Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Heute mal aussen


Eigentlich wollte ich heute Mittag gar nicht rausgehen. Ich hatte mich nämlich beim Essen mit Remouladensauce bekleckert, vorn aufs Hemd. Bei dem Wetter hielt es mich dann aber doch nicht auf dem Bürostuhl, besondes auch deshalb weil das Wetter morgen wieder schlechter werden soll.

Nachdem ich bei der Bank war in der Apotheke bin ich noch kurz an die Aussenalster gegangen. Auf dem Weg dorthin fiel mir eine Kastanie direkt vor die Füsse, zerplatzte und die Frucht kullerte heraus. Es ist ja auch Herbstanfang obwohl die Temperatur eher sommerlich war. Vielleicht der letzte schöne Tag.

Die Aussenalster in der Mittagspause zu umrunden ist unmöglich. Das nimmt zuviel Zeit in Anspruch. Aber schön ist es, mal den Blick über das Wasser schweifen zu lassen.

Die Flecken auf den Fotos sind Schmutzflecken auf der Linse der Kamera. Keine Ahnung, wie die da hingekommen sind. Ich werde gleich versuchen, die zu entfernen damit die nächsten Aufnahmen wieder einwandfrei sind.

Staat im Staat

Die Kirchen sind ein Staat im Staat. Das ist mir erst im Zuge der Missbrauchsfälle bewusst geworden. Die Kirchen haben offensichtlich ihre eigenen Gesetze. Das ist schlimm, sehr schlimm. Können sie sich doch demzufolge ihre eigenen Regeln schaffen, so wie es ihnen gerade in den Kram passt, und dass haben sie reichlich getan, besonders die katholische Kirche.

Es gibt sogar eigene Gesetze für Arbeitsverhältnisse. So ist z.B. einem katholischen Organisten gekündigt worden weil er sich von seiner Frau getrennt hat und seitdem mit einer anderen Frau zusammenlebt. Alle Instanzen der Deutschen Gerichte haben der Kirche recht gegeben, selbst das Bundesverfassungsgericht. Dann reichte der Mann eine Klage beim Europäischen Gerichtshof ein – und bekam recht bzw. Deutschland wurde verurteilt: Deutschland verstosse gegen das Grundrecht auf Schutz des Privatlebens.

Hoffentlich ist dies ein erster Ansatz, die Kirchen der staatlichen Gesetzgebung zu unterwerfen

Spätsommer an der Alster


Gutes Wetter in der Mittagspause muss ausgenutzt werden. Die Alster ist nah und der kleine Teil von ihr, die Binnenalster, lässt sich in der Mittagspause trefflich umrunden.

Die Binnenalster zeigte sich mal wieder von ihrer schwulen Seite, nämlich mit Regenbogen. Um den in der Fontäne entstehen zu lassen, müssen mehrere Faktoren zutreffen: Der Wind muss die Fontäne in die richtige Richtung wehen, die Sonne muss den richtigen Winkel zur Fontäne haben und man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.

Wenige Meter weiter nahmen die Spatzen ein Bad an einer seichten Stelle.

Alles ist gut

Nachdem ich die Störung heute Morgen meinem Provider gemeldet habe, waren die diese innerhalb weniger Minuten behoben. Ich bekam sogar eine Nachricht, in der erklärt wurde, woran es lag. Ein flotter Service von greatnet.de.

Höflich wie ich bin habe ich mich auch schnell für den guten Service bedankt.

Bitte nicht wundern

Die Kommentarfunktion ist zurzeit „out of order“. Ich vermute, dass ihr spätestens heute Abend euren „Senf“ zu meinem Geschreibsel wieder abgeben könnt.

Soeben habe ich auch festgestellt, dass die Links der einzelnen Artikel nicht funktionieren. Auch das wird behoben werden.

Liberal?

Der Aussenminister und FDP-Parteivorsitzende Guido Westerwelle hat seinen langjährigen Freund Michael Mronz geheiratet. Sehr löblich, zeigt doch ein schwuler Repräsentant unseres Staates, dass er dazu steht und es ihm egal ist, was andere Menschen darüber denken (das soll nun nicht heissen, dass ich bei der nächsten Wahl diesen Lobbyistenverein wähle).

