Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

räusper – hust

Wenn man nichts zu erzählen hat wird über Krankheiten geredet, jedenfalls wenn man älter wird. Und da es sonst keine Neuigkeiten gibt, gibt es mal ein update über meine Bronchitis, die leider immer noch nicht hundertprozentig ausgestanden ist. Zum Glück liegt die aber in den letzten Zügen.

Desöfteren muss ich mich räuspern, d.h. dass sich endlich die ganze Sache löst. Mir wurde zwar schon nachgesagt, ich hätte eine Macke, ich hätte mir das angwöhnt. He, wenn ich das alles sammeln würde, was sich da hinten in der Kehle bildet, könnte ich einen ganzen Kaffeebecher damit füllen. Ich weiss, das ist jetzt nicht sehr appetitlich, aber das musste mal gesagt werden.

Husten muss ich auch immer noch, aber es wird weniger und weniger. Die Anfälle, deretwegen ich aus dem Raum gegangen bin, haben ganz aufgehört.

Ich hörte letztens von einem Fall, da hat das ganze Theater 3 Monate gedauert. Na, ca. 2 Wochen noch, dann hätte meine Bronchitis auch 3-monatiges Jubiläum. Einen trifft es eben schlimmer, andere sind halt schneller damit durch. Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich in meiner Kindheit sehr arg mit Bronchitis gebeutelt war. Jahrzehnte bekam ich dann nur eine ganz normale Erkältung. Aber wie sagt man immer: Im Alter entwickelt man sich wieder zurück.

Also alles mit Humor nehmen – dann wird das schon.

Eisparty im Rohbau


Hans und Manu bauen ein Einfamilienhaus, welches vermietet werden soll. Der Rohbau steht, d.h. es ist eigentlich weniger als ein Rohbau. Noch ist es eher ein tragendes Gerippe mit einem Dach drauf.


Die Bauherren hatten die Idee, das Fundament in eine Eisbahn zu verwandeln und Freunde und Nachbarn zum Schlittschuhlaufen, Punschtrinken und Gulaschsuppeessen einzuladen.

Die Schlittschuhläufer waren in der Minderzahl, aber um den Punsch und am Suppentopf herrschte Andrang. Kein Wunder bei den eisigen Temperaturen.


Gefroren haben wir nicht. Aber mit der Zeit wurden die Füsse kalt. Und so löste sich die kleine Veranstaltung nach etwa 2 Stunden auf, was für einen Sonntag auch ok ist.

Hoffentlich beschweren sich die zukünftigen Mieter nicht, dass es im Haus fusskalt ist.

Ich bin überrascht

Wer hätte das je erwartet: Arbeitgeberpräsident Hundt fordert Moral und Anstadt in Bezug auf die Entlohnung von Zeitarbeitern. Gleichzeitig fordert er, Tarifverträge flächendeckend anzuwenden!

Was ist denn da in ihn gefahren? Hat er was genommen? Ich wiederhole: Herr Hundt ist Arbeitgeberpräsident, also der oberste Vertreter unserer Brötchengeber! Was hat ihn zu solchen Forderungen bewogen?

Nicht, dass ich seine Meinung verurteile, nein, ganz im Gegenteil. Ich begrüsse seine Meinung sehr. Es ist nur sehr erstaunlich, solche Worte aus dem Mund einer Person in dieser Funktion zu hören.

Das, was er nun von sich gegeben hat, ist meine Meinung schon seit Jahren: Wenn alle Menschen mehr Geld zur Verfügung hätten, würden sie dieses – jedenfalls zum Teil – auch ausgeben, d.h., dass der Einzelhandel und damit die Hersteller mehr Umsatz machen würden was zur Folge hätte, dass der Staat mehr Steuereinnahmen hätte.

Warum sind einige Leute nur so kurzsichtig, bei den Politikern, die gegen einen Mindestlohn sind, mal angefangen.

Neger und Zigeuner

In meiner Jugendzeit waren die Begriffe Neger und Zigeuner ganz gewiss keine „bösen“ Worte. Und selbst als ich älter und älter wurde habe ich diese Begriffe benutzt und ich mach das heute noch, und zwar ohne ein schlechtes Gewissen. So ist ein Negerkuss oder ein Mohrenkopf für mich immer noch ein Negerkuss und ein Mohrenkopf. Zigeunerschnitzel gibt es auch immer noch. Und es gibt dunkelpigmentierte Mitmenschen sowie Roma und Sinti, die sich nicht zu schade sind, ihren Mitmenschen zu gestatten, sie Neger oder Zigeuner zu nennen.

