Lichtblick


Nach tagelanger Abstinenz war die Sonne gestern so gnädig, uns mal wieder ihre Aufwartung zu machen. So ein richtig strahlender Wintertag war es dann zwar nicht, aber man freut sich ja auch über Kleinigkeiten. Jedenfalls konnten wir jeweils einen Sonnnenauf- und -untergang beobachten. Das ist ja auch was.

Und heute? Reden wir lieber nicht darüber. Obwohl – es wird gerade ein wenig heller.

Von Kiel nach Hamburg

Mit dem Wagen dauert so eine Fahrt etwa eine gute Stunde. Wir werden dafür 11 Tage benötigen und es uns dabei gutgehen lassen, im Spätsommer. Wer mag, kann gern ein wenig raten wie wir diese Strecke bewältigen werden und seinen Vorschlag per Kommentar präsentieren.

Neue Muschis


Die ersten Kätzchen, die ich auf einer Webcam entdeckt hatte, sind schon seit ein paar Wochen verteilt. Jetzt gibt es neue süsse junge Kätzchen, die erst etwa 4 Wochen alt sind.

Noch leben die fünf putzigen kleinen Miezen mit ihrer Mutter in einem kleinen Bereich. Sie schlafen viel, aber ab und zu balgen sie auch miteinander. Und wenn sie Durst haben, drängeln sie um die besten Plätze, um ihren Appetit zu stillen. Dabei nehmen sie keine Rücksicht und krabbeln über die Mutter rüber, die das alles mit stoischer Ruhe erträgt.

Es ist so entspannend, ihnen zuzuschauen.

Die grossse Leere


Nicht nur bei meinem Mann im Geschäft ist nichts los, auch rund um die Binnenalster ist es leer. Normalerweise sind hier in der Mittagspause recht viele Menschen anzutreffen. Gut, das Wetter war heute nicht optimal für einen Spaziergang an der Alster. Aber das hält sonst die Leute auch nicht davon ab, ihren Rundgang zu machen.

Heute herrschte gähnende Leere an der Alster während die „Alster-Dampfböte“ fest vertäut auf den Frühling warten.

Alsterdampf-Böte – so wurden die „Alsterdampfer“ früher mal genannt. Hinter mir, hier zu Hause, hängt nämlich ein altes Plakat, dass für Fahrten mit Alster-Dampfböten auf der Alster Werbung macht. Leider lässt sich nicht feststellen, aus welchen Jahr das Plakat stammt. Jedenfalls betrugen die „Tages-Fahrpreise à Person 10 Pfennige“. Und im Fährhaus Uhlenhorst gab es „täglich Concert – außer Freitag’s und Sonnabend’s“.

SMASH – eine Fernsehserie

Die Privatfernsehsender sind nicht immer unbedingt für gehobende Unterhaltung bekannt, besonders nicht RTL2. Es muss schon etwas sein, was unseren Geschmack trifft, um dort mal was anzuschauen, was selten vorkommt. Und tatsächlich, in den vergangenen 4 Tagen gab es etwas, was unser Interesse weckte: Smash, eine Serie aus den USA, deren erste Staffel mit 14 Folgen an 4 aufeinanderfolgenden Abenden komplett gesendet wurde.

Worum geht es da?: Eine kleine Gruppe von Machern will ein Musical über Marilyn Monroe auf die Bühne bringen. Komponist und Texterin diskutieren darüber und finden jemanden, der das Stück finanziert. Gemeinsam sucht man einen Regisseur und schliesslich die Darsteller. Dann geht man an die Arbeit. Es gibt Proben, Streit, Sex, Intrigen – und das nicht nur bezüglich des Musicals sondern auch in den privaten Bereichen der Mitwirkenden.

Wir waren sehr angetan von der ersten Staffel, die in den USA hochgelobt wurde. Leider war sie in Deutschland ein Flop was die Zuschauerzahlen betrifft. Vielleicht liegt es daran, dass an 3 Abenden bis ca. 23:30 Uhr gesendet wurde. Wenn man am nächsten Tag arbeiten muss, ist das schon arg. Aber wir haben tapfer durchgehalten – und es hat sich gelohnt.

In Amerika wird ab Anfang Februar die 2. Staffel gesendet. Wir hoffen, dass wir die hier auch zu sehen bekommen.

Unser Fazit: Gute Unterhaltung mit viel Musik und zeitweise ziemlich spannungsgeladen.

Entweihnachtet

Wir haben ja gar nicht viel, alles sehr dezent, weniger ist mehr. So in etwa beschreibe ich unsere Weihnachtsdeko. Wenn man dann aber dabei ist, alles wieder zu verpacken, nimmt das überhaupt kein Ende. Wo kommt das alles her? Wo hat das alles gestanden?

Kaum ist der Karton schon mal ins Treppenhaus gebracht, finde ich in der Wohnung Dekoteile, die ich übersehen hatte. Schnell in Papier verpackt, Karton wieder rein in die Wohnung, Teile in den Karton, Karton wieder ins Treppenhaus. Tja, das ist mir 2 x passiert heute.

Na, endlich war alles, wirklich alles fein verstaut und die Kartons konnten in den Keller gebracht werden.

Jetzt steht auf dem Esstisch im Wohnzimmer ein Körbchen mit Primeln, Perlhyazinthen und Narzissen. Endlich wieder bunte Farben. Ein Bild gibts aber leider nicht. Meine Kamera liegt in der Schreibtischschublade im Büro.

Nachher mach ich noch Knut.

