Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Kreischalarm


Aufgrund des vorhergesagten guten Wetters entschlossen wir uns heute morgen, zum „Rosa Tag im Heidepark“ zu fahren. Ein Zugpferd, die Fahrt dorthin anzutreten, war der günstige Eintrittspreis. Bei Vorlage des Flyers, den wir aus dem Internet geladen und ausgedruckt hatten, kostete das Partnerticket nur 34 Euro gegenüber 36 Euro für eine Person an normalen Tagen. Ich muss sagen, dass wir 36 bzw. 72 Euro für 2 Personen gar nicht abfahren. Das Alter macht sich wohl doch langsam bemerkbar? Nein, es sind die Erfahrungen, die wir mit einigen Fahrgeschäften in den vergangen Jahren gemacht haben. Zum Teil laufen die derart unruhig und ruckelig, dass wir am Ende mit Kopfschmerzen wieder aussteigen. Also liessen wir einige Fahrgeschäfte links liegen, besonders auch deshalb, weil die Wartzeit bei allen grossen Attraktionen sehr lang war.


Angefangen haben wir mit dem „Colossos“, eine Achterbahn, die im Jahr 2003 im Guinness Buch der Rekorde als grösste Holzachterbahn der Welt eingetragen wurde. 60 m wird man hochgefahren bevor es mit einer Geschwindigkeit von 120 km/h 61 Grad bergab geht. Ziemlich steil ist das. Ca. eine Stunde mussten wir anstehen bevor wir uns in den Zug setzen konnten. Und nach 143 Sekunden war alles schon wieder vorbei. Aber der Kick ist schon stark und die Wartezeit lohnt sich. Auch bei der zweiten Fahrt am Nachmittag mussten wir eine Stunde warten. Aber das haben wir gern gemacht. Es ist ja wohl klar, dass ich beide Fahrten in hocherhobenden Händen absolviert habe.

Gleich nebenan befindet sich die Achterbahn „Desert Race“. Auch hier hatten wir eine lange Wartzeit. Dafür war die Fahrt mit 49 Sekunden noch kürzer als im „Colossos“. Der Kick dieser Bahn entsteht beim Start: von 0 auf 100 wird man in 2,4 Sekunden regelrecht loskatapultiert. Der Start ist spannend weil man zwar ahnt, dass es gleich losgeht aber nicht weiss wann. Plötzlich geht es dann ruckartig los. Sehen kann man im ersten Moment nichts und um atmen zu können ist es am besten, einfach den Mund aufzumachen. In einer ähnlichen Bahn sind wir im Disneyland Paris gefahren. Allerdings befindet die sich in einem Gebäude in dem es fast dunkel ist.


Interessant wurde es, als sich eine Gruppe unintegrierter Südosteuropäer an der Warteschlange vorbeimogelte. Aufgrund ihres lauten, rüpelhaften und groben Verhaltens wagte es niemand, sich ihnen in den Weg zustellen bzw. sie zurechtzuweisen. Am Schluss sprangen sie noch über eine Mauer um Zeit und Weg zu sparen. Zum Glück wurden sie von der Aufsichtsperson über Lautsprecher zurechtgewiesen, und zwar ziemlich forsch: Sie sollten gefälligst wieder zurück über die Mauer oder er würde sie rauswerfen. Davon liessen sie sich dann doch beeindrucken und reihten sich wieder in die Warteschlange ein.

Eine Attraktion, den Freifallturm „Scream“ hatte ich in den ersten Jahren verschmäht. Erst anlässlich unseres gemeinsamen Besuches mit Holger und Gunnar vor 5 Jahren wagte ich eine Fahrt mit dem Ding. Mein Problem ist nicht der Fall selbst sondern die Tatsache, dass ich keinen festen Boden unter den Füssen habe. Ich leide eigentlich nicht an Höhenangst, aber ich darf während der Auffahrtphase nicht direkt nach unten schauen sondern muss meinen Blick in die Ferne schweifen lassen. Dann geht das.

Ganz langsam wird man also 71 m nach oben gezogen. Dabei dreht sich die Personengondel ganz langsam um die Achse. Oben angekommen bleibt das Ding stehen und man wartet auf die rasante Abfahrt. Dann ein „klack“, die Gondel wird ausgehakt und mit fast 100 km/h geht es rasant in die Tiefe. Man hat eigentlich gar keine Zeit, irgendwelche Gefühle, negativ oder positiv, aufkommen zu lassen. Man ist ganz einfach wieder unten und steigt aus. Aber schön ist es trotzdem. Deshalb haben wir diese Fahrt auch zweimal mitgemacht. Die Wartezeit hier betrug auch nur jeweils ca. 30 Minuten.


Witzig ist ein Fahrgeschäft mit dem Namen Totenkopfpiraten. Hier wird auf Schiffen und von Land aus mit Wasserwaffen „gekämpft“. Um weit zu spritzen muss an Bord und an Land kräftig gepumpt werden. Gelegentlich spritzt das Wasser auch aus festinstallierten Kanonen auf die „Piraten“. Da man dort ziemlich nass werden kann, haben wir uns das Vergnügen lieber aus sicherer Entfernung angeschaut.

Und warum heisst dieser Beitrag nun Kreischalarm?: Weil Frauen jedes mal kreischen. Fast die ganze Fahrt über im Colossos, beim Start vom Desert Race und beim Fall im Scream. Und wenn man da jeweils bis zu einer Stunde ansteht, gibt es sehr viele Fahrten, die an einem vorbeirauschen mit kreischenden Frauen drin.

