negativ!


Gibt es einen Grund für den heutigen Selbsttest? Ja, den gibt es. Wir haben zwar keine Erkältungserscheinungen, aber unser Reiseveranstalter verlangt 48 Stunden vor dem Reisebeginn einen Selbsttest zu machen. Gut, kann ja jeder behaupten, dass er den Test gemacht hat. Es kann nicht kontrolliert werden.

Aber morgen am späten Nachmittag haben wir einen Termin im Testzentrum. Und den Test müssen wir mit einer schriftlichen Bestätigung nachweisen, die wir beim Checkin im Hafen von Santa Cruz de Tenerife vorweisen müssen. Ist der Test morgen positiv, brauchen wir uns Donnerstagmorgen gar nicht erst auf den Weg zum Flughafen machen.

Mir kommen ja jedes Mal die Tränen wenn ich mit dem Stäbchen da in meinem Gehirn rumpopel. Wer reisen will muss leiden.

Kokos-Curry Hähnchen


Ich hab den Schrank voller Kochbücher, aber die habe ich schon lange nicht mehr angeschaut wenn ich nicht weiss, was wir am Wochenende essen wollen. Das Internet ist voll von Rezepten, von denen unsere Grossmütter, ach, auch unsere Mütter, nicht zu träumen wagten. Als Gewürze gab es Salz und Pfeffer, vielleicht ein wenig Paprika. Zwiebeln gehörten damals wie heute in viele Gerichte. Curry, Kokosmilch – was ist das denn? Als bekannte Küchenkräuter wurde Petersilie, Schnittlauch, Majoran, Thymian und Bohnenkraut verwendet – und das war’s dann auch schon. Ganz ohne Frage – geschmeckt hat es trotzem.

Die Rezepte, die ich abgespeichert habe, sind fast unzählbar. Und doch ist es ja so, und das kennt wohl jeder von uns, dass man immer wieder seine Standardgerichte kocht, auch wenn sie aus der exotischen Ecke kommen. Durch Instagram bekommt man immer wieder tolle Vorschläge und Ideen, so u.a. von Anna Chwistek. Ihre Rezepte veröffentlich sie aber auch in einem Kochblog, Serving Dumplings, mit ansprechenden Fotos, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

Bei Anna fand ich dieses tolle Rezept, von dem mein Schatz sagte: Abspeichern!

Yellow Coconut Chicken Curry

Ich hab die Zutaten und Zubereitung nicht übersetzt. Einige Begriffe hat man halt drauf bzw. sind selbsterklärend. Was man nicht kennt, kann man problemlos über eine Suchmaschine finden.

Anna bietet zu ihren Gerichten auch immer Alternativen zu dem an, was im Rezept steht. Bei ihr steht als Gemüse z.B. grüner Spargel. Ich hatte noch eingefrorenen Brokkoli, der mal weg musste, grünen Spargel bekommt man zurzeit nicht unbedingt. Auch Kaiserschoten wären gegangen, die sind ja ganzjährig zu haben.

Wer kein Tumeric (Kurkuma) im Haus hat, kein Problem, es geht auch ohne. Kurkuma peppt das Gericht aber farblich auf. Ihr wisst ja: Das Auge isst mit.

Wir vakuumieren


Heute ist wohl Fleischtag. Erst mein malträtierter Bauch und jetzt Schweinefilet. Es geht jetzt aber nicht um Fleisch an sich sondern um das Vakuumieren.

Es gibt tatsächlich Lebensmittel, bei denen wir darauf achten, ob sie im Angebot sind. Dazu gehört Rinderhack, Schweine- und Rinderfilet. Rinderhack gehört bei uns zum üblichen Bedarf für Aufläufe, Fleischklösschen und andere schmackhafte Gerichte. 3 Kilo werden portioniert und eingefroren. Schweine- und Rinderfilet kaufen wir, wenn die Fonduesaison bevorsteht. Jetzt, da unser Stadtschlachter leider sein Geschäft aufgegeben hat, benötigen wir Schweinefilet für Gyros.

Bisher haben wir Lebensmittel immer in handelsüblichen Gerierbeuteln eingefroren. Dabei hab ich schon so manches Mal gedacht, dass man ja gar nicht die ganze Luft rausgequetscht bekommt. Ein Vakuumiergerät wäre vielleicht ganz praktisch. Also habe ich mich damit befasst. Ich wusste ja gar nicht, wieviele Modelle es gibt und wie hoch die Preisunterschiede sind. Nun, für gelegentliches vakuumieren muss es kein Luxusgerät sein. Und es sollte nicht viel Platz einnehmen. Und natürlich muss es saugen und schweissen können.

