu Wort. Sie erzählte über irgendwelche anderen Leute, nicht gerade positiv. Ich meine, damit musste sie ihre Umgebung auch nicht unbedingt unterhalten.

Bin ich zu empfindlich in solchen Dingen oder zu konservativ?

Allein 4

Der letzte Tag, ein arbeitsreicher Tag. Ich hatte nicht mal Zeit, an ein halbes Brötchen vom Koch zu denken. Und das war auch gut so.

Irgendwann schaute ich hoch und mein Blick fiel auf eine Deutsche Flagge, da wo sonst gar keine weht: An der Lombardsbrücke. Ich liess meinen Blick weiter schweifen und auf einem Haus weiter weg wehte die Hamburger und die Deutsche Flagge auf Halbmast: Hamburg trauert um die Verunglückten vom gestrigen Absturz eines Hubschraubers. Eine leichte Gänsehaut überkam mich. Die Arbeit liess mir keine Zeit, weiter darüber nachzudenken.

Heute habe ich viel Geld ausgegeben, das mir nicht gehört: Für 3 Schiffe musste ich Bunker (Treibstoff) bestellen, für insgesamt über 100.000 Euro. Das so etwas an einem Tag passiert kommt eher selten vor. Aber in manchen Monaten kommen schon mal schnell ein paar Hundert Tonnen zusammen.

In der Kantine gab es die ersten Matjes. Ich liebe Matjes – mein Hochzeitskleid war aus Matjes! Aber der Durst hinterher. Trotzdem werde ich wieder Matjes nehmen, wenn er angeboten wird. Die Saison ist ja nicht sehr lang.

Der Nachmittag verging wie im Flug. 2 neue Reisen mussten noch arrangiert werden, ein paar Telefonate, und schon war es 17.00 Uhr – Feierabend! Und ich hatte auch alles erledigt und konnte nach Hause gehen.

Allein 3

Wieder war es ein guter Tag. Laufend gab es etwas, das gemacht werden musste. Z.B. habe ich für ca. 40.000 Euro Gasöl eingekauft. Mit diesem Stoff werden die Motoren einige unserer Schiffe angetrieben. Die Qualität entspricht etwa der des Dieselkraftstoffes, mit dem die Autos fahren.

Die Zeit verging recht schnell. Am Ende des Arbeitstages war ich recht zufrieden.

Morgen ist der letzte Tag, an dem ich alleine bin. Am Montag wird Steffi wieder da sein. Das wird dann meine letzte Arbeitswoche sein bevor ich dann eine Woche Urlaub nehmen werde.

Auf dem Weg nach Hause überkam mich der kleine Hunger. Ich rief Bernd an, ob ich denn mal ein Stück guten Käse mitbringen soll. Warum hab ich ihn eigentlich angerufen? Ich hätte mir doch denken können, dass er nicht nein sagt. Auf meinem Weg liegt ein kleines Geschäft, in dem fast ausschliesslich Käse verkauft wird. Die Inhaberin ist sehr nett und wenn es ihre Zeit erlaubt, plauschen wir einen Moment über dies und das. Ich kaufte dort ein Stück Primadonna, ein sehr leckerer Käse, den sie mir vor Monaten schon mal empfohlen hatte.

Wir machten uns dann einen gemütlichen Sofa-Kuschel-TV-Abend mit Käse und einer Flasche Rotwein.

Allein 2

Das war ein guter Arbeitstag. Die tägliche Routine war, trotz einiger Schiffspositionen, um 09.00 Uhr geschafft. Danach hatte ich einen relativ ruhigen Vormittag. Beim Koch holte ich mir ein halbes Brötchen mit Fleischsalat.

Kurz vor Mittag bekam ich dann den ersten Abschluss auf den Tisch. Ich musste dann den Kapitän des entsprechenden Schiffes, den Agenten im nächsten Hafen unterrichten und eine Ladungsbesichtigung bestellen. Das Schiff soll schon morgen im nächsten Hafen eine Ladung Stahl übernehmen. Anschliessend musste die neue Reise in den Fahrplan eingetragen und noch ein paar andere kleine administrative Arbeiten erledigt werden.

In der Kantine gab es heute eine kleine Auswahl von verschiedenen Gerichten. Ich entschied mich für Erbsensuppe mit Wienerwürstchen und Vanillepudding zum Nachtisch.

Im Laufe des Tages wurden noch zwei weitere Schiffe befrachtet. Auch für diese Reisen mussten die entsprechenden Arbeiten erledigt werden. Da diese Schiffe ihre neue Ladung erst in einigen Tagen laden werden, war hier keine Eile geboten.

Kurz nach 16.00 Uhr war alles gemacht und hätte eigentlich nach Hause gehen können. Leider ist Schifffahrt ein Geschäft, das vollkommen unvorhersehbar ist. Dauernd muss man mit Überraschungen rechnen. Ich blieb deshalb bis zum offiziellen Feierabend um 17.30 Uhr.