Jeder kennt wohl das Lied „Zehn kleine Negerlein“. Warum wohl sollte man den niedlichen Text in der Versenkung verschwinden lassen? Das Lied hat Tradtion und ist von Generationen von jungen Menschen gesungen worden. Und mit einmal ist das verpönt?

Es gibt den Negerkönig bei Pippi Langstrumpf, ebenso wie den Roman von Agatha Christie „Zehn kleiner Negerlein“. Diese Dinge dürfen nicht sterben. Sie sind Kulturgut.

„Zigeunerjunge“ – wer erinnert sich in diesem Zusammenhang nicht an die früh verstorbene Alexandra. Ich hab es lange nicht gehört. Vermutlich ist es auf dem Index gelandet. Oder wird es noch irgendwo gespielt?

Wer seinen Kindern nicht zumuten möchte, von Negern und Zigeunern erzählt zu bekommen, packt sie in Watte. Neger und Zigeuner sind Begriffe unserer Kultur und sie gehören zu uns. Und ich betone nochmal: Für mich sind das keine negativ besetzten Begriffe.

Ich bleibe dabei und sage Neger oder Zigeuner wann es mir beliebt.

Einer zum Wochenende

Verlegen sitzt die Frau beim Anwalt: „Ich will mich scheiden lassen.“ Fragt der Anwalt: „Und der Scheidungsgrund?“ – „Ach, mein Mann ist 200 Prozent impotent.“ – „Sie meinen total impotent“, korrigiert der Anwalt. „Nein, ich meine 200 Prozent impotent.“ – „Ja, was meinen Sie denn genau?“, fragt der Anwalt. „Ich meine, dass er schon total impotent war. Aber gestern ist er über den Teppich gestolpert und hat sich die Zunge abgebissen.“

Auflösung

Franka und Big Al:
Auf dem Landweg, das ist ja total kalt.
Ossi, bist du schon mal in Kiel gewesen? Also das lässt sich ja nun gar nicht aushalten. Allerdings, man könnte von dort ein paar schöne Ausflüge machen. Aber die lassen sich auch von der kleinen Stadt an der Elbe aus bewerkstelligen. Dafür würde ich mich nicht extra in Kiel einmieten wollen.

Aber Ossi, und auch Franka, wir nehmen tatsächlich den Seeweg:
Kiel – Kopenhagen – Oslo – Invergordon – South Queensferry – Southampton – Le Havre – Zebrügge – Hamburg. Also nicht nach Norden sondern eher nach Westen.

Es dauert aber noch ein paar Monate bis es losgeht, nämlich erst im September, und zwar mit „Mein Schiff 1“, ein Name, den ich nicht so toll finde. Aber das Konzept scheint wohl aufzugehen: All inklusive, d.h. für einen Grossteil der Getränke braucht man nicht zu bezahlen. Auf anderen Kreuzfahrtschiffen ist das anders. Und da schaut man dann sicher doch auf das Geld, ob man abends an der Bar noch einen Cocktail trinken möchte.

Das soll nun nicht heissen, dass wir ständig unter Strom stehen wollen. Aber wenn’s schmeckt – warum nicht öfter mal auf der zur Kabine gehörenden Veranda sitzen und einen Cocktail schlürfen?!

Lichtblick


Nach tagelanger Abstinenz war die Sonne gestern so gnädig, uns mal wieder ihre Aufwartung zu machen. So ein richtig strahlender Wintertag war es dann zwar nicht, aber man freut sich ja auch über Kleinigkeiten. Jedenfalls konnten wir jeweils einen Sonnnenauf- und -untergang beobachten. Das ist ja auch was.

Und heute? Reden wir lieber nicht darüber. Obwohl – es wird gerade ein wenig heller.

Von Kiel nach Hamburg

Mit dem Wagen dauert so eine Fahrt etwa eine gute Stunde. Wir werden dafür 11 Tage benötigen und es uns dabei gutgehen lassen, im Spätsommer. Wer mag, kann gern ein wenig raten wie wir diese Strecke bewältigen werden und seinen Vorschlag per Kommentar präsentieren.

Neue Muschis


Die ersten Kätzchen, die ich auf einer Webcam entdeckt hatte, sind schon seit ein paar Wochen verteilt. Jetzt gibt es neue süsse junge Kätzchen, die erst etwa 4 Wochen alt sind.

Noch leben die fünf putzigen kleinen Miezen mit ihrer Mutter in einem kleinen Bereich. Sie schlafen viel, aber ab und zu balgen sie auch miteinander. Und wenn sie Durst haben, drängeln sie um die besten Plätze, um ihren Appetit zu stillen. Dabei nehmen sie keine Rücksicht und krabbeln über die Mutter rüber, die das alles mit stoischer Ruhe erträgt.

Es ist so entspannend, ihnen zuzuschauen.