Leider habe ich die erste Saug- und Schweissaktion nicht dokumentiert. Wir waren viel zu aufgeregt, daran zu denken. Das Foto oben zeigt vakuumierte Schweinefilet bereit zum Auftauen. Morgen soll es Gyros geben, das klein geschnippelte Fleisch wird heute schon mariniert. Der erste Versuch vor ein paar Wochen war nicht besonders gut, es war zu fade. Wir mögen es zwar gern kräftig und würzig, aber schnell kann man zuviel Zeugs dazugeben, und das ist dann auch nicht gut. Heute habe ich ein paar Änderungen und Ergänzungen vorgenommen.

Milchtritt


Das Foto zeigt keine eklige Hautkrankheit auf meinem Bauch, so etwa zwischen Brust und Bauchnabel. Es zeigt die Folgen von Milchtritt. Milchtritt machen die kleinen Katzenbabies um die Milchproduktion der Mutter anzuregen, es ist also ein angeborenes Verhalten. Manche Katzen behalten das bei und zeigen damit ihre Zuneigung zu ihren Menschen. Milch ist bei mir nicht zu holen. Wenn man den Milchtritt unterbindet, die Katze z.B. beiseitesetzt, kann es sein, dass sie den Milchtritt mit der Zeit ganz einstellt. Aber wer will schon die Zuneigung seiner Katze verlieren.

Glinda lebt den Milchtritt sehr intensiv aus. Sie sitzt dann vor mir auf dem Arbeitstisch, die Vorderbeine sind dann auf meinem Bauch und dann tritt sie los. Wenn man nur ein T-Hemd trägt, ist das bisweilen sehr unangenehm, es piekt ganz fürchterlich. Einige Shirts werden dann ganz löcherig, dieses grünlich Shirt scheint milchtrittfest zu sein.

Während Glinda mich zärtlich traktiert, verziehe ich das Gesicht, aber sich streichel über ihren Kopf und sag ihr, dass sie das ganz fein macht. Das ist ja auch total süss wenn sie das macht, aber ja …

Bei Elphie ist der Milchtritt nur ganz wenig ausgeprägt. An uns macht sie das gar nicht. Aber wenn sie auf der Seite liegt und wir sie knuddeln, sieht man, wie sie die Vorderbeinchen und Pfoten in der Luft hängend bewegt, Luftmilchtritt sozusagen.

Unpünktlich

Mein „Gehalt, welches von all denen finanziert wird, denen die Sozialabgaben vom Gehalt abgezogen werden, auch die Rentenbeiträge, ist immer pünktlich am letzten Arbeitstag des Monats auf dem Konto. Das wäre am Freitag letzter Woche gewesen. Da war aber nichts. Eigentlich interessiert mich das nicht sonderlich, das „Gehalt“ kommt regelmässig pünktlich, bisher. Aber in diesem Fall brauchte ich Deckung auf meinem Konto, irgendwie müssen die 151 Ouzo ja bezahlt werden. Ich wollte deshalb nicht extra Geld von einem Konto auf ein anderes umschaufeln.

Nun weiss man inzwischen, dass der 31. Oktober nicht in jedem Bundesland ein Feiertag ist. Aber was interessieren mich die Renter in den katholischen Landesteilen, wo heute kein Feiertag war. Ich will mein Geld pünktlich auf dem Konto haben *heftigmitdemkrückstockfuchtel*. So geht das doch nicht!

Mein „Gehalt“ war dann heute auch auf meinem Konto gutgeschrieben. Aber des entspricht nicht der gängigen Praxis. Die Rentenkasse sollte mal differenzieren, wer wo wann einen Feiertag hat. Punkt!

Zu früh

Seit gestern gilt in Europa wieder die MEZ, die Normalzeit, einige sagen dazu auch Winterzeit. Meiner inneren Uhr passt diese Zeit überhaupt nicht, sie ist der Sommerzeit näher als die Normalzeit.

Gestern Nachmittag wunderte ich mich, dass die Dämmerung schon einsetzte. Ach ja, es wird ja jetzt wieder früher dunkel. Mist, ich mag es, wenn es abends lange hell ist. Wobei es ja so ist, dass sich die länge des Tageslichts noch ca 7 Wochen verkürzt.

