Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Spammail

Wer kennt sie nicht: Unerwünschte Post von Absendern, die man nicht kennt, aber so tun als würden sie uns kennen mit merkwürdigen Angeboten. Newsletter, bei denen man sich nie angemeldet hat. Jeder von uns hat so etwas sicher schon erhalten bzw. wird regelmässig damit versorgt.

Vor einiger Zeit wurde ich auf ein System aufmerksam, das Spam filtern soll. Gestern Abend habe ich das kleine Programm runtergeladen und installiert. Und es funktioniert. Als ich heute Vormittag mein Outlook startete, landeten sofort einige Emails in einem neuen Ordner „Spam“, was bedeutet, dass andere User dieses Programms diese Absender bereits als Spam markiert hatten. Es würde zu weit gehen, die Funktion hier im Einzelnen zu erklären. Wer interessiert ist, kann sich hier genauer informieren.

warum …

… schläft man immer dann gerade wieder ein, wenn der Wecker klingelt? Aber von vorne:

Ich wachte irgendwann auf, es war noch dunkel. Wie spät es war, wusste ich nicht. Am Wecker wollte ich nicht nachsehen. Wenn ich nämlich auf die Taste drücke, gibt es einen Piepton – Bernd wollte ich damit aber nicht aufwecken, auch wenn der Ton nicht laut ist.

So lag ich wach im Bett, war zwar müde, aber konnte nicht wieder einschlafen. Ich kuschelte mich an Bernd, aber das half nichts. Stellungswechsel – ich schlief nicht wieder ein. Wieder drehte ich mich zu Bernd, eine Hand landete – huch – genau da. Oh! Ich „parkte“ an besagter Stelle meine Hand, kuschelte mich ganz eng an – vergebens. Ich hatte eine Idee, was ich nun machen könnte, da ich sowieso nicht schlafen konnte. Vielleicht würde ich ja hinterher einschlafen. Und da Bernd zu Hause bleiben kann, würde es ihm nichts ausmachen, wenn er tagsüber etwas müde werden sollte. Einen Moment überlegte ich noch: Soll ich oder soll ich nicht? Und ich entschloss mich für „ich soll“…… Als ich später auf den Wecker schaute, war es kurz vor halb sechs – in ca. 90 Minuten würde der Wecker klingeln. Wir kuschelten uns aneinander, aber auch jetzt war an Schlaf nicht zu denken, ich hatte jedenfalls das Gefühl, ich würde nicht schlafen. Und dann ging der Wecker los: piep piep – piep piep – piep piep. Mist, und ich war gerade richtig eingeschlafen.

Wer war das?

Ca. 17.45 Uhr in der Langen Reihe auf meinem Weg vom Büro nach Hause: Zwei gutaussehende, sympathische und jugendliche Männer kommen mir entgegen, beachten mich nicht – warum auch?! Einer von ihnen kam mir bekannt vor. Ich glaube es war Gunnar, der Freund von Holli. Vermutlich war Holli der andere von den Beiden. Ich kenne sie nicht persönlich, nur von den Bildern auf iher Homepage. Während ich noch überlegte, ob ich sie ansprechen soll, waren sie auch schon an mir vorbei. Der Überraschungseffekt war einfach zu gross, so schnell zu reagieren. Wenn ich Holli im Chat treffe, werde ich ihn fragen, ob sie heute Abend durch die Lange Reihe gegangen sind. Und wie ich Holli kenne, würde er auch einen Kommentar dazu schreiben, egal ob sie es waren oder nicht.

Auf der Suche

Unsere Entscheidung steht fest, wir kaufen uns ein gemeinsames Auto. Wir warten auf den Bescheid, was wir für Bernds Auto noch bekommen und wir müssen uns mal feststellen, was mein Auto noch wert ist. Aber wir schauen uns schon mal um, was uns so gefallen würde. Da ist z.B. der BMW 16i – sportlich, klein und knuffig. Oder ein Mazda 323? Es soll auf jeden Fall ein Auto sein, dass sportlich ist. Und natürlich muss der Wagen ein Automatikgetriebe haben. Ach ja: Der Preis muss auch stimmen!

Wir haben uns heute auf der so genannten Automeile umgesehen, eine Strasse, an der mehrere Autohändler und Niederlassungen ihren Sitz haben. Einfach mal so, um einen Überblick zu bekommen.

