Lebenslang wegen Mord

Obwohl ich das Urteil nur gerecht finde, habe ich nicht geglaubt, dass der Bruder der ermordeten Morsal lebenslang hinter Gittern muss. Nach den Querelen um die Sachverständigen habe ich geglaubt – aber nicht gehofft -, dass ein milderes Urteil gefällt werden würde. Die Verteidung wird Revision beantragen. Mal sehen, was bei einem neuen Prozess das Ergebnis sein wird.

Die Familie des Mörders und er selbst haben wohl nicht mit diesem Urteil gerechnet. In ihrem Herkunftsland Afghanistan gibt es andere moralische Auffassungen über das Leben von Frauen, also von Töchtern und Schwestern. Aber die Familie hat sich zu einem Leben in Deutschland entschieden und unterliegen somit der Deutschen Gerichtsbarkeit.

Einen Eindruck von dem, was während und nach der Urteilsverkündung geschehen ist, kann man hier bekommen. Die Reaktionen des Mörders und der Familie sagen aus, dass sie der Meinung sind, ihr Sohn, Bruder der ermordeten Morsal, habe die richtige Entscheidung getroffen.

Glück gehabt

Schnee auf den Strassen Hamburgs (oben ein Blick aus unserem Büro). Zum Glück bin ich vor einsetzen des Schneetreibens im Büro gewesen. Die etwa 35-minütige Fahrt verlief ohne Störungen und Beeinträchtigungen. Ich hoffe, dass bis heute Abend die Strassen wieder frei befahrbar sind.

Schnee ist etwas, das die arbeitende Bevölkerung absolut nicht braucht. Aber wir können uns das ja nicht aussuchen. Ausserdem ist im Februar immer mit Schnee zu rechnen. Ich erinnere mich an Winter, in denen wir sogar im März noch heftige Schneefälle hatten.

Karneval in Rom

So lange es Menschen gibt, die es nicht dulden, dass eine Frau, die seit siebzehn Jahren nur noch von Maschinen am Leben erhalten wird, in sterben darf, können sich der Karnevalsverein in Rom und ihr Vorsitzender mit der Narrenkappe sicher sein, dass sie tun und lassen können, was sie wollen:
Auseinandersetzungen vor der Klinik In der Nacht zu Dienstag gab es vor Englaros Sterbeklinik im norditalienischen Udine Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Befürwortern der Sterbehilfe. Etwa 300 katholische Gläubige versammelten sich Medienberichten zufolge vor dem Gebäude zu einer Mahnwache, in deren Verlauf sie die Teilnehmer einer Solidaritätskundgebung mit dem Vater Englaros als „Mörder“ und „Banditen“ beschimpften. Die Polizei griff im Laufe der Nacht ein, um die Auseinandersetzung zu beenden.

Da die arme Frau kurze Zeit nach dem Aussetzen der künstlichen Ernährung gestorben ist, was die behandelnden Ärzte nicht unbedingt erwartet hatten, kann man wohl davon ausgehen, dass eine Besserung ihres Zustandes nicht zu erwarten gewesen ist.

So ein Schwein

Als ich heute die Toilette im Büro aufsuchte kam mir, als ich die Tür öffnete, ein Mitarbeiter aus einer anderen Abteilung entgegen. Im Hintergrund hörte ich noch die Spülung des Urinals, was bedeutet, dass besagter Mitarbeiter sich die Hände nicht gewaschen hatte. Erst als er fast draussen war, drehte er sich um und wusch sich die Hände.

Ich hatte diesen Mitarbeiter schon früher mal erwischt, sich nicht die Hände gewaschen zu haben, allerdings war die Situation nicht so eindeutig, aber doch so, dass ich einschätzen konnte, dass es nicht geschehen war.

Für die Nichtwäscher sollte ein Urinal mit diesem Gerät ausgestattet werden. Das zweite Becken könnte dann ja für die Danachhandwäscher resveriert bleiben.

Erbsensuppe?


Auf den ersten Blick könnte man denken, ich mach gerade Erbsensuppe. Die Farbe, der Pürrierstab – alles deutet darauf hin. Nur das Gerät im Hintergrund verheisst was anderes, nämlich Eis. Nein, es wird kein Erbseneis. Es wird Pistazieneis. Auf das Ergebnis sind wir sehr gespannt.