Voll war es im Heidepark aber nicht wegen des Rosa Tages. Es gab noch mindestens eine andere Gruppe mehr, von irgendeiner Firma, die den befüllte. Dazu noch jede Menge ’normales‘ Publikum. So wie es sich uns darstellte, waren wir vom Rosa Tag eh in der Minderheit, wenn auch unübersehbar.

Für die Heimfahrt suchten wir uns eine Strecke fernab der Autobahnen aus. Unser Navi führte uns in später Nachmittagsonne durch die Heidelandschaft wieder nach Hause. Vielleicht war es das letzte Mal in dieser Saison, dass wir offen fahren konnten.

Normalerweise hätten wir 72 Euro, bzw. 63 Euro bei Olinebuchung, für den Eintritt bezahlen müssenl, ein stolzer Preis dafür, dass wir nur 5 Mal Fahrgeschäfte in Anspruch genommen haben. Der Eintrittspreis von 34 Euro für uns Beide war also sehr sehr günstig.

Wucher

In Hamburg findet derzeit eine Messe statt, die mit Schifffahrt und Meer zu tun hat. So weit – so gut. Es ist kein Geheimnis, dass Hotels während Messezeiten einen Aufschlag nehmen. Ein Hotel, das wie ein Vogel heisst, ganz in der Nähe der Aussenalster und gegenüber dem Hotel Atlantic gelegen, übertreibt aber ein wenig. Die Anzeige unter dem Vordach am Eingang des Hotels zeigt einen Zimmerpreis von Eur 400,00 !!!

Seit ich in der Firma, in der ich arbeite, beschäftigt bin, komme ich jeden Morgen am Hoteleingang vorbei und sehe die Preise. Normalerweise liegt der Zimmerpreis während der Woche bei Eur 89,00. Ein Aufschlag von mehr als 400 % ist Wucher für ein Hotel mit der Kennzeichnung **+.

Elbfest in Geesthacht


Was für die Hamburger das Alstervergnügen, welches auch am vergangenen Wochenende stattfand, ist für die Geesthachter das Elbfest. Obwohl, das Elbfest fand erst zum 2. Mal statt, hat also noch nicht so eine lange Geschichte wie das Alstervergnügen.

Veranstaltungsort ist der sogenannte Rote Platz, offiziell Menzerwerftplatz, zwischen Elbe und Hafen, wo von Freitag bis Sonntag das Elbfest stattfand. Das Schöne daran ist, dass es fast vor unser Haustür ist. Wenn man mal runtergeht und es gefällt nicht, hat mein keinen grossen Aufwand, schnell wieder nach Hause zu kommen.


Die Grösse des Festes ist eher beschaulich: 3 Bierstände, je 1 x Cocktails, Fischbrötchen, Kaffee und Schmalzgebäckt, Gegrilltes, Crepes und Hotdogs. Es gab kein Krimskrams zu kaufen wie Sonnenbrillen, Gürtel, Hüte und dergleichen mehr. Es gab eine Kindermeile und Drachenbootrennen. Und es gab die Bühne. Auf der präsentierten sich an den Nachmittagen die örtlichen Sport-, Tanz- und Gesangsgruppen. Abends traten diverse Bands auf, für jeden Geschmack ist was dabei. Ach ja, Ficken gab’s auch, allerdings nicht auf der Bühne sonden an den Getränkeständen. 2 Euro kostete das nur. Ist wohl noch kürzer als ein Quicky.

Freitagabend, nach dem Besuch beim Griechen und nach dem Verzehr von Bier und Wein, war die Stimmung recht locker. Na ja, das ist ja auch nicht immer eine Frage von Alkohol sondern auch von der Musik, die gerade zu hören ist.



Das Highlight war in diesem Jahr eine Art Highflyer: Ein Autokran hievte einen mit etwa 10 Leuten besetzten Korb eines Heissluftballons 50 m in die Höhe. Und dafür bezahlte man nur 3,50. Da wir Samstag wegen eines kleinen Familientreffens verhindert waren, machten wir am Sonntag davon gebrauch. Leider konnten wir von oben nicht das Elbe-Penthouse sehen. Die Pappeln verdeckten fast alle Häuser hier. Aber in der Ferne war der Fernsehturm in Hamburg zu sehen und viele Containerbrücken im Hamburger Hafen. Und von oben ist ganz wunderbar zu sehen, warum der Menzerwerftplatz der Rote Platz ist.

Gestern Abend waren Bernd und ich noch mal kurz unten um eine U2-Coverband zu hören. Die Verzehrstände waren schon fast ausverkauft. Überall wurde schon die Deko zusammengesammelt und geputzt. Ein kleines Häufchen Unermüdlicher stand im kalten Wind um die Band zu hören. Aus unser kleinen Siedlung waren wir scheinbar die Einzigen. Lange haben wir es allerdings auch nicht ausgehalten. Wenn man da so allein rumsteht, ist es doch eher langweilig.

Die Ostfriesen

Ein Ostfriese fährt in den Urlaub. In seinem Hotel sieht er einen Spiegel an der Wand. Er packt ihn ein und schickt ihn seinen Eltern mit einem Brief auf dem steht:“Schaut wie nett die Leute hier sind. Die haben hier sogar ein Bild von mir aufgehängt!“ Der Vater sieht in den Spiegel und sagt zu seiner Frau: „Mein Gott,ist unserer Sohn aber alt geworden!“ Die Mutter schaut dem Vater über die Schulter in den Spiegel und sagt: „Kein Wunder, wenn er mit so einer alten Schlampe zusammen ist!“

Zugeschickt bekommen von meinem kleinen Freund Peter, den ich schon ein paar Jahre kenne.