Zurück zu Hause begannen die Probleme: Nachdem unsere Rechner ca. 1 Stunde gelaufen waren, verschlechterte sich die Internetverbindung gravierend. Dieses Problem tauchte schon am Donnerstag auf. Wir dachen zuerst, dass es an unserem Provider liegt. Nach und nach probierten wir verschiedene Möglichkeiten und versuchten, die Ursache einzugrenzen. Es war jetzt klar, dass mein Rechner die Probleme verursachte. Wie es aussah, war eine Neuinstallierung von Windows unumgänglich, am besten war es wohl, die Partition der Festplatte zu formatieren. Zum Glück haben wir ja Oliver, ohne den hätte ich das alles nicht geschafft. Sein telefonischer Support war Gold wert. Trotz allem hat es bis nach Mitternacht gedauert, bis mein Rechner wieder einsatzbereit war. Ein Problem gibt es noch: Ich kann über das interne Netzwerk nicht auf den Rechner von Bernd zugreifen. Manchmal ist das ganz praktisch, z.B, wenn wir uns gegenseitig Daten zuschieben. Vielleicht bekommen wir das ja auch noch in den Griff.

Läuse

In Hamburg stehen ca. 40.000 Linden. In unserer Strasse stehen 6 Linden und in den umliegenden Strassen sind es noch mehr. Die Linden sind jetzt im Herbst alle von einer speziellen Läuseart befallen, die eine klebrige Substanz absondern. Diese Substanz kleckert von den Linden bzw. von den Läusen auf das, was darunter steht, und das sind meistens Autos – jedenfalls in unserer und den umliegenden Strassen. Die Autos sind alle mit einer ekligen, klebrigen Masse überzogen und sehen fürchterlich schmutzig aus weil der Staub und sonstiger Dreck daran haften bleibt. Darüber sind Bernd und ich uns schon einig: Der nächste Garagenplatz, der hier in der Tiefgarage angeboten wird, ist unser!

11.09.2001

Viel ist zu diesem Tag gesagt und geschrieben worden. Erinnerungen wurden wach gerufen. Wissend, dass es Realität ist, dass die es die Twintowers nicht mehr gibt, scheinen die Film- bzw. Videoaufnahmen für mich immer noch Bilder aus einem schlechten Film zu sein. Sie scheinen unwirklich.

Gestern Abend wurde in der ARD ein Film gezeigt, aufgenommen durch Zufall im inneren eines der Türme und in einer Feuerwache. Es waren, wie ich finde, sehr intime Bilder von Feuerwehrmännern. Ihre Mimik drückte Erstaunen und Ungläubigkeit über das Erlebte aus. Dieser Film hat mir die Realität über das, was geschehen ist, etwas näher gebracht. Aber New York ohne Twintowers ist für mich nach wie vor unvorstellbar. Sie gehörten zur Skyline dazu wie das Empire State Building. Es fehlt etwas und es wird mir ewig fehlen.

Urlaubsfeeling

Blauer Himmel, ich sitze in der Sonne, ein leichter Wind umstreicht meinen nackten Oberkörper und meine Beine. Um mich herum Sommerblumen, teilweise exotisch. Ein Windspiel schickt sein „döng döng döng“ in die Welt hinaus. Ich höre ein Flugzeug, das von irgendwoher nach irgendwohin fliegt. Wo ich bin? Ich sitze mal wieder auf dem Balkon. Eigentlich brauche ich nicht wegfahren. Aber das Einzige, was ich vermisse, ist das Meer, das Rauschen der Wellen. Ich möchte Mal wieder im Meer baden, das Salzwasser schmecken, mich von der Sonne trocknen lassen. Stattdessen bau ich den Tischstaubsauger wieder zusammen, den ich von innen gründlich gereinigt habe.

Aber trotzdem bin ich glücklich. Ich habe alles, was ich mir wünsche – nur das Meer fehlt.

Der Mann im Haus …

Gestern wollte ich unter anderem das Badezimmer sauber machen: Fliesen, Badewanne, Fussboden und was so alles dazu gehört. Aus den bekannten Gründen kam ich nicht dazu. Also musste ich heute dabei. Der Abfluss vom Waschbecken, auch Syphon oder Geruchsverschluss, stand schon länger auf meiner Liste. Streifen von Kalkablagerungen waren daran zu sehen, wahrscheinlich alt und irgendwo undicht. Mit meinem Spezial-Microfaser-Tuch machte ich mich also darüber her. Es wurde zwar besser, aber nicht so, wie ich es haben wollte, also liess ich es in dem Zustand und machte das Waschbecken sauber. Plötzlich bekam ich nasse Füsse. Ich hatte zwar vorher den Boden gewischt, aber dass der so nass war konnte ich mir nicht vorstellen. Ein Blick nach unten klärte die Lage: Auf dem Boden stand das Wasser unter dem Waschbecken, aus dem Geruchsverschluss lief das Wasser! Bernd brachte mir schnell einen Eimer, den ich unter den Abfluss stellte, auf den Boden warf ich ein Handtuch.

