Kinoabend

Heute waren wir mit Jörg im Kino. Ich hatte mir den Film Colleteral ausgesucht weil mir die Handlung zusagte.

Vorher waren wir eine Kleinigkeit im „Flickenschildt“ essen, ein Kneipenrestaurant gegenüber dem Ernst-Deutsch-Theater. Das Restaurant wird von einem schwulen Paar geführt. Die Theaterbesucher waren schon zahlreich anwesend um sich vor der Vorstellung zu stärken. Es gab keinen freien Platz mehr. Doch wir mussten dem jüngeren der beiden Inhaber gefallen haben. Extra für uns räumte er die Kartoffelschälecke frei. Dort sitzt tagsüber die 85-jährige Mutter des anderen Inhabers und schält massenweise Kartoffeln für die Bratkartoffelgerichte. Während wir auf unser Essen warteten, wuselte der Typ ständig an unserem Tisch vorbei und flirtete auffallend mit mir.

Nach dem Essen gingen wir hinüber zum Kino. Der Film entsprach meinen Erwartungen. Seichte und leichte Unterhaltung lullten mich ein. Ein paar schöne Bilder von LA bei Nacht, etwas Spannung, nicht zu viel Action – sehr angenehm und genau das Richtige für einen Abend nach einem stressigen Arbeitstag.

Heizsaison eröffnet

Gestern war wohl der Tag, an dem allgemein überall die Heizungen angestellt wurden. Kurz nach dem ich bei uns die Heizung leicht aufgedreht hatte kam unsere Nachbarin und fragte, ob ich bei ihr die Heizung anstellen könnte. Heute im Büro hörte ich von mehreren Kollegen, dass auch sie gestern die Heizsaison eröffnet haben. Damit haben wir den diesjährigen Sommer wohl endgültig verabschiedet.

Gäste

Bernds Rechner spinnt seit er aufgerüstet wurde. Da wir Beide in unseren Rechner die gleichen „Innereien“ haben (der Fachmann sagt wohl Hardware dazu), hatte Bernd die Möglichkeit, alle Elemente zwischen beiden Rechnern hin und her zu tauschen mit dem Ergebnis, dass auf meinem Computer alles lief. Der letzte Ausweg war, ein neues Mainboard zu bestellen. Nun ist es ja nicht so einfach, so ein Board einzubauen, einzustellen und anzuschliessen. Zum Glück haben wir ja einen Fachmann in der Familie. Oliver hatte sich bereit erklärt, heute noch mal nach Hamburg zu kommen, und das Board einzubauen. Allerdings sehen Bernd und Oliver hier ein wenig ratlos aus.

Letzendlich hat aber alles geklappt und Bernds Rechner lief wieder, leider aber mit dem gleichen Fehler wie vorher. Es lag also nicht am Mainboard. Das neue Board wurde wieder aus- und das alte Board wieder eingebaut. Das Geld für das Neue können wir also sparen. Währenddessen machte unser Übernachtungsgast Jörg aus Frankfurt ein kleines Nickerchen.

Jörg bleib ein paar Tage bei uns. Er fliegt am Wochenende von hier mit einem Kollegen für eine Woche nach Portugal. Wenn er zurückkommt machen wir gemeinsam eine kleine Musicalreise. Dazu gibt es zu gegebener Zeit mehr Informationen.

(Die sichtbaren Eintragungsdaten der Kommentare entsprechend nicht der tatsächlichen Veröffentlichungszeit)

Das neue Waschbecken

Während Britta sich über Fenster und Türen hermachte fuhren Bernd und ich zu OBI und kauften ein neues Waschbecken. Die Auswahl bei OBI war gross, Waschbecken gibt es in allen Formen und Preisklassen. Ich hatte der Wohnungsverwaltung einen Preis von ca. 40 Euro genannt, in dem Rahmen mussten wir also bleiben und fanden auch ein Teil, das sehr ansprechend aussieht.

OBI ist nicht nur OBI sondern es gibt einen Imbiss, einen Stand mit Gemüse und Obst, einen Türken mit Leckereien und einen Backshop. Dort kauften wir Brötchen für unser Frühstück.