Grammatik

Ich will nicht behaupten, dass ich perfekt bin, was die Deutsche Grammatik betrifft. Es gibt aber ab und zu Ausdrücke, die, wie ich glaube, falsch wiedergegeben werden. Nicht zum ersten Mal hörte ich heute in den Rundfunknachrichten sinngemäss:
„Er wurde über die Strasse geschliffen.“ Ich würde sagen: „Er wurde über die Strasse geschleift.“

„Geschliffen“ sind für mich z.B. Gegenstände aus Glas. Da würde ich nicht sagen, dass die „geschleift“ wurden.

Wir haben doch eine Ex-Lehrerin in unseren Leserkreisen. Vielleicht äussert sie sich dazu?

Sonntagssonne


Sonntag, 16.00 Uhr. Blauer Himmel, die Sonne scheint. Frühling? Nein, es ist noch kalt und es ist windig. Aber es sieht nett aus.

Währenddessen wird im Radio berichet, dass es im Norden von Hamburg heftig schneit. Es ist eingentlich unfassbar. Aber Hörer rufen beim Sender an und berichten über den Schneefall.

Verärgert

über die Kritik sei der Papst, heisst es. Na, den Ärger hat er sich wohl selbst eingebrockt. Es kann mir doch keiner erzählen, im Vatikan hätte niemand von dem Williamson-Interview gewusst. Die wissen doch alles da in Rom, die sind doch sonst immer so schlau. Und natürlich haben andere wieder mal die Schuld. Es sei alles inszeniert um dem Papst zu schaden. Die Schuld bei sich selbst zu suchen ist diesen weltfremden alten Männern mit ihren brennenden Handtaschen völlig fern. Es wird Zeit, dass Ratzinger seine Narrenkappe absetzt und sich irgendwo im Vatikan verkriecht.

Nun kriegt auch noch Angela Merkel ihr Fett weg weil sie es gewagt, hat Stellung zum dem Fall zu nehmen. War ich ihr gegenüber sonst eher negativ eingestellt, bewundere ich jetzt ihren Mut, als Deutsche Bundeskanzlerin, als Kopf unserer Regierung, den Mund aufzumachen. Dass sie nun auch aus ihrer eigenen Partei Knüppel zwischen die Beine geworfen bekommt, war ja wohl vorauszusehen. Die Männer, die dafür zuständig sind, können sich Benedikt ja gleich anschliessen und sich mit ihm im Vatikan einmauern lassen. Und lasst sie ja nie nie wieder raus!

Ich hatte ja mit dem Karnevalsverein da in Rom noch nie was am Hut, aber jetzt ist er mir vollends unsympathisch geworden.

Tina statt Tisch

Ich bin immer noch ganz erfüllt. Wenn ich Zeit habe, schaue ich mir immer wieder die Fotos an, die ich am Samstag Abend auf dem Konzert von Tina Turner in Hamburg in der Colorline Arena geschossen habe. Nach wie vor stehe ich dazu, und das wird sich nie und nimmer ändern, dass ich so viel Geld für die Karten ausgegeben habe.

Tina Turner ist ein absoluter Superstar, ohne Starallüren. Liest man was über sie in der Presse? Nein, weil sie sich nicht künstlich interessant macht. Sie hat es nicht nötig.

Über ihr Privatleben ist kaum etwas bekannt. Sie ist keine öffentliche Person. Das Medieninteresse ist nicht mehr da. Und trotzdem – oder gerade deswegen? – ist Tina Turner ein Star und doch jemand wie du und ich geblieben. Celine Dion und Barbara Streisand sind Künstlerinnen, die ich mit Tina Turner auf eine Stufe stelle. Es gibt derzeit niemanden, der diesen drei Damen das Wasser reichen könnte.

Es gibt Dinge im Leben, die einen das ganze Leben lang begleiten. Noch heute denke ich z.B. mit Freude an meine erste Frachterreise 1968 zurück, so wie es andere Erlebnisse gibt, deren ich mich immer gern erinnern werde – ob sie nun Geld gekostet haben oder nicht.

Einen Konsolentisch für unseren Flur kann ich immer noch kaufen. Der kostet nämlich so viel, wie die 2 Karten. Aber weiss ich, ob ich jemals wieder die Chance haben werde, Tina Turner live auf der Bühne zu erleben?