Da sich die Rohre sowieso in einem erbärmlichen Zustand befanden, entschloss ich mich – ohne meinen Vermieter zu fragen (den hätte ich heute auch nicht erreicht) – einen neuen Syphon zu besorgen. Etwas Bewegung, d.h. ein Fussweg von 2 x ca. 15 Minuten würde mir gut tun.

Ich kam also mit dem Teil zu Hause an. Das alte Ding bekam ich tatsächlich abgebaut. Und dann sass ich da, wusste nicht weiter und dachte: Tunten und Technik! Ein Teil fehlte. Und das Waschbecken war ohne Abfluss! Ja nun, ein Eimer darunter hätte übers Wochenende ja gereicht, aber besonders toll ist das nicht.

Mit der neuen Packung setze ich mich auf den Balkon, nahm alles auseinander und war dann doch überrascht, dass das Teil, das fehlte, doch dabei war. Und in wenigen Minuten hatte ich den neuen Abfluss montiert – und er ist sogar dicht und tropft nicht!

Schrott

Diesen Urlaubstag hatte ich mir anders vorgestellt: Ein wenig in der Wohnung machen, einkaufen fürs Wochenende, faulenzen, in der Sonne sitzen usw. Aber es kam alles ganz anders.

Wir machten uns am frühen Vormittag auf den Weg zu Ingo, das heisst ca. 1 Stunde Autofahrt. Das Wetter war schön, die Autobahn und Landstrassen waren fast leer. Es kam tatsächlich etwas Urlaubsfeeling auf.

Ingo war noch immer ziemlich fertig, er hatte schlecht geschlafen – genau wie wir auch. Man macht sich ja seine Gedanken darüber, wie es weitergeht. Ausserdem klagte er über Schmerzen im Brustbereich – Prellungen, hervorgerufen durch den Gurt.

Ingo erzählte uns, wie der Unfall passiert ist. Es hörte sich ziemlich kompliziert an und er ist sich gar nicht mehr so sicher, dass er die Alleinschuld am Unfall hat. Er wird am Montag einen Anwalt konsultieren. Bernd sagte ihm noch Mal, dass er sich keine Vorwürfe machen soll und wir froh sind, dass ihm nicht mehr passiert ist. Aber die ganze Sache ist ihm natürlich sehr unangenehm. Wir sprachen mit ihm über die versicherungstechnischen Dinge und überlegten, was nun zu tun sei. Auf jeden Fall musste Bernd den Unfall seiner Versicherung melden.

Wir fuhren zurück nach Hamburg. Bernd meldete den Unfall persönlich bei seinem Versicherungsvertreter. Die Sache kommt also ins Rollen. Hoffentlich bekommt er das Geld auch so schnell wie möglich. Dann kommt der nächste Schritt: Ein anderes, gemeinsames Auto aussuchen und meinen Wagen in Zahlung geben bzw. privat verkaufen.

Geschäftseröffnung und Totalschaden

Endlich! Endlich ist es so weit. Die von uns vermieteten Geschäftsräume in der City von Lübeck sind wieder mit Leben erfüllt. Hoffentlich auch gefüllt mit vielen Kunden damit uns so ein Drama, wie wir es am Anfang des Jahres erlebt haben, erspart bleibt.

Der Laden ist ein Schmuckstück geworden. Eröffnet hat heute ein Jack Wolfskin Store mit sportlicher Bekleidung und Outdoorzubehör. Bernd und ich trafen uns mit Oliver und Melli, um den Laden zu besichtigen und Herrn P. unsere guten Wünsche auszusprechen. Wir können Herrn P. und uns nur wünschen, dass das Geschäft immer so voll ist, wie es heute war.

Auf dem Weg nach Lübeck bekamen wir eine unangenehme Mitteilung: Ingo rief an. Er hat mit Bernds Wagen einen Unfall verursacht. Totalschaden! Zum Glück ist Ingo unverletzt geblieben, von ein paar Prellungen abgesehen.

Wir überlegen jetzt, meinen Wagen zu verkaufen und mit dem Erlös und mit dem Geld aus der Versicherung ein gemeinsames Auto zu kaufen. Morgen fahren wir erst Mal zu Ingo und klären mit ihm die Versicherungsangelegenheiten. Zum Glück hab ich morgen auch noch frei.