Bevor wir das Waschbecken anschraubten montierten wir die neu Armatur, was, wie sich später herausstellte, sehr geschickt war. Wie das bei Heimwerkern so üblich ist, fehlte aber das entsprechende Werkzeug, um die Armatur richtig zu befestigen. Wir benötigten einen Steckschlüssel. 1000-Töpfe ist nicht weit. Mit dem Wagen waren wir schnell dort. Der passende Steckschlüssel war auch vorrätigt. Wunderbar – es kann weitergehen.

Schnell war das alte Waschbecken demoniert und das neue an die Wand geschraubt. Jetzt mussten nur noch die Wasserzuleitungen und der Wasserabfluss angeschlossen werden. Doch was ist das? Zwischen Geruchsverschluss und Waschbecken fehlten ca. 2 cm! Das Rohr ist zu kurz. Also noch mal zu 1000-Töpfe. Aber das dringend benötigte Teil gab es dort nicht. Wir machten uns ein zweites Mal auf den Weg zu OBI. In der Sanitärabteilung wurden wir fündig. Endlich konnten wir das Werk zu ende bringen. Jetzt noch die Zuleitungen für Warm- und Kaltwasser anschrauben – fertig. Das Hocken bzw. Liegen unter dem Waschbecken war schon recht mühsam. Ich war froh, dass wir die Armatur vorher montiert hatten. Es wäre sonst eine ziemliche Fummelarbeit gewesen.

Einer dieser verdammten Tage

Heute war einer dieser Arbeitstage, an denen ich Niemanden empfehlen würde, Schifffahrtskaufmann zu werden. Bis zum frühen Vormittag war alles noch in Ordnung, es waren nur Routineangelegenheiten zu erledigen. Ich hatte mir vorgenommen, 2 Abrechnungen zu machen, die etwas zeitaufwendiger sind. Und dann begann der Terror.

Ein Kapitän meldete sich mit einem Ladungsschaden. Salzwasser hatte sich auf dem Grund des Laderaums angefunden und die Stahlladung lag mitten drin. Niemand wusse, wo das Wasser her kam. Vorsichtshalber musste ein Besichtiger bestellt werden. Diverse Gespräche mit dem Kapitän und unseren Versicherern folgten.

Ein anderer Kapitän meldete, dass er angeblich eine Gefahrengutladung an Bord hat und er nun deswegen in Antwerpen grosse Probleme bekommen könnte da die Ladung bei den Hafenbehören nicht als gefährlich angemeldet worden war weil er nicht wusste, dass es Gefahrengut ist. Ein heilloses Durcheinander folgte weil nämlich einer in der Kette behauptete, der Kapitän hätte entsprechende Informationen erhalten. Nach mehreren Tefefonaten stellte sich heraus, dass der Kapitän im Recht war. Auch in diesem Fall zogen wir unseren Rechtsschutzversicherer hinzu.

Diverse andere kleine und grössere Probleme zogen sich durch diesen Freitag, an dem ich eigentlich gern früher gehen wollte. Ich hatte mit Bernd vereinbart, dass mich melden würde, wenn er mich abholen kann, was ich dann auch irgendwann tat.

Wenige Minuten nachdem ich Bernd angerufen hatte kam mir der nächste Fall in die Quere: Für ein Schiff, dass am Montag in Lissabon löschen soll sind die Ladungspapiere nicht vorhanden. In so einem Fall stellt unser Vertragspartner eine Garantie und bestätigt, dass die Ladung ohne diese Papiere gelöscht werden kann. Nur am Freitag Nachmittag so etwas noch zu arrangieren ist immer ein Risiko weil man nie weiss, ob die Leute noch arbeiten. Ich schickte den Wortlaut der Garantie per Email über unseren Makler an den Vertragspartner. Der sollte die Garantie unterschreiben und zurückschicken.

Inzwischen stand Bernd mit dem Wagen draussen. Ich sah keine Möglichkeit, in den nächsten Minuten das Büro verlassen zu können. Ich suchte mir die Sachen zusammen, die ich eingekauft hatte und gab sie ihm runter. Allein fuhr er wieder nach Hause.

Irgendwann kam glücklicher Weise die unterschriebene Garantie zurück. Schnell schickte ich noch eine Bestätigung an den Hafenagenten in Lissabon und an den Kapitän des Schiffes, dass die Ladung ohne Papiere gelöscht werden darf. Inzwischen war es ca. 17.45 Uhr – und ich konnte endlich das Büro verlassen – was ich auch ganz schnell gemacht habe bevor noch wieder irgend ein Unheil auftaucht.

wanted!