Nun ist es aber nicht so, dass alle Mitglieder der FDP so liberal sind, wie die Partei es vorgibt zu sein. Das erste Parteimitglied, Dr. Gerhard Aden, will aufgrund der Hochzeit des Aussenministers sein Parteibuch abgeben. Ein schwuler Aussenminster, noch dazu jetzt mit einem Mann verheiratet, könne nicht in bestimmten Ländern auftreten. Angeblich soll Dr. Aden bereits Zustimmung von anderen Parteimitgliedern erhalten haben.

Hün und perdün

Hün und perdün ist ein plattdeutscher Ausdruck aus Norddeutschland. Er bedeutet soviel wie „alles mögliche“ oder „dies und das“.

Ich bin ja teilweise plattdeutsch aufgewachsen. Im meinem Umfeld wurde nämlich viel Plattdeutsch gesprochen. „Hün und perdün“ gehörte zum Sprachgebrauch dazu und wird auch manchmal, so wie meine Kollegin das tat, bei einer norddeutsch-hochdeutschen Konversation mit eingeflochten.

Übrigens: Plattdeutsch ist eine Sprache und keine Mundart. Deshalb mussten die Darsteller des Ohnsorgtheaters während der Fernsehübertragungen hochdeutsch sprechen, jedenfalls versuchten sie das. Die Bayrischen Volkstheater durften ihre Stücke im Fernsehen original bayrisch senden. Hach, und sowas nennt sich Freistaat und hat nicht mal eine eigene Sprache.

Eingeläutet ohne Wein


Traditionell wird bei uns am Freitagabend das Wochenende eingeläutet. Entweder gehen wir zum Griechen, was man sich natürlich nicht jede Woche leisten kann. Ein „Fuffi“ geht jedes Mal bei drauf. Oder wir machen zu Hause was: Ofenkäse, ’ne Käsesession, Käse / Schinken/ Oliven oder wir bestellen uns irgendwelche Kleinigkeiten. Dazu gibt’s ’ne Flasche Wein.

Seit ein paar Tagen plagt uns eine Erkältung. Wir versuchen, die mit Erkältungsbädern und Tees auszutreiben bzw. zu lindern. Wir wissen natürlich alle, dass eine Erkältung seine Zeit braucht, bis sie vorbei ist. Man kann nur versuchen, die Symptome zu lindern, dann dauert sie eine Woche. Wenn man das nicht macht dauert sie sieben Tage.

Trotzdem liessen wir es uns nicht nehmen, gestern Abend das Wochenende einzuläuten. Es gab zwei Sorten Käse, Mailänder Salami, Parmaschinken, Oliven und Olivenöl, welches wir mit Brot aufgedippt haben. Aber den Wein, den haben wir gestern Abend weggelassen. Alkohol und Erkältung vertragen sich wohl nicht so gut.

Keine Verlängerung!

Ich weiss nicht, ob Petitionen Einfluss auf politische Entscheidungen haben. Sie sind jedenfalls ein Mittel zu versuchen, Einfluss zu nehmen. Petitionen sind ein Mittel zu versuchen, etwas getan zu haben. Es gibt jetzt eine Petition gegen die Verlängerung der Laufzeiten der AKWs. Nun wissen wir alle, dass die Entscheidung, die Laufzeiten zu verlängern, keine politische sondern eine Entscheidung des Kapitals, der Lobbyisten war. Letztendlich aber haben die Politiker die Entscheidung, ob die Dinger länger am Netz bleiben oder nicht. Ich befürchte allerdings, dass sich die Entscheidungsträger erpressen lassen, vom Kapital, von den Lobbyisten der Atomkraftwerksbetreiber.

Trotzdem – es ist ein Versuch wert, die Petition zu unterzeichnen. Als Nachbar eines Pannenreaktors sollte man das sowieso tunlichst machen.

So eine Petition kann man online unterschreiben. Wo? Hier!

Entdeckt bei Spontives