Der Beipackzettel

Meine Erkrankungen machten es notwendig, dass es sich nicht vermeiden liess, diverse Medikamente zu mir nehmen zu müssen. Für den Husten, gegen den Husten, gegen den Blutdruck, Antibiotika, Schmerzmittel – in unserer Küche sah es aus wie früher bei meiner Oma, die ständig eine ganze Batterie von Medikamenten auf ihrem Küchenschrank stehen hatte. Nun bin ich ja inzwischen Opa, trotzdem würde ich lieber auf Medikamente verzichten.

Beim öffnen der Packungen erwische ich immer die Seite, an der der Beipackzettel steckt, d.h. der Inhalt lässt sich nicht entnehmen ohne dass ich vorher den Beipackzettel entferne. Also schliesse ich die Packung wieder und öffne sie auf der anderen Seite, wo ich dann problemlos die Folie mit den Pillen herausziehen kann.

Das hineinschieben gestaltet sich dann in den meisten Fällen schwierig weil auf der anderen Seite der blöde Beipackzettel im Weg ist. Am Besten wäre es, man entnimmt den Beipackzettel. Aber dann fliegt der irgendwo rum. Denn so ohne weiteres mag ich ihn auch nicht entsorgen. Könnte ja sein, dass man den im Ernstfall mal benötigt. Meistens lese ich den eh nicht. Vom Doc bekomme ich gesagt, wann und wie oft ich das Medikament nehmen muss. Dass eine Medizin Nebenwirkungen verusachen kann und eigentlich sowieso nicht gesund ist, weiss ich auch ohne Beipackzettel.

Ich hasse Beipackzettel – und Medikament sowieso. Deshalb versuche ich immer, sie zu vermeiden, was leider nicht immer geht.

Neujahrsgruß

Wir wünschen allen Lesern, Leserinnen und Freunden für 2013 alles Gute!

Vielen Dank für euer Interesse an Queergedacht und damit an unserem Leben, kundgetan durch die zahlreichen Kommentare. Herzlichen Dank auch für die vielen guten Wünsche anlässlich meiner verdammten Bronchitis.

Jahresendfeiertage


Nachdem sich gestern vier Generationen bei meiner Mutter zur kleinen nachweihnachtlichen Feier getroffen hatten, ist Weihnachten nun vorbei.

Das Treffen kam auf Wunsch unseres Sohnes und seier Frau zustande. Eigentlich wollten sie die Feiertage lieber mit ihrer kleinen Tochter Ida daheim verbringen. Da Uroma aber schon 88 Jahre alt ist, wollten sie den Nachwuchs doch lieber mal vorstellen. Ich finde das ganz lieb von den Beiden, besonders auch deshalb, weil Oliver eh beruflich ständig unterwegs ist und lieber sein schönes Heim genossen hätte. Und wie sich jetzt herausstellte, war die lange Anfahrt nach Lübeck doch ein wenig beschwerlich. Die Kleine fand es nämlich gar nicht witzig, stundenlang an ihren Kindersitz gefesselt zu sein.

Na, Uroma hat sich sehr gefreut. Als kleine Erinnerung an sie – obwohl Ida sich an den gestrigen Tag sicher nicht erinnern wird – opferte meine Mutter ein Stück aus dem Familienschmuck: Ein zierliches Goldkettchen mit einem eingefassten 5-Goldmarkstück als Anhänger. Das kleine Ensemble ist zeitlos und kann Ida eines Tages zu vielen Gelegenheiten tragen.

Morgen feiern wir nun das Ende diesen Jahres und den Beginn des nächsten. Für viele Menschen bedeutet die Silvesterfeier DIE Feier des Jahres überhaupt. Partymachen heisst für viele die Devise. Einmal im Jahr die Sau rauslassen, fröhlich sein auf Kommando – ähnlich wie Karneval.

Wir werden den Abend mit einer Gruppe netter Menschen bei Nachbarn verbringen. Es gibt Fondue, jeder wird etwas dazu beitragen. Wir sind für den Weisswein zuständig. Ich bin sicher, dass wir einen netten Abend haben werden.

Im Lauf der Jahrzehnte hat sich die Art und Weise, wie ich Silvester gefeiert habe, ständig verändert. In den Anfangsjahren meiner Ehe waren wir mit der ganzen Familie (Grosseltern, Eltern, Onkel und Tanten, Cousinen und Cousins) auf Silvesterbällen, die Damen in langen Kleidern, die Herren in dunklen Anzügen. In drei Sälen wurde zum Tanz aufgespielt. Schön war’s, wirklich schön. Dann wurde unser Sohn geboren, d.h. Silvester reduzierte sich viele Jahre auf das Zusammensein mit einem anderen Elternpaar, ein Jahr bei uns – ein Jahr bei denen. Das war auch schön, nur halt anders.

Als ich dann die Entscheidung für ein anderes Leben traf, änderte sich eigentlich nicht viel. Wir waren nie auf einer grossen Silvesterparty, immer haben wir im privaten Kreis gefeiert. Ein Jahr waren Bernd und ich sogar ganz allein zu Hause, damals noch in Hamburg. Um Mitternacht standen wir ganz tuckig mit Wunderkerzen auf unserem Balkon.

Wenn sich das hier, in der kleinen Stadt an der Elbe, auch mal wieder so ergeben sollte, hätten wir kein Problem damit, diesen Abend allein im Elbe-Penthouse zu verbringen. Um Mitternacht würden wir in trauter Zweisamkeit anstossen und dann mit unserer Flasche Champagner auf die Strasse gehen und Nachbarn treffen.

Aber in diesem Jahr freuen wir uns auf einen schönen Abend mit lieben netten Menschen.