Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Leicht bekleidet

Heute morgen war ich einkaufen. Die Herren der Schöpfung, gleich welchen Alters, hatten fast ausnahmslos ihre mehr oder weniger kurzen Hosen hervorgekramt. So weit so gut. Ist ja auch bequem und ein wenig luftiger. Aber warum nur tragen die ältesten Männer die kürzesten Hosen? Sie enden weit über dem Knie. Diese Hosen, fürchterlich! So schön sind Männerbeine im Alter auch nicht mehr. Dazu tragen sie natürlich die obligatorischen Sandalen mit wadenhohen Socken. Spiessertum pur!

Ich machte mir so meine Gedanken, warum ziehen die sich so an? Meine Vermutung: Die kurzen Hosen liegen schon seit Jahrzehnten im Schrank. „Die sehen doch noch gut aus, ist ja nichts dran. Die kann ich noch anziehen.“ Dass das aber total bescheuert aussieht…

Gut, im Haus, im Garten oder auf der Terrasse – kein Problem. Aber so kann man doch nicht rumlaufen, auch nicht mal eben zum Einkaufen.

Nichts Weltmeister


Unsere Nationalmannschaft hat gestern Abend kläglich versagt, so wie das Krakenorakel vorhergesagt hat. Na, es hat halt orakelt, dass die Spanier das Halbfinale gewinnen. Lag das nun am desolaten Spiel? Waren die Spanier besser? Lag das an den vielen Vorschusslorbeeren? Ich meine, es kann ja nicht angehen, dass sich die Fussballfans nach jedem gewonnen Spiel aufführen, als sei die Weltmeisterschaft gewonnen.

Vielleicht lag es auch einfach nur daran, dass es gestern Abend Paella gab anstatt sich auf Deutsche Kost zu konzentrieren, wie z.B. Eisbein und Sauerkraut. Wie wäre die Partie erst ausgegangen, wenn wir statt Erdbeeren Sangria zum Fussballabend mitgenommen hätten? Nicht auszudenken.

Gesundheitsreform?

Das, was die Regierung versucht, uns als Gesundheitsreform zu verkaufen, ist nichts weiter als eine Beitragserhöhung. Und zur Kasse gebeten werden wieder mal die, die eh am wenigsten haben.

Mehr netto vom Brutto – einst ein Slogan um Wählerstimmen für die FDP zu fangen. Davon ist absolut gar nichts übriggeblieben. Weniger netto – das sind die Tatsachen.
Anstatt die Pharmaindustrie mal an die Kurze leine zu nehmen, sind die Arbeitnehmer dran, das Defizit der Krankenkassen zu reduzieren. Aber das deckt sich ja mit der Lobbypolitik. Ja nicht die Grossen anfassen, da würde dann sicher gleich mit Abwanderung und Streichung von Arbeitsplätzen gedroht. Und womit drohen wir? Mit dem erhobenen Zeigefinger? Du du!

Hitzepause


Am schlimmsten war die Hitze der vergangenen Tage nachts, im Bett. Da ich geräuschempfindlich bin, können wir nicht bei offenem Fenster schlafen. Das hätte wohl sowieso kaum was genützt. Die derzeitige Abkühlung tut gut. Aber wenn der Wettervorhersage zu glauben ist, geht es in der 2. Wochenhälfte wieder weiter mit Temperturen von über 30 Grad. Einfach mal abwarten.
Quelle: Wetteronline

Wir sind dealer

Vor einiger Zeit hatten wir uns aufgrund einer Empfehlung von Holger bei Citydeal angemeldet. Über unseren ersten Deal hatte ich ja schon geschrieben. Inzwischen haben wir weitere Deals abgewickelt.

Bernd hatte für den Schuhversand Zalando einen 50-Euro-Gutschein erstanden, für den er nur 15 Euro bezahlt hat. Für 50 Euro bekommt man zwar keine Schuhe, aber wenn diese 50 Euro auf den Kaufpreis angerechnet werden, sind 35 Euro doch schon ein Betrag, der dem Geldbeutel zu gute kommt.

In der vorigen Woche habe ich 2 Gutscheine zu je 20 Euro gekauft. Ich brauchte nur 10 Euro pro Gutschein bezahlen. Es ging um ein Spezialgeschäft in der Europapassage, nämlich Oliviers & Co. Da ich das Geschäft in wenigen Minuten in der Mittagspause erreichen kann und wir Oliven und Olivenölen sehr zugetan sind, bot es sich an, bei diesem Deal zuzuschlagen.