Bis zum Beginn der Sommerzeit Ende März wird es jetzt so sein, dass ich täglich eine Stunde zu früh wach und ausgeschlafen bin. Bin ich üblicherweise so rum umd 7 Uhr herum wach, wird es jetzt 5 lange Monate sein, dass ich bereits um ca. 6 Uhr wach bin. Meine innere Uhr ist und bleibt auf Sommerzeit gestellt, da führt kein Weg dran vorbei.

Vielleicht liegt das da dran, dass ich ein Sommermensch bin. Ich blühe ab ca. Mitte Januar auf, wenn ich bemerke, dass die Tage langsam wieder länger werden. Jede Minute hellt mein Gemüt auf. Frühling und Sommer sind meine Jahreszeiten. Herbst und Winter, die von vielen Menschen als die gemütlichen Jahreszeiten gern gesehen werden, mit Kerzenlicht und heissem Tee, vielleicht noch ein Plaid über die Beine gelegt – nein nein nein, das sind nicht meine Monate. Nicht umsonst haben wir auf meinen Wunsch sonnige Farben für unsere Wohnung ausgesucht.

Erstmal ist nun aber alles zu früh: Es wird zu früh dunkel und ich werde zu früh wach – 5 dunkle Monate lang.

25 Jahre wir


Unser Tag war zwar schon am 31. August, gefeiert haben wir in Dimis Taverne aber erst gestern, worüber wir ganz froh sind. Heute sind wir nämlich etwas unmunter. Morgen ist ein Feiertag, d.h. wir haben noch einen ganzen Tag, um uns zu erholen.

Denn ausser dem tollen Essen, welches auf Platten serviert und auf den Tisch gestellt wurde, standen, nebst anderen Getränken, noch 151 (!) Ouzo auf der Rechnung. Wir sind dezent entsetzt.

Aber wir hatten einen tollen Abend mit Basen, Vettern, Freundinnen und Freunden. Insgesamt waren wir 28 Personen, da können schon mal ein paar Ouzo zusammenkommen. Ausserdem musste das reichliche Essen ja verdaut werden.


Es tat gut, sich mal wieder mit allen persönlich zu treffen, nette Gespräche zu führen, Neuigkeiten von Angesicht zu Angesicht auszutauschen statt sich Kurznachrichten per WhatsApp zu schreiben. Es war wirklich ein gelungener Abend. Alle Gäste waren rundherum glücklich und zufrieden. Oder liess sich der Abend nur mit Ouzo ertragen?

Heute Vormittag haben wir die vielen Geschänke abgeholt. Viel Wein, auch Ouzo und andere stärkere Getränke – für ein paar Wochen haben wir diesbezüglich ausgesorgt.

Die Katzen waren sehr interessiert und schnupperten und kauten an der Verpackung rum. Wir haben alles katzensicher weggestellt. Ein Kringelband muss nicht im Magen einer Katze landen.

Gefeiert haben wir in Dimis Taverne, die Tischdeko wurde vom Blumengeschäft Blütenwerk gezaubert.

Mal wieder Mamma Mia


Seit ein paar Wochen gibt im Theater Neue Flora wieder das Musical Mamma Mia. Die Derniere der ersten Aufführungsreihe im Stage Operettenhaus war im September 2007, also vor 15 Jahren – und wir waren dabei. Das war das letzte Mal, dass wir dieses Musical mit der Musik von Abba gesehen haben. Uns das hat Stück immer gefallen, Abba geht eh immer. Auch die Story ist nett. Ausser toller Partymusik gibt es auch emotionale Momente.

Nach 15 Jahren kann man sich ein Musical mal wieder anschauen, das war gestern Abend der Fall. Wie sich im Gespräch während der Pause in der Open Bar herausstellte, hatten wir beide tagsüber gar nicht so richtig Lust auf Musial. Die Unlust verschwand bei den ersten Takten der Musik, die sofort in die Füsse und in die Finger floss.

