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Nach der Wahl

So langsam kommt ans Licht, was die schwarz-gelbe, bzw. neudeutsch christlich-liberale Regierung uns einbrockt. Und es soll keiner sagen, das hätte er vor der Wahl nicht gewusst, mindestens geahnt.

Da ist die Atompolitik. Bereits während des Wahlkampfes im vergangenen Jahr, sickerte ja durch, dass eine Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP für eine Laufzeitverlängerung eintritt. Jetzt hat man auch noch einen Atomlobbyisten ins Regierungsboot geholt. Eine Regierung sollte unabhängig sein und sich nicht von Leuten beraten lassen, die ihre eigenen Interessen vertreten.

Wie dem auch sei, am Donnerstag fand im Kanzleramt ein Treffen zwischen Regierungsvertretern und Vorständen der Kraftwerksbetreiber statt. Das Ergebnis dieses Treffens war vorhersehbar: Alle 17 Atommeiler sollen vorerst am Netz bleiben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies der Wille des Wählers gewesen ist, bzw. eine grosse Anzahl Wähler sind auf einem Auge blind gewesen als sie ihre Kreuze auf dem Wahlzettel gemacht haben.

In der Gesundheitspolitk sieht es ähnlich aus:
Ausgerechnet ein Vertreter der privaten Krankenkassen soll eine erneute Gesundheitsreform erarbeiten (die wievielte der vergangen Jahre eigentlich?).

Die FDP setzt sich für eine Steuersenkung im Hotelgewerbe ein, die laut aktueller Ermittlungen Umfragen nicht an die Hotelgäste weitergebeben wird. Die FDP hat von einem Hotelunternehmen eine Spende von 1 Mio Euro erhalten. Wir merkwürdig!

Unsere neue Regierung wird zurzeit nur von Merkwürdigkeiten begleitet. Sie ist für 4 Jahre gewählt. Und wie es scheint, hat der Wähler keine Möglichkeit, diesem Schmierentheater ein Ende zu bereiten, ein Schmierentheater, in dem die Schauspieler der FDP in erster Reihe an der Rampe stehen.

Lobbyisten überall

Der Conterganfall ist wohl noch vielen von uns in Erinnerung. Damals brachten viele Frauen, die das Medikament eingenommen hatten, missgebildete Kinder zur Welt. Man könnte annehmen, dass die Politik und die Pharmaindustrie aus dem Fall Contergan gelernt haben und wir ziemlich sicher sein können, dass uns die Einnahme von Medikamenten, ausser den berühmten, im Beipackzettel aufgeführten Nebenwirkungen, keine grösseren Probleme bereiten sollte. Um zu verhinder, dass schädliche Medikamte auf den Markt kommen, gibt es das Institut zur Qualitätssicherung und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen.

Scheinbar hat man aus dem Fall Contergan doch nichts gelernt. Oder die heutigen Entscheidungsträger sind so jung, dass sie von Contergan noch nie was gehört haben.
Politiker von CDU und FDP fordern nämlich, dass das Institut, dass der Pharmaindustrie schon lange ein Dorn im Auge ist, neu ausgerichtet wird. Der Leiter des Instituts soll abgesetzt werden.

Hier soll mal wieder auf Kosten der Bürger eine Gewinnoptimierung vorgenommen werden. Ich höre schon das Geschrei, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und langjährige, kostenspielige Prozesse durchgestanden werden müssen, um nachzuweisen, dass ein Pharmahersteller versagt hat.

Flop

Bislang haben sich nur 5 Prozent der Deutschen gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Ich gehöre übrigens zu den 95 Prozent, die sich nicht die Nadel haben geben lassen.

Ein Teil der überflüssigen Impfdosen soll nun an bedürftige Länder “abgegeben” werden. Im Klartext heisst das wohl, dass der Impfstoff verschenkt wird.