Ich schaute mich dort erstmal in Ruhe um und wurde dann sehr eingehend über die verschiedenen Oliven und deren Öle beraten. Probieren durfte ich auch, und zwar ein mit Zitronen aromatisiertes Olivenöl, in das ein wenig Brot gedippt wurde sowie zwei reine Öle, um deren unterschiedliche Geschmäcker zu erkennen. Ich verliess das Geschäft mit dem Zitrusöl und einer anderen Sorte, die mit Basilikum versetzt ist. Ausserdem erstand ich noch eine Olivenpaste und eine Packung griechischer Oliven, die wir als Snack essen wollten.

Den nächsten Deal habe ich an diesem Wochenende abgewickelt: Einen Gutschein über 5 Euro für den ich nur 2,50 Euro bezahlt habe. Er ist gültig für eine Eisdiele in St. Georg. Da die Strasse Lange Reihe auch ein Revier für meine Mittagspause ist, habe ich kein Problem damit, diesen Gutschein in Kürze einlösen zu können. In besagter Eisdiele habe ich schön des öfteren Eis gekauft. 5 Euro für Eis, das sind mindestens 5 Kugeln oder ein netter Eisbecher. Da unser Koch ab heute Urlaub hat, muss ich ja sehen, wo ich was zu essen bekomme. Obwohl – ein Eisbecher hält wohl nicht so lange vor.

Citydeal ist übrigens im ganzen Bundesgebiet vertreten. Wer sich dort gern anmelden möchte um das eine oder andere Schnäppchen zu machen, bitte hier entlang.

Freude


Fussball interessiert mich ja nicht die Bohne. Gut, wenn WM ist und die Deutsche Nationalmannschaft spielt, das hat schon in gewisses Interesse. Aber mir wäre es auch total egal wenn die heute ausgeschieden wären. Aber da ich kein Spielverderber und gerne mit netten Menschen zusammen bin, es ausserdem was zu essen und zu trinken gibt, bin ich halt dabei. Allerdings kann ich mich nicht dazu erwärmen, Freudentänze aufzuführen wenn für Deutschland ein Tor fällt. Ich nehme das amüsiert zur Kenntnis und gut ist. Ich hätte auch ins nahegelegene Schwimmbad gehen können wo ich wahrscheinlich ziemlich allein meine Runden gedreht hätte. Stattdessen habe ich mich als Hoffotograf betätigt.

Trotzdem war es ein schöner Nachmittag.

Ach so ja: Ich fand der Diego schaute wie Angie am Mittwoch bei der Präsidentenwahl.

Der Neue

Ein spannender Tag war es, der Tag, an dem in Berlin ein neuer Bundespräsident gewählt wurde. In den ersten beiden Wahlgängen bekam keiner der nominierten Kandidaten die absolute Mehrheit, eine Schlappe für Angela Merkel. Erst im dritten Wahlgang wurde Christian Wulff zum neuen Bundespräsidenten gekürt.

Ich hätte mir gewünscht, es wäre Joachim Gauck geworden. Nun ja, nun müssen wir – vorausgesetzt er tritt nicht vorher zurück – mindestens 5 Jahre mit ihm leben. Wenn er eine zweite Wahlperiode von 5 Jahren machen würde, wäre er immer noch nicht in dem Alter, in dem andere erst Bundespräsident werden würden. Was macht der Mann dann nur? Eins ist klar, er lebt dann sehr einträglich von unseren Steuern.

Die Partei Die Linken hatte Gauck ja ihre Unterstützung versagt und eventuell dadurch dazu beigetragen, dass Joachim Gauck nicht unser neuer Bundespräsident ist. Sie hat damit ihre Chance vertan, sich glaubhaft in das politische System zu integrieren und ist deshalb für mich definitiv nicht wählbar. Auffällig war auch, dass sich die Deligierten fast geschlossen verweigert haben, am Ende der Bundesversammlung die Nationalhymne zu singen. Wahrscheinlich wären sie jubelnd und fahnenschwenkend aufgesprungen, wenn es um die Internationale gegangen wäre. Diese Partei beseht wohl tatsächlich aus einem Haufen unverbesserlicher Menschen.

Viele Bundesbürger haben heute sicher viel Zeit vor dem Fernseher verbracht um sich über die Wahl zu informieren. Ich hatte das Glück, die interessanten Phasen als Livestream auf n-tv.de im Büro verfolgen zu können. Das Ergebnis des 3. Wahlganges habe ich mir dann zu Hause angesehen.