Allein 1

Steffi, meine Mitarbeiterin, hat ab heute Urlaub. Die ganze Flotte von 21 Schiffen muss ich alleine betreuen. Ich hatte gehofft, dass ich dadurch etwas mehr Arbeit habe. In den letzten Wochen hätte es nämlich gereicht, wenn ich nur einen halben Tag gearbeitet hätte.

Aber was passierte?: Um 09.20 Uhr war ich mit den morgendlichen Routinearbeiten fertig und da sass ich dann wieder. Zuerst habe ich mir die Zeitung vorgenommen. Zugegeben, sehr ergiebig ist die Hamburger MOPO auch nicht. Dann habe ich meine Emailserver kontrolliert. Gefreut habe ich mich über eine Nachricht über einen neuen Gästebucheintrag. Marcus, ich danke Dir ganz herzlich an dieser Stelle!

Gelegentlich konnte ich ein paar anfallende Kleinigkeiten erledigen. Gegen Mittag bekam ich die tägliche Schifffahrtszeitung auf den Tisch. Leider stand da auch nicht viel Interessantes drin. Endlich wurde das Nichtstun durch das Mittagessen in der Kantine unterbrochen. Wir haben einen super Koch, der die Kantine in der 4. Etage bewirtschaftet. Von dort haben wir einen phantastischen Blick auf die Alster. Heute gab es Geflügelbratwurst, Pommes und Gemüse. Aus der Bratwurst machte ich mit dann Currywurst.

Nach ca. 20 Minuten sass ich wieder an meinem Arbeitsplatz, langweilte mich und wartete auf den Feierabend um 17.30 Uhr. Ich hasse das Nichtstun. Lieber hab ich so viel, dass ich nicht weiss, was ich zuerst machen soll. Dann vergeht die Zeit auch schneller und ich bekomme zwischendurch keinen Hunger. Heute musste ich mir nämlich in der Kantine einen Schokoriegel besorgen – und das, wo ich doch immer noch abnehmen will!

Morgen wird hoffentlich etwas mehr los sein. Mittwochs kommen immer Positonsmeldungen von den Schiffen, die sich auf See befinden. Diese Meldungen müssen bearbeitet werden, d.h. die vom Kapitän vorhergesagten Ankunftszeiten für den nächsten Hafen müssen an die Hafenagenten weitergeleitet werden. Ausserdem gab es in der Befrachtungsabteilung heute Aktivitäten, die hoffentlich zu einem positiven Ende kommen. Dann kann ich morgen die weitergehende Bearbeitung in Angriff nehmen. Na, warten wir’s mal ab.

Bella Italia

Nach dem Aufstehen bin ich sofort zum Kühlschrank gegangen und hab das Pannacotta kontrolliert. Alles ist fest! Aber es ist wohl nicht genug, es sieht etwas geizig aus in den Dessertschalen. Eigentlich soll es auch gestürzt werden, aber dann haben wir nicht genug kleine Teller, denn die werden für die Vorspeise benötigt. Ausserdem haben wir festgestellt, dass unser Kühlschrank nicht gerade steht. Die Oberfläche in den Schalen ist nämlich nicht waagerecht.

Bernd ist dann noch mal losgegangen und hat 3 Becher Sahne gekauft und 2 Vanilleschoten. Davon haben wir dann noch eine Mischung gemacht und auf die Schalen verteilt. Nun ist es ok.

Die Saucen für die Pasta haben wir auch schon zubereitet, der Tisch ist gedeckt, der Prosecco steht kühl. Die Wohnung ist sauber. Unsere Gäste können kommen. Ein paar Kleinigkeiten müssen noch erledigt werden, z.B. den Rotwein dekantieren. Und eine Sorge bleibt: Haben wir genug? Wolfgang ist ein guter Esser. Nun, vielleicht essen die Damen dafür etwas weniger. Bin ich nervös? Etwas vielleicht!

Es wurde ein schöner Abend. Das Essen war reichlich, anders gesagt: Wir hatten natürlich viel zu viel. Aber besser so, als wenn es zu wenig gewesen wäre. Die Damen konnten gar nicht glauben, dass wir die Nudeln selbst hergestellt hatten. Wir mussten ihnen die Nudelmaschine zeigen. Ganz besonders gefiel ihnen der Nachtisch. Das jeder einen Becher Sahne gegessen hat, haben wir ihnen aber erst erzählt, als die Schüsseln leer waren.

Gegen Mitternacht verabschiedeten sich unsere Freunde. Bernd und ich haben anschliessend noch das Chaos in der Küche beseitigt. In unseren Haushalt gibt es keine Spülmaschine. Die Küche ist zu klein. Somit hatten wir noch gut zu tun.

Zufrieden mit dem gelungenen Abend sind wir dann aneinander gekuschelt eingeschlafen.