Wer die Diskussion um die Schweinegrippe von Anfang an verfolgt hat, wird mitbekommen haben, dass die WHO erst auf anraten der Pharmakonzerne die Bedingungen, die für eine Pandemie erfüllt sein müssen, nach unten revidiert hat. Desweiteren sterben wohl immer noch mehr Menschen an der “normalen” Grippe als an der Schweinegrippe. Gut, der Winter ist noch nicht vorbei. Es könnte noch was auf uns zukommen mit der „Neuen Grippe“, wie die Schweinegrippe seit neuestem genannt wird.

Meine Meinung ist, dass die Pharmakonzerne mit der Panikmache um die Schweinegrippe eine gute Verdienstmöglichkeit gesehen haben. Und der Staat hat 50 Millionen Impfdosen bestellt – und bezahlt. Und nun muss der Kram verschenkt werden.

Keine neuen Minarette

Die Schweizer haben die Möglichkeit, per Volksabstimmung zu entscheiden, eine Sache, die ich mir in Deutschland auch manchmal wünsche. Heute sollen die Scheizer darüber abstimmen, ob zukünftig der Bau von weiteren Minaretten erlaubt werden soll. So wie es zurzeit aussieht, wird dies wohl abgelehnt.eiz ob dieses zu erwartenden Entscheids im Ausland beschädigt werden könnt

Die Schweizer Regierung befürchtet, dass das Ansehen der Schweiz. Liebe Schweizer, ihr habt mein vollstes Verständnis wenn ihr weitere Minarette nicht haben wollt. Wer seinen Gebetsteppich ausrollen möchte, kann das auch ohne Minarett machen. Ein Minarett, wie eine Moschee überhaupt, ist nicht Teil des europäischen Glaubens. Wer unbedingt ein Minarett braucht, soll dieses in seiner Heimat suchen.

9.11.1989

Der 9. November 1989 – das ist 20 Jahre her. Ich sass im Büro, damals noch in Lübeck. Die Firma, in der ich arbeitete, Betrieb ausser einer Reederei noch ein paar andere Geschäftszweige, u.a. gab es eine Heizölabteilung. Und die Fahrer kommen ja auf ihren täglichen Touren in der Stadt herum. Plötzlich ging das Gerücht durch die Firma, die ganze Stadt sei voller Trabbis. Wie ich bei meiner Heimfahrt zur Mittagspause feststellen konnte, was das kein Gerücht. Sie waren da. Überall. Und die ganze Stadt lag unter einer Dunstglocke aus Trabbiabgasen.

Für meine Heimfahrt zur Mittagspause brauchte ich normalerweise nur 10/15 Minuten. Aber an jenem Tag hat es wohl etwa eine Stunde gedauert. Die Tage danach verzichtete ich auf die Mittagspause.

Lübeck war damals Grenzstadt. Und für einen Teil der Einwohner der DDR war Lübeck die nächste grössere Stadt, die für sie erreichbar war. Und so vielen die DDR-Bürger in Lübeck ein. Es war nicht die Volksarmee oder die Russen, vor denen wir in den Zeiten des kalten Krieges Angst hatten. Es waren Menschen wie du und ich.

Antrittsbesuch

Die neue Regierung ist in Amt und Würden. Nun geht sie los, die Ralley der Antrittsbesuche. Muss eigentlich die alte und neue Kanzlerin auch Antrittsbesuche machen? Wahrscheinlich nicht.

Wer auf Antrittsreise gehen muss ist der neue Aussenminister Guido FöhnWesterwelle. Ich mag ihn nicht, auch wenn er schwul ist und ich auch. Aber deshalb muss man ja nicht alle Schwulen mögen. Ist ja bei den Heten auch nicht anders. Da gibt es ja auch welche, die sich nicht mögen.

Was ich aber gut finde ist die Tatsache, dass ein schwuler Aussenminister seinen ersten Antrittsbesuch in ein Land macht, das so das ziemlich konservativste Land in Europa ist, besonders wenn es um das Verhältnis zur Homosexualität geht: Polen!

Nun, der Grund für die Reise nach Polen ist sicher nicht der, dass Guido schwul ist und er den Polen mal sagen will, was sie doch für ein intolerantes Volk sind. Aber toll finde ich es trotzdem.

Gleiches Recht für alle?