Sicher haben alle davon gehört, dass der Polizei ein Schlag gegen Raubkopierer gelungen ist. In dem Zusammenhang taucht mal wieder mein „Fahndungsplakat“ auf, und zwar bei der Onlineausegabe der FAZ.

Wenn man diesen Bericht liest könnte man wirklich denken, dass die Leute, die auf dem Plakat „zur Fahndung ausgeschrieben“ wurden mit dem Delikt zu tun haben. Die Frage ist, ob ich mich tatsächlich noch nach draussen wagen kann oder ob mich dann jemand erkennt und plötzlich werde ich in Handschellen abgeführt. Na OK, wenn’s ein gutaussehender Cop ist kann ich ja mal mitgehen.

Geburtstag

Saturn in Hamburg – europas grösstes Technikkaufhaus – feiert heute seinen 5. Geburtstag. Es gibt, wie immer bei solchen Gelegenheiten, viele interessante und günstige Angebote, allerdings nichts, was wir derzeit wirklich gebrauchen würden. Trotzdem packte mich die Neugier und in der Mittagspause machte mich auf zum wenige Gehminuten entfernten Techniktempel.

Der an einer Ecke des Gebäudes gelegene grosse Eingang schien die Menschen förmlich anzusaugen. Trichterförmig bewegten sich die Interessenten aus allen Richtungen auf das Haus zu und wurden vom Eingang verschlungen. Es waren zwar nicht riesige Menschenmassen, aber eben doch mehr als normaler Weise in der Mittagszeit. Es war irgendwie faszinierend, diese Anziehungskraft zu beobachten.

In weiser Voraussicht hatte man das Personal aufgestockt. Jedoch war es bei weitem nicht so voll, wie ich es erwartet hatte. Ein wirklicher Verkaufsknüller scheint auch nicht im Angebot zu sein. In den umliegenden Strassen sind mir keine Kunden aufgefallen, die alle das gleiche Produkt nach Hause trugen. Ich erinnere mich noch an das vorige Jahr. Seinerzeit gab es sehr preiswerte DVD-Player. Hunderte kamen mir auf meinem Weg zu Saturn mit den Paketen entgegen. Das Geld sitzt eben doch nicht mehr so locker.

Vom Eichhörnchen zum Waschbecken

Unser Wohnungsverwalter hat sich im Lauf der Jahre als etwas geizig herausgestellt. So hatte ich ihm z.B. vor ein paar Monaten angeboten, eine neue Wannen-/Duscharmatur bei Aldi zu kaufen und selbst einzubauen weil die alte Armatur defekt war. Nachdem er sich endlich negativ entschieden hatte und mich bat, die innen liegenden Dichtungen zu erneuern, gab es das Angebot natürlich nicht mehr. Er hat mir dann aber zugestanden, eine neue Armatur zu kaufen.

Jetzt hat Aldi wieder Armaturen im Angebot. Da am Waschtisch im Badezimmer immer noch das ursprüngliche, mittlerweile in die Jahre gekommene Gerät montiert ist, fragte ich beim Verwalter nach, ob ich denn bei Aldi ein neues kaufen dürfte. Ohne zu zögern bekam ich das Einverständnis.

Nun ist es aber so, dass das Waschbecken auch schon seine beste Zeit hinter sich hat. Seit ich hier wohne versuche ich, es in einen einigermassen ordentlichen Zustand zu versetzen, was ich mittler Weile aufgegeben habe. Wahrscheinlich ist die Glasur zu stark angegriffen um ein befriedigendes Ergebnis zu erzielen.

Ich rief also heute wieder bei der Verwaltung an, ein älteres Ehepaar, das hier im Haus einige Wohnungen selbst besitzt und ein paar andere verwaltet. Frau M. war heute am Telefon. Ein wenig small talk über Sommer, Herbst und Eichhörnchen sowie über den Verkauf benachbarter Häuser in unserer kleinen Strasse lockerte die Dame auf und ich bekam die Erlaubnis, ein neues Waschbecken zu kaufen. Das wird ja jetzt ein richtiges Luxuxbad – wenn die alten Fliesen nicht wären.