Aufgepasst

Auf der Heimfahrt machte ich einen Zwischenstop im Baumarkt. Ich brauchte Blumendünger und irgendein neues Küchenkraut weil mir eins eingegangen war. Ich zahlte mit einem 50-Euroschein und bekam auf 20 Euro das Wechselgeld. Mein Einwand, dass ich 50 Euro gegeben hätte, wurde nicht barsch abgewiesen sondern damit beantwortet, dass dann ein Kassensturz gemacht werden müsste. Da ich mir hundertprozentig sicher war, willigte ich ein. Ich hätte nämlich gestern 60 Euro geholt. Davon hatte ich 10 Bernd gegeben, die er mir geliehen hatte. Gekauft hatte ich nichts weiter. Und 30 Euro spuckt der Geldautomat nicht aus.

Nach wenigen Minuten erschienen 2 Kolleginnen der Kassiererin. Eine hatte eine Ersatzgeldkassette dabei. Die andere Dame war wohl eher Begleitung und verschwand mit der anderen zum Geldzählen. Ich richtete mich auf eine längere Wartezeit ein. Aber es dauerte maximal 15 Minuten und die beiden Damen erschienen wieder. Eine zustimmende Geste der Kassiererin deutete mir, dass ich recht hatte. Sie entschuldigte sich und wir machten noch ein wenig smalltalk wie, „ist ja auch heiss heute“ und „Sie haben sicher schon ein paar Stunden gearbeitet“ usw usw. Die ganze Aktion lief in sehr entspannter Atmosphäre ab. Ich bekam das mir zustehende Wechselgeld ausgehändigt und machte mich mit einer kleinen Verzögerung auf den Heimweg.

Ich machte der Kassierin überhaupt keine Vorwürfe. Jeder kann sich mal irren. Auch ich hätte in meiner Meinung fehlliegen können, was mir dann nach dem Kassensturz sehr peinlich gewesen wäre. Es mag ja auch Leute geben, die, wenn sie „Kassensturz“ hören, doch vielleicht unsicher werden, ob sie im recht sind oder nicht und dann darauf verzichten. Aber da ich nur einen Schein dabeihatte, war ich mir sicher, dass ich recht hatte, was sich dann ja auch bewahrheitete.

An vielen Kassen sieht man ja, dass Geldscheine erst beiseite gelegt werden, dann das Wechselgeld ausgezahlt wird und erst danach wird der Schein in die Kasse einsortiert. Ist vielleicht eine Lösung, Missverständnisse zu vermeiden.

WM

Heute war das erste Spiel, dass ich über beide Halbzeiten gesehen habe – freiwilliggezwungener Maßen sozusagen. Verbaredet wurde das Gemeinschaftsschauen Freitagabend auf einer Geburtstagsfeier in der Nachbarschaft. Da ich weiss, dass Bernd gerne Fussballschaut und das Schauen mit anderen fussballbegeisterten Menschen mehr Spass macht, bin ich dann mitgegangen, wohl auch deshalb weil ich wusste, dass mein Namensvetter Hans-Georg ein ähnlicher Fussballmuffel ist wie ich es bin.

Meine Hoffnungen für den Ausgang des Spiels heute Nachmittag waren jeweils 50 Prozent für Auscheiden und Weiterkommen. Natürlich gönne ich der Deutschen Mannschaft den Sieg. Hätten wir aber verloren, wäre dieser Hype endlich wieder vorbei.

Zu sechst haben wir und das Spiel heute angeschaut. Während die Tore unserer Mannschaft mit Freudentänzen bejubelt wurden sassen Hans-Georg und Hans-Georg halt da und freuten uns mehr oder weniger im Stillen. Na ja, wir haben dann auch mit einem Schnaps dazu angestossen. Wir sind ja gar nicht so.

Tja, nun geht der Hype also weiter. Und für den nächsten Samstag haben wir uns wieder verabredet. Erst das Spiel schauen und danach grillen. Ich werde es überleben.

Verlobungszeit

In Schweden hatten die Hochzeitsglocken geläutet. Das war wohl ansteckend. Wurde seitens der Kommentatoren während der Fernsehübertragung aus Schweden noch darüber spekuliert, ob Fürst Albert seine langjährige Freundin wohl demnächst heiraten würde, wurde jetzt tatsächlich die Verlobung bekanntgegeben. Na ja, wird ja auch Zeit. 52 Jahre alt ist er schon. He, in dem Alter war ich schon 22 Jahre lang Papa. Die Charlene, seine Zukünftige, hat sie nicht Ähnlichkeit mit Fürstin Gracia Patricia? Ich finde schon.

Verlobt hat sich auch Kalle. Herzlichen Glückwunsch! Müsst ihr etwa heiraten?

Tja, ihr Beiden, damit erscheint ihr in diesem Blog in der Kategorie „Klatsch“. Aber ich vermute, dass ihr damit fertig werdet, besonders auch deshalb, weil ihr euch in blaublütiger Gesellschaft wiederfindet.