Wie vielfacht in den Medien berichtet wurde, hat Polens Präsident Lech Kaczynski nun doch noch seine Unterschrift unter den EU-Vertrag von Lissabon gesetzt. Das ist aber nicht geschehen, ohne dass Polen sich dafür was eingehandelt hat, nämlich dass „die eigene Gesetzgebung zur Homosexualität unangetastet bleiben kann“.

Gleiches Recht für alle in der EU? Weit gefehlt!

Das geht jetzt zuweit

In Berlin wurde durch ein Gerichtsurteil einem 16-jährigen muslimischen Schüler ein eigener Gebetsraum zugestanden – während in Bayern die Kruzifixe aus den Klassenzimmern entfernt werden mussten!

Der Düsseldorfer Drosteverlag hat einen Krimi zurückgezogen, in dem es um einen Ehrenmord geht – aus Angst vor den Islamisten. Durch eine Textpassage könnten sich die Islamisten auf den Schlips getreten fühlen – falls sie denn einen Tragen. Die Autorin weigerte sich, den Text zu ändern.

In Hamburg ist es besser, wenn Schwule bestimme Strassen meiden.

Leute, wir leben in Deutschland. Und wer hier beten will, kann das überall tun wo es ihm passt. Er muss dafür nicht einen eigenen Raum einfordern. Er kann ja auch zum beten in sein Heimatland fahren und am besten gleich dortbleiben.

Uns Deutschen Einwohnern – ob schwul oder nicht – muss es möglich sein, dass wir uns überall auf unserem eigenen Terrain ungefährdet aufhalten können.

Einem Autor muss das freie Wort gestattet sein und wir haben das Recht, das zu lesen, was wir wollen.

Wir müssen und wir wollen uns nicht von Islamisten vorschreiben lassen, was wir in unsrem eigenen Land tun wollen bzw. lassen müssen. Das geht eindeutig zu weit!

Enttäuschend


Die Wahl ist vorbei, zum Glück. Ob das Ergebnis ein Glück ist, wird sich zeigen. Ich bin jedenfalls mit dem Ergebnis nicht glücklich, insbesondere deshalb, weil es wahrscheinlich darauf hinausläuft, dass die Laufzeiten der Kernkraftwerke verlängert werden. Unter anderem war dieses Thema ein Grund, warum ich CDU und FDP nicht gewählt habe.

Auf dem Gebiet der Stadt Geesthacht steht ja so ein Pannenreakter, verniedlicht Krümmelmonster genannt, das AKW Krümmel. Das Ding war ja nun in den letzten Monaten öfter in den Schlagzeilen. Da hätte ich doch gedacht, dass die Bürger unserer kleinen Stadt an der Elbe ihre Kreuze bei der Bundestags- und Landtagswahl an entsprechender Stelle gesetzt hätten, nämlich bei den Grünen, allenfalls noch bei der SPD. Und was ist? Den Bürgen dieser Stadt ist das Monster in ihrer Nachbarschaft anscheinden egal. Liebe Geesthachter Mitbürger, was habt ihr euch dabei gedacht? Das kann doch nicht euer Ernst sein?

Hier die enttäuschenden vorläufigen Endergebnisse aus Geesthacht
Bundestagswahl:
Erststimmen
SPD 32,8 % – CDU 34,3 % – FDP 10,4 % – Grüne 9,9 % – Linke 10,5 %
Zweitstimmen
SPD 28,2 % – CDU 28,0 % – FDP 15,6 % – Grüne 11,8 % – Linke 11,5 %

Landtagswahl:
Erststimmen
SPD 34,2 % – CDU 32,0 % – FDP 10,7 % – Grüne 10,6 % – Linke 9,3 %
Zweitstimmen
SPD 27,6 % – CDU 28,3 % – FDP 14,1 % – Grüne 13,5 % – Linke 9,3 %

Es kann doch nicht angehen, dass hier, in unmittelbarer Nachbarschaft eines Pannenreaktors, nicht ein klares Votum gegen Atomkraft und für den Ausstieg stattgefunden hat. Ich kann darüber nur mit dem Kopf schütteln, ich bin maßlos enttäuscht.