Die Besetzung ist nach 15 Jahren natürlich eine ganz andere als seinerzeit. Die Rolle der Donna, meine Lieblingsrolle, wurde von Sabine Mayer übernommen. Ja, sie macht das ganz gut, auch bringt sie die Emotionen einer verlassenen jungen Frau gut rüber (Der Sieger hat die Wahl), die mich wieder zu Tränen gerührt hat. Ebenso wie die Szene, in der sie von ihrer Tochter Sophie gebeten wird, ihr beim Brautkleit zu helfen (Durch meine Finger rinnt die Zeit). Jedesmal muss ich dabei ganz fest Bernds Hand halten. Er weiss das schon von dien vielen Aufführungen, die wir im Operettenhaus gesehen haben. Sabine Mayer reicht aber nicht an die grossartige Carolin Fortenbacher heran, die früher die Donna gespielt hat.

Toll besetzt ist die Rolle von Sophie mit Lyssa Tejero. Wie ich heute gelesen habe, ist sie die Zweitbesetzung der Rolle. Lyssa hat eine tolle Ausstrahlung, eine gute Stimme und spielt phantastisch.

Ihr angehender Ehemann, Sky, wurde von Nico Schweers gespielt, ebenfalls die Zweitbesetzung. Aber ganz ganz toll. Nico und Lyssa gaben gestern Abend ein tolles Liebespaar, nahezu wie echt.

In der Story geht es ja um drei mögliche Väter von Sophie, die sie ohne das Wissen ihrer Mutter Donna zur Hochzeit eingeladen hat. Einer der möglichen Väter ist Sam, gespielt von Gerd Achilles. Gerd hat eine sehr gute Stimme und geht in der Rolle des „Vaters“ auf.

Der einzige Darsteller aus der alten Aufführungsreihe ist Detlef Leistenschneider. Er hatte damals schon die Rolle des Harry, einer der möglichen Väter von Sophie.

Einzig die Besetzung der Rolle des nassforschen Peppers, einer der drei Freunde von Sky, gefiel mir nicht. Zwar kann Jack Butcher toll tanzen, aber die Aussprache war zu stark ausländisch gefärbt. Jack muss noch ein wenig üben.

Die Tanzszenen wurden perfekt choreographiert und mit Freude und Perfektion auf die Bühne gebracht. Es ist eine Freude, zuzuschauen und am liebsten möchte man auf die Bühne springen und mitzappeln.

Die anfängliche Unlust des Tages wurde ersetzt durch die Frage des Abends: Wann gehen wir wieder hin? Endlich wieder in Musical in Hamburg, dass zu weiteren Besuchen reizt.

Bei allem Respekt für unsere farbigen Mitbürger – es scheint so, dass in neuen Musicalinszenierungen ein farbiger Darsteller oder eine farbige Darstellerin auf der Bühne steht, sozusagen als Alibi, wie ich das sehe. Gestern Abend war es die Rolle der Ali, eine von Sophies Freundinnen. Als Erstbesetzung von Sky ist Benét Monteiro vorgesehen, den wir bereits in Wicked gesehen haben und wo er uns gar nicht gefallen hat. Es ist ja, zum Glück, heute so, dass es durchaus mixed Partnerschaften im realen Leben gibt und die auch akzeptiert werden. Ich bin mir bewusst, dass sich das jetzt so anhören könnte wie „Ich habe nichts gegen Farbige, aber … „, wie es auch die Menschen gibt, die sagen: Ich habe nichts gegen Schwule, aber …“. In einer Bühnenrolle, die so nicht vorgesehen war, passt das nicht in mein Verständnis. Stellt euch mal vor, die Rolle der Bess in der Oper Porgy und Bess würde von einer Weissen gesungen? Geht auch nicht.

Die Entscheidung


Das Hemdenrennen ist entschieden. Gewonnen haben die Ösis!

Das Hemd ist total witzig, dezent bedruckt mit Marienkäfern. Dazu eine schwarze Jeans, die ich natürlich besitze – perfekt. Anprobiert – passt!

Das Verliererhemd ist dieses. Es ist ein Tacken eleganter, auch bedeutend preiswerter, aber nun ja. Ich habe auch immer noch keine Antwort auf meine letzte Nachfrage bekommen. Also wird das jetzt storniert bevor es hier doch noch eintrifft und ich das als Retoure zur Post schleppen muss. Der Händler wird aus meinem Gedächtnis gestrichen.

Hemd Nr. 1 ist für meine Zwecke super geeignet, damit kann ich auch ins Musical gehen. Das wäre morgen Abend der Fall. Aber das neue Hemd spare ich mir für Samstagabend auf. Vielleicht gibt es dann ja auch ein Foto von mir in dem neuen Hemd.